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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

News of the day

Peter uind Richard
Ziel Task 7 aus der Luft
Ziel Task 7
Peter Nägele am Start
Luftbild von Philippe Broers
Auffahrt
Brasilianischer Bulle
Kuhtireb
Task 4 vor dem Race Start
Happy im Ziel
Und noch fast keiner da
Ziel Task 4
Briefing Task 3
Ziel Task 2
Task 2
Startplatz: Flieger Shop, Bar
Aguas da Prata
Vorbereitungszone Startplatz
Safety Briefing
Opening Party
Landefeld Task 1
Auffahrt
Chill out Bereich
Bilder von Richard Gallon Facebook
Philippe Broers
Richard Gallon
Felixund Richard

Samstag, 9. September 2017 – Task 7

hier kommt leider der der letzte Bericht aus Brasilien – die Zeit verging leider viel zu schnell und jetzt steht leider schon die Rückreise nach an. Die Flugausbeute mit 7 Tasks war überragend – wie ich es auch schon 2015 in Baixo Guandu erleben durfte. Am letzten Tag war wieder mehr Wind aus Nordost vorhergesagt so dass wieder ein zig-zag Kurs mit dem Wind ausgeschrieben wurde. Gleich am Anfang teilte sich das Feld in zwei Pulks um den ersten Wendepunk mit leichtem Gegenwind zu holen. Mein Pulk hatte einen kleinen Vorteil aber auf dem Weg zum zweiten Wendepunkt kurz vor Aguas da Prata waren beide Pulks wieder zusammen. Kurz vor dem Sprung ins Flache wo üblicherweise viel Sinken zu erwarten ist flog ich bewusst verhaltener um nicht wieder wie am vorherigen Task vorne tief zu landen. Der Plan ging auf und ich war kurz vor der Wende im vorderen Teil des Feldes. Nun ging es mit dem Wind zum lezten Wendepunkt – direkt auf ein riesiges Feuer zu. Ich entschied mich die Rauchsäule und den Qualm eher lufseitig anzufliegen und kurz vor dem Eintritt in den Qualm stand nochmal ein kräftiger Bart. Ein paar waren schon etwas voraus und man konnte schön erkennen dass sich im Nebelqualm eine Art Konvergenz gebildet hat – es ging über etliche KM mit leichtem Steigen Richtung Wendepunkt. Somit war ich in einer super Position um in den Endanflug zu gehen. Da ich nicht viel zu verlieren hatte entschied ich mich für einen frühen Abflug und der Plan ging auf. Mit Rückenwind und Gleitzahl 1:15 ging es schnell zum ESS wo ich immer noch viel zu hoch ankam. Somit konnte ich meine beste PWC Einzeltaskplatzierung vom 6. September nochmal verbessern und auf den 6. Platz fliegen. In der Gesamtwertung hat sich für mich nicht trotz dem top Ergebnis nicht mehr viel verändert. Ein top Wettbewerb mit einem unerwartet starkem Teilnehmerfeld. Die vorderen Plätze sind fest in Brasilianischer Hand. Rafael Saladini gewinnt vor Erico Oliveira und Frank Brown. Vielen Dank an die super Organisation – dies war in allen Bereichen (Wetter, Organisation, Startplatz, Stimmung)  einer der besten Wettbewerbe die ich bisher mitfliegen durfte.

letzte sonnige Grüße aus Brasilien

Freitag, 8. September 2017 – Task 6

Guten Morgen aus Aguas da Prata. Der Tag gestern war sogar noch besser als der Mittwoch und somit sind mittlerweile schon viele recht müde vom vielen Fliegen. Gestern wurde nochmals eine recht lange Aufgabe von 103 KM gesetzt. Dabei muss man berücksichtigen, dass die nutzbare Thermikzeit aufgrund der Winterzeit recht begrenzt ist (ca. 11-16 Uhr ist die aktivste Zeit; Sonnenuntergang ist kurz vor 18 Uhr); ein Grund mehr um schnell ins Ziel zu fliegen. Die Aufgabe war wieder eine Dreiecksaufgabe; diesmal zuerst nach Osten, dann Richtung Süden und wieder zurück nach Auguas da Prata. Vor dem Start ging es schon sehr zuverlässig auf über 3000 m und entsprechend zügig ging es dann auch nach dem Start zum ersten Wendepunkt bei Santa Rita de Caldas; knapp außerhalb des Kraters im Flachen. Nachdem ich etwas zurück war konnte ich an der Stelle nach vorne aufschließen. Weiter Richtung Süden auf dem Weg zum zweiten Wendepunk war nochmal eine Hügelkette – hier war ich leider immer noch recht weit vorne und verpasste es hier etwas defensiver zu fliegen. Während ich mit einer kleinen Gruppe im starken Sinken weiter Richtung zweitem Wendepunkt flog, konnte der Hauptpulk weiter hinten nochmal deutlich Höhe machen. Unsere Gruppe war jetzt leider so tief, dass es recht lange dauerte bis wir wieder Anschluss bekamen; der Hauptpulk war deutlich höher und konnte somit an der Stelle einen größeren Vorsprung herausfliegen den wir kaum noch aufholen konnten. Somit war Schadensbegrenzung angesagt und wir versuchten den Rückstand aufzuholen. Der letzte Bart brachte und dann doch noch mit konstanten 4 m/s steigen auf 3200 und somit konnten wir über 20 km vor dem Ziel in den Endanflug gehen und noch etwas Zeit gutmachen. Für mich blieb ein 9 Minuten Rückstand zu dem großen Pulk übrig. Kurz hinter mir kam Richard ins Ziel. In der Gesamtwertung bin ich nun leider etwas nach hinten gefallen; allerdings ist das jammern auf hohem Niveau – ich bin insgesamt doch sehr zufrieden. Den Tag gestern gewann knapp Clement Latour vor den Brasilianern Christiano Ricci und Frank Brown. Die Brasilianer nutzen ihre Gebietskenntnis hier perfekt aus; unter den Top 10 sind 7 brasilianische Piloten. So heute ist leider schon der letzte Tag bevor es für mich zurück nach Zürich und von dort direkt weiter nach Tolmin geht. Nächste Woche findet dort die Deutsche Meisterschaft statt; leider sieht die Wettervorhersage dafür noch nicht sehr vielversprechend aus.

Viele Grüße

Donnerstag, 7. September 2017 – Task 5

Viele Grüße aus Brasilien. Da die Radler heute schlappmachen und erst gar nicht aufgestanden sind muss ich mich jetzt mit dem Bericht etwas beeilen um das Frühstück nicht zu verpassen.

Wie vorhergesagt war gestern der beste Tag der Woche und daher wurde wie auch bereits am Vortag angekündigt eine 107KM Aufgabe ausgeschrieben. Schon vor dem Start ging es auf dem Plateau auf 2900. Bereits vor dem Start kam ein Pulk deutlich tiefer da dieser versuchte sich noch weiter nördlich zu positionieren aber dort leider keine gute Thermik fand. Somit war ich gut positioniert und es ging schnell zum ersten östlichen Wendepunkt. Immer wieder gab es fiese Sinkzonen in denen es mit über 4m/s nach unten ging was das Rennen wirklich spannend machte. Vom östlichen Wendepunkt ging es seitlich an Pocos de Caldas vorbei über den alten Kraterrand ins Flache zum nächsten Wendepunk. Kurz davor stand wieder ein Feuer welches die Thermik gut sichtbar aber auch zu einer rauchigen Angelegenheit machte. Vom nördlichen Wendepunkt ging es dann direkt am Kraterrand entlang über das Fluggebiet bei Pocos de Caldas (hier fand auch schon ein PWC statt) nach Osten. Am Kraterrand standen die besten Thermiken des Tages so dass es hier zügig voran ging. Kurz vor dem Sprung in das Flachland schwächelte die Thermik etwas so dass ich dort den Führungspulk wieder einholen konnte nachdem ich ihn vor dem zweiten Wendepunkt bei dem Feuer verloren hatte. Nach dem östlichen Wendepunk schwächelte die Thermik etwas und ich erwischte zusätzlich eine schlechte Linie so dass ich wieder den Anschluss an den ersten Pulk verlor. Der Zielanflug war dann bis zum Schluss spannend da ungewöhnlicherweise in dem Bereich des Endanfluges starke Sinkzonen anzutreffen waren. Nach dem ESS fand ich aber noch eine rettende Thermik und somit konnte ich als 34. entspannt über die Ziellinie fliegen. Richard verpasste leider die letzte Thermik und musste vor der Ziellinie landen. Den Tag hat Andre Rainsford aus Südafrika gewonnen der hier sehr stark fliegt. Heute soll es eine etwas kürzere Aufgabe geben, dadurch wird aber am vorletzten Tag bestimmt nicht weniger spannend.

Viele Grüße
Peter

Mittwoch, 6. September 2017 – Task 4

Guten Morgen aus dem sonnigen Brasilien. Die Radler waren heute wieder pünktlich um 6 Uhr aktiv und ich habe somit wieder genügend Zeit für den Bericht von gestern. Die Auffahrt zum Startplatz dauerte gestern etwas länger da die Straße wegen einem Kuh Trieb für einige Zeit lang gesperrt wurde. Eine riesige Kuhherde wurde auf eine andere Weide umgesiedelt. Es ist wirklich beeindruckend, wenn hunderte Tiere auf einen zulaufen. Die Wettervorhersage war wieder etwas besser als am Vortag so dass eine knappe 100 KM Aufgabe ausgeschrieben wurde. Beim Briefing wurde dann auch direkt angekündigt am Donnerstag sicher die 100 KM voll zu machen. Der Startzylinder lag 2KM nordöstlich auf dem Plateau. Wie vorhergesagt ging es schon vor dem Start auf 2800m – als dann der komplette Pulk vor dem Start an die Inversion traf wurde es stellenweise etwas sportlich, aber insgesamt ist das Fliegen hier in Brasilien sehr entspannt: große Thermiken, wenig Turbulenzen und überall Landeplätze. Nach dem Start ging es auf dem Plateau 14 KM Richtung Osten und dann wieder zurück vorbei am Startplatz über Aguas da Prata in das Flachland. Das Rennen war sehr schnell und somit wurden die Kilometer recht schnell abgeritten. Ich konnte mich immer ganz gut im vorderen Teil positionieren und somit einige Führungspunkte sammeln (seit dieser Saison gibt es beim PWC deutlich mehr Führungspunkte um das höhere Risiko der Vorausfliegenden zu belohnen). Auf dem Weg zum letzten Wendepunkt wurde die Thermik schwächer und das gesamte Feld kam tiefer. Ich entschied mich für eine Route etwas weiter östlich und fand dort einen starken Bart während der Hauptpulk weiter westlich im schwachen Steigen weitersuchte und deutlich tiefer die Wende holte. Auf dem Rückweg von der Wende stand wieder ein guter Bart den ich jedoch frühzeitig verlies. Weiter vorne hatte sich eine kleinere Gruppe abgesetzt die ebenfalls tief weitergeflogen war. Ca. 10 KM vor dem Ziel stand der letzte kräftige Bart den die Ausreißergruppe bereits fast ausgedreht hatte als ich ankam. Ich konnte ebenfalls in den Bart einsteigen und somit zügig die Abflughöhe für den Endanflug sammeln und als achter über die Ziellinie fliegen – knapp 4 Minuten hinter den ersten. In der Wertung bedeutete das für mich den 10 Platz und mein bestes PWC Ergebnis überhaupt – so kann es weitergehen. Richard kam auf Platz 30 ins Ziel. Den Tag gewannen Enrico Oliveira und Rafael Saladini beide punktgleich. Die Brasilianer fliegen hier extrem stark und somit sind auch in der Gesamtwertung die vorderen Plätze fest in brasilianischer Hand. So jetzt geht es erstmal zum Frühstücken – der Tag wird lang. Ach ja – heute haben die Radler ihre Trillerpfeifen daheim gelassen und stattdessen Silvesterböller ausgepackt und gezündet…

Viele Grüße

Peter

Dienstag, 5. September 2017 – Task 3

Heute wurden wir wieder wie bereits am vorherigen Tag recht zeitig um 6:30 von einer großen Mountainbikegruppe die sich direkt vor dem Fenster im Hotelbereich für ihre Ausfahrt trifft. Hier in Brasilien ist alles etwas lauter und somit auch die Unterhaltungen ?. Sie hatten sogar Trillerpfeifen dabei von denen sie bereits schon vor der Abfahrt Gebrauch machten. Na ja somit hatte ich genug Zeit den Tagesbericht zu schreiben. Die Vorhersage war wieder ähnlich wie gestern – mit dem einzigen Unterschied dass die Basis etwas höher war. Es wurde eine 87 KM Zig-Zag Aufgabe mit dem Wind ausgeschrieben. Pünktlich zum Start drehte der Wind so dass das Komplette Pilotenfeld den Startplatz wechseln musste. Die Meisten gingen auf den Süd, ca. 20 auf den Südost und Felix versuchte es auf Südost (der ging jedoch nicht) – hier hat man wirklich die Qual der Wahl was die Startplätze angeht. Die Thermik war anders als die Tage davor schon recht kräftig so dass es zügig auf über 2700m ging. Der Start lief gut und ich konnte mich im ersten Teil des Rennens wieder recht gut positionieren. Immer wieder wechselten die Führungspulks – der vordere Pulk kam tief und wurde dann vom deutlich höheren hinteren Pulk überholt. So erging es auch unserem Pulk der aber dann vor dem Flachen leider keine starke Thermik mehr fand. Das Problem war auch ein riesiges Feuer welches einen riesigen Bereich einnebelte und die Thermik ausbremste. So kam ich wieder recht tief und musste mich kurz vor dem letzten Wendepunkt bei Mogi-Guacu wieder mühsam hocharbeiten. Von dort ging es dann ins Ziel. Der Koreaner Hyeong Joo flog heute einen Vorsprung von 6 Minuten heraus so dass es wohl für die meisten heute einen Streicher geben wird. Richard kam heute als 18. ins Ziel und bei mir reichte es knapp für die top 60, also für mich ebenfalls ein Streicher.

Viele Grüße aus dem sonnigen Brasilen
Peter

Montag, 05. September – Task2

Nachdem gestern wegen dem Letzen Gegenwindschenkel keiner ins Goal kam wurde heute eine etwas kürzere Aufgabe im Zig-Zag mit dem Wind ausgeschrieben. Vor dem Start war es heute ein JoJo fliegen das für mich leider nicht ganz so gut lief wie gestern: pünktlich zum Start konnte ich am meisten Sinken mitnehmen und war daher relativ niedrig. Dennoch konnte ich mich schon nach dem ersten Bart wieder nach vorne arbeiten und lange in dem Top 10 mitfliegen. Das Rennen war recht schnell und die Thermiken recht gut - auch wenn es immer auch starke Sinkzonen gab. Allerdings war die Basis mit 2300m nicht besonders hoch (Mittwoch und Donnerstag soll es angeblich deutlich besser werden). So kam es wie es kommen musste – ich kam kurz vor dem letzten Wendepunkt recht tief und traf hier auf gleicher Höhe auf Richard Gallon. Mithilfe von ein paar Geiern konnten wir dann zum Glück einen konstanten 3-4m Bart auftreiben der uns wieder zügig zurück an die Basis brachte und wir daher nicht allzu viel Zeit verloren haben. Nach dem letzten Wendepunkt ging es dann mit dem Wind und mit Vollgas in die ESS. Heute waren über 80 Glückliche Gesichter im Ziel zu sehen. Auch die Kinder am Landeplatz hatten ihren Spaß und rannten den landenden Piloten hinterher. Ich bin mit dem 28. Platz super zufrieden und freue mich schon auf morgen.

Viele Grüße

Sonntag, 04.September Task 1

Der vierte PWC der Saison wird dieses das erste mal im Fluggebiet Pico do Gaviao ausgetragen. Das Fluggebiet liegt ca. 200 km nördlich von Sao Paulo am Rande eines ca. 20-25km alten Vulkankraters. Das Hauptquartier ist in Aguas da Prata – ein relativ kleines aber beschauliches Städtchen. Wie der Name schon sagt gibt es hier Wasser; daher gibt es hier auch eine Fabrik für Wasserflaschen.

Die Vorhersage für die Komplette Woche ist super da sich auf dem Atlantik ein großes Hochdruckgebiet ausbreitet. Beim Sicherheitsbriefing wurde schon angekündigt, dass wir uns auf sieben Flugtage einstellen sollen (wie zuletzt beim PWC in Baixo Guandu). Für den ersten Tag wurde Blauthermik mit einer Basis von 2500 m vorhergesagt was sich später auch bewahrheiten sollte. Das Rennen ging um 13:15 Ortszeit (Zeitverschiebung zu Deutschland 5 Stunden) los. Am Anfang war es noch etwas zäh aber beim Start waren dann die meisten Piloten naher der Basis und es ging mit dem Wind ins Flache. Die nächste Thermik stand relativ weit weg so dass etwas defensiveres fliegen angesagt war um nicht gleich am Anfang tief zu kommen. Es bildeten sich zwei Pulks die dann auch zügig stärkere Thermiken fanden. Somit war denn der erste Wendepunkt mit dem Wind recht schnell abgehakt und es von dort Richtung Süden (kurz vor Mogi Guacu). Hier stand ein super Bart direkt am Zylinder so dass man mit guter Höhe gegen den Wind zum letzten WG vor der ESS fliegen konnte. Leider war es schon spät (die Thermik lässt ab 15:30 nach und wird dann schnell schwächer). In Kombination mit dem recht kräftigen Gegenwind von 20KM/H schaffte ich es nur bis knapp 10KM vor dem Ziel. Die besten schafften ein paar KM mehr – aber keiner schaffte es ins Ziel. Somit ist nach dem Ersten Lauf noch alles offen und das Feld ist recht eng zusammen. Heute freue ich mich auf einen weiteren schönen Lauf bei ähnlichen Bedingungen wie gestern.

Viele Grüße

Peter

 

 

 

World Cup Brasilien 03.-09.09.2017