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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

WM in Forbes/Australien 5. - 21. Januar 2013

Auf zum Flughafen in Sydney
unser nächstes Teamauto für die WM 2015
Drachenpacken für den Rücktransport
Christians Surfversuche zum Abschluss in Sydney
Ein Aboriginal führt seine Musik vor
Einen Wombat als Sovenier für Regina
Siegerehrung Gesamtwertung: Alex Ploner (2), Manfred Ruhmer (1), Philippo Opicci (3)
Siegerehrung Frauen - Kathleen Rigg (2), Corinna Schwiegershausen (1), Tove Haney (3)
Siegerteam Italien
Tagesgewinner letzter Durchgang - mit Lukas und Jörgi :) und Corinna
Geschafft - die WM ist vorbei
neue Weltmeisterin Corinna Schwiegershausen
Tagessieger Task 10 - Lukas Bader
Strahlende Gesichter im Ziel
Jörg im Anflug mit Yuhuuugetöse :)
Lukas überfliegt als Erster die Ziellinie - Gratulation!!
unsere deutschen Parkeinweiser am Paddock mit heutiger Begrüßung :)
und das ist unser heutiges Ziel :)
Peter Neuenschwander - Gleitschirm-Worldcupgesamtsieger jetzt mit dem Drachen unterwegs
das letzte Briefing in Forbes
Gute Nacht nach Deutschland
bunte Vögel
Corinna fliegt zum Titel
Startgate
ganz Team Germany im Ziel nach 192 km
Olli unser Australien-Experte
Mercedes-Akademie
Dustdevils am Paddock
ohne Worte
Tagessiegerehrung im HQ mit Lukas
nächtlicher Reifenwechsel mitten in der Pampa
in the middle of nowhere
jede Menge Känguruhs
1 km Drachenschleppen auf Umwegen
selbst die Känguruhs verbläst es hier weg
Die Sieger von Task 4 (Corinna, Manfred, Antoine, Christian)
Die Goalies von Bus 1 fahren heim
Zieleinflüge
Das Ziel von heute
Schatten unter Corinnas Drachen
interessante Vegetation am Landefeld
Christian und Lukas im Goal
Corinna airborne
Über Forbes im Startpulk
unser Teamauto mit besonderem Landschafts-Design
Zielanflüge - hier Christian Ciech
die Schlepperei funktioniert bestens
Christian, Gerd und Corinna im Ziel nach 163 km
Gerd im Startwagen
Roland mit seinem RX
Dem Lukas pressierts
Die Drachen am Paddock
mancher kämpft mit Staubwolken beim Start
unser Mercedes mit eingebauter Livekamera :)
wir greifen an - Vollgas nachTrangie - 163 km
komische Schilder hier in Down Under
Christian beim Friseur - Überzeugt schaut er nicht aus
Das ist der ultimative Kochtopf für Team Germany
Achtung springende Drachenflieger
Jonny Durand machts spannend
Tagessieger Christian Ciech aus Italien
Tagessiegerin bei den Damen und der japanische Teamleader: Chisato und Masahiro
Jörg im Ziel
Polona und unser Gerd
Jetzt gehts raus auf den Paddock
Corinna im Schlepp
Der aktuelle Weltmeister Alex Ploner beim Trainingstask
Alle Teilnehmer der WM
Team Germany bei der Opening Ceremony
Badeplatz am Camp
Pitchmessungen im Hangar
deutsche Armada
Staub, Staub......Staub!
interessante Transportkonstruktion von Team Liechtenstein
Christian hebt ab zum 153 km Trainingstask
Gerd ist startfertig
Ein Opposum holt sich die Überreste
Grillabend - fleissige Jungs
Sonnenuntergang in Gulgon
Abendstimmung in der Wildnis
Olli Barthelmes
Jörg begibt sich zum Startplatz
Roland in the air
Abkühlung im Schatten
Christian Zehetmair
Team Germany mit den Teambussen von Mercedes
DANKE an Mercedes-Australien
Christian über Gulgong
Gerd erkundet die Gegend
Billabong
Olli mit Tobi im Dragonfly
komisches Känguruh
Gulgong - ein kleines Nest
Gulgong - Flugplatz
Hundetransport auf andere Weise
Ein Snack in Stanwell Beach
Stanwellbeach und Landeplatz
Dieses Schild müsste man mitnehmen :)
Olli über Stanwell
Olli startet im Stanwell Park
Massenhaft Zuschauer
Roland checkt genau seinen neuen Moyes
viele Drachen am Stanwellpark bei Sydney
Ankunft in der Moyes Factory
endlich über Australien nach 14 Stunden Flug von Dubai
Im Flughafen Dubai beim Zwischenstopp
In München - endlos Gepäck

NEWS OF THE DAY

Videozusammenfassung der WM in Forbes von Lukas Bader

Offizielle Ergebnisse:

1. Manfred Ruhmer AUT - Icaro Laminar
2. Alex Ploner ITA - Icaro Laminar
3. Filippo Oppici ITA - Wills Wing T2
4. Atilla Bertok HUN - Moyes Litespeed S5
5. Pedro Luis Garcia Morelli  ESP - Wills Wing T2
6. Grant Crossingham GBR - Moyes Litespeed
7. Primoz Gricar SLO - Aeros Combat 13.5 GT
8. Balazs Ujhelyi HUN - Moyes Litespeed RS
9. Scott Barrett AUS - Airborne REV
10. Antoine Boisselier FRA - Moyes Litespeed RX
13. Gerd Dönhuber GER Moyes Litespeed RX
28. Lukas Bader GER Moyes Litespeed RS
30. Roland Wöhrle GER Moyes Litespeed RX
39. Christian Zehetmair GER Aeros Combat 13.5 GT
50. Jörg Bajewski GER Wills Wing T2
51. Corinna Schwiegerhausen GER - Moyes Litespeed RX

Frauen:
1. Corinna Schwiegershausen GER - Moyes Litespeed RX
2. Kathleen Rigg GBR - Moyes Litespeed RX
3. Tove Heaney AUS - Moyes Litespeed RX

Teams:

1. Italien
2. USA
3. GBR
4. AUS
5. Deutschland
6. Österreich
7. Schweiz
8. Frankreich
9. Ungarn
10. Tschechien

Insgesamt trafen sich 104 Piloten aus 23 Nationen um den Weltmeistertitel auszufliegen. 10 Durchgänge wurden geflogen. Unbedingt hinzuzufügen ist, dass im 6. Durchgang gefährliche Bedingungen bei einem 60 km/h Wind mit über 70 km/h Böen am Boden herrschten. Dadurch ließen sich über 50 Prozent der Piloten in eine Flugverbotszone blasen um sicher auf großen Feldern ohne Hindernisse landen zu können. Der Task wurdevom Wettbewerbsleiter Davis Straub gestoppt. Durch einen Protest von Atilla Bertok (HUN) wurden die Piloten die in dieses Flugverbotszone geflogen sind, mit Penalties bestraft. Seine Begründung war, dass sich einige Piloten dadurch einen Vorteil in der Flugroute erflogen hätten.
Diese Meinung teilten wenige Piloten. Bei einem Task wo mehr als 50 Prozent der Piloten die Entscheidung trafen, sicher zu landen, wäre wohl die beste Entscheidung gewesen, den Task zu canceln.
Aus unserem Team erwischte es Christian Zehetmair mit O Punkte und Gerd Dönhuber mit Penalties. Am schlimmsten erwischte diese Entscheidung Primoz Gricar (SLO). Er bekam 0 Punkte und verlor dadurch eine sichere Medaille. Slowenien strebt einen Protest bei der FAI an.

21. Januar 2013 - Resümee von Roland

Der Staub hat sich gelegt - Der Motorenlärm ist verstummt

Pünktlich zum Ende der WM kam der "Southerly Change", die Kaltfront aus Richtung Antarktis. Sie beendete zumindest vorläufig die Hitze, mit der wir während unserer Zeit hier in Forbes zu kämpfen hatten. Bis zu 45 Grad Celsius im Schatten (wenn man welchen finden konnte), zehn geflogene Durchgänge, neun in Reihe, Aufgaben meist um die 200 km und lange nach Hausewege. Diese Umstände ließen so manche Piloten an seine körperlichen Grenzen gelangen. Die Organisation dieser WM war meines Erachtens hervorragend. Wie schon bei der Pre-WM funktionierte das Schleppen blendend. Elf Maschinen brachten die Teilnehmer innerhalb von 90 Minuten in die Luft. Somit war die Chancengleichheit gegeben, jedem Piloten war es möglich, die erste Startzeit zu nehmen.
Vicki Cain von Moyes Gliders hat es verstanden, mit ihrer charismatischen Art, auch beim morgendlichen Briefing im klimatisierten Bowlingclub für sehr ausgelassene Stimmung zu sorgen, nicht zuletzt durch die täglichen 600 Dollar Preisgeld für die Erstplazierten. Davis Straub als Wettbewerbsleiter hatte an zwei Tagen mit starken Gegenwind zu kämpfen. Wenn mehr als 50 % der Teilnehmer aufgrund von starker Abdrift in eine Flugverbotszone einfliegen, könnte man den Task auch canceln. Die hohe Bestrafung Einzelner hat das Gesamtergebnis leider etwas ungerecht durcheinander gewürfelt.

Die Sensibilisierung der Piloten im Bezug auf Pitcheinstellungen zeigt weiterhin Wirkung. Es gab keinerlei Unfälle aufgrund mangelnder Gerätesicherheit. Die ein oder andere "Pancakelandung" sorgte für kleinere Blessuren, die Landung eines Eidgenossen im Zaun für eine Nacht im Krankenhaus. Für Materialschäden sorgten mal wieder die australischen Wedgetail-Adler. Die Population dieser Tiere ist recht hoch, nicht selten kurbelt man gemeinsam in der Thermik. Ab und an ist jedoch einer so aggressiv, dass ein fabrikneues Segel bald einem schweizer Käse gleicht.
Im letzten Durchgang wurde unsere Teamkollegin gleich von zweien attackiert.

Leider als auch sehr teuer hat sich diese WM erwiesen. Mit zusätzlichen Kosten für die Schlepps, der Gerätetransport, die weiten Nachhausefahrten nach Zielflügen und insbesondere die Lebenserhaltungskosten machten dieses Abenteuer zu einem sehr teurem. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen meiner Mannschaftskollegen beim DHV und seinen MItgliedern für die finanzielle Unterstützung bedanken.

Mit Corinna als Weltmeisterin in der Frauenwertung bringen wir einen Titel mit nach Hause. In der Mannschaftswertung konnten wir aufgrund des fulminaten letzten Durchgangs den 5. Platz belegen. Hier sind wir wieder auf Tuchfühlung zu den Medallienrängen.

Alles in Allem eine äußerst gelungene WM auf einem wunderschönen Kontinent mit hervorragenden Flugbedingungen und einer Bevölkerung die in Sachen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sich weltmeisterlich erwiesen hat.

Einen ganz besonderen Dank gilt unserer Bodencrew. Regina, Olli und Tobi haben einen ganz hervorragenden Job gemacht. Bei diesen Bedingungen erfordert es ein Maximum an Willenskraft, immer dann zur Stelle zu sein, wenn etwas querläuft.  Wir hatten eine optimale Versorgung am Startplatz. Was aber noch wichtiger war: Bei Außenlandungen waren wir ausnahmslos bis Sonnenuntergang gefunden. Vielen Dank auch an Tobi, der viertausendfünfhundert ehrenamtliche Kilometer abgeritten hat!

Viele Grüße aus - inzwischen - Dubai

Bis Bald in der Frühjahrsthermik

Roland

20. Januar 2013 - Ab nach Hause

Nachdem wir gestern die Drachen bei Moyes in die Kisten gepackt haben und Olli und Tobi unsere Mercedes-Busse innen und außen gereinigt haben, konnten wir endlich noch auf Sightseeing-Tour in Sydney gehen. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, aber für die Opera, Altstadt und das Queen-Victoria-Kaufhaus hats auf alle Fälle gereicht. Heute haben wir noch einen Tag am Strand von Sydney mit Ian Duncan und seinem Surfbrett verbracht. Gerd, Tobi und Christian versuchten sich im Wellensurfen.....na ja.....fliegen können sie besser :)

Jetzt gehts dann Richtung Flughafen! Wir möchten uns bei allen Fans und Besuchern unserer WM-Seite bedanken.

Aber vor allem möchten wir uns bei unseren Sponsoren bedanken, die uns toll unterstützt haben:

Mercedes Australia -
für die besten Teamautos der ganzen WM
Adidas - der schicksten Teamkleidung von allen
Adidas-Eyewear - für die besten Brillen zum Fliegen
Timezone - für das lässige Outfit am Abend
e-cooline - den genialen Kühlwesten für die extreme Hitze
Ansmann - für die elektronische Ausstattung mit Akkus, Ladegeräte, etc
Bräuniger - für den Notfallkoffer mit allen notwendigen Ersatzvarios und Teilen
UK-Intech - für alles wenns ums Funken geht
Thermopad - für die Wärmepads für die kühlen Tage in den Alpen in den kommenden Monaten
Schwenkel - für die optimalen Fliegerhandschuhe
Air-Optix - Cibavision - für die besten Kontaktlinsen



Ein großes Dankeschön geht auch an meine zwei Helfer Olli und Tobi, die jederzeit und immer zur Stelle waren.

Herzliche Grüße aus Sydney und bis Bald

Regina im Namen des gesamten Teams


18. Januar 2013 - Siegerehrung

11 Uhr: Siegerehrung im Headquarter. Es ist offiziell, Manfred Ruhmer (AUT) ist neuer Weltmeister. Alex Ploner (ITA) Vizeweltmeister und Philippo Oppici (ITA) gewinnt die Bronzemedallie. Corinna Schwiegershausen gewinnt den Frauentitel vor Kathleen Rigg (GBR) und Tove Haney (AUS). In der Teamwertung gewinnt Italien vor USA und England. Deutschland plaziert sich auf Rang 5 gleich nach dem Ausrichter Australien.

Jetzt gehts gleich in Richtung Sydney. Am Sonntag Abend geht unser Flug zurück in den Winter. Corinna und Yves fliegen noch nach Neuseeland, der Rest nach Hause. Wir freuen uns dem Staub und der Hitze endlich zu entfliehen. Bis Bald - Gerd, Jörg, Lukas, Roland, Christian, Corinna, Regina, Olli und Tobi.



8:00 Uhr: Leider warten wir noch immer auf offizielle Gesamtergebnisse und auf die Teamwertung. Nicht alle Piloten kamen gestern vor Mitternacht von der Rückholung ins Headquarter zurück. Bis zur Siegerehrung um 11 Uhr wirds wohl hoffentlich so weit sein.

Bericht von Lukas vom letzten Durchgang:

Drachen WM Forbes 2013  Aufgabe 10


192 km Ziel Rück war die Aufgabe des Tages. Der Show-down zwischen Manfred Ruhmer und Alex Ploner, die vor diesem Finaltag nur 20 Punkte trennen. Auf dem ersten Teil dieser Aufgabe lassen sich die beiden keine Sekunde aus dem Auge. Wir liegen dabei in der ersten Reihe, und haben exzellente Sicht auf die Geschehnisse, weil wir immer eine halbe Thermik voraus sind.

Bei Halbzeit löst sich Ruhmer von Ploner und schließt zu unserem Spitzenprodukt auf. Bei Basishöhen von über 3500 m geht es im Eiltempo zurück Richtung Forbes. 40 km vor dem Ziel lösen sich die Wolken auf, und in den immer kleiner werdenden Pilotengruppen sind individuelle Entscheidungen jetzt ausschlaggebend.

Sensationeller Zieleinflug aus deutscher Sicht, Lukas gewinnt den Tag, 2 min später kommt Jörgi und führt als zweiter den Verfolgerpulk ins Ziel. 

Regina´s Stimme überschlägt es am Funk vor Freude über das gute Ergebnis ...
Was am Ende einer solchen Meisterschaft bleibt, sind die endlosen Erlebnisse, aus den jeweils über 50 Flugstunden. Verarbeiten wird jeder dies erst in den kommenden Monaten. die Erinnerungen werden wie Dejavus beim Berichten an Freunde und Bekannte, in allen möglichen Situationen im Alltag und auch in unseren Träumen noch lange für viel emotionaler Begeisterung sorgen.

Es sind hier aber auch viele Dinge passiert, die für alle mit Wettbewerbfliegen beschäftigten Parteien, einiges an Diskussionsstoff übrig gelassen hat. Speziell die Einbindung der immer komplizierter werdenden Luftraumstrukturen in die Wettbewerbsregeln, sowie auch eine klare Definition der für Wettbewerbe zugelassenen Fluggeräte bedarf der dringenden Klärung.

Lukas für Team Deutschland aus Forbes

17. Januar 2013 - der letzte Tag - 213 km





Yeah!!! Lukas war heute Erster im Ziel, Jörg als Zweiter!!!!
Gerd und Roland sind ebenfalls im Ziel, Corinna und Christian kurz davor.
Der neue Weltmeister heißt Manfred Ruhmer (AUT) vor Alex Ploner (ITA) und Pilippo Oppicci (ITA). Die neue Weltmeisterin ist Corinna Schwiegershausen. Team D hat in der Gesamtwertung Rang 5 erreicht vor Österreich!

9:30 Uhr: Briefing: 213 km Dreieck mit Ziel in Forbes. Start 12 Uhr. Bleibt noch Zeit für einen Cappuccino im Cafe in Forbes. Dann gehts los!

Vielen DANK an Stefan Boller, der uns immer die passenden Känguruh-Pics schickt. Jeden Morgen grinsen wir über das neueste Modell!
Viele Grüße auch an alle Fans, die uns jeden Tag mit netten SMS und e-mails aufmuntern.

8:00 Uhr:
Frühstück - Wir stärken uns nochmal für den letzten Flugtag hier in Forbes. Ich war noch nie bei einem so anstrengenden Wettbewerb. Jeden Tag weite Strecken, lange Rückholungen, wenig Schlaf, kein Restday.....hier pfeift jeder aus dem letzten Loch, wie man so schön sagt. Ob das die Helfer auf dem Paddock sind, die Fahrer, Helfer und natürlich die Piloten. Aber wir halten durch und greifen heute nochmal an. Wir sind gespannt auf die Aufgabe!


16. Januar 2013 - Task 9 - 270 km - Mehreck

Drachen WM Forbes 2013  - Aufgabe nr 9

Australien ist und bleibt das Land für viele Flugstunden. Gestern haben wir wieder 7 1/2 Stunden aus unseren Flugmuskeln gekitzelt. Und was für welche. 250 km im Viereck, Steigwerte bis zu 6 m/s und Basis bei 3000 m.
In einem Wettbewerb gab es weltweit nie eine längere geschlossene Aufgabe als diese !! Die schon müden Arme und Schultern werden nochmal zu Höchstleistungen aufgefordert. 
Am Startgate mussten wir noch 90 min in der schon exzellenten Thermik warten, um 13:50 Uhr werden wir dann losgelassen. Es dachte jeder, dass die Tagesaufgabe zu lang gewählt war, wir postieren das Rückholauto auf dem vorletzten Schenkel 40 km vor dem Ziel.
Am Ende schaffen es noch 17 Piloten bis ins Ziel, Roland und Lukas machen um 19:20 Uhr mit der letzten Thermik die nötige Höhe um mit dabeizusein.
Gruß in die Heimat

Lukas


23 Uhr: Lukas und Roland im Ziel, Gerd, Christian und Jörg kurz davor. Corinna landet nach 240 km. Nur 18 Piloten insgesamt im Ziel, keine Österreicher und Schweizer, das heißt wir haben wahrscheinlich wieder einige Plätze in der Teamwertung gutgemacht. Manfred Ruhmer steht auch vorm Ziel, Alex Ploner war schnell im Ziel. Lukas schreibt den heutigen Bericht.

Der Weltmeistertitel ist Corinna nicht mehr zu nehmen, sie liegt uneinholbar auf Rang 1 bei den Frauen, bei den Herren wirds nochmal spannend! Manfred Ruhmer liegt nur noch knapp vor Alex Ploner. Dritter ist Antoine Boisselier.

Einen schlechten Beigeschmack sorgt nur der Protest vom gestoppten 6. Task. Die Wertung würde ein klein wenig anders ausschauen, wenn es die Penalties nicht gegeben hätte. Für mich und viele andere schwer zu verstehen, dass die Sicherheit beim einem über 60km/h Wind am Boden keine Rolle spielt.......

Aber jetzt gehts ins Bett, morgen ist der letzte Tag!
Regina

14:40 Uhr: 

Alle unsere Piloten sind um 13:50 Uhr mit der ersten Startzeit in der Luft gestartet. Zum erstenmal hat es super schöne Thermikwolken.

9:30 Uhr: Unglaublich, die Tasksetter testen die Kondition der Piloten und auch der Betreuer. Nach 7 geflogenen Tagen ohne Restday gehts heute wieder Vollgas weiter! 270 km! Hier sind alle gefordert - ausruhen geht nur kurz - für die Internetberichterstattung bleibt wenig Zeit. Wir tun alle was wir können.
Unser Team gibt die letzten zwei Tage nochmal Gas. Danke für die vielen lieben Mails und fürs Daumen drücken. Hoffentlich gehts in der Rangliste noch nach vorne und wir bleiben alle fit und gesund!


Bericht von Jörg von gestern:

Task 8 - großes 193 km Dreieck in den Süden

Wir starteten den Tag mit erhitzen Gemütern im Headquarter, lag nun die Entscheidung für den Starkwindtask bezüglich Punktabzug für den Einflug in die lokale Kontrollzone bei Dubbo vor. Piloten, die aus Sicherheitsgründen die helfende Höhe NACH gestopptem Task in der Kontrollzone erkreisten, wurden mit Null Punkten bestraft.
Es traf auch gleich einige Prominente, so auch unser Christian, der die Wettbewerbswelt nicht mehr versteht. Zu Recht!
Meiner Meinung nach hätte der Veranstalter (Meet- u. Safetydirektor) hier die Eier in der Hose haben müssen, um so einen Schwachsinnstask mit dem unkalkulierbaren Starkwind gleich zu canceln. Das hätte hier deutlich brisanter ausgehen können.

Heute dafür nahezu Null-Wind und man errechnete sich eine Flugzeit von mindestens 5h, vorher noch das einstündige Startgate-Spielchen!
Es war quasi ein Race. 104 Piloten machten sich gleichzeitig auf die Reise. Die erste Drachen-Zyklone, wo ich von hochoben in das Auge hineinschauen konnte. Unglaublich! In der großflächigen Thermik galt es eigentlich nur noch, die besseren Steigwerte zu finden. Ein Gewirr, was mindestens 150 km andauern sollte. Ausbruchsversuche bei Blauthermik brachten kaum ein Ergebnis. Das Monster-Gaggle fräste sich faktisch kompakt durch den erhitzten Luftraum.
Dann zog Mandi Ruhmer 40 km bei leichtem Seitenwind die Geschwindigkeit an. Drehte so gut wie nicht mehr auf und gewann den Task souverän!
Die Nachhut hingegen drehte noch hastig in irgendwelchen Blasen der tieferen Luftschichten, um dann auch den Endanflugrechner milde stimmen zu können. Ergo, Massenladung im Goal unter Applaus der Flughafencrew, die sich als Ziellinie vor dem Goal brav aufgereiht hatte.
What a day! Nur fröhliche Gesichter und das ganze Team D rückholerfreundlich eingeschwebt. Davis Straub als Wetterfrosch durchstreifte die Reihen, um sich die Schulterklopfer für den genial gesetzten Task abzuholen. An Task 5 und 6 hätte er das sicher nicht wagen dürfen. Und ob sich die Gemüter durch heute beruhigt haben, ist fraglich.
Da Team D heut früh am Standort ist, zieht Grillmaster Olli wieder alle Register. Mmmh, lecker war´s :o)

Grüße in die verschneite Heimat
Liebe Grüße Jörg


15. Januar 2013 - 192,3 km Dreieck

Heute gab es mal einen "Restday" für die ganzen Fahrer. Ein Dreieck über 192 km war zu fliegen mit Start und Ziel auf dem Airfield in Forbes. Dank unser Piloten, die alle gesammelt ins Ziel flogen, war es fahrtechnisch tatsächlich ein Restday. Natürlich gab es viel anderes zu tun. Allein am Start ist jeder Mann gefragt. Jede Menge Dustdevils gingen durch. Da heißt es festhalten was geht. Tobi hat schon letzte Woche ein paar Baustahl-Stangen und Hammer aus dem Baumarkt geholt, um die Drachen sichern zu können. Außerdem ist es wichtig, die Piloten immer mit kalten Wasser zu versorgen, denn bei dieser Hitze ist es total wichtig, viel zu trinken. 
Jörgi war heute Tagessieger von Team D, schnellster Pilot im Ziel war wieder einmal Manfred Ruhmer, der hier allen um die Ohren fliegt. Zweiter war Primoz Gricar und dritter Antoine Boisselier. Gerd liegt als bester deutscher Pilot auf Rang 10. Wir träumen noch von zwei guten Flugtagen mit einem Topergebnis. Ziel ist ein Tagessieg von unseren Jungs. Corinna fliegt fast täglich ins Ziel. Nur wenige Frauen kommen da mit. Der Weltmeistertitel ist ihr eigentlich nicht mehr zu nehmen. 
Drückt uns weiter die Daumen. 

Noch was: Leider hat unser Christian für den 6. Task nachträglich einen Nuller eingefahren, da ein Protest von Attila Bertok durchgegangen ist.  Bei dem gestoppten Task wegen extrem starken Wind sind etliche Piloten in eine Kontrollzone eingeflogen. Allerdings erst nach dem Stoppen des Durchganges. Hauptgrund war, eine sichere, große Wiese zu erreichen ohne Hindernisse. Bei einem Wind über 60 km/h ist es kein Spaß im Lee von Häusern oder Bäumen zu landen. Wir haben mit den Teams aus Italien, Schweiz, Slowenien, Japan und Neuseeland einen Gegenprotest eingereicht.....Genaueres werden wir noch berichten!!!

Gute Nacht aus Down Under
Regina

Bericht von heute schreibt gerade unser Jörg!!

Bericht von Gerd vom gestrigen One-Way-Task:


Nachdem gestern bei den Starkwindlandungen außer Materialschäden nix passiert ist, sind alle recht erleichtert, als das Wetterbriefing ankündigt, dass wir heute nur moderaten Wind haben werden. Der Safetydirektor wird auch gleich mal gefragt, ob er gestern wenigstens mal zur Wetterinfo aus dem Fenster geschaut hat, als er sich für den späten Stop des gestrigen Tasks rechtfertigen will. Das hätte ihn wohl Vieles klarer sehen lassen.
Die heutige Aufgabe heißt mit dem Wind 229 km nach Nordwesten zu einer Wiese namens Hermindale. Glücklicherweise hat sich der Veranstalter auch dazu entschlossen, die Startzeit diesmal wieder um eine halbe Stunde später zu legen, damit wir nach dem Briefing unseren Cafebesuch ohne Eile durchführen können. Danke, Davis! Am Flugplatz angekommen hat es diesmal nur angenehme 32°. D.h. man kann sich ohne Hitzschlaggefahr 5 min vor dem Start den Gurt anziehen und den Drachen zum Startwagen tragen. Einmal in der Luft hofft jeder dann, dass das Feld diesmal mit der 1. Zeit losfliegt, was aber natürlich nicht passiert. Es wird nochmal 20 min Jojo gespielt, bis wir endlich starten. Die Fliegerei im Flachland mit Rückenwind macht aber echt Spaß! Die Grundgeschwindigkeit beim Gleiten bringt mich immer wieder zum grinsen. Die am Boden mitfahrenden Rückholer haben trotz flotter Fahrweise Probleme uns zu folgen.
Leider drückt etwa ab der Mitte des Rennens eine Cirrenabschattung  unseren Schnitt und Jörg muß sogar 35 km vor dem Ziel landen. Der Rest von uns kommt ins Ziel und wenn ich nicht aus Dummheit die 2. Startzeit um ein paar Sekunden verpasst habe, war ich heut der Schnellste von uns. Deshalb hab ich auch die Ehre,  mir auf der 3,5 stündigen Rückfahrt ein paar Sätze für euch auszudenken.

Grüße in den Winter und viel Spaß beim  Skifahren daheim,
Gerd


14. Januar 2013 - 249 km - Long Way home

10:00 Uhr - Briefing: 249,1 km ONE-WAY nach Norden
Es wird wieder ein langer Tag für alle.  Aber wir sind fit und wir wollen weiter nach vorne in der Teamwertung.

8:00 Uhr: Heute war das Geräusch des Weckers ziemlich unangenehm. Keiner wollte so wirklich aufstehen. Aber es nützt alles nichts, die Sonne scheint, es könnte wieder ein Flugtag werden. Es hat über Nacht merklich abgekühlt und der Wind bläst. Mal sehen was wir im Briefing hören. Bestimmt gibt es heftige Diskussionen um die beiden letzten Tage und den falschen Wetterberichten von Seiten der Organisation.
Bis später
Regina
 
13. Januar 2013 - 240 km Zielflug nach Gulgong mit einer Wende

23:40 Uhr: Was für ein Tag. Noch mehr Wind als gestern. Was für Wetterberichte bekommen wir bloß vorgesetzt. Lukas hatte am morgen genau das vorhergesagt, was dann auch eintraf. Der Meetdirector hatte aber eine ganz andere Prognose, wie gestern auch schon. Also da verliert man jeglichen Glauben an die Organisatoren. Wir sollten Lukas den Wetterbericht überlassen. Olli, Tobi und ich waren heute auf dem Kurs mit unseren Piloten, als kurz vor der ersten Wende wieder der Sturm am Boden begann. Wieder über 60 km/h Wind, teilweise mehr. Erst nach mehreren Anrufen beim Safety-Director dann die Nachricht über den Task-Stopp. Nützt allerdings nicht viel, denn die Piloten müssen ja irgendwie runter. Gott sei Dank sind alle unsere Piloten gut runtergekommen. Allerdings verstreut wie aufgescheuchte Insekten. Die Rückholtour begann. Adventure pur hier im Outback. Känguruhs, Emus und Straßen, die bei uns nicht mal Fußwege sind. Ohne die Hilfe der netten Farmer hier, wären wir wohl noch morgen unterwegs. Ich weiß nicht, wieviele Gatter wir geöffnet und wieder geschlossen haben. Bei der Heimfahrt dann noch eine Reifenpanne. Der "Boxenstopp" war allerdings kurz, denn unsere Jungs sind Gott sei Dank nicht unbeholfen. Ruckzuck wieder zurück auf der Strasse und heim gings zum Auslesen. Hier sitzen wir nun gerade im Headquarter. Hoffentlich passt alles, damit wir heim zu Olli können, der uns schon Nudeln und Soße vorbereitet hat, damit wir unsere hungrigen Mägen noch füllen können. Dann ab ins Bett!! UND: Gerade die Nachricht: Lukas war der Pilot mit der weitesten Strecke heute mit 131 km - zumindest bis jetzt. Vielleicht kommen ja noch ein paar Piloten, die noch länger als wir unterwegs waren.
Bis morgen
Regina und Co

9:30 Uhr: Briefing im Headquarter.

Hier der Bericht von Lukas von gestern:

Forbes - Aufgabe Nr. 5

30 km östlich von Forbes beginnen die ersten Auffaltungen der Blue Mountains. Hinter dieser von Süd nach Nord verlaufenden bewaldeten Geländekante befindet sich ein Hochplateau, dort oben befanden sich unsere ersten beiden Wendepunkte.

Nach dem üblichen über einstündigen Startgategemetzel, begaben wir uns mit einem guten anfänglich westlichen, später dann südwestlichen Wind auf den Rückenwindschenkel nach Cumnock.
Auf diesem Weg änderte sich an der oben beschriebenen Geländekante die Luftmasse dramatisch. Von anfänglich mit ausgebreiteten Cumuli bedecktem Himmel mit maximaler Basishöhe von 2400 m, steigen die erreichbaren Flughöhen auf dem Plateau bis auf 4200 m an. Dies hilft uns deutlich auf dem zweiten Seitenwindschenkel. Auch Yeoval ist somit relativ schnell erreicht.

Dann wird es hart, weil jetzt geht es zurück gegen den Wind. Das GPS verwöhnte uns bisher mit Groundspeed von 90-105 kmh, nun sind es nur noch 50-60. Mit Gerd, Roland, Christian und Lukas bildet sich ein sozusagen deutscher Pulk, wir haben nur noch 4-5 andere Piloten mit uns. Mit drei weitere Thermiken bis auf 3500 m erreichen wir ohne Probleme wieder unsere Geländekante, müssen aber dann auch schon wieder den Luftmassenwechsel feststellen. Die Thermik wird deutlich schwächer und der mittlerweile südliche Wind hat kräftig aufgefrischt. Beim Eintauchen in die heiße Flachlandluft hat jeder von uns ein leicht anderes Konzept, aber alle enden sie nach ein paar weiteren Flugkilometern am Boden.

Der Wind zum Landen war grenzwertig. mit über 50 km/h bläst es , fliegender Staub bei 44° machen den Landevorgang zu einem einmaligen Erlebnis.

Cheers mate, sagt der Australier,
und wir sitzen alle bei Pasta und einem Glas Rotwein und Teilen unsere Erlebnis.

Gruß in die Heimat
Lukas

12. Januar 2013 - 198,3 km Task über drei Wenden nach Peak Hill

22:30 Uhr: Wir sind gerade mal wieder nach Hause gekommen. Niemand von den WM-Piloten hat heute das Ziel geschafft. Der Gegenwind war zu heftig. Auch der Wind am Boden hat extrem aufgefrischt, ca. 60 km/h Wind. Ich hatte echt Angst um meine Jungs bzw. um Corinna. Aber alle hatten sich eine große Wiese ausgesucht, um ohne Leewirbel sicher nach unten zu kommen. Die Auswertung ist im Gang. Wir haben keine Ahnung wo wir stehen. Am weitesten kam heute wohl Manfred Ruhmer. 
Lukas war der weiteste im deutschen Team und schreibt den Bericht.

9:00 Uhr: Ein weiterer Flugtag mit Tageshöchsttemperaturen über 44 Grad steht uns bevor. Aber nach dem gestrigen Top-Ergebnis freuen wir uns alle auf einen weiteren Flug mit hoffentlich guten Ergebnis, damit wir in der Teamwertung weiter nach vorne kommen. Im Moment sind wir von Rang 8 auf Rang 5 vorgekommen.



Der gestrige Bericht von Christian:

Hallo nach Deutschland,

Nach der gestrigen eher mäßigen Vorstellung von Team D nahmen wir uns für
den heutigen Flugtag fest vor, die Zügel wieder strenger anzuziehen, um den
Anschluß zu den vorderen Nationen nicht zu verlieren. Der vierte Durchgang
dieser WM war geprägt von straffen Wind aus Nordwest (Spitzenwerte bis 35 km/h am Paddock) und wieder einmal Blauthermik. Eine relative lange Aufgabe von 203 km schrieb man aus. 100 km Richtung Süden und der letzte Schenkel mit leichtem Seitenwind ca. 100 km ins Ziel. Routiniert gehen die Schlepps, wie am Fließband über die Bühne und um 15:00 ( 2. Startzeit 20 min. Intervall ) fand sich ca. die Hälfte des Teilnehmerfeldes am 32 km Zylinderrand… und los ging’s…. Schachbrettartig präsentieren sich die hellen und dunklen Felder aus der Höhe und Abrißkanten ( Straßen, Baumreihen  etc. ) erweisen sich als zuverlässige Hilfen. Es wurde ein sehr schnelles Rennen. Roland, Gerd und ich düsten im Spitzenpulk über die “rote Erde” und erst kurz vor der ersten Wende, nach einem langen Gleitstück ohne einen Piepser, wurde es zum ersten mal brenzlig. Der Pulk, mit ca. 30 Piloten fächerte sich jedoch sehr effektiv auf und ein paar Hundert Meter über Grund fand man den rettenden Bart. Bis ca. 30 km vor dem Ziel  änderte sich nicht viel an der konsequenten Pulkfliegerei in exakter Kursrichtung. Doch dann wurde die Thermik deutlich schwächer… Ich  entschied ich mich für eine andere Route und flog mit Antoinne und Rohan viel weiter nach links, ca. 45 Grad vom Kurs, in Richtung höhere, dunkle Felder. Dort trug die Luft deutlich besser und schließlich stand der entscheidende letzte Bart, mit ca. 2.200 meter am Ende dieser kleinen Hügelkette. Nach einen 20 km Finalglide kam ich heute als dritter ins Ziel. Manfred konnte sich vom Spitzenpulk lösen und flog kurz vor uns über die Ziellinie. Gerd und Roland pfiffen kurz nach mir rein und machten das sehr gute Mannschaftsergebniss perfekt. Chapeau!
Corinna und Jörgi wurden auch noch mit dem Goal belohnt und Lukas kämpfte bis 10 km vor dem Ziel tapfer, trotz Halswirbelprobleme. So, jetzt wird geschlafen…wir rechnen hier noch mit einigen fliegbaren Tagen…

Schöne Grüsse aus Forbes, wo die Sonne jeden Tag gnadenlos auf unsere Köpfe knallt.

Christian

11. Januar 2013 - 203 km Dog Leg

22:00 Uhr: Wir sind gerade zurückgekommen aus Blaney. Endlich mal eine andere Landschaft. Berge, grüne Wiesen und Seen. Ich dachte, hier ist alles flach und braun vor lauter Hitze! Unsere Piloten/innen waren heute super. Nach Manfred Ruhmer und Antoine Boisselier flog Christian ins Ziel, gleich darauf Gerd und Roland. Jörg kam Minuten später und Corinna kam auch noch ins Ziel. Ein anderes Mädel hab ich nicht im Ziel gesehen. Wir sind extrem gespannt auf die Ergebnisse. Christian schreibt gerade den Bericht. Der Rest geht ins Bett.
Gute Nacht
Regina

9:30 Uhr - Briefing: Heute gibts einen Durchgang über 203 km Dog Leg (auf Bairisch = Hundshax lt. Gerd) mit einem Wendepunkt. Ziel ist in Blaney.

Bericht von Gestern - von Jörg:

Task 3 - 130km flaches Dreieck in den Süden

Wettermann Davis Straub kündigte gar schwächere Steigwerte im Vortagesvergleich an. Au Backe, das kann mir ja ein wirres hartes Pulkfliegen geben! Auf dem Paddock wollte sich die schwache Windrichtung auch erst einmal nicht entscheiden, war doch ursprünglich der Start in den Nordosten geplant, um die "Firebomber"-Starts und -Landungen auf der Asphaltstartbahn nicht zu behindern. Die Gegend wurde in unmittelbarer Nähe von einem Buschfeuer heimgesucht, das bereits seit 2 Tagen gelöscht wird.

Letztendlich startete das komplette Feld aufgrund einsetzender Thermik in Richtung Süden. Und sogleich biss die Blauthermik großflächig bis 1600m an und es begann das allseits beliebte Jojo-Spielchen bis zum Startgate.
Die erste Startzeit nahmen von Team D Lukas, Roland und Gerd. Roland brannte förmlich darauf, auf diese Strecke zu gehen, die er an den Trainingstagen in ähnlicher Form im Alleingang zugemacht hatte. Die Folgethermiken klangen über Funk auch verheißungsvoll.

Pechvogel des Tages war heut eindeutig Christian. Sein VG-Seil riss und er entschied sich fix, zurück zum Start zu fliegen. Nils, der neuseeländische AEROS-Dealer ließ den Boxenstopp unter 1A-Mithilfe von Regina, Tobi und Olli nur 10 Minuten andauern und Chris war wieder am Schleppseil. Während ich mit 60 anderen Piloten die zweite Zeit nahm, positionierten sich Corinna und Christian für die dritte. Die Aufholjagd auf die erste Pilotengruppe begann gleichermaßen aus Gate 2 und 3.

In D-Zug-Manier schoss mein Pulk über die rote Landkarte. An der ersten Wende hatte man bereits die 1. Gruppe in Sichtweite. Basishöhen von 2300m  und mehr 4m-Steigwerten (schwache Steigwerte ?) spielte den Verfolgern in die Karten und man hatte die 1. Gruppe an der 2. Wende eingeholt.
4 Thermiken für 58 km und 50 Piloten flogen im Sekundentakt in den Ausweich-Zielzylinder vor dem Airfield ein.
Team D mit Gerd, Lukas, Roland und mir. Corinna und Chris bremste leider auf dem letzten Schenkel die sterbende Thermik aus. Erreichten das Ziel dennoch. Somit alle Germans Bodencrew-freundlich im Ziel :o)
Am Ende 77 Piloten von 102 im Goal. Zac (USA) gewann abermals den Tag vor Paris Williams (USA) und Alex Ploner (ITA).
Leider rutschte Team D vom 6. auf den 8. Teamplatz zurück.
6 Durchgänge "to go", da muss  jetzt mal der Turbo eingeschaltet werden. Drückt uns die Daumen!

Liebe Grüße
Jörg

10. Januar 2013 - Erster Video im Australischen Fernsehen

9:30 Uhr - Briefing: Die heutige Aufgabe ist ein Dreieck über 130 km mit Ziel in Forbes. Start ist um 13 Uhr. Roland hat die Nummer 1 beim Start.
Leider haben wir noch keine Teamwertung von gestern, wir warten gespannt.

8:00 Uhr:
Wir sind schon wieder seit einer Stunde auf den Beinen um Wasser zu holen, Frühstück zu machen, das Auto sauber zu machen, etc. Die Sonne scheint, wir haben wenig Wind und es wird einen langen Durchgang geben. Hoffentlich mal ein Dreieck mit Ziel in Forbes?! Briefing ist wie jeden Tag um 9:30 Uhr. 

Den gestrigen Tag hat Zac Majors (USA) vor Manfred Ruhmer (AUT) und Attila Bertok (HUN) gewonnen. Christian wurde 16ter, Corinna gewann den Tag bei den Frauen. Die Teamwertung ist noch nicht online.

Bis später
Regina


9. Januar 2013 - 163 km One-Way

0:30 Uhr: Gerade sind wir aus dem Ziel zurückgekommen nach 2 1/2 Stunden Fahrt mit Essens-Zwischenstopp. Etwa 25 Piloten erreichten heute das Ziel, davon drei deutsche Piloten: Christian, Gerd und Corinna. Lukas stand nach heftiger Aufholjagd mit drittem Startgate nur 4 km vorm Ziel, Roland 18 km. Jörg erwischte es an der Wende nach über 100 km. Nicht viele Nationen hatten drei Piloten im Ziel, daher glaube ich, dass wir kräftig aufgeholt haben. Die Ergebnisse gibts morgen! Jetzt gehts ab ins Bett.
Gute Nacht aus Forbes
Regina
























9:30 Uhr: Heute Nacht hat ein kräftiges Gewitter die Luft deutlich abgekühlt. Ausnahmsweise war es draussen kälter als bei uns im Appartement trotz laufender Klimaanlage. Zum ersten Mal mussten wir eine Jacke anziehen!

Im Briefing wird uns eine Aufgabe über 163 km bekanntgegeben. Wir stärken uns für diese lange Aufgabe noch kurz im Stadtcaffee und dann fahren wir raus aufs Paddock.
Bis später
Regina

8. Januar 2013 - Ruhetag

Schon am frühen Morgen ist es bewölkt und es hat viel Wind. Über 40 km/h auf dem Airfield in Forbes, also zuviel für einen Durchgang. Der erste Ruhetag im deutschen Haus, seit wir in Australien sind. Ich bin richtig froh. Diese Hitze schlaucht die meisten von uns schon sehr. Außerdem ist es mal schön, in Ruhe zu waschen, Fotos anzusehen, Internet zu machen, die Stadt und die Läden erkunden, unter der Klimaanlage auf dem Sofa zu liegen, am Equipment zu basteln und am Abend am Fluß zu grillen. 

Tobi und Christian besuchten den hiesigen Friseurladen und sind nun neu gestylt :)
Jörgi wäscht tatsächlich unsere Autos, die innen und außen mit Staub überzogen sind. Eigentlich ein unsinniges Unternehmen, denn eine Fahrt zum Paddock und schon ist alles wieder beim Alten. Aber irgendwie muss man sich ja beschäftigen ;)
Morgen soll es wieder fliegbar sein und eventuell ein bißchen kühler........eine schöne Vorstellung. 

Sprüche des Tages:

von Jörg: "Wir haben auch Berge im Sauerland, die sind nur tiefer eingebuddelt!"

von Christian zu Gerd: "Du miassast di amoi oschaugn, wennst du mi oschaugst!"


Nach dem ersten Durchgang der folgende Stand:

Einzelwertung:
1. Christian Ciech (ITA) Icaro Laminar
2. Alex Ploner (ITA) Icaro Laminar
3. Balasz Ujhely (HUN) Moyes Litespeed
4. Scott Barrett (AUS) Airborne REV
5. Jonny Durand (AUS) Moyes Litespeed
6. Christian Voiblet (CHE) Aeros Combat
7. Mario Alonzi (FRA) Aeros Combat
8. Manfred Ruhmer (AUT) Icaro Laminar
9. Rohan Holtkamp (AUS) Airborne REV
10. Franz Herrmann (CHE) Aeros Combat



Teams:
1. Australien
2. Italien
3. Schweiz
9. GER
 
Frauen:
1. Chisato Nojiri (JPN) Aeros Combat
2. Corinna Schwiegershausen (GER) Moyes Litespeed
3. Francoise Dieuzeide-banet (FRA) Moyes Litespeed

Mehr Ergebnisse


Bis später

Regina

Bericht von Corinna vom 1. Durchgang von gestern:


In praller Sonne bei über 40 Grad im Schatten flimmert die Luft auf dem Forbes Airfield. Ich möchte nicht wissen, bei wie viel Grad wir heute aufgebaut haben, aber es war immerhin ein paar Grad weniger als gestern, denn unser Auto hatte als Höchstwert 49 Grad angezeigt! Viel trinken ist leicht gesagt, wenn die nächste Toilette für Frauen etwa 500 m weg ist und jeder mit Internet, Smartphone und Facebook auf entsprechende Fotos nur wartet... Wir sind immerhin 8 Frauen im Wettbewerb und haben damit endlich wieder eine gültige Weltmeisterschaft auch in der Damenwertung! Mit Francoise Dieuzede und Kathleen Rigg habe ich zwei sehr starke Konkurrentinnen, auch Tove Heaney aus Australien ist nicht zu unterschätzen. Sie lebt und fliegt seit vielen Jahren in Tocumwal, einem Outbackort ähnlich wie Forbes. Nach dem recht langen Auftaktbriefing geht es um 11 Uhr raus aufs heisse Feld. Aufregung vorm Start - der erste Dustdevil reisst jede Menge Staub und Stroh von unseren trockenen Schleppfeld in Forbes in die Luft. Ich bin froh, dass unser ganzes Team die Drachen mit soliden Erdhaken gesichert hat, aber noch besser geht es mir, weil Yves und meine Freundin Tascha mit an meinem Drachen sind und ihn halten. Die Dusties haben eine solche Wucht, dass sie locker unsere Drachen durch die Gegend schleudern und beschädigen können! Das ist scheinbar unserem österreichischen Kollegen Günther Tschurnig heute passiert, er war auf dem Trolley von einer Böe erfasst worden, die mindestens sein Kielrohr zerstört hat. Kein Wunder also, dass wir alle voll konzentriert und unter Strom am Start stehen. Mit 10 Dragonflies und einem Trike wurde das Feld von 110 Piloten in etwa einer Stunde in die Luft befördert. Es blies ein 30er Wind aus Nord, so dass man immer wieder gegen den Wind vorhalten muss, um nicht zu früh aus dem 10 km Radius gedrückt zu werden. Die meisten von uns nahmen die zweite Startzeit, nur Lukas ging mit der dritten Zeit um 14:45 Uhr auf den 157 km langen Kurs über eine Wende. Unterwegs lief das Teamwork sehr gut. Jörg war die meiste Zeit ein paar Kilometer voraus und hat uns zuverlässig die Thermik ausgerufen. Einholen konnte ich ihn nicht - auf dem letzten Leg habe ich gegen etwa 25 km/h Gegenwind den Anschluss an unsere Jungs verloren. Trotzdem war ich glücklich, nach etwa fünfeinhalb Stunden Flugzeit mit einer sauberen Landung im Ziel zu stehen. Als wir abfuhren, kam noch Kathleen Rigg ins Ziel gesegelt, auch die Japanerin Chisato Nojiri umrundete den Kurs. Tagessieger könnte Christian Voiblet (SUI) sein, aber auch der Australier Scott Barret flog sehr schnell, aber bei sechs Startzeiten ist es schwer einzuschätzen, wer mehr Punkte bekommt. Mit Jörg, Gerd Christian, Lukas und mir im Ziel und Roland kurz davor, hatten wir einen ganz passablen Einstieg am ersten Tag, jetzt auf der Rückfahrt nach Forbes diskutieren wir schon, was wir noch verbessern können. 

Herzliche Grüße aus der heissen Hölle der australischen Flatlands
Eure
Corinna


7. Januar 2013 - 1. Durchgang

Hallo aus Forbes:

Heute gehts los! Wir sitzen gerade im Briefing. Die Aufgabe heute ist ein Zielflug über 158 km. In einer Stunde fahren wir auf den Paddock und bauen die Geräte auf. Die Temperaturen sind wieder über 40 Grad und der Wind bläst schon kräftig mit 30 km/h. Wir sind gespannt und heiß aufs Fliegen!!!
Grüße aus Forbes
Regina

Rolands Bericht von gestern:

Nach der gestrigen Eröffnungsparty mit toller Live Musik und leckerem BBQ war heute der offizielle Trainingstag angesagt. Die Aufgabe bestand aus einem flachen Dreieck über 140 km. Angesichts der vorhergesagten 44°C Tagestemperatur zog es ein Teil unseres Teams vor, erst gar nicht die Strapazen anzugehen und es bei einem Schlepp mit Platzrunde zu belassen. Gerd und ich nahmen die Herausforderung an und wir machten uns auf den Weg. Mit Basishöhen bis 3100m und kräftiger und großflächiger Blauthermik konnten wir uns die meiste Zeit in kühleren Gefilden aufhalten. Der erste Schenkel nach Trundle mit Rückenwind Unterstützung war bald gemacht. Auf dem Rückweg zur zweiten Wende nach Gap kamen wir nur einmal tief um zu erkennen, wie unwirtlich die unteren Luftschichten bei dieser sengenden Hitze waren. In vorbildlicher Teamarbeit konnten wir auch diese Wende umrunden. Im Endanflug auf den Flugplatz Forbes blies uns dann die  Luft wie aus einem Heißluftgebläse ins Gesicht. Passend dazu die Entgegnung von Bill Moyes auf die Höflichkeit eines Piloten , man hätte wohl hier für die WM sehr gutes Flugwetter bestellt: „You can be sure, we want to cook you, guys!“ Dazu garniert ein besonders breites Grinsen...
 Erfreulicherweise war heute kein Wedgetail Adler zu sehen. Diese gefiederten Kollegen sind mir seit meiner vorgestrigen Begegnung nicht so ganz geheuer. Man kann nie wissen, ob der Platzhirsch gutgelaunt mit einem den Aufwind teilt oder ob man gleich das Tape richten kann, um die Löcher im Segel zu überkleben. Ist bei einem neuen Drachen natürlich besonders ärgerlich und man tut immer gut daran, das Hoheitsgebiet des Tieres anzuerkennen und die Flucht nach vorne zu ergreifen.

Viele Grüsse aus Down Under

Drückt uns die Daumen, morgen geht´s los!

Roland   


6. Januar 2013

Hallo liebe Drachenflugfans,

nach der Eröffnungsfeier gestern in Forbes, mit einem tollen Buffet sitzt nun das gesamte deutsche Team im Mandatory Safety-Briefing hier im Headquarter in Forbes. In diesem Briefing darf kein Pilot fehlen, sonst darf er nicht starten.
Die Organisatoren reden von extremen Wetterbedingungen. Es soll die nächsten Tage mehr als 45 Grad Hitze haben. Die Piloten müssen trinken, trinken und nochmals trinken. Gott sei Dank haben wir Kühlwesten mit nach Australien genommen. Die Firma e-cooline hat uns dieses Equipment bereits vor zwei Jahren zur Verfügung gestellt. Hier kommen sie nun voll zum Einsatz. So kann man den Körper nicht nur von innen kühlen sondern auch von außen. DANKE an e-cooline!! Nach diesem Briefing ist nochmals offizielles Training bevor es morgen endlich losgeht. Unsere Jungs und Mädels haben die letzten Tage gut trainiert und sich gut vorbereitet. Die Stimmung ist super und wir freuen uns, wenns endlich losgeht.
Grüße nach Hause von
Regina


5. Januar 2013

Team-Germany - Introfilm - Made by Lukas Bader

Forbes Day 2 - Testflug bei sengender Hitze, Sprogmessungen

An other day in hot paradise - Viel zu früh und hoch motiviert trifft ein Teil von Team D auf dem Kartoffelacker des Forbes Airfields ein. Der Wind - heftig und um 10:30 Uhr mit 37 Grad schon unerträglich heiß. Wir ziehen das Mazzonine, ein hippes Internetcafé mit frisch gepresstem O-Saft vor, wo wir auch die übrigen Nationalteams antreffen. Leider bricht auch hier ständig das WLAN zusammen, so dass Regina schon die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben steht. Eine never-ending Internet-Story. Selbst die südhaftteuren Internetsticks kapitulieren hier im 400 km westlich von Sydney gelegenen Outback. Corinna und Olli haben sich dann diesem Problem in der City angenommen, während wir von Regina auf´s Paddock zum Testfliegen gezerrt wurden.

Der Plan: Testschlepp und -fliegen und gegen Abend die Team-Sprogmessungen im leeren Hanger für Team D vornehmen. Regina wurde heute früh diesbezüglich von Dennis Pagen, dem FAI-Offiziellen  entsprechend crashkursmäßig eingewiesen. Roland´s und Gerd´s Schwalben  waren schnell aufgebaut und in der Luft. Christian und ich hingegen zierten uns ein wenig, wollte ich doch noch schaulaufend mit den coolen Coolwesten der Firma Coolline…. "angebend" über das Paddock traben ;o) Mit Erfolg, fast jeder schwitzende Kollege beneidete uns um diese Kühlidee. Die Basis lag heut bei 3000 m, einzelnen Wölkchen bildeten sich. Und genau hier wollte man sich aufhalten. Christian startete gleich nur mit T-Shirt. Bis auf Lukas, der fleißig an dem Team-Germany-Introvideo daheim herumschnitt, waren alle in der kühlenden Höhe platziert.

Roland gar wieder mit einem 110er FAI-Dreieck unterwegs. Nach der Landung kurz vor Sonnenuntergang war dann Regina am Zuge. Alle Pitchmessungen protokolliert und die Piloten glücklich über sämtliche GoPro-Filmsequenzen. Morgen soll die 43-Gradmarke geknackt werden, denke, dass dann der Eiswassergetränkte Turban wieder herhalten muss. Liebe Gruß nach Germany, und besonders ins Sauerland!!

Jörg

4. Januar 2013

Heute ist es sehr windig und es wird im Moment noch nicht geschleppt. Vielleicht wird es etwas besser ab 15 Uhr. Wir warten noch ab, trinken Kaffe oder surfen im Internet im Headquarter.

Am Vormittag war ich beim Pitchmesstraining für die Teamleader. Denis Pagen hat uns genau erklärt, wie und auf was wir beim Messen beachten müssen. Ich bin nun parat um die Drachen unserer Jungs zu vermessen. Dies werden wir dann heute machen, wenn nicht geflogen werden kann. Ansonsten verschieben wir die Prozedur auf morgen.

Morgen ist die allgemeine Anmeldung der Piloten für die WM und um 18 Uhr findet die "Opening Ceremony" in Forbes statt. Sonntag ist nochmals ein offizieller Trainingstag und am Montag gehts los: 1. Durchgang!

Viele Grüße
Regina
3. Januar 2013

seit gestern abend sind wir nun in Forbes - unserem WM-Ort - und haben unsere Cabins am Riverside-Park-Camp bezogen. Hier ist es wirklich schön. Unsere Häuschen liegen am Fluß, es ist nicht so heiß hier und außerdem ein bißchen vom Rummel weg.

Der Flugplatz liegt etwa 7 km außerhalb von Forbes. Dort ist es heiß, der Flugplatz ist ein riesiges Feld ohne Baum oder sonstigen Schattenspender. Die Jungs haben heute einen Trainingstask über 150 km eingetippt. Ein Dreieck mit Ziel in Forbes. Roland war wieder der Erste in der Luft. Gerd und Christian waren gleich dahinter. Etwas später folgte Jörg und Corinna. Lukas musste noch ein Dragonfly von Gulgong nach Forbes fliegen und schleppte bei seiner Ankunft in Forbes gleich mal Corinna in die Luft. Mich hats gefreut, dass unser Team fleissig gefunkt und sich gegenseitig Tipps gegeben haben. Im Ziel nach über 5 Stunden waren dann nur Christian und Roland. Olli holte den Rest vom Team im Outback ab.

Jetzt haben wir noch einen riesen Topf Nudeln gekocht und unseren Kalorienbedarf wieder gedeckt. Für morgen ist wieder ein Trainingstag angesagt. Ich werde zum Pitchmess-Training für die Teamleader gehen.
Internet ist hier leider ein Problem, die gekauften Sticks funktionieren nicht. Dank Lukas kann ich jetzt schnell noch ein paar Zeilen schreiben. Es ist spät und ich halte mich kurz!

Viele Grüße aus Forbes

Regina


2. Januar 2013

Hallo Zuhause,

gestern hatten wir einen fabelhaften Flugtag. Ich würde sagen, ein möglicher Rekordtag. Hier in Gulgong war die Basis auf knapp 4.000 m und es war ein Himmel wie ich ihn lange nicht gesehen habe. Wolkenstraßen überall vom feinsten. Strammer Westwind hätte einen Hammerflug nach Osten möglich gemacht, also Richtung Meer. Aber unsere Jungs hatten erst Bastelstunde: Jörg musste sein Gurtzeug umbauen, Roland und Olli bauten ein Carbonkiel ein, Sponsorenaufkleber mussten angebracht werden, etc.......aber dann gings in die Luft. Um 7 Uhr abends hatten die Piloten noch Mühe wieder auf den Boden zurückzukommen. Olli, Tobi und ich kauften derweil für unseren Grillabend am Flugplatz ein. Ian der Platzbesitzer bot Tobi und mir an, eine Sightseeingtour mit dem Quad über die Paddocks zu machen um Känguruhs und sonstiges Getier zu sehen. Das war unbeschreiblich schön. Was für eine Natur und was für Farben beim Sonnenuntergang!!!! Beim Grillabend bekamen wir noch Besuch von einigen Oppossums. Niedliche Tierchen, die unsere Reste an Gemüse wegknabberten. Gerd unser Tierflüsterer konnte sie gar streicheln :)

Jetzt haben wir gerade gefrühstückt und fahren nochmal zum Flugplatz um die Drachen zusammen zu packen und Richtung Forbes aufzubrechen. Eigentlich war der Plan nach Forbes zu fliegen, aber ein starker Gegenwind macht die Sache eher unmöglich. Gerd möchte aber noch schnell einen Dragonflyflug mit Bobby Bailey oder mit Olli machen. Danach gehts dann weiter......
Gulgong war der perfekte Trainingsort für uns. Außer ein paar ungarische und norwegische Piloten war niemand da. Unsere Jungs konnten schleppen wann und wie oft sie wollten. Einfach ideal!!!

Viele Grüße aus dem heißen (39 Grad) Gulgong
Regina

1. Januar 2012

Das deutsche Team wünscht allen hier und zuhause ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr 2013.

Lukas, Gerd, Roland, Jörg und Christian nutzen den herrlichen Tag für mehrere Trainingsstarts und einen anschließenden stundenlangen Flug über der Gegend von Gulgong. Traumhafte Wolkenstraßen und super Thermik! Olli ermöglichte Tobi und mir einen Passagierflug im Dragonfly, damit wir auch vom heissen Boden fliehen konnten.

Endlich sahen wir auch die ersten lebenden Känguruhs in der Abenddämmerung rumhüpfen, nachdem wir bis heute nur tote Tiere am Straßenrand fanden.

Am Abend feierten wir in unserem bescheidenen Hotel in Gulgong mit den Aussis Sylvester bzw. den "Happy New Year Eve". Eine halbe Stunde nach Mitternacht aber fielen wir in unsere Betten und trotz extremen Lärm schliefen wir tief und fest.

Heute nutzen die Jungs einen weiteren schönen Flugtag hier in Gulgong, um die Flugmuskeln zu trainieren. Morgen geht die Reise weiter nach Forbes. Dort werden wir auch noch ein paar Mal fliegen bis die WM beginnt.

Viele Grüße nach Hause
Regina


31. Dezember 2012

Das Team Germany ist seit 27. Dezember komplett in Australien angekommen. Bei Ian Duncan konnte sich das Team ausschlafen - vielen DANK Ian!! Gleich am nächsten Tag wurde am Stanwellpark geflogen. Nach dem langen Transport wurden die Drachen erst gecheckt und langgepackt. Dank Mercedes standen bereits zwei nigelnagelneue Vans mit Dachständer fürs deutsche Team zur Verfügung. Also konnte es gleich losgehen. Stanwellpark muss man einfach mal gesehen und beflogen haben. Butterweiches Soaring über dem Meer, das ist eine gelungene Abwechslung zu unserem europäischen Winter.
Seit gestern befinden wir uns nun in Gulgong um die ersten Schlepps zu absolvieren und zu trainieren. Gulgong ist ein total nettes kleines Städtchen mit ein bißchen Wildweststyle, hier werden wir auch Sylvester feiern heute abend. Jetzt müssen wir noch unsere australischen Telefone aktivieren, einkaufen, etc.......bis später!!!
Lieben Gruß aus Down Under von uns allen
Regina

Weltmeisterschaften im Drachenfliegen in Forbes/Australien

Vom 5. bis 18. Januar 2013 finden in Forbes/Australien die Weltmeisterschaften im Drachenfliegen statt. 110 Teilnehmer aus 30 Nationen kämpfen um den Weltmeistermeistertitel in der Einzelwertung (Frauen/Herren) sowie für die Teamwertung. Für das deutsche Nationalteam sind folgende Piloten nominiert: Corinna Schwiegershausen (München/Bayern), Roland Wöhrle (Gutach/Baden Württemberg) Gerd Dönhuber (Chieming/Bayern), Christian Zehetmair (Schliersee/Bayern), Jörg Bajewski (Warstein/NRW) und Lukas Bader (Nuthetal/Berlin). Teamchefin ist Regina Glas (Waakirchen/Bayern), Assistent ist Oliver Barthelmes (Sydney/Australien) und freiwilliger Helfer und Hobbyfotograf Tobias Bauer (Gmund/Bayern).