X
- Anzeige -
DHV SHOP
- Anzeige -
WIR SIND FÜR DICH DA
- Anzeige -
Paragliding Südtirol
Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

Steinadler - die Könige der Lüfte

Steinadler (Foto: Uli Brendel)

Wenn die Steinadler brüten

Wenn die Steinadler ihre Horste beziehen, beginnt die sensible Brut- und Aufzuchtzeit. Zum Schutz der Adler werden jährlich im Nationalpark Berchtesgaden Flugverbotszonen für Gleitschirm- und Drachenflieger im Bereich der Horste eingerichtet. Wir bitten alle Gleitschirm- und Drachenpiloten, die in der Region fliegen wollen, sich vor dem Flug über die aktuellen Flugverbotszonen zu informieren. Aktuelle Infos unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de und bei den Drachen- und Gleitschirmfliegern Berchtesgaden

Unter dem Motto "Thermik nützen - Adler schützen" läuft seit einigen Jahren das Kooperationsprojekt zwischen dem DHV und dem UNESCO-Biosphärenreservat Berchtesgaden. Dabei handelt es sich um ein spezielles Informationssystem. Die für den Steinadler sensiblen Bereiche werden den Piloten bekannt gegeben. So können Drachen- und Gleitschirmflieger die besonders empfindlichen Zonen meiden. Alternativ werden für die Flieger interessante Thermikgebiete angezeigt. Dieses System wurde inzwischen auf andere Gebiete erfolgreich übertragen. Aufgrund der Zusammenarbeit mit den örtlichen Drachen- und Gleitschirmvereinen ist die Akzeptanz der Regelungen sehr hoch. Z.B. konnte am Wallberg im Landkreis Miesbach trotz der relativen Nähe des Steinadlerhorstes zum Fluggelände kein negativer Einfluss festgestellt werden. 

Steinadlerhorst (Foto: Nationalpark Berchtesgaden)

500 m Abstand zum Horst

Das gleiche gilt auch für die Region im Landkreis Miesbach. Auch dort brütet der Steinadler. Eine Tafel an der Wallbergbahn informiert über sensible Bereiche. Steinadler reagieren äußerst sensibel auf Störungen während der Brutzeit. Daher bitten wir euch dringend die Abstände von mind. 500 m zum Horst einzuhalten und Änderungen zu beachten.

Hinweistafel für Drachen und Gleitschirmflieger in Berchtesgaden

Aktuelle Flugverbotszonen für Gleitschirmflieger

Im Zeitraum ab 1. März bis zum Ausflug der Jungadler werden in der Übersichtsgrafik diejenigen Bereiche grün markiert, in denen Gleitschirm- und Drachenflieger gute Thermikgebiete vorfinden und diese – aus Adlersicht – problemlos nutzen können. Im gleichen Zeitraum werden die sensiblen Brutbereiche (= Horstbereiche) der  Steinadler rot markiert, in denen sie beim Brutgeschäft nicht gestört werden wollen.


Girlandenflug des Steinadlers (Foto: Henning Werth)
Girlandenflug (Sikizze)

Girlandenflug - sofort abdrehen!

In der Nähe von Brutplätzen reagieren Greifvögel während der Brut- und  Aufzuchtphase sensibel auf Fluggeräte. Steinadler zeigen ihren „Bitte-nicht-stören“-Bereich meist durch den auffälligen Girlandenflug an. Dabei lassen sich die Adler immer wieder nach unten fallen und steigen danach wieder auf, ähnlich einem Wellenflug. Das, was wie ein Kunstflug aussieht, ist eine Warnung der (werdenen) Vogeleltern. Damit signalisieren sie eindeutig, dass der Pilot abdrehen soll. Manche Greifvögel machen sich auch durch laute Rufe oder andere auffällige Flugmanöver bemerkbar.

Um Störungen zu vermeiden, sollten Piloten diese Bereiche im Abstand von mindestens 500 Metern umfliegen. Die Übersichtskarte auf www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/nationalpark wird stets zeitnah aktualisiert.

Wir bitten Euch um Weitergabe der Informationen an die anderen Piloten und danken für die Rücksichtnahme.

 

 

 

 

Ansprechpartner:

DHV-Gelände-Team:

E-Mail: flugbetrieb@dhvmail.de 

Björn Klaassen
Tel: 08022-9675-13
E-Mail: bjoern.klaassen@dhvmail.de


Bettina Mensing
Tel: 08022-9675-10
E-Mail: bettina.mensing@dhvmail.de

 

Nationalpark Berchtesgaden

Ansprechpartner und Projektdurchführung:

Ulrich Brendel
Jochen Grab

Tel: 08652-9686-0

www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de