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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

Allgemeine Informationen

Startwagenstart
Dreiachser-UL-Schlepp
..airborne
Doppelsitzer-Schlepp
Trike-Schlepp
Schlepptrike
Dragonfly
STOL CH 701

UL-Schlepp mit Hängegleitern

Der UL-Schlepp mit Hängegleitern wird seit 1976  mit Hängegleitern in Deutschland unter bestimmten luftrechtlichen und technischen Voraussetzungen durchgeführt. Anfangs wurden nur einsitzige Hängegleiter mit Gewichtskraftgesteuerten Ultraleichtflugzeugen (Trikes) geschleppt. Heute werden doppelsitzige Hängegleiter zu Ausbildungszwecken oder auch für Passagierflüge mit Trikes oder Dreiachsgesteuerten Ultraleichtflugzeugen auf Höhe gebracht.

Der UL-Schlepp ist vergleichbar mit dem F-Schlepp im Segelflug. Bei beiden Luftsportarten werden die nicht-motorisierten Luftfahrzeuge mit einem Schleppflugzeug auf Höhe geschleppt, um dann nach dem Ausklinken ihren freien Segel- oder Thermikflug zu beginnen.

Während des UL-Schlepps wird dem geschleppten Hängegleiter Energie in Form von Geschwindigkeit (kinetische Energie) durch das schleppende Ultraleichtflugzeug zugeführt, die in Höhe (potentielle Energie) umgesetzt wird. Die nach den Bauvorschriften für Ultraleichtflugzeuge geforderten Steigwerte sollten mindestens 1,5 m/s betragen. Üblich sind Steigwerte zwischen 1,5 bis 4 m/s.

Das Erreichen des Steigwerts ist u. a. abhängig von

-der Stärke der Motorisierung des Schleppflugzeugs und der Fläche,

-der Temperatur,

-der Luftdichte,

-sowie vom Widerstand des geschleppten Hängegleiters

Wichtig:
Die Schleppgeschwindigkeit des Schleppzuges sollte nach Möglichkeit nicht wesentlich höher sein, als die Geschwindigkeit des besten Gleitens des geschleppten Hängegleiters. 

Höhere Schleppgeschwindigkeiten des Schleppflugzeugs, erfordern großen Kraftaufwand im Hängegleiter, weil der geschleppte Pilot ständig im Schnellflug fliegen muss. Eine UL-Schlepphilfe reduziert die Kräfte um die Querachse.

 

Piloten

Piloten, die im Besitz des Höhenflugausweises (D-Schein), der A-Lizenz (beschränkter Luftfahrerschein) oder der B-Lizenz (unbeschränkter Luftfahrerschein) sind und eine Einweisung  in die Startart "UL-Schleppstart" erfolgreich erworben haben, dürfen geschleppt werden. Piloten können ihre gesamte Flugausbildung in der Startart "UL-Schleppstart" absolvieren.

Für Piloten aus dem benachbarten Ausland gilt die Ausländer-Regelung.

 

Schleppseil

Geschleppt wird mit einem ca. 60m bis 80m langen Kunststoffseil, das leicht dehnbar ist. In dem Schleppseil sind zwei Sollbruchstellen, ein Seilfallschirm, sowie ein mindestens 2m langes, nicht dehnbares Seil, das mit einem Schlauch ummantelt ist, eingebaut. Wenn das Schleppflugzeug ständig mit eingehängtem Schleppseil landet, kann auf den Seilfallschirm verzichtet werden.

Schleppklinke

Das Schleppseil wird in eine Ausklinkvorrichtung am Schleppflugzeug und an einer Schleppklinke am Hängegleiterpiloten eingehängt. Der Hängegleiterpilot klinkt sein Seilende bei Beendigung des Schlepps oder im Gefahrenfall aus. Der UL-Pilot klinkt nur im Gefahrenfall oder zum Seilabwurf sein Seilende aus.

Startlaufstrecke

Beim UL-Schleppstart ist die Startlaufstrecke für den Hängegleiterpiloten merklich länger als z. B. beim Windenschleppstart. Manche Piloten benutzen deshalb einen Startwagen oder angebaute Fahrwerke, um auch bei Nullwind oder leichtem Rückenwind starten zu können. UL-Schleppstarts mit Hängegleiter-Doppelsitzern können nur mit Rollstarts sicher durchgeführt werden.

Startleiter

Beim UL-Schleppstartbetrieb ist kein Startleiter vorgeschrieben. Hängegleiterpilot und UL-Pilot verständigen sich mit Handzeichen. Allerdings kann die zuständige Behörde die Anwesenheit eines Flugleiters verlangen. Der Start mit Starthelfern ist möglich und beim UL-Schlepp mit Dreiachsern in jedem Fall sinnvoll. Der Einsatz von Funk dient der Verständigung und der Sicherheit, ist aber zwischen den Piloten nicht vorgeschrieben.

Schleppflug

Während des UL-Schlepps sollte der Hängegleiterpilot genau hinter oder leicht höhenversetzt hinter dem UL-Schleppflugzeug her fliegen. Auf gar keinen Fall darf er tief unter das Schleppflugzeug absinken, damit er nicht in die turbulenten Verwirbelungen („Down-wash“) einfliegt. Er muss  vorausschauend fliegen, ständig das Schleppflugzeug beobachten und darauf achten, dass das Schleppseil möglichst nicht durchhängt.

Der UL-Pilot beobachtet nach dem Start den Hängegleiter im vorgeschriebenen Rückspiegel und fliegt keine engen Kurven. Während des Anfangsteigflugs wird mit Vollgas geschleppt, das später je nach Motorleistung, auch leicht reduziert werden kann. Der UL-Pilot wird seinen Kurs so legen, dass der Hängegleiterpilot bei einem Seilriss möglichst wieder zum Fluggelände zurückfliegen kann.

Ausklinken

Nach dem Ausklinken des Schleppseils durch den Hängegleiterpiloten, drehen das Schleppflugzeug leicht nach links und der Hängegleiter nach rechts ab(ca. 20-30°). Damit wird verhindert, dass der Hängegleiter in die turbulente Wirbelschleppe des voraus fliegenden Schleppflugzeugs einfliegt. Üblicherweise gibt der Hängegleiterpilot vor dem Ausklinken keine Zeichen.

Achtung:

Wenn der UL-Pilot das Zeichen zum Ausklinken gibt, muss der Hängegleiterpilot in jedem Fall das Schleppseil ausklinken.

Landung/Platzrunde

Das Schleppflugzeug baut die überschüssige Höhe in dem dafür vorgesehenen Luftraum ab und fliegt in die für ihn festgelegte Platzrunde ein. Aus Gründen der Sicherheit sollte die UL-Platzrunde nicht identisch mit der Hängegleiter-Platzrunde sein.

Der Hängegleiterpilot fliegt über die Position in die für ihn festgelegte Platzrunde zur Landung ein.

Einweisung UL-Schlepp

 

Theorieausbildung

3 UE in den Fächern:
Luftrecht, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Verhalten auf Flugplätzen gemäß Lehrplan (im DHV-Shop erhältlich)

 

Praxisausbildung

Mindestens 10 UL-Schleppstarts unter Anleitung und Aufsicht eines Fluglehrers

Flugschulinterne Theorie- und Praxisprüfung


Flugschulen findest Du in der Flugschuldatenbank

Eine Liste der UL-Schleppgelände (Flugplätze) findest Du hier

Weitere Einweisungsinformationen (PowerPoint) findest Du hier

Das DHV-Schleppbüro empfiehlt die Benutzung von Integralhelmen beim Schlepp!