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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV
Dort gehts lang..
Frank erklärt den Task
Liganeuling Gerhard
Liganeuling Philipp
Andreas startet neben der Rampe
Hühnerleiter von unten
Hühnerleiter von oben
Liganeuling Frank startbereit
Fredi airborne
Drachen über dem Kandel
Dietrich abgehoben
Achim im Ziel
Carsten im Ziel
Carsten ist glücklich
Konrad über Elzach
Joachim gleitet aus
wann kommt der nächste?
Andreas startbereit
gleich ist es geschafft
Ligapokale 2018
Aufbauen
Piloten und Flügel
Wohin gehts heute?
Jörg Taskdeklarator
Ritsch Ratsch angesagt
Aline
Dietrich
Joachim mit neuem Combat
Chefauswerter Willy
Carsten fertig
hoher Anstellwinkel
Startreihe
Frank läuft
Klaus startet
Konrad unterwegs
im Zielanflug
Carsten der Zielflieger
Landebier

Liga 2018

Drachenligafinale am Kandel

Endergebnis Flex
Endergebnis Starr

7.-8.Juli 2018

Wieder das leidige Wetterproblem: „Im Süden Föhn, auf der Nordseite Stau; wie es vom Kandel geht bei Nordwind, kann ich nicht einschätzen.“ So lautete der Kommentar unseres DHV-Wettergurus. Die Toppiloten vom Kandel schätzten das ein mit einem eindeutigen „Jein!“  Wenn es doch ein Nichtfliegen werden sollte, dann dieses wenigstens im Sonnenschein.  Also blies ich zum Sammeln an den Kandel. 

Ligapiloten haben es in bestimmter Beziehung leichter als sterbliche Freiflieger, müssen nicht auf die Wetterprognosen schauen, sondern fahren vertrauensvoll und voller Vorfreude auf schöne Flüge zum ausgerufenen Treffpunkt. Gut 20 Piloten der Liga und etliche Liga-Luft-Schnupperer standen so am Samstag früh auf dem gut profilierten Landeplatz Heimeck und ließen sich von Lokal Frank Frankus die trickreichen Landevolten erklären. Wie gut, dass es weiter unten im Tal große ebene Wiesen gibt…   Der Vereinsbus rollte eine Stunde früher an als üblich, Drachen aufgeladen und hoch ging‘s auf den Startplatz. Nicht nur der Landeplatz ist gewöhnungsbedürftig, auch die Startrampe hat es in sich. Wer hoch fliegen möchte, muss erst einmal hoch steigen. Die „Steige“ macht einen sehr soliden Eindruck, auch das ein Zeichen eines guten Vereinsmanagements. Die Wolken über uns zogen munter Richtung Süden und Franks Gesicht kerbten Sorgenfalten: Nordwind => sportliches Fliegen! Wir bauten auf, die Schirmflieger vom Verein starteten inzwischen. Also geht es doch, die strahlende Sonne sorgte für Thermik, und diese besiegte den bösen Nordwind, zumindest in Bodennähe. Eine Aufgabe wurde festgeklopft – das Elztal hoch und runter, und nach dem Rosskopf noch rüber nach Freiamt und nüber zum LP, gut 60 Kilometer. Losfliegen darf jeder nach der Fensteröffnung und eigenem Gustos. Die Starren drehten auf und waren weg. Dann flossen die Wolken breit und die Thermik war weg. Die Flexis kämpften um jeden Zipfel Warmluft und drehten im Windversatz lange Schillerlocken. Danach gegen den Wind vorkämpfen - schwupps war die Höhe wieder weg. Drei Starre mit Moritz Schary vorneweg schafften es ins Ziel, bei den Flexis hakte der Ligachef zwei Wenden ab, die anderen Flexis gründelten noch früher im Elztal. Ich machte mir Sorge um Frank, der sich nicht zurück meldete. Der Flymaster-Track gab dann beruhigende Auskunft - Frank stand neben der Straße. Später bekundete er freudestrahlend: „Handy-Akku war leer geworden und ich gerade Opa!“

Abends gemeinsames Essen im Hotel Altersbach. Die ob unserer Anzahl überforderte Bewirtung gab uns Gelegenheit zu ausgedehnten Plaudereien.  

Am Sonntag noch schöneres Wetter, die anstehende Heimfahrt musste allerdings den Eifer der Tasksetter bremsen. Also wieder ein Elztal-ritsch-ratsch auf ganz ähnlicher Strecke wie am Vortag über 60/80km. Einige Gastpiloten wollten mal Ligaluft schnuppern, bekamen Wendepunkte und Kartenmaterial und sperrten die Ohren auf beim Tasksetting. Und dann flogen sie locker mit uns mit. Es kamen diesmal sogar mehr Flexi (6) ins Ziel als Starre (4). Die Starren hatten zwar 20km mehr auf dem letzten Schenkel abzufliegen, der Knackpunkt war aber für beide Klassen die 8km weite Talquerung zum Rosskopf  und zurück bei Blauthermik. Die Flexi-Piloten  übten Teamfliegen und zeigten sich die Bärte. Wie am Vortag teilten sich Moritz und der Ligachef die ersten Plätze. Bei den Starren folgte mit Christoph Schöll ein Gastpilot vor Dietmar Rauscher. Bei den Flexi kamen Joachim Waibel und Christof Knatz auf die Plätze.

Damit ist die HG-Liga 2018 Geschichte. Moritz Schary siegt erstmals bei den Starren vor EM-Teilnehmer Thomas Paulik und Andreas Kimmich.  Joachim Waibel belegt bei den Flexis den ersten Platz vor Carsten Muth und Frank Frankus. Gratulationen, Händeschütteln und das Versprechen auf die HG-Liga 2019.

Konrad Lüders 


Die Drachenliga bei der Hessischen LM 10.-13.5.

„Das Wetter wird gut, wir können jeden Tag fliegen!“

Flexi Gesamt 1-6   Starre Gesamt 1-6

So lautete die Rundmail der Organisatoren an die gemeldeten Teilnehmer. Der Optimismus schien mir übertrieben, erstens passte er nicht zu den Wetterkarten und zweitens war die Hessische bekannt für schlechtes Wetter. Sollte wieder eine Ausnahme von dieser Regel beschworen werden, wie es im Vorjahr gelungen war? 

Erstaunlich die Zahl der trotzdem angereisten Teilnehmer. Die ganze tschechische Drachenfliegerelite mit Weltmeister Petr Beneš und Urgestein Dan Vyhnalík waren da, Mitglieder des Deutschen Nationalteams, natürlich die Hessischen Flieger. Mit den Ligapiloten wurde die Maximalzahl der Teilnehmer ausgeschöpft. Entsprechend eng ging es auf dem Aufbauplatz zu. Der war für die Drachen reserviert, die Gleitschirmpiloten nutzten den oberen Startplatz. 

Am Donnerstag (Himmelfahrt) lachte zunächst zwar die Sonne, aber als die Drachen standen, wurde sie launig und versteckte sich mehr und mehr. Einige Gleitschirme starteten, nutzten Steigwerte im cm-Bereich. Dann mehrere Unterbrechungen – Zusammenstoß bei Gleitschirmen, ein Fehlstart bei den Drachen. Die Startzeiten wurden ständig verschoben, die Aufgabe der Starren abgeschnitzt. Dann ging es doch los mit Ritsch-Ratsch-Tasks zwischen Zwickenberg und Lindbrücke. Es wurde zu einem Sonnenflecken-hopping. Jeder Fleck lieferte Thermik, wer keinen Fleck im Gleitbereich fand, befand sich bald auf der Wiese. Die tschechischen Piloten heizten nach der ersten Wende zu Tal und leisteten den Sofort-Absaufern auf dem LP Gesellschaft. Wer spät gestartet war, hatte mehr Glück, weil sich doch ab und an Sonnenflecken zeigten, die überraschend zuverlässig Thermik spendeten. Trotzdem schaffte kein Flexi-Pilot das Ziel der 71km-Strecke. Bei den Starren funktionierte das Hopping besser, die drei ersten Zielflieger zischten in geschlossener Formation ins Ziel. Thomas Paulik als Dritter ganz vorn mit dabei.

Freitag wurde gecancelt, was den fliegerischen Anteil betraf. Zu labil war die Luft, zu feucht, kein Thermikfenster zu erwarten. Was tun? Debriefing war die Idee! Klappte dann leider nicht wegen des altersschwachen Laptops vom Ligachef. Dann wurde Bogenschießen favorisiert. Immerhin schickten wir mit viel Spaß die bunt gefiederten Pfeile auf parabolische Luftreisen und durchlöcherten Gummitiere. Abends gemeinsames Abendessen und Biertrinken per Wertmarke.

Am Samstag standen wieder widersprüchliche Wetterberichte gegen unseren Optimismus. Alptherm versprach Steigwerte bis 0,4m/s, Regen und Gewitter. Daraus wurde nichts! Thermik gab es bis 4m/s und die Regengüsse machten um das Drautal einen Bogen, nachdem Petrus zunächst mit ihnen gedroht hatte. Man hatte beim Kreisen auf der Hut zu sein, um nicht von den Wolken eingesogen zu werden. Bei den Flexis wurde die erste Wende (Kirche Zwickenberg) zum Filter. Wegen der geringen Basishöhe gab es bei der Rückkehr zum Scharnik ein die Nerven aufreibendes Gebastel, um wieder hoch zu kommen. Trotzdem viele glückliche Gesichter im Ziel. Unsere Starrflügler strahlten regelrecht: Thomas Paulik war Tagessieger, die anderen Ligapiloten unter den ersten 10!

Am Sonntag ganz frühe Auffahrt. Sonne pur, bald erste Cumuli. Eine schlanke, sichere Aufgabe wurde angesichts der hohen Labilität für die Flexis ausgeheckt. Alle Piloten sollten ins Ziel kommen, zudem standen  Siegerehrung und Heimreise auf dem Nachmittagsprogramm. Der Tasksetter bei den Starren hatte die Prioritäten anders gesetzt. Wozu einen popeligen Ritsch-Ratsch fliegen, bei dem schönen Wetter? Auf geht’s nach Matrei! Der Übermut vergnatzte Petrus, der die Backen aufblies und die Gießkanne einsetzte. Die Mehrzahl der Piloten landete in Matrei, um auf den Rückholer zu warten, keiner schaffte die gestellte Aufgabe. 

Zur späten Siegerehrung zollten wir den siegreichen Gästen aus Tschechien herzlichen Beifall. Mit Oliver Salewski und Konrad Lüders auf den Plätzen 7 und 9 hatten wir zwei Ligapiloten unter den Top Ten der Flexis. Thomas Paulik stand sogar als Zweiter auf dem Siegerpodest bei den Starren! 

Fazit der 4 Tage bei den Hessischen: Ein tolles Ergebnis mit drei Streckenflügen, da kommen wir garantiert im nächsten Jahr wieder.

Konrad Lüders

Morgenstund hat Gold im Mund
Task programmieren
Startzeit eingeben
Frank ist bereit
Aline startet
Aline fliegt
Konrad über dem Knoten
Beobachter
Briefing
Aufgabe
Moritz startet
Aline über dem Nassfeldriegel
Moritz war der Schnellste
Waldbrand
Start zum Wandertag
nur für Geübte
Schaukeln verboten
müde Truppe
Aufladen
heute ist es oben kälter

Start der Drachenliga in die Saison (28.4.-1.5.)

Ergebnis nach 3 Tasks - Starr
Ergebnis nach 3 Tasks - Flex

 

„Wenn überhaupt, dann in Greifenburg!“

äußerte sich der „Sonnenscheiner“ über die wieder komplizierte Wetterlage und teilte damit meine Meinung. Nach zwei Terminabsagen war die Hoffnung stark, endlich zum Fliegen zu kommen. Der überwiegende Teil der Ligapiloten erschien dann auch optimistisch am Samstag zu dem sehr frühem Auffahrttermin vor dem Campingplatz, schon 8:30Uhr fuhr der Bus hoch zur Emberger Alm. Vorher hatte es Verhandlungen gegeben, wie wir das Nebeneinander mit den 120 Gleitschirmpiloten der NOVA-Team-Challenge managen können. Säuberlich waren  Aufbautrassen für die Drachen und der Bereich für die Gleitschirme markiert. 

Bald standen die Drachen auf ihren Beinen  neben einer bunten Frühlingswiese von Gleitschirmblüten. Wer startet zuerst? Ich möchte meine Starren auf eine große Strecke schicken und berate mich mit Lokal Wolfgang Sattlegger. Ins Iseltal und zurück – 115km! Also starten die Starren vor den Gleitschirmen. Kaum Freiflieger, welche die Thermik anzeigen. Meine Starren starten zwar bei bestem Windbedingungen, leider genau in eine Thermikflaute. Plötzlich haben es die Gleitis gar nicht mehr eilig. Als es dann doch zur Sache geht, haben sich nach kaum einer Stunde alle bunten Tupfer in die Luft erhoben und stellen sich gegen den lebhaften Südwind. 

Die Flexi bekommen eine abgeschnitze Aufgabe zwischen Radlberger Alm und Anna-Schutzhaus. Zur ersten Wende mit Rückenwind geht es ruck-zuck, aber dann, gegen den auffrischenden SW-Wind, sind Kämpfereigenschaften gefragt. Es ist ein Hopping zwischen Thermik und Soaren im Hangaufwind. Überm Scharnik erste Regentropfen, Rausfliegen ins Helle über dem Tal! Das Helle sind Schwaden von Blütenpollen, ein Schlot reißt mich regelrecht nach oben. Vom Ziethenkopf bis zur Wende Fallstreifen und immer grauer werdende Wolken. An meinem Parkplatz tröpfelt es auch schon. Ich breche ab und fliege zum Landeplatz. 

Stefan Eylert schafft die Wende und kommt patschnass an. Auch Joachim Waibel hat sich durchgeschlichen. Strahlende Gesichter, Schulterklopfen, dann ein Wermutstropfen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Task gestoppt, die Wertung endete nach einer Stunde. Bei den Starren sorgen Thomas Paulik und Andreas Kimmich für eine gültige Wertung, die anderen hatten nur verlängerte Abgleiter.

Sonntag, 29.4. 

Am Sonntag noch etwas mehr Wind, wir lassen die Gleitschirme vor, die Luft ist aber bald wieder „sauber“, der straffe SW-Wind verbläst die NOVA-Jünger zusehends. Eine gemeinsame  Aufgabe von 65km zwischen Stagor und Scharnik. Die Starren starten eine halbe Stunde vor den Flexis und kommen geschlossen ins Ziel. Den Zielanflug in Pulkformation verfolge ich leider vom Landeplatz. Der Gaugen hatte die Flexipiloten mit zerrissenen Thermikbläschen gefoppt und nach einer durchgeschwitzten halben Stunde auf den Landeplatz befördert. Nur Joachim Waibel konnte aufdrehen und flog dann in guter Thermik die Strecke mühelos ab. 

Gemeinsames Abendessen und Spannung auf die Auswertung. 

15 Punkte fehlen am Tausender für Moritz Schary, den Sieger der Starren, weil Moritz „zu schnell“ unterwegs war und die „Nominal Time“ um eine Minute unterbot. Nur wenig langsamer waren Thomas Paulik und Reinhold Bernhard.

Montag, 30.4.

Eine Kaltfront hat uns über Nacht gestreift. Die Sonne lacht zwar wieder, aber der Wind soll im Tagesverlauf auch für Drachen zu heftig werden. Also macht sich die Liga auf zum Wanderweg am Nordufer des Weißensees. Viele betreten Neuland, hatten bisher nur aus luftiger Höhe herab geschaut. Dann schauen wir betreten drein, als die letzte Personenfähre nach zweimaligem Hupen wirklich ohne uns abfährt. Also top-top die 10km wieder zurück spaziert zu den Autos. Die Sonne lacht die weißen Cumulis an,  Schaumkämme auf dem See, Vögel zwitschern, 2 Erpel suchen nach Enten, wir wünschen uns für morgen gutes Flugwetter.

Dienstag, 1.5.

Wenig Wind am Morgen erweckt zunächst Hoffnungen, aber die Sonne verschleiert sich zunehmend. Als die Drachen aufgebaut sind, lässt sie sich gar nicht mehr blicken. Der Himmel erscheint in hellem Bleigrau. Petrus öffnet aber seine Trickkiste. Am Boden 19°C, in 3000m  sind es nur noch   4°C. Ein satter Temperaturgradient verspricht Thermik ohne Sonne! Die 120 Gleitschirme drapieren an diesem 1.Mai den Hausbart zu einer bunt rotierenden Fahne. Die Steigwerte sind verlässlich, aber vorerst im Zentimeterbereich. Es wird wohl mühsam werden. Zudem ist heute Heimfahrt angesagt – die Aufgabe wird etwas geschrumpft.

Dann erweist sich die Strecke als doch zu kurz für die deutlich auffrischende Thermik, Thomas Paulik fliegt sie mit einem 58er Schnitt runter und führt nun nach drei Durchgängen schon deutlich vor Andreas Kimmich und Reinhold Bernhard. Auch die meisten Flexi-Piloten landen im Ziel und freuen sich mit den NOVA-Eleven, die in ihren Team-Formationen einschweben. Joachim Waibel führt bei den Flexi souverän mit drei Tagessiegen in Folge. Auf den Plätzen der Ligachef  vor Ligafrau Aline Dobrovsky  

An 4 Tagen drei Wertungsdurchgänge, ein guter Einstieg in die Saison! In der nächsten Woche sind wir bei der Hessischen LM schon wieder in Greifenburg.

 

Konrad Lüders