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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV
1.Marc Wensauer,3.Christian Barthelmann, 2.Ferdinand Vogel
2.Ferdinand Vogel fehlt, 1.Marc Wensauer, 3.Petr Kostrhun
2.Ewa Korneluk, 1.Yvonne Dathe, 3.Elisabeth Egger
1.Marc Wensauer, 3. Petr Kosthrun

Bavarian Open 2018 - News of the Day

03.06.2018 Task 3, 80km

Bavarian Open 2018 Gesamtwertung:

        1.Marc Wensauer
        2.Ferdinand Vogel
        3.Petr Kostrhun

    Bavarian Open 2018 Damen

       
          1.Yvonne Dathe
          2.Ewa Korneluk
          3.Elisabeth Egger

      Bayerische Meisterschaft 2018

          1.Marc Wensauer
          2.Ferdinand Vogel
          3.Christian Barthelmann

       

      Update 16 Uhr:

      Philipp Haag gewinnt den heutigen Lauf vor Marc Wensauer und Daniel Tyrkas.

      Tagesbericht vom Sonntag, 03.06.2018

      Endlich sah das Wetter für einen großen und spannenden Task gut aus. Wie jeden Morgen ging es um ca. 9 Uhr mit den Bussen zum Spießer hoch.

      Ein letztes Mal mussten die 150 Höhenmeter zu Fuß mit der 30kg schweren Ausrüstung bewältigt werden. Heute wurde eine ca. 80km große Aufgabe ausgeschrieben. Zuerst ging es richtung Osten zum Neunerköpfle. Das stellte für die meisten Piloten kein Problem dar, da die Thermik zuverlässig auf 2600m stieg. Schwieriger wurde es beim Rückflug, als ein großes Zirrenfeld das komplette Gelände über dem Grünten, den wir benötigten um nochmal Höhe für das Flachland zu tanken, abschattete. Weiter ging es dann in das Flache bis zum Niedersonthofer See, was für das Führungspulk recht einfach war, da der Flachlandthermikgott Pepe uns den Weg zeigte und wir ohne weitere Probleme zurück in die Berge konnten. Für viele wurde dieser Wendepunkt zum Verhängnis. Nach dieser Hürde ging es weiter über Ofterschwang und Fischen bis nach Oberstdorf, wo wir das Tal gequert haben um die zweitletzte Wende am Nebelhorn zu holen. Piloten die zu tief am Nebelhorn ankamen, saßen im Talwind fest und mussten landen. Wer hoch fliegen konnte, hatte es leichter wieder zurück nach Norden zu kommen und die letzte Wende zu nehmen. Nach dieser Wende bei Sonthofen ging es noch drei Kilometer zur ESS. Es war ein toller Tag!

      Viele Grüße Philipp

      02.06.2018 Task cancelled

       

      01.06.2018 Task 2, 30km

      Keine Sonne und es geht doch! 26 Piloten schaffen es ins Ziel.

      1. Ferdinand Vogel
      2. Alexander Schalber
      3. Ernest Hinestroza

       

      Fliegen wie ich es liebe!
      (Tagesbericht von Daywinner Ferdi)

      Der heutige Tag war der vom Wetter her schlechteste vorhergesagte Wettbewerbstag der bayerischen Meisterschaft 2018. Und doch flogen wir eine 30 km Aufgabe!

      Nach dem ich mich beim gestrigen Lauf von zweien auf den letzten Kilometern habe überfliegen lassen, verlief es heute für mich hervorragend.

      Aber fangen wir vorne an. Der Tag begann mit extrem vielen Wolken, welche sich erst bei Ankunft am Startplatz von Westen auflösten. Während Martin Petz, Berni Koller und ich einen feinen Task ausschmiedeten entstanden die ersten Ablösungen und im Moment als wir die Wenden auf das Taskboard schrieben, verdichtete sich bereits wieder der Himmel.
      Im Laufe des Briefings bewahrheitete sich unsere böse Vermutung. Der Himmel wurde dichter und dichter. Zwar standen trotzdem hier und da durch thermische Aktivität Thermik-Wolken unter der Alto-Schichtbewölkung herum, aber spätestens als der Rückenwind am Startplatz über uns hereinbrach war die Stimmung dahin.

      Immer mehr Piloten glitten ins ungewisse Dunkel hinaus. Der Starzylinder war in der Talmitte über dem Landeplatz gelegen. Trotz der Wetterverschlechterung blieb es bei einem Race – also die selbe Startzeit für alle. Wer die Start of Speed Section erreichte, hatte die Qual der Wahl. Von dort war es 13 km in alle Himmelsrichtungen möglich davon zu fliegen um schließlich zurück nach Bad Hindelang zu gleiten.

      Schnell mussten die ersten den Landeplatz, mangels Thermik ansteuern. Erst einige Minuten nach Racebeginn konnten sich die ersten halten und sogar überhöhen. Dann wurden die restlichen müden Piloten am Startplatz munter! Ungefähr die Hälfte des Pilotenfeldes startete. Statt die Wende im Tal anzusteuern flogen wir aber alle dem Bergrücken folgend Richtung Sonthofen zur Sonne. Gemächlichst ging es nach oben. Höher, immer weiter bis unter die Basis. Erst jetzt konnten wir zurück fliegen und die Startboje nehmen.

      Dann die Entscheidung. Nach Tannheim ans Neunerköpfle? Die Feuchte, welche eine Stunde zuvor die ersten Tropfen am Nebelhorn frei gelassen hatte, war mit dem Westwind ins Tannheimer Tal verlagert worden. Über den Grünten an den Mittag, oder sogar raus in Richtung Kempten? Die Wolken sahen prächtig aus und viel Sonne gab es auch. Aber was, wenn man im Flachen fliegt und der Talwind angeht oder schlimmer die Schichtbewölkung auch dort sich ausbreitet? Die letzte sinnige Möglichkeit war ins Dunkle, fast schon nasse Oberstdorf zu fliegen. Die Hänge der Sonnenköpfe boten eine Luvseite für den Westwind und in Talmitte zumindest waren noch wenige Sonnenflecke übrig.

      Andreas Malecki hatte die erste Thermik nutzen können und war bereits auf dem Weg zum Nebelhorn. Pepe ist für seine guten Linien bekannt und mich selbst interessierte die Route zum Nebelhorn am meisten, da ich sie noch nie geflogen war. Also entschied ich mich für diese und schnitt den Startzylinder entsprechend an. Diese optimierten Meter entschieden dann letztlich das Rennen. Immer ein wenig voraus und höher war ich dem größeren Pulk. Durch die große Höhe die wir hatten konnten wir Stück für Stück die Vorausfliegenden einholen. Denn durch die Feuchte ging es oben raus deutlich besser. Alex Schalber [AUT] hatte den Startzylinder schon vor dem Aufdrehen genommen und konnte durch direktes Fliegen zu Pepe aufschließen. Sie machten erst am Nebelhorn einen Fehler und suchten im Talkessel ihren Aufwind. Die Thermiken wurden just in diesem Moment endlich deutlich stärker und auch mal 2m/sec Bärte waren trotz 8/8 tel Bewölkung mit dabei.

      Der Rückweg verlief angenehm. Nur die Sonnenköpfe wieder komplett abgeschattet schätzten wir alle etwas zu optimistisch ein. Für den ein oder anderen dann über dem Ziel noch die Überraschung. Es musste nochmals zur Zeitnahme in Richtung Sonthofen geflogen werden. Entsprechend knapp wurden die Zieleinflüge auf dem Fußball Rasen.

      Dort angekommen erfuhren wir, dass es Zweien eigentlich etwas besser gelaufen war. Sie wählten die Route über den Grünten ins Flache hinaus. Leider verkalkulierten sie sich mit der Höhe und wurden auf dem Rückweg vom Lee des Grünten runtergespült. Sie erreichten den Landeplatz fast 30 min vor uns, hatten aber keine Höhe mehr für die End of Speed Section in Richtung Sonthofen.

      Mein Glück, denn dadurch gewann ich diesen Lauf.

      Wir freuen uns auf hoffentlich zwei weitere Tasks am Wochenende.

       

      Lieber Flieger Gruß
      Ferdinand

       

      31.05.2018 Task 1, 53km

      Erst schwach, dann stark und schnell bis hin zu dunkel und laut!


      53,4 km über die Tiroler Alpen - Das Tannheimertal von West nach Ost und Retoure.


      1. Petr Kostrhun

      2. Marc Wensauer

      3. Ferdinand Vogel


      Weiterhin bestimmt feucht-labiles Wetter die bayerischen Alpen. Die deutsche und österreichische Liga haben sich in Bad Hindelang eingefunden um 4 Tage gemeinsam zu racen.


      Der Spießer ist ein bekannter Hike&Fly Startplatz im Oberallgäu. Unser Startplatz für die Bayerische Meisterschaft 2018! 

      Mit Traktoren und Sprintern wurden Piloten und Packsäcke bis 150 Höhenmetern unter dem Startplatz gekarrt. Für den Rest war Muskelpower angesagt und so wurde es doch mal sportlich.


      Die ersten Wolkenfetzen standen schon früh morgens über den besten Berghängen. Bis zum Racebeginn um 12 Uhr hielten sich die Wolken glücklicherweise noch zurück. Die ersten Minuten in der Luft ging es zunächst nur ums überleben. Mit schwachen Aufwinden wurde geduldig Höhe getankt.


      Für den Startzylinder querten die Meisten das Oberjoch. Kurz vor Start brachte die Südflanke des Iselers endlich erstmals etwas höhere Bärte.


      Die ideale Route führte leicht südlich des Neunerköpfles vorbei. Die Wolken saugten nun stark und wurden immer größer.

      Als die ersten die Gaicht in der Nähe des Hahnenkamms bei Reutte erreichten war diese schon längere Zeit vollständig abgeschattet.

      Der Rückweg verlief noch schneller. Eine riesige, fast schon zu große Wolke ließ den Endanflug einleuten.

      Die ersten Tropfen noch einsammelnd und dann wieder ins freie zu den Sonnen beschienenen Sonnenköpfen. Mit einem letzten Abstecher gegen den Talwind über Sonthofen ging es zurück nach Bad Hindelang. Für manche fast zu tief brachten die frisch gemähten Allgäuer Wiesen doch noch die rettenden Meter ins Ziel. 

      Die richtige Linie unter den Wolken entschied über die schnellere Zeit. 


      Knappe 45 min nach uns ersten wurde es dann immer dunkler bis es schließlich blitzte und die lauten Donner den starken Regen ankündigten.


      Der morgige Tag ist der schlechtest vorhergesagte Wettbewerbstag. Aber die Prognosen verbessern sich fortlaufend und wir hoffen zumindest eine kleinere Aufgabe fliegen zu können. 

      Lieber Flieger Gruß Ferdinand

      29.05.2018

      Die Bavarian Open 2018 finden wie geplant statt. Einschreibung Mittwoch ab 18 Uhr am Sportplatz Bad Hindelang.