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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

News of the day

Die Ergebnisse stehen fest:

Overall
    1. Stephane DROUIN FRA
    2. Yassen SAVOV BGR
    3. Arnaud BAUMY FRA
    15. Peter NÄGELE GER
    16. Heinrich BRETZ GER
    27. Andreas MALECKI GER
    44. Stefan BERNHARD GER
    64. Joachim TORN GER
    84. Matthias KOTHE GER
    90 Richard GALLON GER


Nationenwertung
    1. Frankreich
    2. Slovenien
    3. Deutschland

Damenwertung
    1. Atsuko YAMASHITA JPN
    2. Yuki SATO COLOMBÉ JPN
    3. Méryl DELFERRIERE FRA

Teamwertung
    1. Ozone
    2. Parapente Mag
    3. Woody Valley
    3. Cross Country
    5. Gin Gliders

Samstag, den 25.06.2017

Letzter Tag, letzter Task in Serbien. Heute nochmal alles geben, zu verlieren hab ich eh nichts mehr. Der Tag beginnt heiss und sonnig aber die Windvorhersage macht uns Sorgen. Er soll wieder stärker werden. Schon gestern hatten wir mit strammem Westwind zu kämpfen, heute soll es nochmal etwas mehr Wind aus Nordwest geben. Die Bedingungen am Starplatz waren wieder einmal anspruchsvoll, aber nach einer Woche in Nis war das nichts Neues für uns. Viele glaubten nicht an einen Task, der Wind fegte teilweise mit 35 km/h über den etwas im Lee liegenden Startplatz. Das Team des Wettbewerbsleiters war aber super organisiert, ein Helfer gab den Wind alle paar Sekunden präzise gemessen am Startplatz durch, Goran organisierte den Starablauf der Teilnehmer und lies keinen raus, wenn der Wind über dem Limit war und viele sehr fleissige Helfer legten Schirme aus und halfen wo sie nur konnten - grosses Lob von unserer Seite. Wirklich gut gemacht und alle kamen bei den schwierigen Bedingungen gut in die Luft.

Tatsächlich war der Höhenwind etwas stärker als gestern, die Thermik aber ähnlich gut. Pünktlich zum Starzeitpunkt konnte ich mich ganz gut positionieren und ging die Aufgabe im Führungspulk an. Ein kurzer Schenkel schräg gegen den Wind, dann umdrehen und mit dem Wind zurück zur Bergkette am Startplatz. Schon hier teilte sich das Feld auf. Einige flogen den direkteren Weg über ein Stück Flachland zum nächsten Wendepunkt, andere machten eine Bogen um über das höhere Gelände anzufliegen. Wir nahmen den goldenen Mittelweg und liessen uns vom Wind an die Ausläufer der Bergkette schieben, zielten auf einen Prallhang mit Sonne. Ich erwischte genau da wo ich ihn erwartet hatte einen satten Bart, den wir, dann nur noch zu dritt, fast bis zur Basis auskurbelten. Die Höhe reichte um weiter zum höheren Gelände zu fliegen wo sich über dem höchsten Punkt eine grosse Cumuluswolke gebildet hatte. Da musste es gehen. Schwaches Steigen nur im Geradeausflug nehmend fanden wir dann auch den Bart des Tages, der uns mit satten 4,5 m/s in Windeseile an die Basis katapultierte.

Mittlerweile zu sechst ging es weiter Richtung nächstem Wendepunkt. hier oben schob der Wind mit 30km/h Richtung Ziel, das allerdings noch gute 35km entfernt war. Nach dem nächsten Wendepunkt galt es nochmal Höhe zu machen. Zwei aus der Führungsgruppe versuchten sich abzusetzen indem sie tief mit dem Wind weiterflogen. Für mich machte das in diesem Moment keinen Sinn. Der Wind schob noch immer mit 25 km/h in die richtige Richtung und so beschloss ich einen schwächeren Bart zu nehmen um wieder hoch an die Basis zu kommen. Der Wind war hier stärker und die TAS und somit die Geschwindigkeit über Grund ist weiter oben auch etwas höher ist als ein Stockwerk tiefer. Mein Bart legte an Stärke zu und vor mir begann eine Wolke zu kondensieren. Alles richtig gemacht. Von hier oben konnte ich die Führungsgruppe fast 1.000m unter mir gut kontrollieren.

Die Truppe musste auf jedenfall noch einmal Aufdrehen bevor sie ins Ziel fliegen konnte, ich jedoch verliess 22km vor dem Ziel meinen Bart um den Endanflug zu beginnen. Da ich mittlerweile alleine war und 22 km ein weiter Weg mit dem Gleitschirm sind ging ich es am Anfang etwas zu konservativ an und flog eher verhalten nur halb im Gas. Auf den letzten 10km hatte ich dann aber keine Bedenken mehr und so flog ich mit allem was der Enzo hergab (zeitweise 84km/h über Grund) ins Ziel. Man weiss ja nie wer da noch aus der Sonne kommen könnte.

Am Ende reichte es für den Tagessieg - meinem ersten bei einem PWC. Toll, wenn ein Plan am Ende aufgeht und mal alles so klappt wie man es sich vorher ausgerechnet hat. Der Task wurde später noch gestoppt wegen der starken Winde am Landefeld. Gewertet wurde er dennoch, was die Endplatzierungen der Teilnehmer nochmals ordentlich durcheinander wirbelte.

Rundum eine wirklich tolle Woche in Nis. Trotz der vielmals sportlichen Startbedingungen ein interessantes Gelände wo man Flachlandfliegen mit Bergen kombinieren kann. Der Wettkampf war top organisiert, hinzu kommt die überwältigende Gastfreundschaft der Serben, die wahnsinnig freundliche Einstellung der Bevölkerung und die quirlig lebendige Stadt Nis selbst. Danke für den tollen Wettkampf!

Stefan

 

Freitag, den 23.06.2017

Task 4

Nachdem es erst einmal heute um 10 Uhr am Startplatz 16 m/s in Böen hatte, waren wir froh, dass der Wind etwas zurückging und wir einen kurzen knackigen Lauf zusammenbrachten.
64 Kilometer galt es zu umrunden, nicht zu schwer und entlang der erwarteten Thermik gelegt.
Der Task war kaum gestartet, da waren wir auch schon im Ziel. Es ging fix und eigentlich hatte ich vor, einige Bilder für Harry zu knipsen, doch dafür war gerade keine Zeit :-D
Wir flogen die 64 Kilometer in 80 Minuten und ich konnte mich erneut unter die besten 5 Platzieren.
Yassen gewann erneut, er war optimistischer als ich für den Final Glide. Etwas auf der Bremse ging es mir etwas zu leicht und ich erwartete etwas mehr Gegenwind und schlechtere Luft. Doch ich war zu vorsichtig und ließ mich noch um 40 sec. Versägen.
Evtl. hat es mich das Podium gekostet aber ich bin trotzdem ganz Happy über mein Fliegen hier.

Morgen evtl. etwas zu viel Wind. Aber mal schauen was uns der Tag bringt.

Gruß Pepe

Donnerstag, den 22.06.2017

No Task Today

… der Wind hatte am heutigen Tage etwas zugelegt und bei dem kleinen Startplatz, etwas hinter einem vorgelagerten Sattel war es schon eine Frage der Zeit, wann die ersten im Gebüsch hängen.
In der Luft war es dann gut, aber nachdem ca. 70 Piloten heil heraus kamen, legte der Wind noch etwas zu. Bei dem Brasilianischen Pilot, Rafael Saladini, war es dann soweit. Der wurde angehoben, und dann sanft in die Büsche neben dem Start abgesetzt. Es passierte zwar nichts, aber eine große Chance das zu verhindern hatte er auch nicht. So wurde der Task noch vor dem Start gestoppt.
Nun ging es ziemlich schnell. Noch vor der Landung am Landeplatz in Niska Banja, war der komplette Ochse schon auf dem Grill. Und es dauerte nicht lange bis jeder seine Portion in Händen hatte. Also so spontan und zügig habe ich noch nie ein Grillfest erlebt. Beifall für die Organisation!
Am Abend gab es dann noch etwas feintuning an der Ausrüstung von Achim und später noch einen kleinen Happen in einem netten Restaurant.

Nun hoffen wir, dass es morgen etwas weniger Wind von der richtigen Richtung hat… :-)

Gruß Pepe

Mittwoch, den 21.06.2017

Task 3

Heute zum Glück, keine mega Abschattung und einen Normalen Lauf :-)

So gab es, um mal Piloten im Ziel zu sehen, einen kurzen Lauf von 73 Kilometer.
Die Aufgabe war einfach gesetzt und wurde so durchgeflogen. Direkt zu Anfang, konnte ich mich mit Primoz Souza und Yassen Savov einige Kilometer absetzten. Immer hoch und so weit voraus, dass wir die Verfolger nicht mehr sehen konnten. Doch leider zum Schluss, auf den letzten 25 Kilometern fanden wir keinen vernünftigen Schlauch nach oben und die Verfolger konnten aufschließen und flogen mit uns ins Ziel. Ich denke aber, dass Yassen den Lauf gewann und Primoz und ich auf den Plätzen folgten. Hätten wir nicht zum Ende nur diese ein Meter Bärte gehabt, hätten wir sicherlich mit einigem Vorsprung gewonnen. Aber so war es dann ja auch in Ordnung :-)

Gruß Pepe

Dienstag, 20.06.2017

Das Buletten essen, hier heissen sie Ćevapčići, scheint sich auszuzahlen. - Heute war ich Erster Deutscher in der Tageswertung. Das 90- Kilometer- Race to Goal war von Anfang an nicht leicht, da der Startplatz nur für drei Schirme gleichzeitig ausreicht und thermisch sehr umspült war. Wir mußten mit dem Start lange warten, da noch eine Verkehrsmaschine für den Flughafen Nish erwartet wurde und so folgte nach gutem Rennen zur ersten Boje die erste Abschattung. Es wurde nach und nach immer zäher und die Handbremse war gefragt. Die ersten Schauer waren zu sehen und zwangen unsere Gruppe, ohne Basis zu machen, ins Flache zum nächsten Wendepunkt zu fliegen. Die Sonne verschwand und wir standen alle bei ca 40 Kilometern am Boden, nur der Russe Yury Mishanin erwischte noch einen Heber und konnte 20 Kilometer drauflegen und wurde Tagessieger. Wir hoffen auf einen  guten Flugtag morgen und das das Wetter länger hält.
Grüße,
Matthias

Montag, 19.06.2017

Heute morgen war es noch sehr windig am HQ aber die Sonne war wieder zurück. Kurz vor Zehn waren dann alle Schirme verladen und wir machten uns guter Dinge auf den Weg zum Nordstartplatz im Südosten von Nis. So richtig glaubte niemand an einen Task, aber vielleicht war ein kleiner Freiflug drin, damit wir endlich mal in die Luft kommen. Trotz des noch immer starken Windes schrieb das Taskkommitee knapp 70 km aus - one way - grösstenteils mit dem Wind geplant. Der kam allerdings etwas mehr aus West als vorhergesagt und so waren die Startbedingungen schon recht sportlich. Die letzten waren erst in der Luft als das Rennen schon lief.

Auf dem ersten Drittel der Strecke ging es immer wieder gegen den Wind und man musste recht taktisch fliegen, überlegen welchen Bart man nimmt und höllisch aufpassen nicht mit dem Wind verblasen zu werden. Den Start erwischte ich recht spät, dafür aber hoch, was mir half gegen den Wind direkt den nächsten Wendepunkt anzufliegen. Die Führungsgruppe war tiefer und musste den Umweg zurück zum Starplatz nehmen was mich gleich ganz nach vorne spülte. Klingt erst mal ganz gut, aber zu diesem frühen Zeitpunkt wollte ich dort bei den Bedingungen gar nicht sein. Alone and unafraid ist nicht immer die beste Taktik bei einem Gleitschirmrennen. Allzu lange musste ich mir darüber aber keine Gedanken machen. Der starke Wind schob mich beim Kurbeln immer wieder weg vom Wendepunkt und als ich Ihn endlich hatte war der Pulk wieder da, über und an mir vorbei.

Den nächsten Wendepunkt tief angeflogen und dann mit sattem Rückenwind den Grat entlang zum nächsten. Guter Plan, ging aber leider nicht ganz auf. Mit knapp 70 km/h im Trimm trug der Grat nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte und ich kam immer tiefer. Bevor ich richtig tief ins Lee gespült wurde bog ich nach Westen ins Flachland ab. Nur „leichtes“ Lee, dafür aber tiefer auch noch ein sehr strammer Wind. 150m über Grund kurbelte ich so feinfühlig ich nur konnte jede noch so zerrissene Thermikblase aus und bevor mich der Wind am nächsten Wendepunkt vorbei blies verlies ich mein letztes Steigen um den Radius noch zu erreichen. Mittlerweile schattete eine grosse Wolke das komplette Tal, das ich nun queren musste ab, sodass ich nur noch mein Gleiten optimieren konnte um kurz vor dem nächsten Wendepunkt zu landen. Etwas über 32km und Platz 24 waren es dann am Ende. Für die Bedingungen ein toller Flug für mich.

Nach der Landung bei einem Bauerndorf durfte auch ich dann die überwältigende Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Serben erleben. Wirklich toll. Trotz der Sprachbarriere nur nette Leute, interessiert und hilfsbereit. Jeder begrüsste mich mit Handschlag, jemand machte Kaffee und brachte ihn zu meinem Abholplatz, ein anderer besorgte Bier. Ich musste mit Händen und Füssen erklären was wir hier machen und wie das so geht mit unseren Fluggeräten. Super. Morgen soll es weniger Wind haben. Ich freu mich schon drauf!

Gruss, Stefan.

 

Heute der erste Lauf

… nicht ganz damit gerechnet, doch es gab den ersten Task.
Etwas mehr Wind aus Nördlicher Richtung sagte der Wetterbericht. So ging es an den Nordstartplatz bei Niska-banja.
Nicht gerade optimal für den dann dennoch aus West kommenden Talwind, aber nach einigen Startabbrüchen für die meisten dann doch machbar. :-)
69 Kilometer galt es zu bewältigen, aber keiner schaffte die gesamte Distanz. Nach 30 Kilometer gab es einen Windsprung nach oben und ab da wurde die Thermik so verblasen, dass niedrig fliegende Piloten wie die erste Gruppe Null chance hatten, dort bei der dritten Wende die Höhe für den Weiterflug zu machen.
Leider war ich dabei und landetet deutlich zu früh. Die Gruppe danach machte es deutlich besser und kurbelte mehr Höhe heraus und schaffte so ca. 10 Kilometer mehr. Noch besser machten es zwei nachfolgende Piloten, die nochmals 10 Kilometer drauf legten und den Tag für alle anderen unbrauchbar von den Punkten machten. Insgesamt ein durchwachsener Tag der nicht ganz so gut flog.

Nun hoffen wir auf etwas weniger Wind in den nächsten Tagen.

Gruß Pepe

Montag, 19.06.2017

Heute wurde ein knap 70 Kilometer Task gestzt, wir sind gespannt wie weit die Piloten kommen.

Sonntag, 18.06.2017

Seit gestern Abend sind nun alle Deutschen in Nish angekommen. Neben den alten Hasen Richard Gallon, Pepe Malecki, Achim Thorn, den erprobten PWC- Piloten Stefan Bernhard, Peter Nägele und Heinrich Bretz bin ich nun auch mit im Boot.

Leider konnten wir bisher nur die Einschreibung erledigen, da das Wetter sich momentan von der ungemütlichen Seite zeigt, nur Richard und ich hatten als zuerst Angekommene das Glück am Freitag einen ausgiebigen Ritt über die serbischen Berge zu machen. Mit hoher Basis und guter Thermik konnten wir uns die Wettkampfarena genauer anschauen. Nach meiner Landung, ca 60 Kilometer vom Startplatz entfernt, bin ich von serbischen Dorfbewohnern sehr herzlich empfangen und bewirtet worden,- es macht Spaß hier zu sein. Der Wetterbericht sieht verheißungsvoll aus, so daß wir uns ab Morgen auf fünf tolle Läufe freuen können.

 

Viele Grüße aus Serbien, 

Matthias

 

Sonntag, den 18.06.2017

Hallo,

nachdem am Freitag die Anreise nach Serbien problemlos klappte – alle Gepäckstücke von Achim und mir kamen auch mit :-) – ging es am Samstag leider nicht zum Einfliegen.
Die Kaltfront, die Freitag Deutschland überquerte, kam leider nicht zum Erliegen und legte hier noch einmal an Wind zu und drückte deutlich die Temperatur hier in Zentral Serbien.
So ging es Samstag nach der Opening Zeremonie auf das Livekonzert neben an.
Es trafen sich unterschiedliche Rock-Gruppen und hatten so eine Art Wettkampf, ohne wirklichen Gewinner.
Unterschiedlicher konnte die Qualität der einzelnen Gruppen nicht sein :-) Doch zusammen mit den Italienern hatten wir einen feucht fröhlichen Abend, da wir wussten, am Sonntag hält das schlechte Wetter noch an.
Und genau so kam es heute auch. Viel Wind und etwas Regen machte eine Auffahrt zum Startplatz wirklich unnötig.
Ab Dienstag steht aber gutes Wetter in den Startlöchern und selbst der Montag sieht nun deutlich besser aus und macht etwas Hoffnung auf einen Start für den ersten Lauf.

Von den Deutschen sind angereist, Achim Torn, Richard Gallon, Stefan Bernhard, Peter Nägele, Heinrich Bretz, Matthias Kothe als Neuling :-) und meine Person.

Gruß Pepe

 

 

 

World Cup Nish/Serbien 18.-24.06.2017

The Germans in Serbia

Andreas Malecki

Joachim Torn

Peter Nägele

Richard Gallon

Stefan Bernhard

Heinrich Bretz

Matthias Kothe