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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV
Die Maschinen stehen bereit für lange Flüge
Carboooon
Toni schwitzt und will in große Höhen
Schattengeister
morgendliches Briefing
Regen in Namibia....sehr selten
Hans-Peter genannt HP unter der Basis
Phil zum ersten Mal hoch über Namibia
so eine Aussicht müsste man haben
Jasmin bei den Nashörnern
Eckard Wozny - Außenlandung in der Abendstiimmung
die ersten Probeflüge
Ralf ist startbereit
starker Wind
HP freut sich über den ersten Flug
Unser Toni
ProteGear-Livetracker-Check
Ordnung ist das halbe Leben :)
Reifenwechsel ist hier öfter der Fall
Relaxen in Burgsdorf
Toni und HP befestigen den Windsack auf dem Hangardach
der Hangar von innen...genügend Fluggeräte warten auf die Piloten
Namibia-Hangar
Die Schleppflugzeuge werden präpariert
endlose Weite
ein paar sind schon da...
Der Container mit der ganzen Flugausrüstung wird nach Namiba verschifft
Burgsdorf
hohe Basis bis 6.000 Meter
Wilde Tierwelt
Wildes Namibia
Ein wahnsinns Himmel lockt
Über der namibischen Wüste

Namibia - Drachenflieger auf Rekordjagd

BURGSDORF, NAMIBIA

ProteGear-Livetracking (bitte Chrom oder Mozilla-Firefox Browser benutzen)

DHV-XC

10. Dezember - Wetterprognose mit großem Streckenpotential
Bestern sind noch ein paar Piloten zur Truppe hinzugestoßen. Ecki machte auf dem Weg noch ein Foto von einem Regenbogen....eher selten in Namibia. Heute ist sehr gutes Streckenwetter angesagt. Ralf verkündete dies beim morgendlichen Briefing.
Ab 11 Uhr werden die ersten in der Luft sein.

Perfekte Schlepps bei ständig wechselnden Windrichtungen. Sind kein Problem, da unmittelbar vom Hangar in jede Richtung gestartet werden kann. 11 Piloten sind auf dem Weg.

Anfangs wars noch sehr schwach und blau. Carlos grub sich aus 80 m über dem Paddock aus und war mit seinem ersten Start dabei. Kein Pilot musste zwei mal geschleppt werden. Ab 14 Uhr zogen laufend kräftige Dusties über das Feld. Später setzte starker Westwind ein. Die Piloten kämpften um jeden Meter auf dem Weg ins Ziel nach Burgsdorf. Nicht jeder schaffte es heim, aber alle landeten sicher. Meist warteten die Rückholer schon am Boden. Dank dem ProteGear-Livetracking weiß man ja immer, wo die Piloten rumfliegen bzw. gelandet sind.

9. Dezember - Schauer am Nachmittag
Nur Diether Beck fliegt 150 km .....

8. Dezember - es wird geflogen
Eigentlich war heute Rahmenprogramm angesagt, aber dann entwickelte sich das Wetter besser als der Wetterbericht angesagt hatte. Also auf zum Pad....
Flaches Dreieck über 292 km von Toni Raumauf, 288 km Markus Hanfstängl, 250 km von Thomas Sterzing,......usw...gar nicht schlecht fürs Rahmenprogramm :)

7. Dezember - Schauer am Nachmittag
Nur wenige Piloten werden heute in die Luft gehen, da für Nachmittag Schauer angesagt sind.
Toni und Chris unsere österreichischen Freunde bleiben am Boden und schreiben einen Bericht über die vergangenen Tage. 

Bericht von Chris Friedl:
Gestern, Mittwoch, war ein typischer Flugtag hier in Burgdorf. 

Nach unserem morgendlichen Wetterbriefing (von mir und Toni) auf der Basis von Top Meteo, sah der Tag eigentlich sehr gut aus. Das grosse Fragezeichen hier in Namibia ist ja immer der Wind, also wie stark wird er tatsächlich? Geplant hatten wir Burgsdorf - Mariental - Tsumis (nördlich an der B1) und retour. Laut Prognose sollte eigentlich ein 420 FAI Dreieck möglich sein.
Um 11:00 waren wir startklar. Die einzigen beiden die sich oben halten konnten, waren Toni und Ralf. Alle anderen mussten gleich wieder landen. Nachdem einige von uns nach einem zweiten Schlepp „abgesoffen sind“ beschlossen wir zu warten. Toni und Ralf versuchten zwei Stunden lang genug Höhe zu machen, um Richtung Osten abzufliegen……leider ohne Erfolg. Um 13 Uhr änderten wir dann unseren Plan und beschlossen nach Helmeringhausen und retour zu fliegen. Alle beeilten sich!

Der Nachmittag war dann ein Hammer! Zum Teil 7m - Bärte bis 5.300 m. Ralf und Toni waren etwas voraus am Weg nach Süden…..der Rest von uns flog hinten nach. Der Wind ließ zwischendurch nach, frischte dann unterwegs aber wieder auf, so dass einige schon vor Helmeringhausen umkehrten. Trotzdem ging es an die 300 km in 6 Stunden! Ein schöner Flug auch für unsere Newcomer Eckhard und Phil. Dieter musste gestern erst seinen Drachen wieder holen, den er vorgestern Abend nur 20 km von Burgdorf liegen lassen musste, um zu Fuß zur Strasse zu marschieren. 

Ein großes Plus sind die ProteGear-Livetracker, so fliegt es sich einfach etwas entspannter, wenn man getrackt werden kann! Donnerstag und Freitag ist die Prognose nicht so gut aber Samstag geht dann vielleicht für was Großes.

Grüsse aus Burgsdorf
Chris

6. Dezember - Thermikprognose sehr gut - Realität anders

Gut angesagter Tag: Mariental-Kalkrand (u.weiter) war geplant. Beim Start gegen 11 Uhr kaum Thermik, die meisten Piloten versuchten es mit mehreren Schlepps. Der ein oder andere entschied sich dann für einen flugfreien Tag. Trotz erschwerter Bedingungen mit viel Wind schafften es Toni, Chris und Ralf, um die 300 km zu fliegen. 

5. Dezember - Trainingsflügerl um die 200 km 


4. Dezember - Starker Wind und letzte Checks
Ein Sturm von Osten lässt uns heute am Boden bleiben, denn abends soll der starke Wind auf West drehen und weiter blasen. Es gibt noch viel zu organisieren, dafür ist dieser Tag gut geeignet.
Gestern haben ein paar Piloten erste Testflüge gemacht. Alles hat gut geklappt. Das Livetracking funktioniert auch. Wir freuen uns auf die nächsten Tage.

3. Dezember - Erste Vorbereitungen
Heute wird erstmal von den ersten Ankömmlingen der Container ausgeräumt, die UL-Schleppflugzeuge startfertig gemacht, die Fluggeräte aufgebaut, Windsäcke angebracht, Ausrüstung gecheckt, Livetracking gecheckt und noch vieles mehr. Der Tag ist heiß und windig und für weite Strecken nicht geeignet. Dafür umso mehr für die Vorbereitungen. Die ersten guten Tage sind für Mittwoch angesagt. 

2. Dezember - Die ersten Piloten treffen in Burgsdorf ein

10 Jahre Namibia und riesige bürokratische Hürden

Ich kam im Februar 2004 zum 1.Mal nach Burgsdorf zum Fliegen-damals noch mit Hangstart und Winde. Es war so grandios, dass mein Bericht darüber in 2004 im DHV Magazin veröffentlicht wurde. Dann kam es in 2007 zum Kontakt mit den Franzosen und Spaniern, die unter Führung von Gil Souviron eine große Expedition mit 20 Teilnehmern sowie mit Container zum Weltrekordfliegen nach Namibia oder Argentinien planten. Durch meine Kontakte mit der Farm Burgsdorf waren die Weichen für Namibia gestellt und wir trafen alle im Januar 2008 dort ein: 17 Franzosen, 3 Spanier, 3 Uls…

Die Fliegerei begann grandios: Am 1. Tag stand zum “Einfliegen“ ein Ziel-Rück von ca. 200 km zur nächsten Ortschaft südlich der Farm, Helmeringhausen auf dem Programm. Und, man glaubt es kaum, alle Piloten kamen abends trotz ausschließlich Blauthermik wieder zurück! Tags darauf fliegen 4 Piloten Weltrekord im Ziel-Rück von ca.350 km. Wieder 1 Tag später fliegen 2 Piloten den 400er Ziel-Rück überhaupt- was wollen wir mehr! Die Bedingungen waren damals sehr gut und das ganze Team überglücklich.

Daher kam es in den folgenden 2 Wintern jährlich zu weiteren Fliegerevents in Burgsdorf und in den  weiteren Jahren alle 2 Jahre, jeweils mit neuen Weltrekorden z.T. bei den Starren als auch bei den Flexis und vielen grandiosen Flügen und Erlebnissen. Seit 2015/16 habe ich die Hauptorganisation übernommen, zusammen mit Jochen, der den Container organisiert. 

Der Aufwand hierfür ist nicht unerheblich und bisher haben wir die Genehmigung für unsere Fliegerei durch einen einfachen Antrag unserer Farmer bei der NCAA problemlos bekommen. Doch diesmal lief alles anders: Durch ein Audit bei der NCAA musste ein extrem aufwändiges Ausnahmegenehmigungsverfahren durchgeführt werden, das weder wir noch die Farmer vor Ort leisten konnten. Ein professioneller Vermittler hat in mühsamer und intensiver Arbeit die Genehmigung durchgefochten und gemeinsam mit den Segelfliegern die ursprünglich von der NCAA geforderte Vorgabe einer TMZ ab FL 145 mühsam verhindert! Somit ist der Luftraum bis FL 195, wie zuvor auch, als „Gliding Zone“ wieder für uns frei und das enorme Potential dieser Region wieder erfliegbar. Gott sei Dank – und heute, 1 Std. vor der Abfahrt mit dem Zug nach Frankfurt erhalte ich endlich per mail die versprochene Genehmigung! Was der ganze Aufwand kostet, wissen wir noch nicht… es wir sicher nicht billig.

Wir kennen Namibia als freies und großzügiges Land, aber diese z.T. völlig  irrealen Vorgaben (in dieser Region ist kein Flugverkehr, der nächste Flughafen Windhoek liegt ca. 400 km nördlich) haben mir in den letzten Wochen das Leben schon schwer gemacht.          

Bei unserer Ankunft jetzt müssen wir bei unserem Vermittler die Originalgenehmigung abholen und für unsere „clearances“ bei einer weiteren Vermittlerin viel Geld in Euro bezahlen. Alles soll sehr viel Arbeit gewesen sein, weil die Beamten im zuständigen Ministerium sehr langsam arbeiten….Hauptsache wir haben die clearances und können fliegen!!

Gegen Abend kommen wir in unserer Gästefarm Burgsdorf an—es ist wie ein kleines Paradies hier und wir werden von den Farmern herzlichst empfangen. Der Container wird noch am Abend geöffnet und mit dem Ausräumen begonnen. Am nächsten Tag wird der Flugbetrieb installiert: die Startwägen und die ULs aufgebaut, die Funkstationen sowohl in den Fahrzeugen als auch die Basisstation auf der Farm aufgebaut, die Sauerstoffflaschen angeschlossen u.v.m…. Gott sei Dank ist der Tag fliegerisch kein besonders guter: blau, 35°…

Aber die guten Tage kommen ja sicher noch…. 

 

Thomas Sterzing

November 2017 - Organisation

Endlich, es ist wieder soweit! Ein Container, gefüllt mit 25 Drachen und drei Schlepptrikes schippert auf dem Atlantik Richtung Walvis Bay, Namibia. Ausrüstung für 25 streckendurstige Piloten, die nur Eines im Sinn haben: Rekorde knacken!
 
Namibia bietet dem Besucher viel. Tiere, Landschaft, Gastfreundschaft und ein enormes Potenzial an Thermik. Seit nunmehr über zehn Jahren pilgert eine überschaubare Drachenfliegergemeinde in dieses Land, um möglichst weite Flüge zu machen. Der ausgetrocknete Untergrund produziert starke Thermik bis zeitweise an die sechstausend Meter Basishöhe, ideal für schnelles Vorankommen. Viele Weltrekorde wurden hier in den vergangenen Jahren verbessert. Thomas Sterzing als vielmaliger Teilnehmer übernahm die Organisation, nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Monate vor dem eigentlichen Beladen des Containers begann die Planung. Wer geht mit, von wann bis wann, reicht die Kapazität der Unterkunft? Sind die gemieteten Autos mit Dachträgern ausgerüstet und ist der Sauerstoff rechtzeitig vor Ort? Von den Bitterwasser Segelflieger wurde der Container gemietet und schlussendlich am 6. Oktober beladen. Tags darauf, nach intensiver Begutachtung des Inhaltes durch den Zoll wurden die Türen verschlossen, mit Siegel versehen und ab ging die sechswöchige Reise. Pünktlich vor Eintreffen der ersten Piloten steht der Container nun in der Halbwüste auf unserem Flugplatz, der Pad Burgsdorf. Anfang Dezember treffen die ersten Piloten dort ein.