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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

Europa- und Weltmeisterschaften im Drachenfliegen in Mazedonien (Flexibel und Starr)

neuer Weltmeister Tim Grabowski
Sieger Starrflügel: Christopher Friedl (2), Tim Grabowski (1), Wolfgang Kothgasser (3)
Teamwertung: GER (2) AUT (1) JPN (3)
Einzelsieger Flex: Alex Ploner (2), Christian Ciech (1) Peter Neuenschwander (3)
Die Teamsieger in der Flexiklasse: HUN (2), ITA (!) CZE (3)
Tim gewinnt den Tag - Jochen wird Dritter
Tim führt weiter die Gesamtwertung an
Kajo auf dem Weg ins Ziel
Die Teamchefin herzt Timmi
Roland und Kajo nach dem gemeinsamen Zieleinflug
Charlie unterhält die Bodencrew
Norbert Kirchner dritter im Goal
Schwerstarbeit im Ziel
Dirk und Markus beim Kaffeeklatsch
Olli - unser Bademeister in der Mine
Rückholaktion Gerd - die kleinen Hunde
offizielle Hauptstrassen - lt. Navi
Pferdeanhänger
Strohtransport
Kühe stillen ihren Durst
riesen Freude - Robert und Tim
Robert als 3. im Goal
ein überglücklicher Timmi
Kajo freut sich riesig über den super Flug
Kajo on the way
Luise immer gut gelaunt
Achim
wie sollen wirs machen ???
Olli beim Abladen
Ziel Aerodrom - unsere Jungs
große Freude im Goal
Dirki wa :)
Die zwei Tagessieger - Timmi und Alex mit der Teamchefin Regina
Zieleinflug Japanstile
Dirk Ripkens startklar
spannender Blick
Peter Friedemann beim Aufbauen
Roland am Start
Robert vorm Start
Kajo unser Youngster im Ziel
Gerd
Jochen Zeyher
Weltmeister Tim Grabowski am Startplatz
Timmi und Wolfi - die schnellsten
Timmi als Zweiter im Goal
Mischbetrieb
reges Treiben am Landeplatz
Peter konzentriert
Alex Ploner aus Südtirol
Primoz hochkonzentriert
Markus Kirchner
Gerd mit Teamchefin Regina
Dieter mit kritischem Blick
Norbi macht sich startfertig
Markus Kirchner - jüngster Teilnehmer
Unser Hanfi
Timmi im Ziel
Alex Ploner aus Italien zweiter im Ziel
VW-Schatten mit kühlen Getränken in der Kühlbox
unser Betreuerteam in Bereitschaft
die Ambulanz ist immer parat
erste Zieleinflüge
aufm Weg ins Goal
Charlie in Action
Gerd packts
Alex Ploner (4-facher Weltmeister)
Achim
glückliche Gesichter
Primoz und Roland freuen sich
Dirki im Ziel
Kajo mit einer Gottesanbeterin
Achim startklar
die heutige Flugaufgabe für beide Klassen
Timmi probierts
warten im Wind
Dieter Müglich am Start
Briefing zum Trainingstask
Eröffnungszeremonie
Mazedonische Folklore
Der Einmarsch der Nationen
Das deutsche Starrflügelteam
Das deutsche Flexiteam
Bulliparade
Moderne Regenkleidung beim Bierfest in Prilep
Blick über Krusevo
20 Nationen sind dabei
Papierkram muss auch sein
Charlie in Action
Do fliagst hi - sagt Assistentin Margit zu Roland :)
Das weite Tal in Krusevo
Hanfi probiert auch seine Massagekünste
Innenleben eines Starrflüglers
Timmis Spezialbehandlung für Dieter
Startfertig
Mazedonien - Das Land der Störche
Sonnenuntergang in Ohrid
Startplatz Ohridsee
Roland, Regina, Achim und Primoz
tolle Aussicht
Achim mit Brenda - unsere Fotografin
Rolandus immer mit Blick in den Himmel
Brenda unsere Fotografin
Regina beklebt Ralf Miederhoffs Drachen
unsere Gerda :)
Gerd checkt die Dachlast
Am Startplatz
Robert unser Mann für alles
Primoz gut gelaunt
interessierte Zuschauer
Startplatz Krusevo
Primoz will fliegen
Jochen ist startbereit
Jochen will in die Luft
der erste ist in der Luft
wo ist der Landeplatz
Voll konzentriert - Achim
Gerd mit seinem neuen Skyline-Gurt - einfach fesch
Funkcheck
Luise - unsere gute Fee
German Car
unsere VW Bullis auf Tour

NEWS OF THE DAY 

Tim Grabowski ist Weltmeister der FAI Class 5 (Starrflügler)

Team Germany ist Vizeweltmeister der FAI Class 5 (Starrflügler)


Pressefotos zum Downloaden

Ergebnisse

Drachenflug-WM und EM 2016 Videos und TV-Beiträge

Fotos: Brenda Franco und Regina Glas

Samstag, 30. Juli 2016 - Siegerehrung und Heimreise

Nach 8 bzw. 9 Durchgängen bei den Flexis bzw. Starrflüglern endete eine für mich schönsten Europa- und Weltmeisterschaften in Krusevo/Mazedonien. Perfekte Organisation, hervorragendes Flugwetter, tolle Infrastruktur, Landewiesen überall, sympatische Menschen und wunderbare Natur - das alles gab es hier in Mazedonien. 

Das deutsche Team nahm mit zwei Teams (Flex und Starr) an der Europa- bzw. Weltmeisterschaft teil. Dank VW konnten wir mit drei großen Fahrzeugen anreisen und all unser Equipment samt Piloten und Helfern nach Mazedonien bringen. Im Hotel Montana in Krusevo waren wir rundum versorgt, das Headquarter war direkt nebenan. Der Startplatz 5 Minuten entfernt und der riesige Landeplatz gleich unten im Tal. Den Ort Krusevo konnte man bequem zu Fuß erreichen, es gab dort alles was man brauchte. Nette kleine Kneipen luden abends zum Essen ein. 

Die Erwartungen des deutschen Teams waren hoch. Es galt den WM-Titel in der Starrflügel-Einzelwertung zu verteidigen. Gold in der Teamwertung wurde angestrebt. Auch die Flexis träumten von einer Teammedaille. 

Tim Grabowski holte sich nach 2014 wieder den WM-Titel, Team Germany gewann Silber. Ganz gingen die Träume nicht in Erfüllung, aber schließlich muss man sich neue Ziele in der Zukunft stecken können. Die nächste EM/WM findet 2018 in Ager/Spanien statt.

Ich bedanke mich bei meinen Assistenten/innen Oliver Barthelmes, Luise Christmann, Margit Wohlrab und Brenda Franco. 
Vor allem danke ich unseren Sponsoren, die uns treu unterstützen:
VW - für die tollen Teamfahrzeuge
ADIDAS - für die schöne und funktionelle Teamkleidung
CHIBA - für die speziellen Fliegerhandschuhe
THERMOPAD - die Pads sorgen für warme Hände in großen Höhen
BERGZEIT - für die Kühlboxen
FLYTEC - für Support und Ersatzgeräte (Varios)
Ortopädische Gemeinschaftspraxis Altötting - Für den Erste Hilfe Koffer
UK-Intech - für die Funkunterstützung
DAILIES - für klare Sicht
E-Cooline - für Kühlung am Landeplatz durch Spezialkleidung

Ohne Euch wäre so ein Wettbewerb sehr viel schwerer zu organisieren!!!

Danke an alle Piloten und mein Team für die wunderbare Kameradschaft und Zussammenarbeit.

Die lange Rückfahrt wird etwas dauern - wir sehen uns zuhause!

Herzliche Grüße
Regina Glas
Teamchefin Drachennationalmannschaft

Freitag, 29. Juli 2016 - Tim Grabowski ist Weltmeister

Bericht von Jochen:

Task 9, der letzte Durchgang, versprach unglaublich spannend zu werden. Tim hatte einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Österreicher Wolfgang Kothgasser, so dass ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Kontrahenten zu erwarten war. Ein weiteres Spannungsmoment steuerte die Wetterprognose bei, die am Nachmittag Schauer und Gewitter vorhersagte, so dass ein vorzeitiges Rennende in der Luft auch nicht ganz auszuschließen war.

Entsprechend wurde ein moderater Task mit 118 km gesetzt, der im Zickzack Kurs in Richtung Süden führte, wo unweit der griechischen Grenze das Goal war. Dies deshalb, weil im nördlichen Talbereich größere Abschattungen durch Cbs befürchtet wurden.

Nach dem Start war das Feld schon nach der nördlich gelegenen ersten Wende nach nur 6 km ordentlich auseinander gerissen, ein Teil nahm die Ridge zurück, andere die vorgelagerte Hügelkette und wieder andere flogen irgendwo dazwischen. Ich fand mit dem Franzosen Patrick Chopard einen Begleiter auf unserer Spur durchs Flachland, wo wir an der zweiten Wende auf Tim stießen, um dann gemeinsam die dritte Wende in der Nähe der Stadt Prilep anzupeilen. Olli meldete von dort schöne Cumuli, weshalb ich frech einiges Steigen links liegen liess, und mit ordentlich Speed vorpreschte, was sich, wie so oft, nicht auszahlte. Stattdessen bange Blicke aufs Vario, das nach endlosem Saufen 300 m über Grund wieder zu piepsen anfing und mit 3m/s gings zurück an die Basis bei 2200m. Dort kam mir Tim entgegen, der die Wende schon genommen hatte und 5 km voraus war. Von Wolfgang Kothgasser keine Spur. Jetzt ging es in den 55 km langen 'Endanflug' nach Süden, und tatsächlich, die vorhergesagte Abschattung war auch zur Stelle, Hut ab vor den Wetterfröschen hier!

An der Schattenlinie entlang flog es sich komfortabel, und bald kam der Funkspruch von Tim, dass er sich im Anflug aufs Goal befindet. Dann die erlösende Meldung von Regina, dass sonst noch keiner das Ziel erreicht hat, damit steht fest: Tim ist erneut Weltmeister!! Gratulation über Funk noch in der Luft. Als zweiter kommt Carlos Punet vor mir ins Ziel. Heute erreichen alle deutschen Piloten das Ziel, entsprechend ausgelassen ist die Stimmung und gleich gibts ein gemeinsames Abendessen und dann wird gefeiert!

Ach ja, was war mit Kothi? Grosses Pech, sein Klappenseil war gerissen und er musste vorzeitig landen.

Ja, das war sie, die WM, es grüßt euch

Jochen

18:00 Uhr - Tim gewinnt den letzten Durchgang und wird Weltmeister 2016, Wolfgang Kothgasser nicht im Ziel. Christian Ciech gewinnt bei den Flexis vor Alex Ploner und wird Europameister. Alle deutschen Piloten im Ziel- Yipihh. Die Auswertung läuft noch, die Ergebnisse geben wir später bekannt.

Jetzt wird erstmal gefeiert!Morgen ist Siegerehrung!

8:30 Uhr: Der Wetterbericht sagt Nordwind und Überentwicklung in den Berg. Das Ziel wird heute nach Bitola verlegt. Heute gehts um die Wurst. Tim Grabowski, Wolfgang Kothgasser und Christopher Friedl fliegen um den Titel bei den Starren. Tim führt mit 40 Punkten. Bei den Flexis sind minimalste Punktunterschiede zwischen Alex Ploner, Christian Ciech und Peter Neuenschwander. Es wird megaspannend!! 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Bericht von Dirk (und Dieter):
Task 8 war wieder mal sehr anspruchsvoll wie jeden Tag. Ein irres Gelände, bei dem die Fliegerlogik nicht immer passt - jeder Bergrücken funktioniert hier anders. Anfangs gings heute zäh, dann gings wieder ab wie Schmitz Katze. Kurze Zeit später ist man wieder in der Realität angekommen. Man meint, um hier unter die ersten Drei zu kommen, braucht man echt Glück, aber das stimmt nicht. Es stehen immer die gleichen Piloten im Ziel. Heute hatte ich mal wieder eine Lehrstunde mit Tim, leider nicht bis zum Ende. Bei der vorletzten Wende standen wir fast auf dem Boden. Nachdem wir uns mit 20 - 40 cm pro Sekunde wieder gerettet hatten, gings dann hammermäßig mit 4-5 m pro Sekunde im Geradeausflug zur letzten Wende und dann ins Ziel, wo Dieter dann 1300 m Höhe über dem Goal abbauen musste. Am meisten freut uns, dass unser Youngster Markus Kirchner kurz nach seinem Vater Norbert eingelandet ist. Ich bin überaus glücklich hier dabei zu sein, nachdem ich eigentlich erst gar nicht mitkommen wollte, da ich bei der Hessenmeisterschaft nicht mir mir zufrieden war und in Hartenstein beim Erzgebirge Cup voll versagt habe. Aber meine Fliegerfreunde haben mich überredet, auf eigene Kosten mit auf diese Weltmeisterschaft zu fahren - Danke!Dirk (und Dieter)

19:00 Uhr: Wolfgang Kothgasser (AUT) gewinnt den Tag bei den Starren vor Tim Grabowski und Dieter Müglich. In der Teamwertung verlieren wir weitere Punkte auf Österreich. Bei den Flexis gewinnt Alex Ploner vor Christian Ciech und Suan Selenati (alle ITA). Primoz war schnellster Deutscher Pilot. Dirk und Dieter schreiben heute.
9:00 Uhr: Es ist wieder sonnig und es geht rauf auf den Berg. Heute abend bekommen wir Gott sei Dank wieder unseren Bus zurück. Gestern wurde er abgeschleppt, weil er literweise Öl verlor. Dank VW Wolfsburg wurde er am morgen abgeholt und repariert. Danke an die Österreicher, die einen Teil unserer Jungs mit auf dem Berg genommen haben. 

Bericht von Tim:

Hallo Zusammen,

nach einem knackigen fast 200 km Task hatten wir uns den Restday doch wirklich verdient. Einfach mal Pause. Länger Schlafen, mehr Frühstück und ganz in Ruhe mal zwei drei Käffchen. Nach dem meine Aufholjagd soweit erfolgreich war, könnte ich dann auch den zweiten Tag, der wegen des schlechten Wetters und frühen Gewittern abgesagt wurde,  in vollen Zügen genießen. Mit Olli und Dieter machten wir uns auf zu einem alten Marmor Steinbruch, der sich über die Jahre mit Wasser gefüllt hat, und nun ein unglaublich geiler Swimmingpool ist. Cool und frisch gebadet geht's zum Abendessen und denn Vorbereitungen zu Task 7. Der Wetterbericht ist nicht gerade super. Optimistisch, so entscheiden wir uns beim Taskseting für einen 118 km lange Aufgabe zicke zacke durch den Talkessel.

Den Start erwische ich nicht 100%ig, kann aber recht schnell wieder auf die Spitze auffliegen. Es läuft und läuft und läuft bis dann doch das Tal stark abgeschattet ist und sich fast alle aus tiefstenTtiefen wieder hocharbeiten müssen. Der Weg zur letzten Wende bietet dann doch wieder mehr Sonne + Thermik und so geht's mit Norbi Richtung Ziel. Nur Chris Friedel kann mir heute 2 min abnehmen. Auf Kothi kann ich meine Führung noch ein kleines bisschen ausbauen.

Ich muss sagen es ist schon immer wieder gigantisch mit all denn Jungs, die wirklich richtig Gas geben, zu fliegen. Die Stimmung ist toll und ich freu mich auf die letzten beiden Tage.., Daumen drücken... 

Viele Grüße

Tim


Mittwoch, 27. Juli 2016

21:00 Uhr: Die Wettervorhersage war nicht prickelnd für heute. Der Meetdirector Goran sprach von einem Flugfenster von 3 Stunden, dann sollte es Gewitter geben. Erst sah es auch danach aus, die Wolken quollen schon heftig auf. Dann allerdings verbesserte sich die Wetterlage zusehens. Die Flexis hatten 80 km zu fliegen, die Starren 118 km. Erster bei den Starren war Christopher Friedl, dann kam gleich Tim ins Ziel. Auch Norbert war schnell, Wolfgang Kothgasser war allerdings nicht abzuschütteln. Tim kann seine Führungsposition ausbauen! Bei den Flexis gewinnt wieder einmal Christian Ciech. Vier deutsche im Ziel - Primoz, Kajo, Roland und Gerd.

9:00 Uhr:
Robert ist entschuldigt - er konnte gestern keinen Bericht schreiben, weil er sich mit Jochen um unseren VW-Bus gekümmert hat, der viel Öl verliert. Heute wird geflogen, allerdings eine kurze Aufgabe wegen Überentwicklungen. Mehr später!

Dienstag, 26. Juli 2016 - Kein Flugtag wegen Gewitter

Leider kann heute nicht geflogen werden, weil bereits mittags wieder Gewitter aufziehen. Es gibt viel zu tun. Ich fahr mit unserem Bus zur VW-Werkstatt um den Ölverbrauch zu checken. Olli und Co gehen baden, solange das Wetter es zulässt, Luise fährt mit einer Truppe nach Bitola, der Rest bleibt in Krusevo. Es gibt immer was zu tun und zu organisieren. Langweilig wird es sicher nicht.



Montag, 25. Juli 2016 - Restday

Bericht von Luise:
Rückholaktion mit Familienanschluss

Um 17:39 kam die Spotmeldung von Gerd .. N41.38445, O21.36547 – Bin gut gelandet. Bedeutung: Gerd ist aussen gelandet, Margit und ich sind nun gefragt. Mit Hilfe der Koordinaten und der Straßenkarte haben wir seine Position bestimmt. Mist … ‘in the middle of nowhere‘, das kann ja heiter werden. Unser VW Bus hat zwar 4 Rad Antrieb und etwas mehr Bodenfreiheit als ein normaler PKW aber wir hatte große Zweifel ihn erreichen zu können . Ein Anruf bei Gerd bestätigt diese Vermutung. Er ist ca. 1,5 km von einem Dorf entfernt gelandet. Wir vereinbarten, dass er zum Dorf läuft und uns den Namen zukommen lässt. Nach kurzer Zeit (… man kann er schnell laufen …) hat er den Namen gesendet. Wer kann uns mit mehr Informationen weiter helfen? Nicht verzagen Olli fragen. Olli hat Google Maps auf seinem Mobiltelefon installiert und kann bestimmt mehr zur fraglichen Position sagen. Nach einigen Minuten hatten wir die Info, dass wir den Ort gut erreichen können. Nachdem alle Unsicherheiten beseitigt waren, sind wir los gefahren. Nach 45 Minuten standen wir auf dem Dorfplatz von ‘Vrance‘. Postwendend kamen zwei Frauen mit ihren kleinen Kindern gelaufen und haben auf die Drachen auf dem Autodach gedeutet und im Redeschwall ‘Traktor‘ erwähnt (das einzige Wort dass wir verstanden haben) gefolgt von einem Telefonat und vielen Handzeichen. Ein kleiner Junge hat kurz darauf uns den Weg zu Gerd gezeigt. Als  wir im Hof ankamen saßen Gerd und der Bauer Goran einträchtig beim Bier. Gerd hatte den deutschsprechenden Bauer auf dem benachbarten Feld getroffen (von wegen ins Dorf laufen, deshalb hatte er so schnell den Namen). Nach tatkräftiger Unterstützung von Gerd beim Stroh aufladen, war der Rücktransport des Drachens und Gurtzeugs auf dem Hänger ein Kinderspiel.  

Kaum waren wir auf dem Hof angekommen hat die Bauersfrau Limonade und Bier serviert, die Kinder und die Oma vorgestellt und den Bruder in Freilassing (bei München) angerufen. Nach kurzer Zeit hatten wir herausgefunden, wie und wo Goran so gutes Deutsch gelernt hatte. Er arbeitete als Trainer für Trabrennpferde in Wien. Vor 11 Jahren ist er dann wieder nach Mazedonien zurückgekehrt, hat die kleine Landwirtschaft von seinem Vater übernommen und eine Familie gegründet.

Goran hat stolz von seiner mittlerweile sehr großen Schafherde berichtet, zu deren Schutz vor Wölfen Hütehunde aus der Türkei eingesetzt werden. Die Hundemama mit zwei Welpen haben wir gesehen .. riesige Hunde. Die Schafe liefern Wolle, Milch für Käse und Fleisch. Leider sind die Absatzmöglichkeiten für diese Produkte zur Zeit sehr eingeschränkt. Nach zwei sehr kurzweiligen Stunden auf der mit Weintrauben überdachten Terrasse haben wir uns auf den Rückweg nach Krusevo gemacht … Gerd musste ja rechtzeitig zum Auslesen der Flugdaten zurück sein…. ansonsten ….
Viele Grüße
Luise

Endlich Gelegenheit zum Ausschlafen - Vor allem die Betreuer und Rückholer freuen sich auf einen autofreien Tag. Wir werden mal die Gegend um Krusevo erkunden und in den Badesee dort hüpfen. Hoffentlich bleibts noch ein paar Stunden trocken.
Timmi führt nun die Gesamtwertung an. Roland hat sich unter die Top 20 gearbeitet. Primoz hat leider durch seinen gestrigen Absaufer die TopTen-Plazierung verpatzt. Aber es folgen ja noch ein paar Flugtage.

Sonntag, 24. Juli 2016

Bericht von Kajo:

Als Neuling im Team muss ich jetzt auch einmal  den gefürchteten Bericht schreiben. Ich bin immer noch total begeistert, dass ich die Chance bekommen habe hier mit zu fliegen. Die ganze Atmosphäre des Landes und Wettbewerbes ist einfach genial. Jetzt zum heutigen Tag. Wenn gestern schon der Hammertag war, dann war heute der Hammerhammertag. Da wir morgen unseren Ruhetag haben, durften wir heute noch mal etwas länger fliegen. Für die Flexis wurden 145 km angesetzt. Die Starren mussten noch ein Stück weiter fliegen. Das ist die größte Wettbewerbsaufgabe, die bis jetzt in diesem Gebiet geflogen wurde. Da es bei mir gestern nicht so gut lief ( noch vor der ersten Wende am Boden) wollte ich es heute etwas entspannter angehen. Am Start ging es mal wieder sehr zäh nach oben. Ich hatte schon Zweifel, wie wir diese große Aufgabe schaffen sollen. Das Race hat dann auch eher zögerlich angefangen. Aber mit jedem Kilometer wurde die Thermik langsam besser. Kurz nach der ersten Wende, konnte ich gemeinsam mit Roland, Gerd und Achim in einem Bart bis auf 3000m aufdrehen. Ab hier trennten sich wieder unsere Wege. Auf dem Weg zur zweiten Wende hatte ich es so gut erwischt, dass ich laut Regina, sogar mal kurz die Führung in unserem Team übernommen hatte. Kurzzeitig war der Führungspulk in Reichweite. Aber die fliegen einfach so gut, dass ich sie schnell wieder verloren habe. Nun folgte der schwierigste Abschnitt. Ungefähr 70 km zurück durchs Flachland und das ohne Wolken, mit leichtem Gegenwind und ganz allein. Es war ein hartes Stück Arbeit aber das Ziel kam langsam immer näher. Zum Schluss hatten sich die Tasksetter noch etwas ganz gemeines überlegt. Anstatt auf geradem Weg ins Ziel zu fliegen, mussten wir über das Ziel hinaus und noch ein kleines 20 km Dreieck absolvieren.

Mittlerweile war ich schon über 5 Stunden in der Luft. Meine Kräfte und die Thermik ließen langsam nach. Leider hatte es am Ende nicht ganz gereicht. Überglücklich stand ich ca. 5 km vor dem Ziel am Boden. Flugzeit 5:45.Roland hatte es noch 3 km weiter geschafft und Achim stand 3 km hinter mir. Bei den Starren ist Timmi wohl das Rennen seines Lebens geflogen und stand als Erster von nur drei! Starren im Ziel. Jetzt muss ich mich langsam fertig machen, für die Fliegerparty heute Abend.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei unseren fleißigen Helfern bedanken. Ohne euch währe das ganze Abenteuer Mazedonien nicht möglich. 

Beste Grüße
Kajo 

 

21:00 Uhr: Das Hotel Montana lädt zum Pilotendinner ein.


18:00 Uhr: Tim gewinnt den Tag bei den Starren mit vor Christopher Friedl und Robert Bernat. Diese drei waren auch die einzigen Piloten im Ziel. Bei den Flexis gewinnt Christian Ciech vor Petr Benes und Attila Bertok.

9:00 Uhr: Schon wieder ein super Flugtag. Heutige Durchgänge: Starr 193 km, Flex 145 km
Die Jungs sind bereits alle in der Luft. 
See you in Goal.
Regina


Samstag, 23. Juli 2016

Bericht von Gerd:

So, jetzt soll ich also wirklich etwas schreiben, was für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Das ist die Kehrseite der Medaille wenn man mal einen guten Tag hat und einigermaßen schnell im Ziel war. Man kann sich dann stundenlang überlegen,  welche lustige Geschichten man zum Besten gibt. Man könnte hier jetzt über die gestellte Aufgabe schreiben, die anspruchsvolle Routenführung und mit welcher Genialität wir Piloten wieder die versteckte Thermik erschnüffelt und extrem effizient in Höhe umgesetzt haben. Dann trotz aerodynamisch perfektester Körperhaltung mit größtem Fingerspitzengefühl die allerallerbeste Gleitlinie erspürten und den Endanflug auf den Meter genau berechnet und ohne eine Kurve im Ziel gelandet sind. Das ist ohne Zweifel extrem spannend und fesselt jeden Leser, weshalb es in den Berichten auch gerne täglich angewandt wird. Mich persönlich faszinieren diese Art Berichte ähnlich wie ein 20-minütiges GoPro Video aus der Kielperspektive, welches ungeschnitten und mit Windgeräuschen unterlegt wurde. Deshalb schreibe ich meistens über was anderes. Fast immer passieren lustige Geschichten wenn 5 oder mehr unserer exzentrischen Persönlichkeiten und dazu noch ein, zwei Betreuer sich für 3 Wochen zusammentun, um an diesem großen Wanderzirkus teilzunehmen. Was aber wenn nicht? Wenn gar nichts Ungwöhnliches passiert? Unwahrscheinlich zwar, aber diesmal wahr. Vielleicht werden wir alt? Oder die Routine nimmt überhand? Ich weiß es nicht. Jedenfalls sind wir diesmal echt nur zum Fliegen und Essen hier, so scheint es....naja wenigstens ein kleines Bergvolk gleich südwestlich von uns, das als sehr akkurat und genau gilt, sorgte für etwas Aufheiterung, als wohl ein paar davon der Meinung waren, daß die Hotelmöbel, wenn sie denn auf Zeit gemietet wurden, ja auch dort platziert werden könnten, wo man sie denn am nötigsten braucht. Auch wenn das außerhalb des Hotels wäre. Die Hotelleitung war leider ganz anderer Meinung und so vermissen wir die Jungs jetzt hier im Hotel. Die Ergebnisse des Durchganges findet ihr eh unter dem Link und so bleibt nur zu sagen, dass es wieder mal schön war hier fliegen zu dürfen und wir mit jedem Tag ein bisschen besser mit dem Gebiet zurecht kommen.

Gerd 

Hammertag in Krusevo, Basis über 3000 m, Wolkenstrassen vom Feinsten, was will man mehr. Nach 165 km gewinnt Timmi den Task vor Wolfgang Kothgasser und Christopher Friedl (beide AUT). Bei den Flexis fliegt Alex Ploner vorne weg, Gerd war heute auch bei den Schnellsten. Wir warten auf die Auswertung. Die deutschen Piloten haben alle Spots, irgendwie läufts beim Livetracking noch nicht rund, wir bleiben aber dran. Gerd schreibt den heutigen Bericht.


Freitag, 22. Juli 2016 

Wiedermal war ein schöner Flugtag angesagt. 120 km für die Flexis und 158 für die Starren, stand auf dem Taskboard. Bei den Starren flog Wolfgang Kothgasser vor Timmi und Christopher Friedl ins Ziel. Norbi gleich hintendran, auch Jochen von Team German 1 war schnell.
Bei den Flexis gewannen schon wieder die Italiener. Auch alle deutschen Piloten zischten über die Ziellinie.

Vorgestern flog übrigens Jochen Zeyher einen mazedonischen Rekord über 200 km. Er hat den 20 km Zylinder um die südliche Wende nicht ins GPS eingegeben und flog aus Versehen 40 km weiter als alle anderen. Dafür hat er den 2 km Zylinder falsch eingegeben und flog hier einen km zu wenig, daher gabs in der Endwertung nur 93 km für ihn. Goran der Meetdirector spendete ihm dafür ein Abendessen im Ort, als Pechvogel des Tages. Jochen hat sich wohl zu sehr mit der Aktivierung seines mazedonischen Handys beschäftigt und seine Eingaben ins GPS zu wenig überprüft. Die Einheinischen allerdings sind happy, dass es einen neuen Gebietsrekord gibt :) Auch andere hatten an diesem Tag etwas Pech. Dirk musste wegen technischen Problemen im Bombout landen und nochmals starten und Markus verletzte sich bei der Landung am Arm.

LG Regina

Achim schreibt den heutigen Bericht. 

Norberts Bericht:

Heute mal zur Abwechslung „Blauthermik“ mit etwas Wind an der einen oder anderen exponierten Stelle. Hier wird es nicht langweilig bei immer anderen Bedingungen als Tags zuvor ist Flexibilität gefragt. Das Gebiet um Krushevo ist ein Mix aus Berg und Flachlandfliegen. Die heutige Aufgabe führte uns über 4 Wenden Zick Zack 120 km und dann ab ins Goal. Die Routenwahl bot wie jeden Tag verschiedene Möglichkeiten, wobei die beste sich erst am Ende als die richtige erweisen sollte. Erster wurde Wolfi vor Timmi und Christopher. Es geht spannend weiter. Mal sehen was uns der morgige Tag bringt. Danke an alle unsere fleißigen Bienchen und Olli ;-).

Herzliche Grüße 

Norbi

Achims Bericht von heute:

Nun sind wir schon eine Weile hier, aber heute ist der erste Tag, wo die Mazedonienflagge am gegenüber liegenden Hügel schlaff hängt. Dieser Riesenwindsack zeigte bisher immer eine starke Nordströmung an, in der wir bisher immer geflogen sind. Der schwache Wind im Zusammenspiel mit einer sehr stabilen Luftschichtung könnte jedoch das Starten heute deutlich erschweren. Der Veranstalter versuchte die Startprozedur so zu beschleunigen, dass beide Klassen schnell in die Luft kommen. Zusammen mit Gerd hatte ich das Glück als Early Bird Starter ausgelost zu werden. Der Vorteil eines frühen Startes bedeutet jedoch erstmal über eine Stunde in der Luft auf den Start des Races zu warten. 

Bei wenig Thermik und schwachen Steigwerten war der heutige Task so gelegt, dass über das Flachland oder auch über die Berge geflogen werden konnte. Der Weg zur ersten Wende wurde dann von fast allen Piloten über die Berge in den Süden gewählt. Der Weg zur nordöstlichen gelegenen zweiten Wende wäre über die Berge ein satter Umweg. So bogen wir mit maximaler Höhe ins Flache ab wo wir lange Zeit keine Thermik fanden. Gerade noch rechtzeitig brachte uns ein Bart wieder in komfortable Flughöhen. Auf meine Frage am Funk, wie man denn in diesem Flachland eine Thermik voraussagen könne, kam die einleuchtende Antwort von Gerd: "Folge einfach dem Pfeil und hoffe".!

So taten wir dies dann auch über das Flachland zur dritten Wende, die wieder in den Bergen auf der anderen Talseite lag. Kurz nach der Wende konnten wir dann auch schon fast die Höhe für einen Endanflug über das komplette Tal erkurbeln. Die sehr gute Luft und ein kräftiger Bart in Talmitte, beschleunigte dann den Endanflug noch einmal deutlich. Für mich war es ein guter Tag, mit toller Teamfliegerei und kompletter Ankunft von Team Germany im Goal.

Grüsse Achim

Donnerstag, 21. Juli 2016 - spannende Zielanflüge


Bericht von Primoz:
Als neues deutsches Teammitglied darf ich heute was zu dem Tag schreiben. Allgemein ist für mich die Betreuung die wir an diesen Wettbewerb von Regina und ihrer Groundcrew erfahren, was völlig neues. Der Aufwand der vom DHV zu diesem Zweck gemacht wird ist mit 3 Autos und 4 Helfern mehr als vorbildhaft. Die machen das so gut, dass mann der Gefahr der Selbstverständlichkeit ausgesetzt ist, wäre aber in dem Fall völlig falsch. Da stellt sich für mich das Pflichtgefühl ein, die bestmögliche Leistung zu bringen.... Der Task ist von dem sehr erfahrenen Meetdirector mit 2 entscheidenden Schenkeln gegen den 15-er Wind gut gewürzt worden. Wir hatten einen optimalen Start an der Wolkenbasis und am Zylinderrand erwischt, kurz bei der ersten Thermik-Tankstelle ein Tick zu lang anhalten müssen und so den Führungspulk verloren. Eine Stunde später, vor der 3. Wende hatten wir sie wieder.

Nach der 3. Wende kam die Würze ins Spiel. Bin beim Gleiten über einen Bergrücken in stark sinkende Luft eingeflogen, und plötzlich kam der Bergrücken näher. Soweit, dass ich entscheiden musste, links zu der sonnenzugewandten Seite oder rechts zur Luvseite. Die Entscheidung war links. 

Abspülen ist das richtige Wort, das beschreibt was danach passiert ist. In wenigen Minuten war ich auf 200m über Grund. Zum Glück gab es dort eine gute Thermik, die mich schnell wieder zurück ins Rennen gebracht hat. Der Führungspulk war natürlich weg, dafür kamen aber andere nach, so dass wir es leichter hatten, ins Ziel zu kommen. ( dachte ich wenigstens).

Nach der 4. Wende die auch die Letzte war, war der Endanflug an der Reihe, der aber ziemlich dramatisch ausfallen sollte. Scheinbar war unseres letzter Schenkel im Lee von einer Konvergenz, daher war der Endanflug alles andere als entspannt. Auf der Hälfte des 7,5 km langen Endanflugs gegen einen 15-er Wind habe ich gesehen, das funktioniert nicht. Eine Außenlandung steht bevor. Wiedermal zum Glück wartete eine gute Thermik auf mich, die mir erlaubt hat meine Höhe zu korrigieren. Trotzdem waren die letzten 3 km (zu) knapp. Gerade noch den 400m Goal-Zylinder geschafft und im benachbartem Feld gelandet. Puuuh. Bald danach kamen auch der Gerd und Roland in ziemlich demselben Stil daher. 

Noch ein paar Daten:
Max Höhe: 2760m
Max Vario: 6,5m/s
Flugzeit: 4:35

So, Zeit zum Schlafen, Goran, der Meetdirector hat sich für morgen bestimmt was anstrengendes überlegt. :)

Schönen Gruß
Primoz

Bericht vom Youngster Markus Kirchner:

Gestern war der 3te Tag auf der für mich ersten Weltmeisterschaft. Der Durchgang ist ganz gut gelaufen, doch durch zwei Hänger an der ersten und der zweiten Wende ging mir leider zum Schluss die Zeit aus und die Thermik war nicht mehr stark genug, um die letzte Wende und das Goal zu erreichen. Insgesamt bin ich momentan trotzdem zufrieden mit einmal Goal am zweiten Task. Der erste Task war ein bisschen Lotterie, je nachdem zu welcher Zeit man gerade in der Luft war konnte man es besser oder schlechter erwischen. Für mich ist es eine aufregende Zeit und ich bin froh das ich hier dabei sein kann. Das fliegen zusammen mit den Toppiloten ist sehr lehrreich und man sammelt sehr viel neue Erfahrungen. 

Das Gebiet bietet sehr viele verschiedene Möglichkeiten die Aufgabe zu lösen und ist immer für eine Überraschung gut. Von unserm Helfer-Team sind wir hier bestens versorgt. Ich freue mich auf die nächsten Tage und die Aufgaben die sie für uns parat haben. 

Viele Grüße aus Mazedonien,

Markus Kirchner 

120 km für die Flexis, 156 km für die Starren war die Flugaufgabe des heutigen Tages. Hammerwetter war angesagt. Ziel endlich mal am Hauptlandeplatz. Wir Rückholer hofften auf einen relaxten Tag mit allen unseren Piloten im Ziel. Erst sah es auch danach aus, aber wie immer kommt alles anders als man denkt. Die ersten Starrflügler flogen ins Ziel. Schnellster war Wolfgang Kothgasser aus Österreich,  mit den Besten flogen auch Dieter Müglich,,Norbert Kirchner und Tim Grabowski ins Goal. Bei den Flexis war Primoz der beste Deutsche. Tagessieger wurde Suan Selenati aus Italien. 
Dann kamen reihenweise die Meldungen über Außenlandungen und die Rückholer waren wieder auf Tour.
Mehr berichtet Markus Kirchner und Primoz Gricar.......

Ich muss mich zwischendrin mal bei meinen Helfern Olli, Luise und Margit bedanken. Wahnsinn was die an Einsatz leisten. 15 Piloten in der Gegend verteilt, Feldwege, die kaum zu befahren sind und Arbeitszeiten bis spät in die Nacht. Die Mädels und Jungs kennen nach 2 Wochen wohl jede Ziege, Kuh und die dazugehörigen Hirten.....spannend ist es gewiss, aber bestimmt kein Urlaub :)
Grüße aus dem faszinierenden Mazedonien
Regina

Mittwoch, 20. Juli 2016 - 85 und 110 km für Flex und Starr

Bericht von Tim:

Herzlich Willkommen zu diesjährigen EM/WM in Makedonien. Wir berichten fast live aus einem der schönsten Fluggebiete Europas. Essen, Landschaft und Leute sind Top. Sorry aber über Task 1 möchte ich nicht sprechen. Doch es gibt etwas.., Danke an alle die geholfen haben den Restart möglich zu machen als allererstes Danke Luise für den Blitz Rücktransport zum Startplatz.Roland fürs Leitwerk anschrauben (erster schritt zum Atos Piloten) und Achim fürs Gurtzeug vorbereiten.  

So aber jetzt schnell zu Task 2...

Die Aufgabe 110 km Zickzack. Endlich weniger Wind und bessere Thermik! Ziel wieder an der Griechischen Grenze. Heute lief es doch gleich viel besser. Nach einem guten Start formierte sich sehr schnell ein stark und effizient fliegender 5 Piloten Pulk. Über die komplette Aufgabe konnten wir zusammen fliegen. Als erster wagt der Japaner Naoki den Abflug in Richtung Ziel, Chris aus Österreich geht als zweiter. Ich traue dem Wind am Boden nicht ganz und mache zusammen mit Patrick aus Frankreich und Ralf aus Deutschland noch ein paar Meter um das Ziel sicher zu erreichen. 

Am Ende stehen 13 von unseren 15 Team Piloten mit einem Grinsen im Ziel. Weiter so!

Eine nicht sehr lange aber gelungene Aufgabe, hat Spaß gemacht.

Die Aufholjagd hat begonnen.

Viele Grüße

Tim 

Endlich mal wieder ein guter Flugtag mit blauweißem Himmel vom Feinsten. Pünktlich gings morgens um halb 10 mit unseren drei Bussen zum Startplatz. Um 11 Uhr Pilotenbriefing um 12:20 Uhr gingen die Starren in die Luft, anschließend die Flexis. Schön zu sehen, dass die Piloten schnell Höhe machten und nicht wie am Tag vorher unter dem Startplatz rumgrundelten. 

Charlie und ich hatten Mühe es pünktlich ins Ziel zu schaffen.....Timmi funkte schon vom Endanflug, da waren wir noch 5 Minuten vom Ziel entfernt. Ich weiß nicht, wieviele Eselkarren, Traktoren und Kuhherden ich ungeduldig überholt habe, um die Landung noch zu sehen...leider vergeblich. Timmi war vor uns da, vor ihm nur Christopher Friedl. Ein Japaner war noch kurz vorm Ziel, wir wissen aber nicht, ob er noch in den Zielzylinder einfliegen konnte.
Bei den Flexis kann ich nicht genau sagen, wer am schnellsten war, ich glaube die Tschechen waren stark. Es waren einfach zuviele auf einmal im Anflug. Mit dabei allerdings Primoz, Roland und Kajo. Etwas später noch Gerd. 
Die Auswertung läuft und Timmi schreibt den heutigen Bericht!!
Grüße aus Krusevo
Regina

Dienstag, 19. Juli - 1. Durchgang - Zimmer 306 im Ziel

Bericht von Markus Hanfstängl:

Als dritter Starter, mit extrem langer Anlaufstrecke, war ich froh, in der Luft zu sein. Mit Walter Geppert zusammen, haben wir direkt vor dem Startplatz ca. 400 Meter überhöhen können. Mit 1800 m ging es dann schon Richtung Startzylinder. 6 km ist nicht weit, aber bei einem dreissiger Gegenwind ist das eine schwere Aufgabe, und so fand ich mich nach ca. 10 Miunuten kurz vor dem Startzylinder in 880 m wieder. Ca 200 m über Grund konnte ich an einer Hangkante soaren und so die nächste halbe Stunde überbrücken. Dann kam die Sonne raus und ich habe auf 1400 m aufdrehen können. Jetzt wieder gegen den Wind zum Startzylinder - geschafft. Jetzt quer zum Wind zur ersten Wende, 32 km übers Flachland. Mit viel Bastelarbeit dort angekommen, ging es dann wieder quer zum Wind zurück zur anderen Talseite. Patrick Chopard und Carlos Punet und ein Engländer, die ich auf den Weg zur ersten Wende traf, waren wieder aus meiner Sicht verschwunden. So ging es vorsichtig wieder alleine weiter - dritte Wende geschafft. Gleitwinkel zum Ziel 1:18 also weiter vorsichtig sein. Vierte und letzte Wende geschafft, Gleitwinkel zum Ziel 1:15, das muss reichen. Endanflug mit Rückenwind - juhuu das passt. Patrick, Carlos und der Engländer waren schon im Ziel. Aber mit geringen Abstand als vierter einsegeln - super! Der Dirki mein Zimmergenosse schwebte unmittelbar danach zu meiner Freude auch noch ein. Sechs Piloten im Ziel sind nicht viel. Leider ging es unseren Teamkollegen nicht so gut. Aber wir haben ja noch 10 Tage vor uns. Ich drücke unserem Team voll die Daumen. Schee wars.
Gruß vom 
Hanfi


21 Uhr:
Der heutige Durchgang ging bei den Starren über 85 km zick zack - der Flexi-Task wurde gecancelt. Es ging extrem zäh, etliche Piloten - leider auch unsere - landeten im Bombout und mussten wieder starten. Nur 6 Piloten erreichten das Ziel, darunter Markus Hanfstängl und Dirk Ripkens - aus dem Zimmer 306. Die Jungs schreiben auch den heutigen Bericht!

62 km standen gestern auf dem Taskboard am Oststartplatz in Krusevo. Eigentlich dachte fast niemand, dass es  zum Fliegen ging. Starker Nordwind war angesagt, aber der Wind stand auf den Startplatz. Auf einmal brach Hektik aus unter allen Nationen. Die Drachen wurden aufgebaut, die Routen eingetippt und ruck zuck war das Teilnehmerfeld in der Luft. Das Ziel lag nicht am Aerodrom in Prilep sondern 50 km Luftlinie entfernt an einem See. Kaum saßen die Fahrer unseres Teams im Auto, trafen die ersten Landemeldungen ein. Fast minütlich wurden Koordinaten aufgeschrieben und die Rückholer waren gefordert. Von unserem Team landeten Norbert Kirchner, Peter Friedemann und Roland Wöhrle im Ziel. Alle anderen waren im ganzen Tal verstreut. 

Heute gehts offiziell los mit dem ersten Durchgang. 
Teamleaderbriefing ist um 8:30 Uhr und Startplatzbriefing um 11 Uhr.
Wir sind gespannt.
Lieben Gruß
Regina

Montag; 18. Juli - Unser Weltmeister wird Dreissig! Trainingstask über 62 km

Seit 7 Uhr sind Margit, Luise und ich schon unterwegs, um einen Geburtstagskuchen für unseren Timmi zu präparieren. Unser Starrflügel-Weltmeister wird 30 Jahre alt. Das muss schon gefeiert werden. 
Nach dem Geburtstagsfrühstück gehts zum Mandatory Safety Briefing um 9:30 Uhr.

Gestern konnten wir leider nicht fliegen, der Wind kam an beiden Startplätzen von hinten bzw. von der Seite. Dafür konnten wir unser Teammeeting auf 16 Uhr vorverlegen. Fesch sehen sie aus unsere Jungs in der Teamkleidung - natürlich auch unsere Betreuerinnen! Dann gings gleich zur Eröffnungsfeier mitten in Krusevo. Die Mazedonier haben wirklich Geschick für Feierlichkeiten und Ansprachen und am allermeisten fürs Feiern. Bis weit nach Mitternacht hörte man Livemusik im Ort und so mancher hat heute kleine Augen. 

Für heute siehts leider auch noch nicht fliegbar aus, weil es bereits total bewölkt ist und der Wind Probleme macht. Aber es gibt immer was zu tun. Langweilig wirds sicher nicht. Morgen geht es offiziell los, der Wetterbericht sieht allerdings erst für Mittwoch gut aus.
Warten wirs ab.
Herzliche Grüße 
Regina

Sonntag, 17. Juli - Einschreibung und Eröffnungsfeier

Der Himmel war gestern morgen schon bewölkt und schnell war sich jeder sicher, dass es kein Flugtag werden wird. Eine Teil unserer Gruppe beschloss nach Ohrid zu fahren. Die anderen beklebten ihre Drachen, sortierten ihr Equipment oder bummelten durch Krusevo. Kajo unser jüngster Flexipilot landete in Skopje und fuhr mit den Bus nach Prilep, wo wir ihn bei Platzregen und Hagel abholten. Nun ist unser Team komplett. 

Übrigens Krusevo ist ein kleines niedliches Städtchen auf 1500 m. Unser Hotel ist wohl der größte Bau hier und steht ganz am Rand der Stadt. Von dort führen kleinste Gäßchen ins Zentrum, wo abends der Bär abgeht. Überall Livemusik, kleine Kneipen und Lokale und vor allem super gutes Essen. Der Startplatz liegt etwa 5 Minuten vom Hotel entfernt und bietet einen Blick über ein riesiges Tal. Landeplätze überall und wirklich freundliche und hilfsbereite Menschen. 

Abends begann die Einschreibung und lange Schlangen bildeten sich vor dem Headquarter, dass sich ebenfalls hier im Hotel befindet. Fast alle Nationen sind hier stationiert. Alles sehr familiär.

Heute ist nochmals Einschreibung am Vormittag, abends ist die Eröffnungsfeier und dazwischen wird geflogen, wenn das Wetter hält. Ich muss erstmal den Wetterbericht studieren, im Moment (7:30 Uhr) ist der Himmel blau mit einzelnen kleinen Wölkchen. 
Mal sehen!
Grüße an zuhause
Regina

Samstag, 16. Juli - Einschreibung

Gestern war ein mäßiger Flugtag. Ruppige Thermik, viel Wind und später ein Gewitter, das sich gewaschen hat. Am Hauptlandeplatz am Aerodrom war Hektik angesagt. Jeder wollte schnell seinen Drachen verladen und ins Trockene flüchten. 
Unser dritter VW Bus mit Timmi, Markus, Olli, Peter und Margit traf mittags am Startplatz ein. Die Freude war groß. Auch Dieter Müglich kam mit Toni Raumauf zum Startplatz. Jeder war sichtbar müde von der langen Fahrt, aber glücklich hier zu sein.
Abends traf sich das mittlerweile fast 20-köpfige Team Germany bei traditionellen mazedonischem Essen im Hotel, auch Charlie unser DHV-Vorstand traf zu später Stunde noch ein.

Vielleicht gehts heute wieder zum Fliegen, die Gewittergefahr bleibt aber weiterhin bestehen.
Bis später
Regina

Freitag, 15. Juli 2016

Langsam trudeln alle Piloten in das kleine Bergstädtchen Krusevo in Mazedonien ein. Ein Teil des deutschen Teams reiste bereits am Dienstag mit zwei VW-Bussen an. Gerd, Achim und Brenda, Robert und Jochen, Luise und ich. Primoz war schon vorher da, er kam mit dem eigenen PKW. Am Mittwoch kam Roland mit dem Flugzeug nach. Die Reise mit den zwei Bussen war sehr angenehm. Keine Staus und keine Wartezeiten an den Grenzen. Schließlich mussten wir einige Länder durchqueren: Österreich, Slowenien,Kroatien, Serbien und schlußendlich Mazedonien. Jochen und Robert lieferten sich ein internes Rennen - so schien es - erst als Jochen 2 Stunden vor dem Ziel das Lenkrad an Luise übergab, gab auch Robert den Autoschlüssel an Gerd und Achim weiter. Die Jungs sind zäh, das ist ein gutes Zeichen :)

Heute kommt der dritte Bus unseres Teams an: Markus und Peter, Timmi und Olli und unsere gute Fee neben Luise und Brenda - unsere Margit. Dirk und Ralf kommen mit dem Flugzeug und Dieter fährt mit unserem österreichischen Kollegen Toni Raumauf. Norbert fährt mit seinem Sohn Markus im eigenen PKW. Und nicht zu vergessen, kommt Charlie in den nächsten Tagen, um die EM und WM im Film und Fotos festzuhalten. 

Unsere Jungs nutzen die letzten Tage bereits für ein paar Flüge. Gestern war zuviel Wind in Krusevo. Jochen schlug vor, an den Ohridsee zu fahren, dort sollte deutlich weniger Wind sein. Gleich kundschaftete ich ein Fluggebiet dort aus. Der Ohridsee ist riesig und einmalig schön.  Da wir über den Pass direkt zum Startplatz kamen, ohne den Landeplatz zu sehen, waren wir uns unschlüssig, ob wir starten sollen. Von oben konnte man nicht genau sagen, ob die wenigen freien Flächen wirklich landbar waren. Jochen und ich machten uns auf den Weg, eine Landewiese zu suchen. Derweil bauten Primoz und Gerd auf und flogen an der Kette entlang. Dank eines einheimischen Piloten wurden wir fündig. Ein Landeplatz direkt am See - ein Wahnsinn. Ein Bad in 25 Grad warmen See war sicher. 
Zum Abschluss gabs noch ein Mahl im Fischrestaurant - ein traumhafter Tag.

Heute erwarten wir freudig unsere Kollegen - es kann langsam losgehen!

Viele Grüße 
Regina