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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV
Die Sieger: Christian Zehetmair (3), Christian Ciech (1) Tom Weissenberger (2)
Die Siegerinnen: Katharina Dressel (3), Carol Tobler (1), Christa Aichner (2)
Christian Ciech - Der Gewinner
Winter- oder Springrace?
Gerd
Hans und Christa
Roland im Ziel
Primoz Gricar mit Oleg Bondarchuk von Aeros
Christian und Andre im Ziel
Regina bei der Landung
starker Wind von der falschen Seite
da heißt es festhalten
Startplatz Kovk
so schön, wenn man sich wieder trifft
es geht los, Christian am Start
Gerd im Landeanflug
Andre im Ziel
am Start gehts zack zack
rauf zum Startplatz
Achim
Konrad
Christa und Hans
Matjaz der Scorer
Fliegen bis zum Sonnenuntergang
Die Ridge von oben
Da gehts zum Headquarter

Aeros Winterrace (14. - 18. März 2012)

Winterrace Blog

offizielle Homepage

Fotos: Tobias Bauer und Jörg Bajewski

17. März 2012

Nomen est omen, oder der Name ist Programm!

Das Aeros Winter RACE machte seinem Namen in diesem Jahr alle Ehre! Ging es im ersten Durchgang noch relativ verhalten zu, so zeigten spätestens die folgenden zwei Tasks die Qualität dieses Fluggebietes um diese frühe Jahreszeit. Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen fünfzig und sechzig km/h für die Sieger kenne ich normalerweise nur von Flachland-Zielflügen in Australien mit einem fetzigen Rückenwind. Hier wurden geschlossene Aufgaben geflogen in buchstäblich atemberaubender Geschwindigkeit. Etwas „spicy“ sollte der dritte Task werden laut Wettbewerbsleitung. Darum wurden drei Wendepunkte für die 103 km lange Aufgabe ins Hügelland weg von der Bügelkante gesetzt. Und wie es der slowenische Wettergott so will, wenn es ohnehin schon gut geht, dann kommen auch noch Quellwolken hinzu und die Basis steigt unerwartet an. Kurzum, diese kleinen Schikanen im Flachen waren letztlich nur die willkommene Gelegenheit, die Basis aus Vollgasstellung mal wieder etwas nach vorne zu holen um die Muskulatur kurz zu entspannen.

Das Ridge Racing war insgeheim eine spannende Sache. Spannend insofern: wie lange braucht man, um zu erkennen, dass Kreisen kontraproduktiv ist. Schön ausgedrückt hat es dieser langgewachsene Kollege aus Ösiland, welcher für seine Baumpflege vermutlich keine Leiter braucht: a do hob i so a scheene fünf Meter Booart aussidröht un wie i obn woar un weida gflogn bin un niemonden mehr gsehng hob, do hob i gmerkt wie dees a Schmorrn woar! Die erforderliche Höhe für die Wenden wurde im Geradeausflug erzielt. Einbremsen war nur vor den Querungen über Taleinschnitten nötig. 
Erfreulich aus deutscher Sicht waren der ausgezeichnete dritte Platz von Christian und unser grosses Teilnehmerfeld, darunter auch mit Katharina und Caroline zwei Neueinsteigerinnen! Katharina war sichtlich überrascht mit der Ehrung als drittbeste Frau des Wettbewerbes.
Die Firma Aeros als Veranstalter und Sponsor dieses Wettbewerbes hat mit Termin und Örtlichkeit wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen. Die Durchführung durch das extrem sympathische, slowenische Organisationsteam zeigte keinerlei Schwachstellen, Bedenken zur Sicherheit wurden anerkannt und Taskverbesserungsvorschläge umgesetzt

Ich finde ein sehr gelungener Wettbewerb mit vielen glücklichen Piloten im Ziel. Wer es noch nicht ganz geschafft hat: Dran bleiben, die nächste Ziellinie ist schon ausgelegt! 

Viele Grüsse an alle
Roland

Ergebnisse:
1. Christian Ciech (ITA)
2. Tom Weissenberger (AUT)
3. Christian Zehetmair (GER)
4. Davide Guiducci (ITA)
5. Primoz Gricar (SLO)
6. Andre Djamarani (GER)
7. Stanislav Galovec (SLO)
8. Gerd Dönhuber (GER)
9. Franc Peternel (SLO)
10. Matjaz Klemencic (SLO)
11. Roland Wöhrle (GER)
17. Jörg Bajewski (GER)
22. Hans Kiefinger (GER)
24. Achim Vollmer (GER)
29. Stefan Boller (GER)
30. Uli Eysel (GER)

16. März 2012

Hallo zusammen,
heute wieder Wind von vorne, blauer Himmel und angenehme Temperaturen auf unserem Startberg. Wind mit ca. 10-20 km/h aus Südwest, was will man mehr. Eine Aufgabe über 86 km mit 2 Wenden im Osten, 2 Wenden im Westen,  4 Talsprüngen und einer einer Wende im Süden über den Landeplatz hinaus im Flachland. Ich habe Glück und und kann die erste Wende nach ca. 10 km ohne einen einzigen Kreis als erster erreichen; ein ungewohnter Anblick als mir der Spitzenpulk auf dem Weg zur ersten Wende entgegenkommt. Kurzes Aufdrehen vor dem Weg zurück zum Starplatz und schon kann wieder auf Kreisen verzichtet werden, da das Aufwindband bestens trägt und wir mit 80-90 km/h Richtung zweiter Wende brettern. So geht es noch zweimal im flüssigen Auf und Ab hin und her, bevor der entscheidende Bart für die letzte Wende im Flachland uns auf 1600 m NN bringt. Ich fliege kurz nach Christian Ciech, Christian Zehentmeier und Davide Guiducci ab. Ca. 15 km liegen noch vor uns und der Endanflugrechner springt zwischen 0 und 100 m Ankunfthöhe hin und her und macht es noch mal spannend, aber endet mit Happy End.
Am Abend ist noch Piloten Party in einem Weinkeller mit ausgiebigem Festschmaus.

Viele Grüsse
André

15. März 2012

Nach langem Warten am Startplatz wurde der Task um 15:30 Uhr abgesagt. Der Wind wollte einfach nicht umdrehen in die richtige Richtung.......Ein netter Bericht von Katharina Dressel:

Die Berliner zeigen Flagge – Caroline, Nick und Katharina beim Aeros Winter Race........auf nach Slowenien...

14 Stunden Fahrt schlauchen auch trainierte Drachenflieger. Mit 50 km/h am Berg und links vorbeirollenden Brummis schien Slowenien nicht wirklich in greifbare Nähe zu rücken. Die Ankunft hat uns versöhnt: frühlingshafte Temperaturen, blühende Mandelbäume und eine imposante Bergkulisse.
Montag und Dienstag
Der Tag hielt kräftigen Nordföhn bereit und war damit tabu zum Fliegen, jedenfalls für uns Flachlandpiloten. So konnte letzte Hand an Gurtzeug, Drachen und Equipment gelegt werden. Der Dienstag versprach bei schwächerem Föhn Flugwetter am Lijak. 2 Stunden Fliegen mit herrlichem Blick auf die verschneite Alpenkette und die Adria. Zwar war`s arg turbulent, und kräftezerrend, aber dafür kamen wir bis auf 2000 Meter. Landen wurde nur für mich zum Abenteuer. Nick und Caroline nahmen entspannt die Landewiese. Ich hatte mich auf den Weg nach Vipava gemacht. Nach 12 km blieb mir nur das Landen auf einer kleinen von Weinstöcken eingerahmten Wiese. Das brauch ich nicht wieder!
Mittwoch der erste Task
9.oo Uhr: Treff in der Pizzeria Anja bei Budanje, der Heimat des hiesigen Fliegerclubs. 10 Uhr geht`s mit vollbeladenen Taxis nach Kovk rauf. Eine Startwiese oberhalb von Vipava, die ausreichend Platz für unsere 56 Drachen bietet. Und das ist wirklich ein eindrucksvoller Anblick - 54 "Rennmaschinen" dicht an dicht und...zwei Turmdrachen. 12.oo Uhr Briefing. 6 Wendepunkte , bei schwachem Nordföhn, und Basishöhen von 1200-1400 Meter. Ein Task mit 107 km entlang am Bergzug zwischen Nanos (Antennen), dem ersten Wendepunkt und Lijak. Da mussten wir Turmdrachenfliegerinnen erst einmal schlucken. Für mich persönlich schier unerreichbar. 13.00 Uhr ertönt das Startsignal. Die ersten Piloten drehen schnell auf und parken bis das Fenster offen ist. Für mich geht`s nach dem Start gut los, die Thermik lässt sich passabel fast bis zur vorausgesagten Basis zentrieren. Doch auf dem Weg zur Talüberquerung, scheint mir die Höhe mit Blick auf die anderen Piloten niedrig. Ich kehr um, leider eine fatale Entscheidung. Alles was ich an Höhe gewinne ist einen Augenblick später wieder zerronnen. Der Task ist für mich entschieden, mein mühsames Kreisen führt unweigerlich Richtung Landen. Caroline kämft sich mit Flachlandthermik 8 km weit, aber auch dann heißt`s zu Boden gehen. Dafür schaffen es 18 Piloten tatsächlich bis ins Ziel. Das gros der Piloten landet in der Geraden zum 2. Wendepunkt Lijak. Gewinner des Tages wird Thomas Weissenberger (AUT) in der Zeit von 02:23:22, ganz dicht gefolgt von Christian Ciech (ITA) mit 02:23:30 und Davide Guiducci (ITA), der als dritter ins Ziel kommt. Bester Deutscher wird Christian Zehetmair auf Platz 4.
Donnerstag der Aeros "wind" race
Der Morgen mit einer Tasse Kaffee und Blick auf die sonnenbeschienenen Berge versprach feinstes Flugwetter. Irritation kam auf der Fahrt zum Treffpunkt auf. Der plötzlich aufkommende Wind riss fast die Drachen vom Dach. Uns schwante nichts Gutes. Heute sogar 60 Drachen, die aufgebaut dem Nordwind am Startplatz Kovk trotzten. Es war kalt und windig, da blieb nur ein Spaziergang ins windgeschützte Hinterland. Briefings gab es mehrfach und mit jedem stieg oder sank je nach Pilot die Hoffnung auf einen Task. 15.30 Uhr der Task ist gecancelt. Drei mutige Piloten starten bei fast Rückenwind. Aber schon das Zuschauen macht jedenfalls mir und den meisten anderen die Entscheidung sicher, auf den Abgleiter zu verzichten.

Freitag, 16.03.2012

Der Wind passt. Die Stimmung ist gut und einige der Piloten liefern sich parallel zu den voll beladenen Taxis ein Wettrennen um die besten Plätze. Am Startplatz läuft es angenehm entspannt. Briefing 12.00 Uhr Startplatz Kovk: 2. Task, 86 km, vorausgesagter Basishöhe 1000-1200 m, Südwestwind und Startzeit 13.30 und 13.50 Uhr. Ich starte spät und schaffe es kurz vor 14.00 Uhr in den Startzylinder. Mit Ach und Krach. Die Abflughöhe ist niedrig und schwindet nach der Talquerung auf 750 m Höhe. Das sieht nicht gut aus. Ich versuch in Hangnähe Aufwind zu finden, aber es reicht nur mich zu halten, nicht um Höhe zu gewinnen. Unter mir fliegt ein "Rennpilot" mit seinem Flügel scharf am Grat und steigt. "Wenn der das kann, dann ich auch!" Ich beende das Kreisen und geh ran an den Hang. Nur Minuten später bin ich wieder im Rennen. Im Stillen dank ich dem unbekannten Piloten für dieses Schlüsselerlebnis. Auch wenn die anderen Piloten über und unter mir vorbeiziehen, ich bleibe stur auf meiner Zielgeraden. Der letzte Wendepunkt auf der gegenüberliegenden Hügelkette liegt in fast greifbarer Nähe, aber mit niedriger Höhe ist es riskant. Ich suche mir eine sichere Landewiese. Keine schlechte Entscheidung. 10 Minuten später taucht die tschechische „Rückholmannschaft“ auf und belohnt mich mit einem Landebier.

Der Tag scheint für alle gut gelaufen zu sein. Fast 40 Piloten sind im Ziel. Da geht es dann wirklich nur noch um Sekunden-Minuten-Unterschiede. Christian Ciech ist der Schnellste. Es folgen Andrj Djamarani und Christian Zehetmair, beide aus Deutschland. Beste Frau ist Carole Tobler aus der Schweiz. Wir "Flachländler" können stolz sein: Caroline schafft 52 km, Nick und ich jeweils 77 km. Für mich persönliche Bestleistung. Na jetzt haben wir allen Grund die Piloten-Party im Weingut zu feiern.

Samstag, der 3. und letzte Task, 17.03.2012

Mir tun Arme und Rücken höllisch weh und die Vorstellung, mich in den Drachen zu hängen "schmerzt". Der Task ist ausgegeben: 95,2 km, Basishöhe 1000 m (die sich zum Glück so gar nicht bestätigt, wir hatten bis 18000 m) sowie einige Strecken über das Flachland und über die Hügelkette im Süden. Sehr anspruchsvoll. Auch die Starts: ein Piloten-Fehlstart, der zum Glück gut ausging und einige gerade so "Hingebastelte". Wir überlegen, ob wir in die Luft gehen. Die Startphase ist gut, schwierig wird es gegen den Wind anzukämpfen. Wir Flachländler versuchen jeder eine andere Taktik. Caroline geht bis auf 1800 m hoch und kann unbeschwerter das Tal und Flachland überqueren, muss aber mit Kälte, Wind und Zeit zurechtkommen. Dreh ich auf 1400-1500 m flieg ich kaum von der Stelle. Also liegt meine "Rennhöhe" zwischen 950 und 1200 m bei ca. 60 ° gestelltem Vorhaltewinkel zum Grat. Damit schaff ich heut insgesamt 85 km. Nick landet bei 81 km, Caroline bei 66 km. Was für eine Leistung. Wir haben erfolgreich die Flachlandnasen in den Bergwind gehalten und Berliner Flagge gezeigt. Tagesbeste werden: Thomas Weissenberger, Primoz Gricar, Christian Ciech und als Frau Carole Tobler.

Die Siegerehrung am Abend:

bei den Männern: 1. Christian Ciech, 2. Thomas Weissenberger, 3. Christian Zehetmair

bei den Frauen: 1. Carole Tobler, 2. Christine Aichner, 3. Katharina Dressel

Morgen Vormittag geht`s nach Hause und wir nehmen mit: tolle Gespräche, neue Kontakte, super Organisation (Dickes Lob und Dank an der Stelle für die Organisatoren und Veranstalter) viel Neues zu Wettkampf- und Bergfliegen, Talwinden und vor allem bestätigten Mut. Nächstes Jahr sind wir wieder dab

14. März 2012

Um 9 Uhr beim Briefing in der Pizzeria werden die Lunchpakete verteilt und der heutige Startplatz bekannt gegeben. Es geht rauf zum Kovk! Die Shuttles stehen bereit und das Wetter schaut vielversprechend aus. Beim Briefing am Startplatz wird eine Aufgabe von über 100 km aufs Taskboard geschrieben. Um 13:30 Uhr gehts los. Die ersten im Ziel sind Tom Weissenberger (AUT) vor Christian Ciech (ITA) und Davide Guiducci (ITA). Christian Zehetmair wird 4ter und bester deutscher Pilot. 

Hier sein Bericht:

Hallo Zusammen,
Einfahrt Richtung Vipava-Tal und siehe da, der Windanzeiger steht auf ungewöhnliche 10 km/h. Nachdem uns letztes Jahr die Bora mit 140 km/h um die Ohren pfiff, freuen wir uns alle auf einen schönen Wettbewerb zum Saisoneinstieg. Die Windprognosen für die nächsten Tage sind sehr gut. 101 km mit 5 Wendepunkten ala Zickzackkurs wurden ausgeschrieben. 1. Wendepunkt Nanos im Osten, danach ein längerer Schenkel, ca. 35 km nach Westen, nochmal zurück Richtung 1. Wende und ein weiteres Mal jedoch verkürzt nach Westen und ab ins Ziel. Mit einer nicht wirklich hohen Basis um 1.400 m kamen wir an der nach Süden ausgerichteten Ridge sehr flott voran. Doch Vorsicht war geboten, falls man zu tief sein Glück versuchte, fand man sich schnell in der Landeeinteilung. Ich erwischte es von Anfang an sehr gut und konnte mit dem führenden Pulk ins Ziel fliegen. Auch einige deutsche Kollegen kamen mit der Aufgabe gut zurecht. Roland, Andre und Gerd waren vorne mit dabei. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind gut und lassen noch auf ein paar schöne Durchgänge hoffen. 
Schöne Grüße aus Slowenien
Christian

13. März 2012

Auf dem Weg nach Vipava in Slowenien holen wir Oleg Bondarchuk vom Flughafen in Lubiljana ab. Oleg repräsentiert die Firma Aeros beim Aeros Winterrace. Aeros ist der Sponsor bei diesem Race, es gibt gutes Preisgeld und einige Sachpreise zu gewinnen. Im Internet haben sich über 100 Piloten eingeschrieben. Vor Ort sind nun ca. 60 Piloten. Mit dabei auch einige deutsche Piloten wie Gerd Dönhuber, Roland Wöhrle, Andre Djamarani, Christian Zehetmair, Hans Kiefinger, Jörg Bajewski, Stefan Boller, Konrad Schwab, Uli Eysel, Achim Vollmer, Stephan Mangelsdorf, Bernd Schönauer, Nick Kuzchmierz und 4 Frauen: Monique Werner, Christa Aichner, Katharina Dressel, Caroline Greiser und ich.  Die Wetteraussichten sind gut, es ist Frühling im Vipava-Tal. Das Fluggelände ist sehr ähnlich wie Bassano, eine lange Ridge nahe am Meer aber viel weniger bebaut. Morgen gehts los!
Grüsse aus Vipava
Regina



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