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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

DHV-Lehrteam testet Gleitschirm-E-Aufstieg

Einweisung in Starttechnik....
...und Gerätetechnik
Vorübung: Startlauf ohne Propeller
Startklar: DHV-Geländereferent Björn Klaassen
Gewöhnungsbedürftig auch für einen erfahrenen Fluglehrer wie Ralf Antz: Startlauf in extrem aufrechter Haltung
Zieht gut weg: Im Abflug vom Startplatz
Downsizing: E-Aufstieg statt 747-Cockpit. DHV-Ausbildungsvorstand und Jumbo-Flugkapitän Peter Cröniger im Überflug.
Nach 2 Minuten im Aufstiegsmodus haben Peter Cröniger und Ingo Kallmeyer Thermikanschluss gefunden. E-Antrieb aus und Aufkurbeln "von Hand".
Da hat einer sichtbar Spaß gehabt: DHV-Sicherheitsreferent Karl Slezak nach der Landung

YouTube-Video von Ingo Kallmeyer

Bei strahlendem Frühlingswetter erprobten einige Fluglehrer des DHV-Lehrteams (Ausbildungsvorstand Peter Cröniger, Geländereferent Björn Klaassen, Sicherheitsreferent Karl Slezak, Lehrteammitglieder Ralf Antz und Willi Grau) und der Leiter der DHV-Prüfstelle Hannes Weininger, den E-Aufstieg mit dem Gleitschirm.

Nachdem das Bundesverkehrsministerium einem Erprobungsprogramm der neuen Startart zugestimmt hatte, geht es im nächsten Schritt um die Festlegung der Anforderungen für die am Erprobungsprogamm teilnehmenden Fluglehrer. Diese sollen dann die Piloten in die neue Startart einweisen.

Dieser erste Einweisungstag für das DHV-Lehrteam erfolgte auf dem System Charly Scott-E. Charly’s Robert Kleinhans und DHV/DULV-Fluglehrer Wolfgang Hogen führten die Teilnehmer professionell und sehr sicherheitsbewusst zu ihren ersten E-Flügen, teilweise mit Thermikeinstieg. Obwohl die meisten der teilnehmenden Piloten keinerlei Erfahrung mit Motorschirmfliegen hatten, gelangen die ersten Starts, nach entsprechenden Vorübungen, problemlos.

Gewöhnungsbedürftig dabei; die im Gegensatz zum normalen Gleitschirmstart extrem aufrechte Pilotenhaltung im Startlauf. In der Luft war das Schirmhandling überraschend einfach. Mit abgestelltem E-Antrieb war wenig Unterschied zum antriebslosen Fliegen festzstellen. Im Aufstiegsmodus ist ein ständiger Ausgleich des Propeller-Drehmoments durch leichtes Gegenbremsen erforderlich, was aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr als störend empfunden wird.  Beeindruckt waren alle von der geringen Geräuschentwicklung des Systems. Die komplexe Messtechnik des Scott-E, der virtuelle Käfig, der den Antrieb kontrolliert, funktionierte fehlerfrei.

Der DHV wird nun in den nächsten Wochen zusammen mit den Herstellern der E-Aufstiegshilfen, z.Zt. Charly mit dem Scott-E und Skywalk mit dem E-Walk, Einweisungskurse für Gleitschirm-Fluglehrer durchführen. Anschließend kann das Erprobungsprogramm mit entsprechend geeigneten Gleitschirm-Lizenzinhabern beginnen. Geplanter Beginn hierfür: Spätfrühling/Frühsommer.

(alle Fotos: Thomas Ide)