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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

World Cup Coeur de Savoie/Frankreich 20.-27.05.2017

News of the day

2. Julien Wirz FRA, 1. Luc Armant FRA, 3. Ulrich Prinz GER, rechts 4. Torsten Siegel GER,
Sieger Damen
2. Seiko Fukoka Naville, 1. Méryl DELFERRIERE, 3. Laurie Genovese

Organisationsteam
2. Julien Wirz FRA, 1. Luc Armant FRA, 3. Ulrich Prinz GER,rechts 4. Torsten Siegel GER,
Task 1

Samstag, den 27.05.2017

Die Ergebnisse stehen fest.

Overall

  • 1.  Luc Armant   FRA
  • 2.   Julien Wirtz  FRA
  • 3.   Ulrich Prinz  GER
  • 4.   Torsten Siegel  GER
  • 14. Marc Wensauer  GER
  • 18. Ernesto Hinestroza  GER
  • 20. Richard Gallon  GER
  • 32. Joachim Torn   GER
  • 33. Jens Kierdorf   GER
  • 36. Phillipp Haag   GER
  • 55. Harald Wilhelmi   GER
  • 65. Andreas Malecki   GER

Teamwertung

  • 1. Frankreich
  • 2. Deutschland
  • 3. Italien

Damenwertung

  • 1. Méryl DELFERRIERE
  • 2. Seiko Fukoka Naville
  • 3. Laurie Genovese
  • 9. Yvonne Dathe

Teamwertung

  • 1.  Gin (mehr Laufsiege)
  • 1.   Ozone
  • 3.   Voody Valley
  • 4.   Flymaster
  • 5. Air´G Products

Wir sind traurig zu berichten, dass zwei schwere Unfälle während der gestrigen Aufgabe aufgetreten sind. Aufgrund der Unfällen am Freitag wurde am Samstag nicht mehr geflogen.

Unsere Gedanken sind bei den verunfallten Piloten und Ihren Familien.

Freitag, den 26.05.2017
Task 6 117 Km
Nachdem ich gestern mit Luc Armant meinen Schirm neu getrimmt hatte, da er vollkommen asymmetrisch war, konnte ich heute tatsächlich drehen, steigen, gleiten und sogar beschleunigt die Gruppen halten! :-)
Ich hatte einen anderen Schirm und endlich ist auch der Enzo 3 bei mir angekommen.
Leider zwar zu spät um hier noch ein vernünftiges Resultat zu schaffen, aber zumindest bin ich nun glücklich, dass ich nicht ständig gegen die anderen so massiv verlor.

Den Task heute, setzten wir wegen erwarteter Überentwicklungen leider eine halbe Stunde zu früh. Nur wenige schafften es „evtl. nur 10 Piloten“, in time am Startradius zu sein.
Als die Zeit schon 7 min lief, befand ich mich noch mit Russell Ogden 6 Kilometer entfernt unterhalb des Startplatzes….mano hier läuft es wirklich bescheiden für mich…:-)
Zwanzig Minuten nach dem Start, konnte ich dann mit Russ die Startboje nehmen und hatte damit schon 10 Km Rückstand zu den ersten. Gut der Task war mit 117 Kilometer lang, aber ich wusste genau, diesen Rückstand kann man nicht aufholen. So versuchte ich mein bestes, wenig zu kurbeln und nur die stärksten Aufwinde zu nehmen. Einige Gruppen überholte ich, aber die erste Gruppe war immer 10 Kilometer voraus. Irgendwann hatte ich es aber geschafft, in die Verfolgergruppe zu kommen und dort biss ich mich erst einmal fest.
Die letzten 30 Kilometer waren dann noch einmal sehr Tricky und mit einer Gleitzahl von 14 ins Ziel alles andere als easy.
Ich konnte dann meiner Gruppe noch etwas entfliehen, da ich einen riskanten Endanflug einging und wunderte mich dann, dass ich als dritter die Ziellinie überflog.
Es hatte außer Maxime Pinot und Clemont Latur keiner von der ersten Gruppe ins Ziel geschafft.
Leider waren auch Ulli und Marc mit dabei… schade für die beiden, die einen tollen Lauf geflogen waren.
Der Task war schön zu fliegen heute, doch trotzdem hatten zwei Piloten beim Landen einen Crash und schlugen wohl aus einigen Metern Höhe unsanft ein.
So ist die Stimmung insgesamt gerade nicht gerade gut, da sie sich wohl derbe wehgetan haben.

Bis morgen Gruß Pepe

Donnerstag, 25.05.2017

Der fünfte Task wurde mit knapp 95 Kilometern ausgeschrieben. Wieder war starker Nordwind vorhergesagt, weshalb eine kürzere Aufgabe über 4 Wegpunkte gesetzt wurde. Schon der Start war mit stabilen und zähen Bedingungen schwierig und so zog es sich durch den gesamten Lauf. Heute wurde in großen Gaggeln geflogen und zum Zielanflug spaltete sich die Führungsgruppe in drei Gruppen, die verschiedene Linien flogen. Die Linienwahl war schließlich entscheidend und so reichte es einigen Piloten nicht mehr ins Ziel und sie landeten an der End-of-Speed-Section. Ich überflog die Ziellinie als Zweiter, zwei Sekunden hinter Yassen Savov aus Bulgarien. Doch wurden die Ergebnisse durch die Leadings-Points nochmal durch gewürfelt und so gewann Thomas Gury (Frankreich) den Task. Erster deutscher wurde Marc Wensauer. Insgesamt flogen 6 deutsche Piloten in die Top20 und somit sind wir nach wie vor in der Nationenwertung auf Platz zwei. Es bleiben zwei Tasks zu fliegen und die Wettervorhersage schaut super aus :)

Viele Grüße aus Frankreich,

Ernesto  

2. Marc Wensauer
6. Ernesto Hinestroza
10. Richard Gallon
10. Joachim Torn
14. Torsten Siegel
16. Ulrich Prinz

Mittwoch, den 24.05.2017

Hallo,

ich nerve ja immer gerne mit Liedversen und da ich auf der Reise nach Frankreich das neue Hosen-Album in die Finger bekam, habe ich natürlich bei ‚Hasta La Muerte‘ aufgehorcht:

Wie viel Jahre kann das so weitergehen?
Wie viel Jahre, wie viel Zeit die für uns übrig ist?
Ein halbes Leben sind wir schon unterwegs…


Mittlerweile reisen von uns schon einige ein halbes Leben zu den World Cup Events, mich eingeschlossen. Und nach dem heutigen Task habe ich mir ernsthaft die Frage gestellt, wie viele Jahre das noch so weitergehen soll. Denn das erste Drittel der 105km langen Aufgabe war durch den strammen Nordwind permanent turbulent. Den Task hier zu stoppen wäre sicher nicht ungerechtfertigt gewesen, aber letztendlich ging es weiter und zum Glück dann auch etwas entspannter. Mit elf Wenden hatten wir zudem noch genug Stoff, um darüber zu grübeln, welche Route wohl am besten ist. Um es vorweg zu nehmen: meine gesamte Planung vor dem Start war für die Katze , da der erste Pulk am Ende alles anders geflogen ist. Ulli und Philip waren immer mit von der Partie und wir drei durften uns über ein sehr gutes Ergebnis freuen. Achim, Marc, Ernesto, Richard und Jens kamen mit etwas Rückstand in Ziel und zusammen haben wir dann das eine und andere Landebier getrunken:

„Als Geschenk zwei Kisten Altbier und 'ne kleine Flasche Schnaps.“

Morgen sieht es weiterhin windig aus und das einhellige Pilotenfeedback über den heutigen Task wird wohl dazu führen, dass wir die Nordpassagen dann auslassen. Ein halbes Leben wollen wir schließlich noch weitermachen.

Bis morgen

Torsten

Nun habe ich das Glück, auch einmal den Tagesbericht zu verfassen. Heute, am 4. Task wurden 110km mit vielen Wendepunkten gesetzt. Es kamen 72 Piloten ins Goal.

Der recht starke Norwind mit 20km/h wurde schon an der ersten Wende ein Problem für viele Piloten, da der Steilhang überspült wurde. Richtig knifflig wurde es dann an der zweiten Wende richtung Norden. Ich habe mich entschieden, die Wende hoch zu nehmen, um zu verhindern, dass ich in das Lee und den starken Talwind gerate. Dadurch konnte ich sehr gut aufholen und mich auf den Führungspulk setzen. Richtung Süden wurden die Wenden etwas günstiger und sicherer gelegt, sodass wir ohne weitere Probleme schnell ins Ziel fliegen konnten. Dennoch war es heute sehr sportlich in der Luft. Torsten Siegel kam heute als dritter hinter den Franzosen Jofresa und Julien ins Ziel, Ulli als vierter und ich wurde mit drei Minuten Verspätung 13. Mit den Ergebnissen von meinen ersten Weltcupdurchgängen bin ich mehr als zufrieden.
Viele Grüße aus Frankreich,
Philipp

Update 14:00 Leichte Cirrenfelder in der Höhe, aber es quellen schon die ersten Cumulswolken. Ein technischer 110 Km Task soll heute geflogen werden mit mehreren möglichen Routenoptionen. Wir sind gespannt auf das Live-Tracking und die Ergebnisse später.

Dienstag, 23.05.2017

Heute wird am bekannten Startplatz Col de la Forclaz bei Annecy gestartet. Für den dritten Task heute ist ein
96.15 km Race to Goal ausgeschrieben. Die Route führt über die Tournette und die Araviskette. Das Rennen startet um 14.30 und kann über das Livetracking oder Live-Leaderboard (siehe rechts) mitverfolgt werden.

Montag, 22.05.2017

Lauf 2 und es läuft gut für das Deutsche Team. Fünf Deutsche unter den Top 20. Es war eine durchschnittliche Aufgabe von 73 km die trotz des störenden Südwestwinds zügig in etwas über 2 h abgeritten wurde. Gerade der Start war dabei die größte Herausforderung, da dieser eigentlich Richtung Osten zeigt und damit der Flug unmittelbar im Lee begann... Ich mied dabei den Hauptpulk und konnte so wenigstens ungestört durch andere Piloten die Leethermik nutzen. Letztlich schafften heute die meisten Piloten eine gute  Ausgangsposition für den Start, so dass es im großen Pulk auf die Reise ging. Bis zum Ziel blieb das auch weitgehend so, dementsprechend waren nur geringe Zeitabstände zwischen den Piloten. Es freut mich vor allem für unseren Newcomer Phillip Haag, der bei seinem ersten Weltcup gut mithält und heute unter den Top 20 ins Ziel kam. Ebenso bestreitet hier Harald Wilhelmi seinen ersten PWC und ist mit zwei Zielankünften bisher gut dabei. 

Die Wetteraussichten sind gut, morgen starten wir wegen des Winds aber von Annecy.

Gruß aus Frankreich
Marc


Sonntag, 21.05. 2017

Bienvenue en France - Willkommen in Frankreich

Heute fand der Auftakt des PWCs Coeur de Savoie (Herz von Savoien) statt.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es an den Startplatz am Mont Lambert, zwischen Chambery und Albertville. Da heute der großräumige Wind eher schwach werden sollte, erwarteten die Tasksetter beste Bedingungen und schrieben eine 129 km Aufgabe aus, die uns erst nach Norden fast bis zum Wendepunkt am Parmelan führen sollte, dann wieder zurück über den Landeplatz und dort noch ein wenig im Zick-Zack bis zum Ziel. Siehe Karte Task 1.
Um 12:50 durfte man abheben und schon um 13:30 durfte man in den Startradius einfliegen. Leider erinnerte der Mont Lambert mich sofort wieder daran, warum ich diesen Startplatz nicht so mag: Er liegt im Talwind und man muss sich erstmal über 2 Rippen gegen den Wind durch leeige Wellen arbeiten, bis man im Hausbart ist. Normalerweise kein großes Problem, doch ca die Hälfte aller Piloten hat erst Tage vor dem Event ihren neuen Schirm erhalten: Die neuen Ozone Enzo 3 kamen hier quasi "ofenfrisch" an und Piloten und Flügel mussten sich erstmal beschnuppern, um sich miteinander bekannt zu machen. Vielen Gin Boomerang 11 Piloten hatten heute auch erst ihren 2. oder 3. Flug. So eierten viele unelegant von ruppigem Leebart zu Leebart, und auch die Öhrchen meines Enzos winkten mir eifrig von links und rechts zu...

Die Bärte wollten aber nie lange durchhalten und schon knapp über dem Grat war für viele erstmal Pause angesagt, bis dann doch ein Bart durchzog. Ich biss mich schon recht früh durch und konnte mich am Radius positionieren, aber viele andere, auch aus dem Deutschen Team, hatten weniger Glück und konnten erst mit Verspätung hinterherfliegen.

Als wir dann endlich auf dem Plateau etabliert waren, ging es zügig weiter: Über Colombier, den Roc des Boeufs zur Seequerung über den Lac d'Annecy. Dort schnell die Wende genommen und alles wieder retour. Da ich die Gegend gut kenne, lief es recht gut bei mir und ich konnte immer vorn mitfliegen - dennoch zog Luc Armant oft noch vor uns her: Er hatte wohl gehört, dass es seit diesem Event deutlich mehr Führungspunkte gibt. Ich versuchte mein möglichstes, ihm nicht alle zu überlassen ;-)
Wir waren schon guter Dinge, den Task zügig zuende zu bringen, als die übliche Misere an Punkt 2 begann: der Rücken von Allevard nach Norden ist oft vom Talwind überwaschen und thermisch nicht ergiebig. Hier schob sich nun alles wieder zusammen und würfelte einige Plätze durcheinander. Dennoch setzten sich wieder die meisten Piloten aus dem vorherigen Führungspulk durch, und mühselig arbeiteten wir uns über den 3&4 Punkt ins Ziel.
Im Zielanflug konnte man nun endlich auch mal den großen Vorteil des Enzo 3 gegenüber dem Vorgängermodell nutzen: Er ist deutlich schneller und so konnte ich noch zwei vor mir fliegende Schirme überholen um auf dem 3. Platz zu landen. Doch gegen Luc Armant war kein Kraut gewachsen, mit Windeseile sauste er uns davon und ins Ziel, um seine verdienten 1.000 Punkte zum Tagessieg zu sichern. Vom Deutschen Team kamen knapp nach mir Richard Gallon, Torsten Siegel und Marc Wensauer ins Ziel.

Das Wetter sieht diese Woche vielversprechend aus und wir werden sicher schon Morgen wieder neues aus der Luft berichten können.

1. Luc Armant
2. Pierre Remy
3. Ulrich Prinz

5. Richard Gallon
15. Torsten Siegel

21. Marc Wensauer
34. Jens Kierdorf
39. Ernesto Hinestroza
42. Harald Wilhelmi

Frauen:
1. Méryl Delferriere 

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Der erste Wettbewerbstask war mit 129 km ein guter Auftakt, wir sind gespannt auf die Berichte der Piloten.
Die vorläufigen Zeiten sind derzeit im Live-Leaderbord zu finden. Die Ergebnisse werden sich evt. durch die Führungspunkte der Berechnungsformel noch entsprechend ändern.

Live comments zum Task auf der PWC-Seite