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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

World Cup Superfinal Roldanillo/Kolumbien 09.-20.01.2018

News of the day

Task 5 - Karte und Wegpunkte
T5: Finstere Wolken, sieht hier aber bedrohlicher aus als es war...
Die Geier warten schon... Auf UNS?
Zum Glück gabs andere Nahrung für sie...
Task4: Packen bei Regen in einer Halle...
Task 3 - Karte und Wegpunkte
Task 3 - Low Save? Leider Nein für Brad Gunnuscio... Dazu entpuppte sich die schöne Grüne "Wiese" auch noch als Schlammloch. Dank an ihn für die Bilder!
Task 3 - Abschattung
Task 3 - Regen über Roldanillo im Vorbeiflug. Zum Glück lag das nicht auf dem Weg!
Task 2 - Karte und Wegpunkte
Ziel Anflug Task 2
Team Germany fast alle;-)
Joachim Torn

Montag, den 15.01.2018

Task 5:
Am Startplatz angekommen saßen wir zunächst wieder in der Wolke und hofften, dass sich das Wetter zu unseren Gunsten bessern würde, denn wir mussten abermals mit Überentwicklungen rechnen. Entsprechend der Prognose hat sich das Task-Komitee für eine 81 Km-Aufgabe mit Schwerpunkt im Flachland entschieden. Der große Startzylinder eröffnete uns verschiedene Optionen. Ich gesellte mich zur mittleren Gruppe über Zarzal. Doch die rechte Gruppe, die sich über der Hügelkette positioniert hatte, hat es besser erwischt und konnte die erste Wende schneller holen. Erst nach der dritten Wende im Norden bei Obando konnte ich die Führungsgruppe einholen. Doch anstatt mit der Führungsgruppe auf direkter Linie in Richtung Ziel zu fliegen bin ich weiter rechts von La Victoria entlang des Cauca-Flusses geflogen, da dort eine einladende Wolke stand. Zunächst sah es nach einer schlechten Entscheidung aus, da es sehr langsam voran ging. Doch dann stellte es sich als die Richtige heraus, denn die Führungsgruppe landete kurz vor dem Ziel.
Wir konnten nochmal richtig schön aufdrehen, bekamen guten Thermikanschluss und erreichten das Ziel.
Ich bin mit meinem heutigen 3. Platz (mein bestes Ergebnis in einem Superfinale) mehr als zufrieden. Insgesamt kamen nur 21 Piloten ins Ziel.
Wir freuen uns auf weitere 5 Tage mit hoffentlich besten Flugbedingungen. Es bleibt auf jeden Fall spannend!
Viele Grüße,
Ernesto

Sonntag, den 14.01.2018

Task 5
Der Tag vor dem Restday war tricky. Die Basis zu Anfang niedrig und an den Bergen wieder viele Abschattungen. Die Aufgabe - 82 Kilometer - war dieses mal in Richtung Norden gelegt worden, da der Süden die letzten Tage immer wieder von Überentwicklungen beeinflusst war. Da die beste Startposition auf der anderen Seite hinter Zarzal lag, hatten viele vor, früh das Tal zu queren. Nicht immer klappt das schon vor 12 Uhr.
Doch heute ging alles gut und ich konnte mich, mit fast allen Deutschen dort ganz gut positionieren. In time ging es von der Basis los und bis kurz vor dem Ziel war es ein schönes Race. Doch ca. 15 Kilometer vor dem Ziel sorgte eine riesige Abschattung und viel Gegenwind dafür, dass fast die ganze erste Gruppe 5 - 6 Kilometer zum Ziel am Boden stand. Keine 2 Minuten nach unserer Landung sorgten die ersten zarten Sonnenstrahlen dann dazu, dass die nachfolgenden Piloten über unseren Köpfen die ersten frischen Aufwinde dazu nutzten, die passende Höhe für den Endanflug zu erkurbeln. Honorin und Laurie, die beiden Führenden bei den Herren und Damen hatten heute das Glück, nicht bei den Führenden dabei zu sein. So kamen sie in den Genuss, ihre Führung weiter auszubauen. Gewonnen hat heute Hans Kristjan Gudmundson von Island der weit ab von der idealen Linie seine Höhe für den Final Glide als erster erflogen hatte. Glückwunsch :-)
Ich landete bei den meisten aus der ersten Gruppe ca. 5 km vor dem Ziel und Ernesto steht als dritter in der Liste von heute. Top resultat für ihn, dass ihn weiter nach vorne bringt. Als letzter und 23 ter kam noch unser Peter Nägele ins Ziel. Glückwunsch euch beiden :-)
Morgen wird etwas relaxt und am Gurtzeug repariert, bevor es dann Dienstag weiter geht.

Bis dahin Gruß Pepe

Samstag, den 13.01.2018

Heute waren schon bei der Fahrt auf den Berg, die Wolken sehr dick und sehr sehr schwarz.
Als wir dann unsere Schirme auslegten - für die 66 Kilometer Aufgabe - gab es schon die erste kräftige Dusche. Zum Glück hatte sich der Sportminister des Landes angemeldet und so war der Startplatz mit allen Landesfahnen geschmückt, diese eigneten sich dank ihrer guten Wassersäule gut zum abdecken der Gleitschirmausrüstungen. :-)
Mister Gin hatte sich schnell die Deutsche Fahne gegriffen und meine Ausrüstung damit vor dem gröbsten gerettet. Vielen Dank nochmal.... :-)
Nach dem heftigen Schauer wurde die Aufgabe dann ab 12.15 Uhr geöffnet. Wasser-Ballast musste ich vorher aber ablassen, denn die Familien-Paella von gestern Abend hatte mich 1 kg schwerer gemacht :-)
Doch als der Start in der Luft gerade los gehen sollte, wurde die Aufgabe auch schon wieder gecanceld. Fette Wolken und rundherum einige Schauer ließen keine sichere Fliegerei zu. Die meisten landeten im Stadion bei gefüllten Rängen :-)
Und als ich meine Füße auf den Boden absetzte, gab es den ersten Tropfen aufs Visier. Als ich mich aus dem Gurtzeug schnallte einen Regenguss den ich so bislang selten erlebt hatte.  Die komplette Ausrüstung war zehn Kilo schwerer geworden und den Nachmittag verbrachte ich im Garten des HQ und sonnte meinen Schirm, Handschuhe, Helm, Gurtzeug ....usw. Nicht ein Teil meiner Flugausrüstung war trocken geblieben.
Nun hoffe ich, dass wir morgen erst noch einmal trocken in die Luft und wieder zu Boden kommen, bevor wir dann am Montag eine Tag Flugpause haben werden.

Bis später Gruß Pepe

Freitag, den 12.01.2018

Task 3
Es hatte in der Nacht viel geregnet, die Feuchtigkeit in der Luft ließ die Wolken erst sehr zögerlich über den Startplatz nach oben wandern. Die Wolken hingen tief und auch im Laufe des Task gab es mehr Schatten als Sonne. Dazu gesellte sich noch etwas stärkerer Wind aus Süd und machte die Aufgabe nicht unbedingt einfacher. 82 Kilometer lang war der Task und nur die erste Gruppe schafte das Ziel. Es schattete später komplett ab und der Gegenwind nahm noch mal etwas zu.... kein guter Cocktail :-)
Ich landete 7 km vor der Ziellinie. Und auf dem Feld wo ich dann stand, stapfte man eher in einem Sumpf als in einem trockenen Acker. Man sieht überall Wasserlachen auf den Feldern und man wundert sich, dass bei dem vielen Wasser überhaupt Thermik entstehen kann.
35 Piloten schafften das Goal und erster wurde erneut Nicola Donini.

Gruß Pepe

Donnerstag, den 11.01.2018

Tag 2 des Superfinales und das Wetter begrüsste uns zum ersten Mal seit ich hier bin mit blauem Himmel am Morgen. Diese Saison hat es in den vergangenen Wochen wohl häufiger geregnet, was nicht typisch für die Gegend ist. Bisher war dann auch jeden Tag alles grossflächig mit Wolken bedeckt, und der Start enhüllte sich erst später aus dem Nebel.

Die Tasksetter ergriffen auch gleich die Initiative und schrieben einen 100Km Task aus um den guten Tag zu nutzen. Siehe Bild nebenan: Warten über Roldanillo, dann Los Richtung Süden, weiter über einen langen Schenkel nach Norden und ins Ziel.

Das Rennen selbst verlief dann weniger spannend als Gestern: Da wir früher starteten war das Flachland noch fast frei von Wolken,und so traute sich niemand "ins Blaue" zu fliegen um zu sehen ob doch irgendwo Thermik zu finden sei. So flogen wir alle in einem sehr grossen Feld an den Bergen entlang.

Nach Wende B19 kamen fast alle Piloten supertief und suchten verzweifelnd nach Thermikanzeigern. Die hiesigen Rabengrossen thermikdrehenden Vögel sind meist recht gute Hilfen, doch Heute hatte man manchmal den Eindruck,dass sie den Spiess umdrehten und sich sagten: "Diese grossen piepsenden bunten 'Vögel' werden es schon wissen!" und gesellten sich zu uns statt sich ihren eigenen Bart zu suchen.
Schliesslich fanden ein paar mutige Tiefflieger knapp über dem Boden in den Hügeln ein paar gute Bärte und das Feld zog hinterher.

Nachdem Gestern doch recht viele Leute vor der gleichen Ziellinie standen flogen die Meisten am Schluss mit 200m mehr als nötig ins Ziel. So gab es auch mehr zufriedene Gesichter im Ziel.

Ich konnte als erster von den Deutschen über die Zielline fliegen, aber da so viele gleichzeitig ankamen spielten die Führungspunkte eine grosse Rolle. Torsten hat den Tagessieg bei uns im Team, bat mich aber den Bericht für ihn zu schreiben. Ernesto und Achim flogen praktisch zeitgleich mit uns ein, und auch Marc, Stefan und Pepe kamen gut mit rein! 

Honorin behält Overall die Führung, und die grosse Überraschung ist Laurie Genovese, die 2 Mal toll flog und nun auf Platz 4 Overall steht!

Gruss, Ulli

 

Mittwoch, den 10.01.2018

Hallo,
nachdem ich Dank meines kanadischen Wohnorts keine Zeitverschiebung zu beklagen habe, bin ich als letzter hier angekommen, um heute die klammen Finger wieder um die Bremsgriffe zu wickeln. Und da alles wie gewohnt von statten ging, war das Einfliegen während des ersten Tasks eine nette Abwechslung im Vergleich zum Schneeschippen in Kanada.

Mit dem Training aus Ecuador war es mir möglich, in dem abgeschatteten Startzylinder das verminderte Sinken gut zu zentrieren und bis zum Start einigermaßen hoch zu überleben. Das Feld teilte sich dadurch gleich auf und während wir der Ridge weiter folgten, zog die zweite Gruppe gleich ins Flachland. War ziemlich spannend zu beobachten, wie die unterschiedlichen Linien arbeiteten und irgendwie waren wir dann nach dem ersten großen Zylinder wieder alle zusammen. Doch dann begann das bekannte zyklische Spiel hier in Kolumbien und irgendwie zersprengte es wieder alle. Marc und Pepe verlor ich aus den Augen und mit einer guten Line und ein paar freundlichen Vögeln, die einen guten Bart markierten, ging es Richtung Ziel.
Und auch hier wieder das altbekannte Spiel, welches wir aus Kolumbien kennen: die Bärte wurden deutlich schwächer, dafür nahm das Sinken aber markant zu. Ich kam mit zehn Meter über die Ziellinie, für viele andere, darunter Achim und Aaron, endete der Flug davor. Marc machte es ganz spannend: nur eins seiner Geräte zeigte bei der Landung das Ziel an. Aber das reichte! Ernesto war ebenfalls sehr gut dabei, Richard, Uli, Pepe und Stefan kamen kurz darauf ins Ziel.
Die nächsten zehn Tage wird es sicher viel zu berichten geben und ich schau mit einem Auge immer auf die Temperaturen in Kanada – schön hier zu sein!
Bis dann

Torsten

Hallo vom Superfinale,
Die heutige Aufgabe wurde mit knapp 85 Kilometern ausgeschrieben. Zunächst war es noch sehr bewölkt und die Wolkenbasis tief. Doch wir waren optimistisch, dass uns das Valle del Cauca am heutigen ersten Task von seiner besten Seite empfangen wird und wir die 85 Kilometer bis ins Ziel in Obando fliegen werden.
Die Route führte uns zuerst entlang der Berge in den Norden. Die Bedingungen waren schwach doch als wir La Union erreichten wurden diese immer besser. Die erste Gruppe blieb noch in den Bergen, doch die folgende Gruppe flog ins Flachland Richtung La Victoria. Der Tag wurden nun immer besser. Nachdem wir den ersten Wegpunkt im Norden mit 25 Km Radius genommen hatten vereinten sich beide Gruppen und wir flogen inmitten des Tals Richtung Süden. Jetzt war der Tag in vollem Gange und wir erfreuten uns bester Wolkenthermik: einfach traumhafte Bedingungen.Zurück in den Norden mit Ziel in Obando hatten wir Gegenwind. Die verschiedenen Gaggles flogen aufgefächert über das Flachland und die Hügelketten verteilt. Der Zieleinflug war spannend. Nach Erreichen der ESS (End of Speed Section, wo die Zeit gestoppt wird) mussten wir nochmals aufdrehen. 77 Piloten erreichten das Ziel während 21 Piloten kurz vor der Ziellinie standen.
Der Franzose Maxime Pinot flog als erster über die Ziellinie und erflog die 85 Km Aufgabe in etwas mehr als 2 1/2 Stunden. Ein ordentlicher Schnitt! Doch den Tagessieg holte sich dank der Leading Points der Franzose Honorin Hamard.

Grüße Ernesto


Ergebnisse deutscher Piloten:

Torsten Siegel 9
Ernesto Hinestroza 11
Marc Wensauer 26
Richard Gallon 33
Ulrich Prinz 35
Andreas Malecki 38
Stefan Bernhard 49
Joachim Torn 80
Heinrich Bretz 104
Peter Nägele 111

Dienstag, den 09.01.2018

Hallo aus Kolumbien,
heute war der letzte Task der Roldanillo Open, Trainingstask vom Superfinfal, Siegerehrung der Roldanillo Open sowie die Einschreibung, Eröffnungsfeier mit Parade durch die Stadt, Feuerwerk, Safetybriefing und Abendessen geplant. Wie das alles in meinen Tag passen sollte war mir heue morgen noch nicht ganz klar.
Wetterbedingt mussten die ersten beiden Programmpunkte leider gestrichen werden und es blieb genügend Zeit den Tag etwas entspannter zu starten. Das Wetter ist in diesem Jahr durch das Wetterphänomen La Niña aussergewöhnlich feucht. Selbst die Parade durch die Stadt musste wegen einem starken Regenschauer um eine Stunde verschoben werden.
 
Die Parade durch die Stadt in das Stadion war sehr beeindruckend. Überall waren begeisterte und freundliche Menchen die uns zujubelten. Die Piloten wurden nach Nationen aufgeteilt und jedem Landesteam wurde eine Tänzerin zugewiesen die vorauslief und ein Schild mit dem jeweiligen Landesnamen trug. Ausserdem bekam jedes Team eine eige Landesflagge. Im Stadion von Roldanillo gab es dann die Eröffnungsfeier mit einigen Programmpunkten sowie einem anschliessenden Feuerwerk. Anschliessend wurde dann im Hauptquartier nochmal eine Salsa Tanzvorführung gezeigt. Man merkt hier einfach dass die Leute Salsa im Blut haben. Die Schnelligkeit der Tanzbewegungen in Kombination mit der perfekten Choreografie waren umwerfend. Nach dem obligatorischen Safety Briefing gab es dann endlich ein gemeinsames Abendessen. Nach so viel Programm sind nun die meissten schon recht müde.
Morgen ist der erste Lauf geplant; drückt und also die Daumen.
Viele Grüße aus Roldanillo / Kolumbien
Peter Nägele

Montag, den 08.01.2018

Nach einer entspannten Nacht, ging es nach dem Frühstück heute etwas später auf den Berg. Doch auch heute erneut super Bedingungen und so entschied ich mich, den 6 ten Lauf der Rolda Open mitzufliegen. ca. 95 Kilometer ging es im Zickzack, erst an den Hügeln und dann übers Flache zum Goal nach Zarzal. Perter Nägele beobachtete ich aus der Luft - er ist hier im Wettbewerb mit dabei - wie er sauber den dritten Rang heute erflog.
Erst zwei Tage hier und schon fast 10 Flugstunden abgespult :-)
Einfliegen derzeit alles andere als schlecht..... :-D

Morgen haben wir offiziell Einschreibung und die Eröffnungszeremonie.

Aber evtl. klappt ja auch noch ein kurzer Flug davor.

Gruß Pepe


Sonntag, den 07.01.2018

Gestern hatten wir unsere Anreise, Achim und ich hier in Kolumbien... und tatsächlich kam das ganze Gepäck mit uns in den Zielflughafen Pereira an :-)
Happy aber ziemlich übermüdet gelangten wir um 1 Uhr in der Früh in unser Hotel. Nach einer lauten und kurzen Nacht - Samstag ist Partytime hier in Kolumbien - gingen wir nach einem Netten Frühstück zusammen an den Startplatz. Eigentlich wollte ich mich nur so 1 bis 2 Stunden etwas einfliegen nach der anstrengenden Anreise, doch der Tag war zu schön :-) satte 5 std. 20 min verbrachte ich in der Luft und vollendete ein tolles FAI Dreieck von 111 Kilometern. Ein netter Farmer brachte mich dann von meinem Landeplatz bis zum Hotel und deckte mich außerdem noch mit leckeren Früchten ein. Soooooo einen schönen netten Tag verbrachte ich hier und das Abendessen rundete den tollen Tag noch angenehm ab.
Mein Enzo 3, der das erste mal nach 4 Monaten wieder das Sonnenlicht erblicken durfte, marschierte heute ab wie die Feuerwehr :-) ach was hattest du mir gefehlt :-)

So kann es denn auch gerne weitergehen :-)

Das Superfinale beginnt am Dienstag den 09.01. mit der Eröffnungszeremonie und am Mitwoch den 10.01. mit dem ersten Lauf, bis dahin sollten dann auch die letzten Deutschen angereist sein :-)

Bis später Gruß Pepe