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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
Gleitschirm Nationalmannschaft Deutschland

Gleitschirm Weltmeisterschaft Argentinien 31.10.-13.11.2021

Rang 2 für Honorin Harmad, Rang 1 für Russel Ogden, Rang 3 für Luc Armant
Silber für die Schweiz, Gold für das Vereinigte Königreich, Bonze für Tschechien
Rang 2 für Seiko Fukuoka, Rang 1 für Yael Margelisch, Rang 3 für Klaudia Bulgakow
Sieger Overall
Sieger Women

Willkommen zur Berichterstattung der 17. Gleitschirmweltmeisterschaft!

News of the day

Die Sieger stehen fest:

Rang    Name        Nation    Punkte


Overall

1    Russel Ogden         GBR    3852.9
2    Honorin Hamard      FRA    3818.9
3    Luc Armant              FRA    3813.6
4    Julien Wirtz              FRA    3806.1
5    Juri Vidic                  SLO     3799.1
9    Daniel  Tyrkas          GER    3721.4
14   Jonas Böttcher       GER    3708.7
18    Yael Margelisch        SUI    3669,1
23    Stefan Bernhard      GER    3660.6
30    Ulrich Prinz              GER    3599.3
36    Philipp Haag             GER    3580.6
50    Ernesto Hinestroza    GER    3451,7
60    Torsten Siegel          GER    3374,3

 

Women Overall

1    Yael  Margelisch         SUI    3699.1
2    Seiko Fukuoka          FRA    3650.8
3    Klaudia Bulgakow       POL    3583.4

 

Nation
1    United Kingdom             10092.4
2    Switzerland                    9962.7
3    Czech Republic                9864.5
9    Germany                        9272.5
10    France                          9248.2

Yael Margelisch
Russel im Ziel
Yael im Ziel
Daniel Tyrkas bester Deutscher bei der WM, Rang 9
Jonal Böttcher bei seiner 1. WM Rang 14
Yael Margelisch
Russel Odgen
Yael startet
Russel startet
Airspace im Überblick
Zoom Radius VS Polygon
Zoom Radius VS Polygon
Regel der Auswertesoftware
Philipp Haag startet
Philipp im Goal
Steve Ham Bild

Freitag, 12. November 2021

Yeal Margelisch und Russel Odgen sind die neuen Weltmeister 2021.

Bericht von Pepe:

Heute etwas bessere Bedingungen für den letzten Lauf.
Die Aufgabe, ein 80 Kilometer Task, der erst etwas in den Norden ging und dann Richtung Süden mit dem Wind. Nur leider hatte es nicht den prognostizierten Wind aus Nordost. Es hatte einen 10 – 12 Km/h Gegenwind aus Süden. So war die Aufgabe nicht ganz so einfach. Es hatte keine guten Steigwerte und den Wind auf der Nase.
Ich kam leider nicht ins Ziel, so wie viel andere… es war nicht mein Comp.
Zuviel Stress beim Tasksetting, das meist immer am Vorabend stattfand, wenn die Kollegen zum Essen gingen. Dann ständig ein mühsames Diskutieren mit 10 Leuten.
Ich bin müde von dem…
Bin Nun froh nach Hause zu kommen.
Gewonnen hat hier Russel Ogden auf Enzo 3. Seine Arbeitskollegen Honorin und Luc folgen auf Platz 2 und 3. Genau die drei waren mit ihrem neuen Gurtzeug auch die Top Favoriten für diese Weltmeisterschaft.
Das sie natürlich alle drei aufs Treppchen fliegen ist schon sensationell und spricht für das Submarine Gurtzeug was das Gleiten noch einmal deutlich verbessert.
Bei den Damen gewann Yael Margelisch vor Seiko Fukuoka und Klaudia Bulgakow.
Die Briten gewannen die Teamwertung und bester Deutscher wurde Daniel mit Platz 9. Jonas gab einen Super Einstand mit Platz 14 und dritter Deutscher Stefan auf Platz 23.
Morgen gibt es dann die Siegerehrung und dann geht es auch schon wieder Heim.

Grüße Pepe

 

 

 

Unsere Jungs sind heute gut ins Ziel gekommen, wir sind gespannt auf die Ranglisten.

 

Der letzte Task heute ist 82 Kilometer. Die Thermikhöhe ist derzeit unter dem Startplatz. Die Piloten haben heute noch eine Chance die Ranglisten etwas zu durchmischen.
Daniel Tyrkas liegt auf Rang 10 und kann sich hoffentlich heute gut verbessern. Im Flachenland wird jetzt gas gegeben so gut es eben geht. Das LIve-Tracking bleibt heute wieder spannend.

 

Donnerstag, 11. November 2021

Update: Der Sonnenschein war uns leider nicht lange vergönnt: Schon recht bald verdichteten sich die Wolken und schatteten alles ab. Kein Pilot erreichte das Ziel und wir standen in Gruppen auf oft noch sehr nassen Feldern ab. Am weitesten kam wieder Russ Ogden, der mit seinem Torpedo-Gurtzeug gerade in solch schwachen Bedinungen einen kleinen Vorteil hat, aber auch sehr stark hier fliegt.
Vom Deutschen Team kamen Torsten und Philipp auf Platz 22 & 24 am weitesten.
Morgen dürfen wir nochmal auf bessere Bedingungen hoffen, um so den Event wenigstens mit einem letzten zufriedenstellenden Task zu beenden - hoffentlich im Goal.

In der Früh hat es noch geregnet, deshalb fuhren wir erst gegen 11 Uhr auf den Berg. Es wurde eine 51 Kilometer Aufgabe gestartet, keiner hat wirklich den Startplatz überhöht. Im Moment fliegen die Piloten im Flachland in der Sonne. Viele Wolken durch den Regen der letzten Tage hindern die Thermik und die Piloten kämpfen um jeden Kilometer. Das Live-Tracking bleibt spannend.

Mittwoch, 10. November 2021

Ein Nachtrag zum Task am Montag: Leider ein übler Nachgeschmack im "Abgang" ...

Der Task #5 wurde als One-Way nach Süden geplant, weil der Tag mit schwacher Thermik und Abschattungen an der Bergkette vorhergesagt wurde. Ungünstigerweise wurde noch ein Waypoint draussen im Flachland gesetzt, der bewirkte, dass die Piloten in Richtung des Airspace von Tucuman (18,5 km um den Flughafen) geführt wurden. Dort standen auch die besten Thermik-Bärte.

Philipp Haag und viele andere Piloten beobachteten hier ihre Instrumente sehr genau und drehten in einer besonders guten Thermik bis sie knapp vor dem Airspace waren und flogen dann weiter - weg vom Luftraum.

Nachdem die ersten Ergebnisse schon am Montag Abend veröffentlicht wurden, folgte am Dienstag eine böse Überraschung:

Fast 30 Piloten bekamen eine Penalty weil sie angeblich im Luftraum waren. Darunter auch ALLE Piloten des (punktenden) Deutschen Teams. Die Strafe war recht heftig: Pro Meter wurden 3,3% der Punkte abgezogen: bei 10 m fehlt also schon ein Drittel aller Punkte für den Tag - bei 30 m sind alle Punkte weg.

Wir waren uns aber z.B. bei Philipp ganz sicher, dass er ausserhalb geblieben war - wie konnte das sein?

Nach langem Nachforschen stellte sich heraus, dass viele Instrumente, unter anderem die sehr beliebte Software XC-Track auf Android oder auch das Compass C-Pilot, den Airspace als Polygon mit vielen Punkten statt als Kreis darstellt. Mit dem bloßen Auge kann man das kaum feststellen bei einem so großen Radius. Erst wenn man es weiss, und mit Tricks einen ECHTEN Kreis daneben darstellt und ganz dicht ran zoomt, sieht man den Unterschied. Links sind 3 Bilder zur Illustration, die das Problem gut zeigen.

Die Polygonpunkte liegen leicht ausserhalb des Radiuses, sodass die Verbindungslinien dazwischen teils innerhalb und teils ausserhalb des eigentlichen Radiuses liegen.

Vertrackterweise passierte unsere Annäherung genau an solch einem Stück der Linie, welche innerhalb des "wahren Radiuses" lag. Und so sahen wir uns während des Flugs zwar ausserhalb auf den Instumenten im Cockpit, aber die Auswertungs-Software wertet mit dem echten Kreisradius aus und bestrafte uns dann mit ein paar Meter im Airspace.

Genau aus diesem Grund, weil alle Geräte ihre minimal abweichenden Berechnungen und Darstellungsweisen haben, gibt es in den Regeln eine 0,1% Toleranz-Regel ("Technische Toleranz"), die bei allen Wegpunkten angewendet wird und auch so im initialen Briefing kommuniziert wurde. Ulric Jessop, der professionelle Auswerter, wollte diese Regel auch hier anwenden (= 18,5 m), aber der Meet-Director bestimmte, dass bei Airspace-Radien diese Technische Toleranz nicht angewendet werden solle.

Kurzgesagt werden also hier die Piloten bestraft, die sich nach bestem Wissen und technischen Möglichkeiten mit ihren offiziell von der FAI „approved“ Instrumenten an die Regeln halten wollen.

Damit fiel Deutschland in der Nationenwertung von Platz 2 auf Platz 10, Frankreich gar auf Platz 12.

Darauf hagelte es viele offizielle Proteste von den Nationen die hier so überraschend abgestraft wurden, sowie Diskussionen FÜR diese Regelung von Nationen wie Tschechien, die hier unverhofft profitierten.

Wir Piloten im Deutschen Team wissen gerade nicht recht, ob wir Weinen oder Lachen sollen: Die Fehlentscheidungen der Organisation nehmen hier kein Ende: Was mit dem Stoppen und dann rückwirkenden Streichen des 2. Tasks begann und am Dienstag mit dem frühen Absagen des wohl besten Flugtages weiter ging (krasse Fehlprognose des Wetters), hat nun noch eine weitere Variante gefunden. Wir warten nun schon drauf, was an den letzten beiden Tagen passieren wird.

Vermutlich nicht mehr viel, bei der trüben Wettervorhersage...

Grüße

Ulli

 

Der Tag heute ist abgesagt, der Himmel  läßt unmengen an Regen über uns niederprasseln. Das Gefühl das wir soeben von den geänderten Resultaten haben, steht im Einklang mit der Natur. Unsere Piloten werden von der FAI hart mit Punktabzug abgestaft, obwohl die Geräte Ihnen keine Luftraumverletzung angezeigt haben.

Dienstag, 09. November 2021

Viel feuchte Luft um uns herum, viele dunkle Wolken, es wird kein wirklich guter Tag um eine Wettbewerbsaufgabe zu starten. Wir sind gespannt wie es weiter geht.

Der Tag wurde gerade abgesagt!

Montag, 08. November 2021

Mit voll angezogener Handbremse sind wir unter der starken Bewölkung gehangen und haben uns gefragt, was wir hier eigentlich machen. Die 0,2m starken Bärte waren dennoch recht zuverlässig und brachten uns in die südliche Richtung entlang der Route. Super hat es Pepe gemacht, der alleine im Flachen uns allen davon geflogen ist. Leider ist er an der 1. bzw. letzten Wende abgestanden. In 8/8 Bewölkung konnten wir die 55km mit Mühe und Not bewältigen. Heute hatten wir wieder krasse Endanflüge mit einigen Bombouts. Leider hat es auch unseren Spitzenpilot Ulli getroffen. In der Nationenwertung konnten wir unseren Podiumsplatz halten. Die nächsten Tage sehen leider etwas durchwachsen aus, hoffen wir noch auf ein paar nette Durchgänge!

Viele Grüße,
Philipp

Die Prognose vom Wetter ist wie am Sonntag, nur etwas schwächere Thermik. Die Aufgabe  war 55 Kilometer, der Endanflug wieder sehr spannend, für Philipp Haag lief es gut, bester Deutscher auf Rang 5.

Sonntag, 07. November 2021

Endlich wieder kurze Hosen Wetter. Naja zumindest für einige, denn 14 °C am takeoff sind immer noch nicht ich die Temperaturen nachdem ich meinen Koffer gepackt hatte.
Im Flachland schien die Sonne, die Berge wie gewohnt schattig.
Direkt nach dem Briefing war das Fenster offen zum starten. Doch es ging heute eher gemütlicher am Startplatz zu. Die Frage die wir uns beim Teambriefing stellten war, ob wir im Flachen warten sollen, was die kürzere Route ist oder an den Bergen.
Eine halbe Stunde vor Rennbeginn kamen die Leute aus dem Flaschen jedoch wieder an die Berge zurück, da hier eine höhere Basis und bessere Steigwerte waren.
Durch meinen Fehler im ersten Task, habe ich mich dazu entschieden nicht mehr vorweg zu fliegen sondern eher defensiv. Das Feld teilte sich gleich zu race Beginn in zwei Gruppen auf. Ich war bei der Gruppe in den Bergen dabei zusammen mit Torsten, Stefan und Pepe. Lange gleich auf konnten wir uns dann ein bisschen absetzen, jedoch war immer mehr Schatten auf unserem Weg und die Thermik variiert von der Stärke. An der südlichen Wende angekommen waren beide Gruppen wieder gleichauf und das Feld war wieder beisammen.
Durch eine gute Linienwahl konnte ich vorne gut mitfliegen. Spannend wurde es dann nochmal zum Schluss, denn das Führungspulk hatte sehr schwaches Steigen und die Verfolger kamen aus dem Orbit zu uns heran geflogen. Wir sind zugeflogen und haben es diesmal alle gut ins Goal geschafft.


Grüße Jonas

Zieleinlauf Task 3
Team Germany 2021
Ernest, Philipp und Torsten beim parawaiting
Am Startradius
Startpulk
Yves in Action
Joga am Startplatz
Vorhersage vom 02.11.

Samstag, 06. November 2021
Task 3
Gestern noch einmal viel Feuchtigkeit, heute dann parallelen zum ersten Tag. Wir standen lange in der Wolke bei 7 Grad und so allmählich stellte man sich die Frage, sind wir in Südamerika oder im Europäischen Winter.
Nun ja, wir rechneten fest damit, dass es irgendwann aufmacht und die 70 Kilometer Aufgabe in Richtung Norden flieg bar sein wird.
So öffnete es sich ganz zart gegen 12.30 Uhr und pünktlich um 14 Uhr ging dann das Race los. Sehr vorsichtig ging es zur ersten Wende, die kurz vor der Schlüsselstelle am Pass lag, den wir mit etwas mehr Höhe überflogen. Kurz nach dem Pass landeten nun die ersten Piloten, da es noch nicht gleich gut hoch ging. Aber mit dem Wind suchend, fanden wir den ersten leichten Aufwind, der aber auch mit dem Wind deutlich versetzt wurde. Zum Glück in die richtige Richtung.
Erst 20 Kilometer vor dem Ziel, waren die Aufwinde so, wie wir es erwartet hatten. Leider verpasste ich einen guten Zyklus und hechelte knapp 3 min hinterher.
Ich kam so gerade eben mit 20 m Höhe ins Ziel, da es auf den letzten 3 – 4 Kilometer etwas mehr sinken hatte als wir dachten. Einige landeten kurz vor dem Ziel, leider auch unser Philipp, der bis heute ja die Rangliste anführte.
Torsten und Ernesto würden heute dann für das Deutsche Team punkten… würden, ja leider, Torsten hatte die verkehrten Einstellungen im GPS und den Start um 8 Meter verpasst.
Ja so kann es auch laufen…

Morgen sollte es aber wieder Fliegen.

Gruß Pepe

Ein Temperaturwechsel, ein bedeckter Himmel und ein gestrichenes Ergebnis des 2. Laufs lassen uns den Tag beginnen. Wenn wir mehr genauere Infos haben, berichten wir mehr.

Freitag, 05. November 2021

No Task Today

… wie gestern schon vorhergesagt, regnete es und der Wind war deutlich aus Süd. So wurde morgens der Tag schon abgesagt. Da ich damit fest gerechnet hatte, wurde kein Wecker gestellt und ich hatte erstmals ausgeschlafen.
Später ging ich noch zum Haircut und am Abend setzten wir mit dem Taskkomitee den eventuellen Lauf für morgen. 70 Kilometer Richtung Norden.
Mal schauen, wie das Wetter nun wirklich ist, denn die Wetterberichte sind sich nicht einig.

Gruß Pepe

Der starken Winde in der Höhe, die lang anhaltenden Niederschläge bis heute früh  lassen kein wirkliches Gleitschirmfliegen zu. Die Diskussionen vom gestrigen Tag, welche Stopzeit nun genommen wird halten an. Die Prognosen stehen gut für das anstehende Wochenende noch weitere Tasks zu fliegen.

Donnerstag, 04. November 2021

Gewohnt früh gegen 9.15 Uhr machten wir uns wieder auf zum Startplatz. Oben angekommen hatten wir einen schönen Wind zum starten, bereits kleine Wolken und endlich Sonne.
Es versprach ein guter Tag zu werden. Nachdem wir die Aufgabe erhalten hatten, machten wir uns fertig und starteten. Trotz der verkürzten Zeit von 1h15min von Window open bis airstart, hatten wir keinen Stress, denn die Basis war nur auf 1400m. Allerdings begann es dann kurz vorher immer mehr abzuschatten, was die optimale Positionierung vor Rennbeginn etwas erschwerte.
Mit dem Südwind machten wir uns auf den Weg Richtung Norden zum ersten Wendepunkt. Man merkte, dass der Wind zugenommen hatte, was für den Rückweg bedeutete hoch bleiben.
Das gelang Torsten, Daniel, Philipp und mir auch gut und wir waren immer vorne dabei und konnten das Feld kontrollieren. Auf dem Weg Richtung Süden müssten wir uns Teils immer mal wieder von etwas tiefer ausgraben, was für die Verfolger von Vorteil war. Endlich im Flachen angekommen haben Pepe, Uli und Stefan wieder aufgeschlossen und das gesamte deutsche Team war in einer top Position.
Aus allen Wolken sind wir deshalb gefallen weil nun der Task gestoppt wurde. Warum wussten wir alle nicht. Vielleicht ist irgendwas passiert was wir nicht mitbekommen hatten.

Sehr schade aber wir freuen uns auf die kommenden Tage!
Jonas

Die Vorhersage lässt uns heute wieder einen spannenden Task erwarten, ein strahlend blauer Himmel hier in Tucuman, es soll dann am Abend zu stärkeren Regenfällen kommen.

Gerade starten wir unseren Tag, aufgrund der Zeitverschiebung sind wir hier der deutschen Zeit 5 h hinterher, deshalb kommen die Infos bei euch gefühlt etwas später an.

 Mittwoch, 03. November 2021

Ein stabiler Tag!

Im tiefem Nebel haben wir über 3 Stunden auf ein wenig Sonne gewartet. Neben dem Eintippen des Task war es mal wieder schön, einen kleinen Plausch mit Wettbewerbspiloten aus der ganzen Welt zu halten. Als es langsam aufriss, versuchten sich die Piloten an der tiefen Basis entlang der Ridge Richtung Süden zu hangeln. Es war aber so stabil, dass sich ein 1 m/s Bart als "Hammerbart" des Tages zeigte. Auch die optimistisch gelegten 60 km konnte leider niemand von uns erreichen. Am Ende fehlten noch knapp 15 km, aber wir sind hier ja erst am Anfang der WM. Wir sind optimistisch, dass noch ein paar schöne Tage kommen werden!

Bis dahin und viele Grüße,
Philipp

Im Moment haben wir Bodennebel wegen des vielen Regens. Wir fahren um 9.15 an den Startplatz und geplant ist eine 63 Kilometer Aufgabe, wir sind gespannt auf den ersten Lauf.

Dienstag, 02. November 2021

No Task Today

…wie gestern schon geschrieben, hatten wir heute Vormittag noch viel Regen, was sich erst zum Nachmittag legte.
Also wurde schon am Morgen der heutige Durchgang abgesagt und jeder gestaltete seinen Tag nach seinem Gusto.
Einige vermessen ihre Schirme, andere reparieren kleine Blessuren an der Ausrüstung.
Ich hatte erst noch mit dem Task und Safety Komitee eine Besprechung und heute Abend noch einmal. Denn wir möchten schon am Vorabend den Task immer vorbereiten.
Danach veränderte ich noch mein Pilotenprofil beim DHV.
Da die Flugschule Freiraum, in der ich ja nun öfters die Kollegen unterstütze, noch unter meinen Sponsoren gelistet werden musste. Denn nicht nur in der Grund und A-Schein-Schulung sondern auch beim Thermik und XC Seminar freue ich mich, mit Achim Joos (World-Cup-Gesamtsieger und Besitzer der Flugschule Freiraum) unseren großen Erfahrungsschatz weiter zu geben.

Später gab es noch eine Yogastunde mit Daniel und Stefan, wo mal die Gelenke und Muskeln etwas gelockert wurden.
Nach der Besprechung mit dem Komitee heute Abend, gehen wir ins Steakhaus, denn hier in Argentinien öffnen die Restaurants meist erst um 21 Uhr.
Ich denke, das ist für manche Nationen wie Österreich schon recht spät.
Morgen sind im Wetterbericht zwei Stunden Sonne für unser Gebiet vorhergesagt … evtl. reicht das ja für einen gültigen Lauf.

Bis morgen Gruß Pepe

Es regnete fast die ganze Nacht durch, und die Wolkenbasis liegt über unseren Hausdächern. Auch unser "Forecast" sieht so aus als ob wir nochmals einen Tag ohne Wettbewerbstask haben.

 

 

Nach der gefühlten längsten Anreise unseres Lebens mit zahlreichen Geschichten über die Irrungen und Wirrungen, welche die Einladungsdokumente und COVID-Richtlinien mit sich brachten, ist das deutsche Team in Tucuman eingetroffen. Und die Zeit zum Erholen war beschränkt: mit den zwei besten Flugtagen in der Wettkampfgeschichte von Tucuman vor der offiziellen Eröffnung zeigt die kleine Ridge, was in ihr steckt. Steigwerte knapp unter dem zweistelligen Bereich, Dust Devils und ein kleiner Tornado östlich von Tucuman, Spülgänge entlang der flach abfallenden Rippen und Temperaturen bis 36° am Grund. Nach den Berichten der letzten Jahre über das Fluggebiet, was eigentlich für seine extrem schwachen Bedingungen bekannt ist, welche von den Piloten übermenschliche Beharrlichkeit abverlangt, erlebten wir einen etwas anders gearteten Einstand.

Pünktlich zum offiziellen Trainingslauf, der für heute angesetzt war, kam dann aber das schlechte Wetter mit einer Kaltfront und Starkregen. Die Straßen waren letzte Nacht schon reißende Bäche und heute ergießt sich ein englischer Landregen über Tucuman, was bedeutet, dass es nun deutlich schwächer wird und die Aufgaben deutlich schwieriger.


Es sind insgesamt 150 Piloten aus 37 Naionen auf der 17. Weltmeisterschaft vor Ort und das Deutsche Team um Harry Buntz unserem Teamchef, besteht aus 8 Piloten, Simon unserem Helfer und Yves, dem weltbesten Kameramann.
Ich, Pepe, kam erst sehr spät dazu, da die Plätze für das deutsche Team schon vergeben waren und ich bislang in diesem Jahr nicht unbedingt erfolgreich unterwegs war.


Nachfolgend ein Blick auf unsere Piloten:
Auf Nr. 2 der aktuellen Weltrangliste (WRL) ist unser Spitzenpilot Ulli Prinz, der derzeit von einer guten Platzierung zur nächsten eilt.
Super konstant auch seit vielen Jahren Torsten Siegel, in der WRL auf Platz 32. Durch einen längeren Lockdown in Canada, wo er mit seiner Familie lebt, war Torsten ziemlich eingeschränkt und konnte nur an wenigen Wettkämpfen im Vorfeld teilnehmen. Bei seinem letzter Einsatz im August beim Weltcup Superfinale zeigte er dass er mit seinem neuen Schirm auch weiterhin ein Garant für das Deutsche Team ist.
Philipp Haag, Platz 15 der aktuellen WRL, hatte in den letzten zwei Jahren immer wieder gezeigt, dass er in jedem Teilnehmerfeld aufs Podium fliegen kann und sich aktuell in Topform befindet.
Stefan Bernhard, Nr. 18 der WRL, der immer wieder durch sehr gute Platzierungen zeigt, dass mit ihm zu rechnen ist.
Einen Platz hinter Stefan folgt Daniel Tyrkas in der WRL. Daniel fliegt seit Jahren fast immer auf großen Wettkämpfen in die Top Zehn hinein und auch hier wird er voll motiviert in Rennen gehen.
Ernesto Hinestroza belegt Platz 21 in der WRL und ist immer eine feste Größe, gerade wenn es um schwierige Aufgaben geht, z.B. beim Fliegen im südamerikanischen Flachland.
Unser Youngster Jonas Böttcher (Nr. 94 der WRL) fliegt in den letzten Jahren immer besser ins Reich der Toppiloten hinein und dank seiner aufsteigenden Form ergatterte er sich zum ersten Mal einen Nationalmannschaftseinsatz!
Und last but not least ich selber, der erst kurz vor der Eröffnung hier in Argentinien erfuhr, dass noch ein Platz frei wurde. Derzeit befinde ich mich in der WRL auf Rang 46 und bin ziemlich glücklich darüber, hier mit an den Start zu gehen.
Leider musste ein Top-Pilot seine Teilnahme absagen: Ferdi Vogel, Nr. 11 der WRL, hatte seinen Impftermin zu spät, was eine 2 Wochen Quarantäne in Argentinien bei der Einreise bedeutete. Das war natürlich nicht möglich. Ferdi, wir senden dir alles liebe und die Jungs wissen, dass ein Top-Pilot fehlt. Beim nächsten Einsatz freuen sich alle wieder auf dich!
Da es größere und kleinere Nationen gibt, was die Anzahl der Piloten angeht, dürfen im Vorfeld nur 4 Piloten genannt werden, die für das Teamresultat punkten werden. Von diesen vier Piloten punkten pro Task immer die zwei ersten Piloten einer Nation.
Mit dem Team haben wir heute diskutiert, wer für Deutschland in der Teamwertung punktet und kamen am Ende auf Ulli, Torsten, Philipp und Ernesto. Die anderen vier fliegen in der Einzelwertung und stehen natürlich als Flügelmänner den für das Team punkteten Piloten zur Seite. Also ein echter Team-Wettbewerb, aber natürlich auch mit separater Einzelweltmeisterschaft.
Nach der Vorbereitung und Eröffnungsfeier letzte Nacht, freuen wir uns alle auf den ersten Lauf. Leider wird morgen wahrscheinlich das Wetter noch nicht mitspielen, aber schauen wir mal.
Der beste Pilot des Tages wird dann den jeweiligen Tagesbericht schreiben und euch mit seinen spannenden Erzählungen informieren!

Bis später Gruß Pepe

 

 

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