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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

World Cup Superfinal Roldanillo/Kolumbien 09.-20.01.2018

Ernesto Hinestroza aus Garmisch-Partenkirchen beendet das Super Finale als bester deutscher Pilot in den Top Ten auf Rang 8.

4 deutsche Piloten unter den Top 21

News of the day

Podium bei den Frauen
Podium der Männer
Wilder Rücktransport auf einem Tieflader aus den Zuckerrohr-Feldern
Task 7
T5: Finstere Wolken, sieht hier aber bedrohlicher aus als es war...
Task 5 - Karte und Wegpunkte
Die Geier warten schon... Auf UNS?
Zum Glück gabs andere Nahrung für sie...
Task4: Packen bei Regen in einer Halle...
Task 3 - Karte und Wegpunkte
Task 3 - Low Save? Leider Nein für Brad Gunnuscio... Dazu entpuppte sich die schöne Grüne "Wiese" auch noch als Schlammloch. Dank an ihn für die Bilder!
Task 3 - Abschattung
Task 3 - Regen über Roldanillo im Vorbeiflug. Zum Glück lag das nicht auf dem Weg!
Task 2 - Karte und Wegpunkte
Ziel Anflug Task 2
Team Germany fast alle;-)
Joachim Torn
Richard Gallon
Andreas Malecki
Bilder von Xevi Bonet
Bilder von Xevi Bonet
Bilder von Xevi Bonet
Bilder von Xevi Bonet
Bilder von Xevi Bonet
Donini Clan,Nicola und Luca, Vater und Sohn
Leistungsoptimierung an den Armen durch profilierte Armlinge

Samstag, den 20.01.2018

Ein superspannender letzter Lauf, in dem Michael Sigel aus der Schweiz zeigte, dass er der verdiente Gewinner des Superfinales des Gleitschirm Weltcups in Roldanillo ist. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Wende mit fast allen Piloten, dann glückte es nur noch 6 Piloten ins Ziel zu fliegen. Michael Sigel (CH) und Nicola Donini (I) flogen auf die ersten zwei Plätze und Joachim Oberhauser (I) steht als Dritter auf dem Podest. Sie haben somit die Deutschen in der Nationenwertung im letzten Rennen von Rang 2 auf Rang 4 verwiesen.

Frauen Podium: 
1) Laurie GENOVESE (Overall 6th !!) 
2) 
Méryl DELFERRIERE
3) 
Klaudia BULGAKOW

Männer: 

1) Michael SIGEL
2) Nicola DONINI
3) Joachim OBERHAUSER
..
8)     Ernesto HINESTROZA
13)   Torsten SIEGEL
17)   Ulrich PRINZ
21)   Marc WENSAUER
30)   Stefan BERNHARD
34)   Pepe MALECKI 

Was für ein Finale!!! Ich mache es kurz, da wir gleich zur Siegesfeier gehen. Der knapp 90km Task fand nach einem guten Start mehr oder weniger nur unter bedecktem Himmel statt. Daher blieben wir an der Ridge, um das extrem schwache Steigen zu finden. Ein kurzer Sonnenabschnitt machte das Rennen dann nochmal schneller, bevor es nur noch ums Überleben ging. Bei knapp 80 km finde ich mit Luc noch einen kurzen Bart, in dem wir hoffnungsvoll 50m stiegen, dann verloren und wie alle anderen abglitten. Michi Sigel erreichte die Stelle 30 Sekunden später, konnte von der Gruppe als einziger aufdrehen und kam als erster von sechs Piloten ins Ziel. Nicola Donini wurde Zweiter, konnte den Vorsprung von Michi trotz seiner Leading Points nicht mehr einholen.

Natürlich werden wir im Gin Team den außergewöhnlichen Sieg jetzt ordentlich feiern!!!

Ernesto beendet das Superfinale als bester deutscher Pilot in den Top Ten auf Rang 8.

Nach dem nervenaufreibenden Fliegen freuen wir uns jetzt alle auf zuhause.

Bis demnächst

Torsten

 

Bericht von Pepe

Task 9
Am letzten Tag bei einem Wettbewerb werden normalerweise kurze Aufgaben gestellt, da die Auswertung und die Vorbereitung für die Siegerehrung einiges an Zeit verschlingt.
Doch die Organisation dachte gar nicht dran und so wurde wegen des "tollen Wetters" ein 94 Kilometer Task gesetzt.
Die Steigwerte zu Anfang mehr als gut, verführten mich eher an ein schnelles Race zu glauben. Doch bei der Querung bei La Union waren meine Alarmglocken zu spät am schreien. Ich ging zu niedrig weiter und war einer der ersten die dem Wetter tribut zollten.
Es war ein schwacher Tag und nicht ein guter... und nur 6 Piloten schafften das schwierige Ziel. Dabei tatsächlich die ersten 5 der Rangliste, die sich ein richtig tolles Finale lieferten. Mit gutem Ausgang für Michi Siegel, der verdient als erster das Ziel erreichte und sich damit seinen Traum erfüllte, einmal das Superfinale zu gewinnen. Nicola machte ihm den Sieg sehr schwer, er war wieder ganz vorne mit dabei und wurde mit toller Leistung zweiter. Joachim Oberhauser dritter auf dem Podium.
Bei den Damen gewann Laurie Genovese vor Meryl Delferriere und Klaudia Bulgakow. Bester Deutscher Ernesto auf Platz 8, Torsten auf Platz 13, Ulli auf dem 17 ten und Marc auf dem 21 ten Platz. Da ich die letzten drei Läufe echt sehr sehr bescheiden flog, landete ich auf dem 34 Platz. 120 Piloten nahmen an diesem Superfinale teil und blieben allesamt von Unfällen verschont. :-)
Im Februar beginnt dann schon wieder die Saison 2018 mit dem ersten World Cup in Australien. Von dort werde ich dann wieder life berichten.

Bis dahin alles Gute Gruß Pepe

Freitag, den 19.01.2018

Heute ging es Oneway über 87km nach Süden, immer das Tal entlang. Und dennoch gab es viele verschiedene Routen und Möglichkeiten Zeit liegen zu lassen. Entscheidend war letztlich wann das Tal gequert wurde, denn das Ziel lag auf der Ostseite. Nachdem ich heute etwas mit Schlafmangel zu kämpfen hatte versenkte ich mich bereits kurz nach dem Start und durfte in ca 20m Höhe zum Strafsoaren. Aber meine Geduld wurde bezahlt und so machte ich mich mit ein paar Versprengten auf die Aufholjagd und zwar direkt über das Tal. Etwas verblüfft stellte ich dann in der Mitte des Rennens fest, dass eine große Gruppe mit Torsten, Ulli und Pepe einen Umweg genommen hatten um dem Schatten in Talmitte auszuweichen. Mit dieser Gruppe ergänzt um Ernesto und Stefan ging es dann ins Ziel mit angenehmen Rückenwind und dem einen oder anderen Regentropfen. Letztlich blieben mir 6 Minuten Rückstand - Schadensbegrenzung. Leading Points werde ich wohl nur sehr wenig gesammelt haben.
Drückt uns die Daumen für den letzten Tag morgen.

Gruß aus dem Rückholbus nach Roldanillo.
Marc

Donnerstag, den 18.01.2018

Der heutige Lauf über 62 km war eine Spezialität des Weltcups. Letztlich kamen wir mit einem einzigen Wendepunkt aus - dem Ziel nördlich von Zarzal. Wir mussten nach dem Start dort hin um uns danach wieder mindestens 23 km davon zu entfernen und dann erst zum letzten Schenkel in dieses Ziel aufzumachen. Eine derartige Aufgabe lässt eine Vielzahl an Lösungen zu und so diskutierten die Nationen in ihren Briefings bereits am Start ausgiebig über die optimale Route. Pünktlich zum Window open setzte leichter Nieselregen ein und die niedrige Wolkendecke  zwang den Meetdirector mehrfach den Startplatz zu schließen. Letztlich kamen aber doch alle Piloten rechtzeitig in die Luft und mühten sich im zähen Steigen bei wenig Sonne die Basis über Roldanillo zu erreichen. Ich erwischte es gut und erreichte mit den ersten die Wende bei Zarzal. Entgegen meinem ursprünglichen Plan entschied ich mich für die Südroute, denn dort sah es etwas sonniger aus. Letztlich war diese Route auch die schnellere und so konnte mein Pulk als erstes wieder  in das Ziel zurück kehren. Das Deutsche Team war heute mit vielen Piloten im Ziel - allerdings verloren die Piloten der Nordroute viel Zeit auf uns. Gratulation an den Tagessieger Michael Sigel, der mit einer Attacke über 6 Minuten auf den zweiten herausflog und nun overall auf Platz 1 steht.
Bis morgen
Marc

Mittwoch, den 17.01.2018

Die Natur freut sich bekanntlich über den Regen und von dem gab es am Morgen mehr als genug (und am Abend noch mal eine ganze Menge, so dass die Straßen zu eindrucksvollen Bächen anschwollen). Flora und Fauna waren also beglückt, wir schauten dagegen eher etwas verdrossen die tiefe Wolkenbasis an und saßen kurze Zeit später am Startplatz in ihr drin. Sobald die Sonne eine Chance hatte, den Boden zu erreichen, schossen beeindruckende Cumuluswolken in die Höhe.

Aber die feuchte Luft hielt uns nicht davon ab, einen 68km Task zu starten und während des Wartens in der Luft verzeichneten wir überraschend gute Steigwerte. Sollte es heute doch noch mal ein normales Rennen geben? Die Frage beantwortet sich nach einem schnellen Flug zur nördlichen Boje von selbst. Auf dem Rückflug war die gesamte Ridge abgeschattet, es ging tiefer und tiefer nach unten. Die ersten Piloten setzen zur Landung an, während wir vor Roldanillo im Nullschieber ums überleben kämpften. Unnötig zu erwähnen, dass wir dabei immer wieder von einzelnen Pulks überflogen wurden, die irgendwo auf dem Weg doch noch einen Bart gefunden hatten. Nach einer guten halben Stunde gelang uns dann endlich der Anschluss südlich von Roldanillo, die Abschattung wurde schwächer und dank einer etwas anderen Route, die den besten Bart des Tages bot, kamen wir wieder in Schlagdistanz zu den ersten Piloten.

Mit Ernesto, Uli, Pepe, Peter und Stefan ging es schnurstracks Richtung Ziel und dank der immer besseren Verhältnisse erreichten wir die „end of speed section“ im Vollgas und das Ziel mit genügend Höhe. Ein netter Tagesabschluss (auch für Marc und Achim, die ebenfalls im Ziel waren) und wir hoffen endlich mal auf ein richtiges Race hier in Roldanillo. Die letzten Tage mit den vielen Abschattungen und „low safe“ Aktionen sind schon etwas an die Nerven gegangen. Ob es aber wirklich besser wird ist fraglich: aktuell regnet es wieder ausgiebig.

Bis morgen

Torsten

Update 18 Uhr MEZ Deutschland:

Die Wettbewerbspiloten sind gestartet, knappe 69 Kilomter ist der Task. Wir freuen uns auf einen spannendes Live Tracking.

Dienstag, den 16.01.2018

Task 6
Gestern an meinem Restday gab es neben einem kurzen Checkflug mit Achim, Achim`s Schirm wurde am Vortag vermessen und neu eingestellt, einige Reperaturen an meinem Gurtzeug und an meinem Schirm. An meinem Gurtzeug war der Luftschlauch gebrochen und musste erneuert werden, außerdem wurde auch mein Schirm erneut vermessen, da er mich ständig aushebelte und ich deswegen beim Thermik-kurbeln den Kern der Thermik nicht halten konnte. So stiegen mir in den letzten Tagen nicht nur ein mal die Kollegen auf und davon. Nun mit dem neuen Feintuning, wobei ich in Millimeter-Schritten den Schirm versuchte ans Optimum zu bringen, klappte es heute dann auch endlich besser.
Den Task heute bei viel Schatten und sehr schwachen Bedingungen konnte ich gut mithalten und sogar die Gruppen teilweise wieder überhöhen. Die 66 Kilometer waren gerade zur hälfte des Rennens sehr zäh. Dort zwischen 35 - 40 Kilometer landeten auch die meisten Piloten mangels Aufwinden. Mir gelang es dort im flachen, zusammen mit Michi Siegel, die beste Ausgangshöhe zu erkurbeln und sicher den Weg zur zweiten Wende an den Bergen zu nehmen. Von dort an waren die Steigwerte wieder besser und der Zielanflug war kein großes Problem mehr. Ich kam als sechster knapp 30 Sekunden nach dem ersten Luc Armant ins Ziel. Mit den Leadingpunkten konnte aber Michi Siegel diesen Lauf gewinnen und ich rutschte auf Platz 7 zurück. Bin aber damit ganz zufieden, da mein Schirm endlich wieder das tut, was ich gerne möchte :-)
Kurz nach mir, kamen Torsten und Ulli ins Ziel. Torsten steht nun in Overall auf Platz 5, Ernesto auf Platz 7 und Ulli auf dem 11 ten Platz. Honorin ist weiterhin erster in der Liste und Laurie hat derzeit einen grandiosen dritten Platz in der Overall Wertung.
Es stehen aber noch weitere 4 spannende Tage bevor.

Bis später, Gruß Pepe

Montag, den 15.01.2018

Task 5:
Am Startplatz angekommen saßen wir zunächst wieder in der Wolke und hofften, dass sich das Wetter zu unseren Gunsten bessern würde, denn wir mussten abermals mit Überentwicklungen rechnen. Entsprechend der Prognose hat sich das Task-Komitee für eine 81 Km-Aufgabe mit Schwerpunkt im Flachland entschieden. Der große Startzylinder eröffnete uns verschiedene Optionen. Ich gesellte mich zur mittleren Gruppe über Zarzal. Doch die rechte Gruppe, die sich über der Hügelkette positioniert hatte, hat es besser erwischt und konnte die erste Wende schneller holen. Erst nach der dritten Wende im Norden bei Obando konnte ich die Führungsgruppe einholen. Doch anstatt mit der Führungsgruppe auf direkter Linie in Richtung Ziel zu fliegen bin ich weiter rechts von La Victoria entlang des Cauca-Flusses geflogen, da dort eine einladende Wolke stand. Zunächst sah es nach einer schlechten Entscheidung aus, da es sehr langsam voran ging. Doch dann stellte es sich als die Richtige heraus, denn die Führungsgruppe landete kurz vor dem Ziel.
Wir konnten nochmal richtig schön aufdrehen, bekamen guten Thermikanschluss und erreichten das Ziel.
Ich bin mit meinem heutigen 3. Platz (mein bestes Ergebnis in einem Superfinale) mehr als zufrieden. Insgesamt kamen nur 21 Piloten ins Ziel.
Wir freuen uns auf weitere 5 Tage mit hoffentlich besten Flugbedingungen. Es bleibt auf jeden Fall spannend!
Viele Grüße,
Ernesto

Sonntag, den 14.01.2018

Task 5
Der Tag vor dem Restday war tricky. Die Basis zu Anfang niedrig und an den Bergen wieder viele Abschattungen. Die Aufgabe - 82 Kilometer - war dieses mal in Richtung Norden gelegt worden, da der Süden die letzten Tage immer wieder von Überentwicklungen beeinflusst war. Da die beste Startposition auf der anderen Seite hinter Zarzal lag, hatten viele vor, früh das Tal zu queren. Nicht immer klappt das schon vor 12 Uhr.
Doch heute ging alles gut und ich konnte mich, mit fast allen Deutschen dort ganz gut positionieren. In time ging es von der Basis los und bis kurz vor dem Ziel war es ein schönes Race. Doch ca. 15 Kilometer vor dem Ziel sorgte eine riesige Abschattung und viel Gegenwind dafür, dass fast die ganze erste Gruppe 5 - 6 Kilometer zum Ziel am Boden stand. Keine 2 Minuten nach unserer Landung sorgten die ersten zarten Sonnenstrahlen dann dazu, dass die nachfolgenden Piloten über unseren Köpfen die ersten frischen Aufwinde dazu nutzten, die passende Höhe für den Endanflug zu erkurbeln. Honorin und Laurie, die beiden Führenden bei den Herren und Damen hatten heute das Glück, nicht bei den Führenden dabei zu sein. So kamen sie in den Genuss, ihre Führung weiter auszubauen. Gewonnen hat heute Hans Kristjan Gudmundson von Island der weit ab von der idealen Linie seine Höhe für den Final Glide als erster erflogen hatte. Glückwunsch :-)
Ich landete bei den meisten aus der ersten Gruppe ca. 5 km vor dem Ziel und Ernesto steht als dritter in der Liste von heute. Top resultat für ihn, dass ihn weiter nach vorne bringt. Als letzter und 23 ter kam noch unser Peter Nägele ins Ziel. Glückwunsch euch beiden :-)
Morgen wird etwas relaxt und am Gurtzeug repariert, bevor es dann Dienstag weiter geht.

Bis dahin Gruß Pepe

Samstag, den 13.01.2018

Heute waren schon bei der Fahrt auf den Berg, die Wolken sehr dick und sehr sehr schwarz.
Als wir dann unsere Schirme auslegten - für die 66 Kilometer Aufgabe - gab es schon die erste kräftige Dusche. Zum Glück hatte sich der Sportminister des Landes angemeldet und so war der Startplatz mit allen Landesfahnen geschmückt, diese eigneten sich dank ihrer guten Wassersäule gut zum abdecken der Gleitschirmausrüstungen. :-)
Mister Gin hatte sich schnell die Deutsche Fahne gegriffen und meine Ausrüstung damit vor dem gröbsten gerettet. Vielen Dank nochmal.... :-)
Nach dem heftigen Schauer wurde die Aufgabe dann ab 12.15 Uhr geöffnet. Wasser-Ballast musste ich vorher aber ablassen, denn die Familien-Paella von gestern Abend hatte mich 1 kg schwerer gemacht :-)
Doch als der Start in der Luft gerade los gehen sollte, wurde die Aufgabe auch schon wieder gecanceld. Fette Wolken und rundherum einige Schauer ließen keine sichere Fliegerei zu. Die meisten landeten im Stadion bei gefüllten Rängen :-)
Und als ich meine Füße auf den Boden absetzte, gab es den ersten Tropfen aufs Visier. Als ich mich aus dem Gurtzeug schnallte einen Regenguss den ich so bislang selten erlebt hatte.  Die komplette Ausrüstung war zehn Kilo schwerer geworden und den Nachmittag verbrachte ich im Garten des HQ und sonnte meinen Schirm, Handschuhe, Helm, Gurtzeug ....usw. Nicht ein Teil meiner Flugausrüstung war trocken geblieben.
Nun hoffe ich, dass wir morgen erst noch einmal trocken in die Luft und wieder zu Boden kommen, bevor wir dann am Montag eine Tag Flugpause haben werden.

Bis später Gruß Pepe

Freitag, den 12.01.2018

Task 3
Es hatte in der Nacht viel geregnet, die Feuchtigkeit in der Luft ließ die Wolken erst sehr zögerlich über den Startplatz nach oben wandern. Die Wolken hingen tief und auch im Laufe des Task gab es mehr Schatten als Sonne. Dazu gesellte sich noch etwas stärkerer Wind aus Süd und machte die Aufgabe nicht unbedingt einfacher. 82 Kilometer lang war der Task und nur die erste Gruppe schafte das Ziel. Es schattete später komplett ab und der Gegenwind nahm noch mal etwas zu.... kein guter Cocktail :-)
Ich landete 7 km vor der Ziellinie. Und auf dem Feld wo ich dann stand, stapfte man eher in einem Sumpf als in einem trockenen Acker. Man sieht überall Wasserlachen auf den Feldern und man wundert sich, dass bei dem vielen Wasser überhaupt Thermik entstehen kann.
35 Piloten schafften das Goal und erster wurde erneut Nicola Donini.

Gruß Pepe

Donnerstag, den 11.01.2018

Tag 2 des Superfinales und das Wetter begrüsste uns zum ersten Mal seit ich hier bin mit blauem Himmel am Morgen. Diese Saison hat es in den vergangenen Wochen wohl häufiger geregnet, was nicht typisch für die Gegend ist. Bisher war dann auch jeden Tag alles grossflächig mit Wolken bedeckt, und der Start enhüllte sich erst später aus dem Nebel.

Die Tasksetter ergriffen auch gleich die Initiative und schrieben einen 100Km Task aus um den guten Tag zu nutzen. Siehe Bild nebenan: Warten über Roldanillo, dann Los Richtung Süden, weiter über einen langen Schenkel nach Norden und ins Ziel.

Das Rennen selbst verlief dann weniger spannend als Gestern: Da wir früher starteten war das Flachland noch fast frei von Wolken,und so traute sich niemand "ins Blaue" zu fliegen um zu sehen ob doch irgendwo Thermik zu finden sei. So flogen wir alle in einem sehr grossen Feld an den Bergen entlang.

Nach Wende B19 kamen fast alle Piloten supertief und suchten verzweifelnd nach Thermikanzeigern. Die hiesigen Rabengrossen thermikdrehenden Vögel sind meist recht gute Hilfen, doch Heute hatte man manchmal den Eindruck,dass sie den Spiess umdrehten und sich sagten: "Diese grossen piepsenden bunten 'Vögel' werden es schon wissen!" und gesellten sich zu uns statt sich ihren eigenen Bart zu suchen.
Schliesslich fanden ein paar mutige Tiefflieger knapp über dem Boden in den Hügeln ein paar gute Bärte und das Feld zog hinterher.

Nachdem Gestern doch recht viele Leute vor der gleichen Ziellinie standen flogen die Meisten am Schluss mit 200m mehr als nötig ins Ziel. So gab es auch mehr zufriedene Gesichter im Ziel.

Ich konnte als erster von den Deutschen über die Zielline fliegen, aber da so viele gleichzeitig ankamen spielten die Führungspunkte eine grosse Rolle. Torsten hat den Tagessieg bei uns im Team, bat mich aber den Bericht für ihn zu schreiben. Ernesto und Achim flogen praktisch zeitgleich mit uns ein, und auch Marc, Stefan und Pepe kamen gut mit rein! 

Honorin behält Overall die Führung, und die grosse Überraschung ist Laurie Genovese, die 2 Mal toll flog und nun auf Platz 4 Overall steht!

Gruss, Ulli

 

Mittwoch, den 10.01.2018

Hallo,
nachdem ich Dank meines kanadischen Wohnorts keine Zeitverschiebung zu beklagen habe, bin ich als letzter hier angekommen, um heute die klammen Finger wieder um die Bremsgriffe zu wickeln. Und da alles wie gewohnt von statten ging, war das Einfliegen während des ersten Tasks eine nette Abwechslung im Vergleich zum Schneeschippen in Kanada.

Mit dem Training aus Ecuador war es mir möglich, in dem abgeschatteten Startzylinder das verminderte Sinken gut zu zentrieren und bis zum Start einigermaßen hoch zu überleben. Das Feld teilte sich dadurch gleich auf und während wir der Ridge weiter folgten, zog die zweite Gruppe gleich ins Flachland. War ziemlich spannend zu beobachten, wie die unterschiedlichen Linien arbeiteten und irgendwie waren wir dann nach dem ersten großen Zylinder wieder alle zusammen. Doch dann begann das bekannte zyklische Spiel hier in Kolumbien und irgendwie zersprengte es wieder alle. Marc und Pepe verlor ich aus den Augen und mit einer guten Line und ein paar freundlichen Vögeln, die einen guten Bart markierten, ging es Richtung Ziel.
Und auch hier wieder das altbekannte Spiel, welches wir aus Kolumbien kennen: die Bärte wurden deutlich schwächer, dafür nahm das Sinken aber markant zu. Ich kam mit zehn Meter über die Ziellinie, für viele andere, darunter Achim und Aaron, endete der Flug davor. Marc machte es ganz spannend: nur eins seiner Geräte zeigte bei der Landung das Ziel an. Aber das reichte! Ernesto war ebenfalls sehr gut dabei, Richard, Uli, Pepe und Stefan kamen kurz darauf ins Ziel.
Die nächsten zehn Tage wird es sicher viel zu berichten geben und ich schau mit einem Auge immer auf die Temperaturen in Kanada – schön hier zu sein!
Bis dann

Torsten

Hallo vom Superfinale,
Die heutige Aufgabe wurde mit knapp 85 Kilometern ausgeschrieben. Zunächst war es noch sehr bewölkt und die Wolkenbasis tief. Doch wir waren optimistisch, dass uns das Valle del Cauca am heutigen ersten Task von seiner besten Seite empfangen wird und wir die 85 Kilometer bis ins Ziel in Obando fliegen werden.
Die Route führte uns zuerst entlang der Berge in den Norden. Die Bedingungen waren schwach doch als wir La Union erreichten wurden diese immer besser. Die erste Gruppe blieb noch in den Bergen, doch die folgende Gruppe flog ins Flachland Richtung La Victoria. Der Tag wurden nun immer besser. Nachdem wir den ersten Wegpunkt im Norden mit 25 Km Radius genommen hatten vereinten sich beide Gruppen und wir flogen inmitten des Tals Richtung Süden. Jetzt war der Tag in vollem Gange und wir erfreuten uns bester Wolkenthermik: einfach traumhafte Bedingungen.Zurück in den Norden mit Ziel in Obando hatten wir Gegenwind. Die verschiedenen Gaggles flogen aufgefächert über das Flachland und die Hügelketten verteilt. Der Zieleinflug war spannend. Nach Erreichen der ESS (End of Speed Section, wo die Zeit gestoppt wird) mussten wir nochmals aufdrehen. 77 Piloten erreichten das Ziel während 21 Piloten kurz vor der Ziellinie standen.
Der Franzose Maxime Pinot flog als erster über die Ziellinie und erflog die 85 Km Aufgabe in etwas mehr als 2 1/2 Stunden. Ein ordentlicher Schnitt! Doch den Tagessieg holte sich dank der Leading Points der Franzose Honorin Hamard.

Grüße Ernesto


Ergebnisse deutscher Piloten:

Torsten Siegel 9
Ernesto Hinestroza 11
Marc Wensauer 26
Richard Gallon 33
Ulrich Prinz 35
Andreas Malecki 38
Stefan Bernhard 49
Joachim Torn 80
Heinrich Bretz 104
Peter Nägele 111

Dienstag, den 09.01.2018

Hallo aus Kolumbien,
heute war der letzte Task der Roldanillo Open, Trainingstask vom Superfinfal, Siegerehrung der Roldanillo Open sowie die Einschreibung, Eröffnungsfeier mit Parade durch die Stadt, Feuerwerk, Safetybriefing und Abendessen geplant. Wie das alles in meinen Tag passen sollte war mir heue morgen noch nicht ganz klar.
Wetterbedingt mussten die ersten beiden Programmpunkte leider gestrichen werden und es blieb genügend Zeit den Tag etwas entspannter zu starten. Das Wetter ist in diesem Jahr durch das Wetterphänomen La Niña aussergewöhnlich feucht. Selbst die Parade durch die Stadt musste wegen einem starken Regenschauer um eine Stunde verschoben werden.
 
Die Parade durch die Stadt in das Stadion war sehr beeindruckend. Überall waren begeisterte und freundliche Menchen die uns zujubelten. Die Piloten wurden nach Nationen aufgeteilt und jedem Landesteam wurde eine Tänzerin zugewiesen die vorauslief und ein Schild mit dem jeweiligen Landesnamen trug. Ausserdem bekam jedes Team eine eige Landesflagge. Im Stadion von Roldanillo gab es dann die Eröffnungsfeier mit einigen Programmpunkten sowie einem anschliessenden Feuerwerk. Anschliessend wurde dann im Hauptquartier nochmal eine Salsa Tanzvorführung gezeigt. Man merkt hier einfach dass die Leute Salsa im Blut haben. Die Schnelligkeit der Tanzbewegungen in Kombination mit der perfekten Choreografie waren umwerfend. Nach dem obligatorischen Safety Briefing gab es dann endlich ein gemeinsames Abendessen. Nach so viel Programm sind nun die meissten schon recht müde.
Morgen ist der erste Lauf geplant; drückt und also die Daumen.
Viele Grüße aus Roldanillo / Kolumbien
Peter Nägele

Montag, den 08.01.2018

Nach einer entspannten Nacht, ging es nach dem Frühstück heute etwas später auf den Berg. Doch auch heute erneut super Bedingungen und so entschied ich mich, den 6 ten Lauf der Rolda Open mitzufliegen. ca. 95 Kilometer ging es im Zickzack, erst an den Hügeln und dann übers Flache zum Goal nach Zarzal. Perter Nägele beobachtete ich aus der Luft - er ist hier im Wettbewerb mit dabei - wie er sauber den dritten Rang heute erflog.
Erst zwei Tage hier und schon fast 10 Flugstunden abgespult :-)
Einfliegen derzeit alles andere als schlecht..... :-D

Morgen haben wir offiziell Einschreibung und die Eröffnungszeremonie.

Aber evtl. klappt ja auch noch ein kurzer Flug davor.

Gruß Pepe


Sonntag, den 07.01.2018

Gestern hatten wir unsere Anreise, Achim und ich hier in Kolumbien... und tatsächlich kam das ganze Gepäck mit uns in den Zielflughafen Pereira an :-)
Happy aber ziemlich übermüdet gelangten wir um 1 Uhr in der Früh in unser Hotel. Nach einer lauten und kurzen Nacht - Samstag ist Partytime hier in Kolumbien - gingen wir nach einem Netten Frühstück zusammen an den Startplatz. Eigentlich wollte ich mich nur so 1 bis 2 Stunden etwas einfliegen nach der anstrengenden Anreise, doch der Tag war zu schön :-) satte 5 std. 20 min verbrachte ich in der Luft und vollendete ein tolles FAI Dreieck von 111 Kilometern. Ein netter Farmer brachte mich dann von meinem Landeplatz bis zum Hotel und deckte mich außerdem noch mit leckeren Früchten ein. Soooooo einen schönen netten Tag verbrachte ich hier und das Abendessen rundete den tollen Tag noch angenehm ab.
Mein Enzo 3, der das erste mal nach 4 Monaten wieder das Sonnenlicht erblicken durfte, marschierte heute ab wie die Feuerwehr :-) ach was hattest du mir gefehlt :-)

So kann es denn auch gerne weitergehen :-)

Das Superfinale beginnt am Dienstag den 09.01. mit der Eröffnungszeremonie und am Mitwoch den 10.01. mit dem ersten Lauf, bis dahin sollten dann auch die letzten Deutschen angereist sein :-)

Bis später Gruß Pepe