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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
Weltmeister Alex Ploner, 2ter Christian Ciech (beide ITA) und 3ter Primoz Gricar (GER)
Primoz gewinnt Bronze in der Einzelwertung
TopTen für Gerd
Teamsiegerehrung
Das deutsche Team mit Weltmeister Alex Ploner (ITA)
Bronze glänzt wie Gold
glücklich im Ziel
Ein bißchen Sektspritzen muss sein
Roland und Anna herzen sich
Gerd zweiter im Goal
Das Team gratuliert
Ein weiterer Tagessieg von Primoz am letzten Task
Hochspannung am letzten Tag, das Betreuerteam beim Livetracken
Uli macht noch einen verdienten Abendflug
Uli fast im Ziel
unsere Truppe am Monte San Simmeone
schöne Disteln am Startplatz San Simmeone
Restday-Beschäftigung: Kajo beim Bus putzen
Die Schweizer machen eine Luftmatratzen-Flusstour
Teamchefin mit dem schnellsten des Tages: Primoz Gricar
Primoz im Flug
Daumen hoch für Richi - Drück uns auch die Daumen!
Task Nr. 9
Die drei ersten im Ziel im Task 7
Teambesrprechung
Hammertag-Task
Idyllischer gehts nicht...
Blick auf die Dolomiten
Schneller Jörg - heute zweitbester deutscher Pilot
Roland im Ziel
Tagessieger Alex Ploner Task 7
Gespanntes Warten im Ziel
Natürliche Klimaanlage beim Livetracken
Harte Arbeit
Seerosen am Startplatz
Die Piloten in Startreihenfolge
Task 6
Briefing
Team D - Interview
Gerd gibt letzte Tipps zum Endanflug
Livetracking und Funktipps auf dem Weg ins Ziel
Task 5 - eine superinteressante Aufgabe
007....James Bond fliegt Drachen
Regina gratuliert dem Tagessieger und DHV-Testpiloten Alex Ploner aus Italien
Jörgi am Krn
Mitten über dem Triglav in Slowenien
Jörg startet als letzter unseres Teams
Anna fotografiert die Starts aus der Blumenwiese
Blick in die Ebene auf dem Tagliamento
Albert und Gerd
Teambesprechung! Primoz gibt noch letzte Tipps
Briefing - Aufgabe 142 km
Die Rennaufgabe
Alle Drachen aufgebaut
Einen riesigen DANK an Auto Eder Miesbach
Dank an Wolfi Genghammer
Eine richtige Fliegerbar
Am Lago di Cavazzo
Ein wunderschöner Blick auf den Tagliamento
Auf gehts auf den Monte San Simmeone
Die Wolken wachsen
Chefkoch Uli
Der dritte Task
Das deutsche Betreuerteam
unsere Jungs betrachten die Tagesgüte
Die Favoriten am Start: Alex und Suan
Gerd packts
Unser schöner Teambus von Auto Eder
Helferbriefing
Tagessieger Primoz
Freude bei Teamchefin Regina und bei Primoz
Das erfolgreiche Team Swiss
Gerd am Start
Roland startbereit
Kajo dreht auf
Mega-Pulk
Teambriefing
Briefing
Papst Semo küsst italienischen Boden
gute Stimmung
Briefing
Die Neuseeländer :)
Kühe als Zuschauer
Du Kuh sch....auf die Nummer :)
Gemütliche Runde im Deutschen Haus
Jörgi über dem Tagliamento
Kajo
dunkel wirds....
Jörg
Peter Neuenschwander (Schweiz)
Alex Ploner (ITA)
lange Schritte auf der langen Rampe
Die offiziellen Ansprachen
Das deutsche Drachenteam
Warten auf die Eröffnung
Kajo im Teamoutfit
Tolle Landschaft und Möglichkeiten zum Abfrischen
Kann man auch im Flussbeet landen?
Unser Mannschaftsbus mit Semo und Uli
Wo ist was und wie kommt man hin
Der Teambus wird präpariert
unser schönes deutsches Haus

Weltmeisterschaften FAI Klasse 1 - Tolmezzo/ITA

Vom 13. - 27. Juli 2019 fanden in Tolmezzo/Italien die Weltmeisterschaften in Klasse FAI 1 (Flex) statt. 130 Teilnehmer aus 30 Nationen flogen um den Weltmeistertitel in der Einzelwertung und für die Teamwertung.

Fotos: Regina Glas, Jörg Bajewski, Anna Bächle, Wolfgang Genghammer, Georg Schweier, Kajo Clauß.

Pressemitteilung/Fotos

NEWS OF THE DAY

ERGEBNISSE

Videos der WM-Organisatoren
Video1
Video2
Video3

Video-Siegerehrung Teil1

Video-Siegerehrung Teil2
Highlights der Siegerehrung (YouTube)


Bronze für Primoz und Bronze für Deutschland!

Samstag, 27. Juli 2019 - Siegerehrung
Wir fuhren am 12. Juli mit unserem Teambus von Auto Eder beim DHV los und nahmen uns einfach nur vor, Spaß zu haben und schöne Flüge zu machen. Eine Truppe zwischen 28 und 60 Jahren mit verschiedensten Charakteren. In dem Haus in einem Bergdorf bei Tolmezzo, das wir für die WM gemietet haben, fanden wir uns gleich zurecht. Eine gemeinsame Küche wurde mit Stühlen gefüllt, damit wir auch alle Platz hatten für gemeinsames Frühstück, Abendessen und Gespräche. Uli unser Fahrer und mein Assistent brachte auch gleich Kaffeemaschine und noch einige nützliche Sachen aus seinem Privathaushalt mit. Es sollte gemütlich werden und das wars dann auch über diese zwei Wochen. Die Zeit war immer knapp. Aufstehen, frühstücken und ab auf den Berg. 10 Durchgänge mit bis zu 200 km wurden geflogen, einer wurde nicht gewertet. Abends bekochte uns meist Uli und wir halfen gemeinsam mit. Denn es war immer spät, wenn wir zu Hause eintrafen. Die Fahrten auf die verschiedensten Startplätze waren lang und der Weg zurück auch. Aber alles machte uns Freude, denn die Kameradschaft stimmte und damit die zunehmenden Flugerfolge auch. Jeder unseres Teams punktete für die Teamwertung und trug zu unserem letztendlichen Erfolg bei. Primoz unser Edelstein der Fliegertruppe flog ab dem zweiten Tag wie ein Uhrwerk, zog mit ganz eigenen Routen an manch Favoriten vorbei und lag am vorletzten Tag dann auf Rang 3. Unser Team setzte sich auch ab dem zweiten Tag auf diesen dritten Platz und wollte sich auch nicht mehr verdrängen lassen. Dann der letzte Tag. Es war sehr gewittrig vorhergesagt. Viele glaubten nicht mehr an einen Flugtag. Aber unser Team war positiv: "Wir fliegen" sagte Jörgi und Roland sehr bestimmt. "Und wir ziehen das durch!" Und ja, es wurde ein Flugtag, und was für einer. Die Aufgabe 100 km im Flachen. Als alle vom Monte Cuarnan bei Gemona gestartet waren, machte unsere Betreuergruppe sich auf den Weg nach unten. Kurze Pause zum Livetracken und Kaffeetrinken in Gemona und dann weiter ins Ziel nach Orzana. Ich hatte gemischte Gefühle, Primoz lag mit Peter Neuenschwander aus der Schweiz in Führung, Gerd gleich dahinter.....die anderen auch nicht weit. Es wäre super, wenn das so bliebe.....was wäre noch möglich. Aber stopp, nicht übermütig werden. Kurz vorm Ziel kann man auch alles verlieren. Man sah es dann bei Peter Neuenschwander, der als Führender kurz vorm Ziel stand. Es wusch ihn im wahrsten Sinne des Wortes runter. Primoz machte es besser und kam hoch rein und als ERSTER! Gerd kam gleich danach.....was für ein Krimi...Roland auch....die Bronzemedaille ist gesichert, sowohl bei Primoz als auch im Team. Die Freude ist riesig!
Die Punkteabstände auf die vorderen Plätze schrumpften, die Silbermedaille packten wir nicht mehr. Aber egal, der Erfolg ist mehr als alle erwartet haben und das ist was zählt. Unser Team war ein Team und mir hats riesig Spaß gemacht.

Wir gratulieren dem neuen Weltmeister Alex Ploner und Christian Ciech zur Silbermedaille und Primoz zu Bronze. Gerd zu seinem TopTen Platz. Ebenso den Italienern zum Mannschaftssieg und Brasilien zu Silber. Wir freuen uns riesig über BRONZEEE...

Mein DANK gilt meinem Assistenten Uli und dem gesamten Team. Anna, Rolands Lebensgefährtin, die mich immer ins Ziel begleitet hat. Olli Barthelmes und Wolfgang Genghammer, die uns besucht haben und uns Glück gebracht haben. Danken möchte ich auch unseren Sponsoren, allen voran Auto Eder Miesbach, die uns den tollen Bus Ford Tourneo zur Verfügung gestellt haben, Skyline, Adidas, UK-Elektronik, BERGZEIT für die Kühlboxen, Orthopädische Praxis Altötting für den Erste Hilfe Koffer und natürlich dem DHV für die Unterstützung.
Danke auch an alle, die mit uns mitgefiebert haben und immer wieder Mails und andere Nachrichten und Glückwünsche geschickt haben.

DIe WM war bestens organisiert, das war tolle Werbung für unseren Sport. Ich ziehe meinen Hut vor den Italienern, die unglaubliches hier geleistet haben. Um 10 Uhr ist Siegerehrung! Wir freuen uns und liefern bald noch viele Bilder von gestern und heute....!
Viele Grüße nach Hause
Regina

Freitag, 26. Juli 2019  - letzter Tag
Nach dem Teamleaderbriefing um halb 8 sind wir gleich danach auf den Startplatz in Gemona gefahren. Das Wetter sieht besser aus, als gedacht. Die Aufgabe geht übers Flachland 101 km, Ziel in Premariocco. Die Jungs sind in der Luft und nun seit 13 Uhr auf dem Weg. Wir sitzen in Gemona beim Livetracking und werden bald in Richtung Ziel fahren. Es herrscht Hochspannung, können wir unsere Positionen halten oder vielleicht sogar noch verbessern.....unsere Truppe ist total positiv eingestellt! Drückt alle Daumen, damit wir morgen auf dem Trepperl stehen :)
Viele Grüße
Regina



Donnerstag, 25. Juli 2019 - Ruhetag

Der Ruhetag war willkommen. Erst mal ausschlafen, gemütlich frühstücken und Wäsche erledigen. Roland schrieb seinen Tagesbericht fertig, die Autos wurden gesäubert und von Müll befreit. Jeder nutzte den Tag anders. Semo, Gerd und Olli gingen zum Segeln an den Lago di Cavazzo, Uli und Regina gingen radeln, Anna und Roland nach Tolmezzo, später fuhren Jörg, Kajo, Uli und ich mit unserem Bus nochmal an den Monte San Simmeone um einen Abendflug zu machen. Nur Uli konnte die kurze Nullwindphase noch nutzen, um mit seinen Schirm nach Bordano zu gleiten, alle anderen mussten wieder mit dem Bus runter. Bei der Heimfahrt winkte uns Mitch Shipley (Jury Member) mit Freundin an der Straße. Ihr Auto wurde aufgebrochen und die Rucksäcke waren weg. Ein Reifen wurde auch aufgestochen, so dass sie nicht mehr fahren konnten. Wir halfen weiter, so gut es ging. Jetzt drücken wir die Daumen, dass die Täter die Rucksäcke irgendwo in den Straßengraben werfen und sie von jemanden gefunden und zur Polizei gebracht werden. Das wäre die einzige Chance, alle Sachen wieder zu bekommen, die die Übeltäter ja eh nicht brauchen können.
Angekommen zu Hause, begrüßten wir unseren Besuch: Wolfgang Genghammer von Skyline und unser ehemaliges Nationalteammitglied Achim Vollmer mit Familie. Lecker Abendessen ist angesagt. Uli kocht Pasta. Mmmmmmhhh :)
Viele Grüße
Regina

Roland berichtet:

Endlich ist es soweit. Ich darf den Bericht zum heutigen Tag schreiben, nachdem es doch in den letzten Tagen einige Gründe gab, mich dieser Sache zu entziehen.
Vermasselt habe ich den letzten Durchgang, diesen fantastischen Flug über 201 km von Italien nach Österreich (für mich leider noch einmal kurz zurück nach Italien). Schon der Startplatz oberhalb des Valle Secca ist etwas besonderes, Alpengipfel im 360° Panorama. Hinüber über das Gailtal ins Drautal zur Emberger Alm als ersten Wendepunkt, wo innerhalb kürzester Zeit die dort fliegenden Gleitschirmflieger die Thermik preisgeben und das Weite suchen aufgrund  der einfallenden Armada aus Alu und Carbon. Dann in Höchstgeschwindigkeit zur Radelberger Alm und hinauf zum Kärntner Popoloch mit anschließender Querung über die Lienzer Dolomiten. Alleine hätte ich mich das nicht getraut, ich hätte vermutlich den Umweg über das Zettersfeld gewählt. Atemberaubend schön, diese schroffen Felstürme mit den steil abfallenden Flanken. Komfortabel hoch an der Basis den Wendepunkt genommen und dann DIESES Ding. Ungewollter Grenzübertritt nach Italien um sage und schreibe 115 Meter. An einer Stelle, an der der Grenzverlauf einen unscheinbaren Bogen vollzieht, die Italiener sich frecher weise nach Österreich breit machen, in einem Gebiet, wo es noch nicht einmal einen Grashalm für einen Gamsbock zu fressen gibt. Null Punkte für diesen Durchgang, so ist die Regel. Einen Bärendienst für die Teamwertung! Ich bleibe auf der Südseite des Lesachtales und kann mich somit vom Feld absetzen und über einen längeren Zeitraum die Führung übernehmen. Quere dann aber über das Gailtal, weil sich der weitere Weg auf der Südseite ziemlich aussichtslos ohne Wolke zeigt. Leider folgt eine mühsame Bastelarbeit und die Verfolger holen mich ein. Wie sagte ein Beobachter des Livetrackings: Spannend wie ein Krimi, Täter und Opfer in einem. Schade, und superschade, weil wir auf Brasilien sehr nahe in der Teamwertung hätten aufschließen können.
Heute folgt dann zum Glück die Wiedergutmachung. 95 km entlang der Vorberge ins Ziel nach Bordano . Das Warten am Startgate ist wieder Nervensache. Diffuse Sichtverhältnisse unter der tiefen Basis und 120 Piloten finden sich mal wieder alle an der gleichen Stelle. Ich beobachte die Szenerie unter der Wolke und sehe immer wieder Piloten im Dunst verschwinden. Gefährliche Situationen können dadurch entstehen und ich ärgere mich etwas darüber, dass diese Vergehen so gut wie nie bestraft werden. Klar, dieser Nachweis ist schwierig, aber wo kein Kläger ist halt auch kein Richter. Der Ritt geht los und ich verspüre heute den Willen der Wiedergutmachung für´s Team. Richtung Aviano zur Wende und zurück kann ich mich in der Spitzengruppe halten. Dann glaube ich den besseren Bart gefunden zu haben als der Pulk um Alex Ploner und muss mich gleich darauf eines besseren belehren lassen. Als ich wechsle ist die Blase durch und ich habe den Anschluss verloren. Aber wie schon gestern gelingt es mir die gute Spur zu finden und zu meinem Glück treffe ich Mario Alonzi. Die deutsch/französische Freundschaft besteht schon lange. Gemeinsam finden wir den Bart, der uns im Rücken des Führungspulks in Endanflughöhe trägt. Jetzt kann ich die WM wieder so richtig genießen. Wir überfliegen den Pulk, holen die zuvor abgeflogenen Piloten ein und pfeifen Richtung Ziel. Dort sind nur Neuschwander, Primoz und Ruhmer vor uns. Primoz hatte eine andere Route gewählt, flog als erster ins Ziel und wurde doch nur auf Grund der überragenden Anzahl an Leading Points von Manfred geschlagen. Überhaupt, Primoz fliegt fantastisch und es ist eine Augenweide, wie schnell er einen gelegentlichen Rückstand mit gutem Taktieren wieder wettmachen kann. Als nächste von uns fliegen Gerd und Semo ein, Jörg muss leider außen landen. Kajo ist leider immer noch krank und kann uns hoffentlich im letzten Durchgang am Freitag unterstützen.
Es ist fantastisch, nach Brasilien auch bei dieser WM wieder um Medaillen fighten zu dürfen. Wir haben uns in den letzten Jahren kontinuierlich in unserem Leistungsvermögen gesteigert, haben eine homogene Mannschaft und mit Primoz den Überflieger. Jeder hat bisher zu Teampunkten beigetragen. Jetzt hängt alles vom finalen Freitag ab. Drückt uns die Daumen! Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für Euer mitfiebern. Kommentare, Glückwünsche und Anfeuerung ist Motivation für jeden von uns und freuen natürlich riesig!
Viele Grüße aus Tolmezzo
Roland

Mittwoch, 24. Juli 2019 - Meduno - 95 km
Schnellster im Ziel war heute Primoz vor Manfred Ruhmer und Peter Neuenschwander. Manfred bekam am Ende mehr Leadingpoints und ist daher Tagessieger.
In der Gesamtwertung führt weiterhin Alex Ploner vor Christian Ciech und Primoz Gricar.
Die Teamwertung führen Italien vor Brasilien und Deutschland an. Morgen ist der wohlverdiente Ruhetag nach sechs Durchgängen. Den heutigen Bericht schreibt Roland Wöhrle.

Gestern kamen wir mit mehreren blauen Augen davon. Roland hatte einen Nuller wegen Luftraumverletzung eingefahren, das war bitter. Ein bißchen zu hoch an der italienischen Grenze und schwupp, null Punkte. Manfred Ruhmer patzte dafür an einer Wende und bekam Punktabzug. Somit behalten wir den dritten Platz und haben sogar noch etwas ausgebaut. Hinter uns liegen jetzt die Japaner. Primoz hat mit seinem weiteren guten Ergebnis den dritten Platz in der Gesamtwertung erobert. Heute wird wieder geflogen, allerdings wissen wir jetzt um 8 Uhr noch nicht, wo wir heute hinfahren. Wir sind gespannt!
Wir grüßen alle herzlichst unseren Richi, der uns hoffentlich heute wieder die Daumen drückt. Werd schnell wieder gesund, dann bist Du nächstes Mal dabei!!!
Viele Grüße Regina

Dienstag, 23. Juli 2019 - 201 km von Ravascletto
Hammertag und Hammeraufgabe: 201 km ins Drautal mit Ziel in Villach/Nötsch.
Erster im Ziel der Brasilianer Eduardo Olivera vor Grant Crossingham und Primoz Gricar.

Um 21 Uhr waren wir alle wieder in Tolmezzo, Kajo und Anna haben uns noch Spagetti gekocht. Gerd und Jörgi analysieren noch den heutigen Tag am Flymaster-Livetracking. Wir warten gespannt auf die Ergebnisse. Es gibt wahrscheinlich einige Überraschungen, weil der ein oder andere Pilot in den Luftraum geflogen ist oder einen Wendepunkt verfehlt hat.

Montag, 22. Juli 2019 - Gemona - 127 km in die hohen Berge
Das Rennen läuft seit 14:15 Uhr....die Führung wechselt ständig. Unsere Jungs sind gut dabei.
Alex Ploner fliegt mit Abstand als Erster ins Ziel, danach kommt Manfred Ruhmer, dann Filippo Oppici. Gleich darauf Primoz als 4er......ein paar Minuten später Roland, Jörg und Gerd im Sekundentakt. Semo hat es an der letzten Wende erwischt. Kajo ist noch immer erkältet und muss noch mind. einen Tag Pause machen.
Wir sind gespannt auf die heutigen Ergebnisse. Bis jetzt haben wir zwei Brasilianer im Ziel entdeckt und einen weiteren Österreicher mit Günter Tschurnig. Mal sehen, wie wir in der Teamwertung abschneiden.

21 Uhr: Die Ergebnisse sind online. Alex Ploner führt weiterhin die WM an, vor Christian Ciech und Manfred Ruhmer. Primoz liegt auf Rang 5, Team D bleibt auf Rang 3 hinter Italien und Brasilien und vor Österreich.
Heute gibt es Piloten-Dinner am Stadtplatz in Tolmezzo. Hier ist abends immer viel los! Die WM-Gastgeber haben sich viel Mühe gegeben, um unseren tollen Sport zu präsentieren. Unser Team ist auch nach Tolmezzo gefahren. Kajo und ich bleiben zu Hause. Es gibt wie jeden Tag noch einiges zu tun und irgendwann muss man auch mal ins Bett. Der Tag geht meist von 6 Uhr morgens bis Mitternacht. Heut versuche ich mal, ein paar Stunden mehr Nachtruhe auf mein Konto zu buchen :)
Viele Grüße und drückt weiterhin die Daumen
Regina
Regina

Sonntag, 21. Juli 2019 - Gemona
Heute war ein 75 km Task vom Monte Cuarnan in Gemona die Flugaufgabe. Es ging ins Flache, Ziel Bordano. Das deutsche Team war bis zum Taskstop in Führung. Leider wurde der Task für uns zu früh gestoppt, so dass es keine gültige Wertung gab. Das ist sehr schade für unser Team. Wir haben genug diskutiert und jetzt konzentrieren wir uns auf morgen und machen es hoffentlich genauso so gut wie heute!
Positiv bleiben ist unsere Devise und das ziehen wir durch bis zum letzten Tag :)
Drückt uns die Daumen!
Viele Grüße aus Tolmezzo
Regina

Samstag, 20. Juli 2019 - Meduno - 95 km
Semo berichtet:
Team D im Aufwind

Nachdem ich gestern zusammen mit Ruhmer Mandi um 7 sec. Frühstart-Penaltis eingefahren hatte, habe ich mir vorgenommen, es heute besser zu machen. Das gleiche hat sich auch Roland gedacht, der gestern den Endanflug zu kurz angesetzt hat. (Dummerweise hab ich den Part heut übernommen). Gerd, der sich über seinen verpatzte Plazierung bei dem Flachlandflug von Task 3 riesig geärgert hat, straft seinen eigenen Spruch Lügen:  Des wui i ned, drum kon is a ned….. Nachdem wir aktuell in der Teamwertung auf Platz 3 liegen, sind alle super motiviert und wollen fürs Team punkten.
Nach frühem Aufstehen - heut kräht nicht der Hahn, sondern die Kirchturmglocken läuten um sechs. Punkt 8:25 Uhr fahren wir früh los und wir sind ohne Behinderungen durch Holzfuhrwerke pünktlich am Start in Meduno.
Beim Briefing stellen uns die Organisatoren eine tolle Aufgabe über 4 Wenden mit großen Radien und 95,6 km.
Ein grosser Vorteil für taktisches Fliegen, weil wie in Mazedonien viele Varianten möglich sind. Außerdem entzerrt sich das Startgate, weil sich die Piloten nach 10 km Distanz am 20 Km Radius über die Berge und das Flachland verteilen.  Kurz vor Öffnung des Startfensters gesellt sich Jörg zu mir und wir fliegen schon in einer guten Position los. Schon in der nächsten Thermik kommen Gerd und Roland dazu und wir fliegen gemeinsam im Führungspulk weiter. Jörg nimmt eine „vermeintlich“ bessere Linie direkt nach Süden, die sich im Nachhinein als die langsamere erweist. Wir fliegen zielstrebig mit dem Führungspulk weiter in Richtung erste Wende und  lassen uns nicht abhängen. Im Gegenteil, Gerd macht Druck und fliegt voraus. Roland ist permanent mein Flügelmann, es macht unheimlich Spass zusammen zu fliegen und sich gegenseitig zu ergänzen. Auf dem Weg zur zweiten Wende peilt Gerd zielstrebig die Raffinerie an, die wie erwartet den besten Bart des Tages hervorbringt. An der zweiten Wende bin ich kurz voraus, aber schon in der nächsten Thermik habe ich Marco Laurenzi, Roland und Gerd wieder in greifbarer Nähe. Kurz vor der vorletzten Wende erwischt der Führungspulk den Bart etwas besser und ich muss abreissen lassen. Danach kommt schon ein zweiter Tross von ca. 20 Piloten. (Jeder Fehler wird sofort bestraft.) Beim Abfliegen begegnet mir Gerd und ist schon superschnell auf dem Rückweg zur letzen Wende, ich denk mir,  „ gib Vollgas ins Ziel“. 
Ich bastle mich in schwächer Thermik über die vorletzten Wende und rechne damit, an der Kante in Gemona noch ein paar Meter für das Goal zu machen. Die Gemona-Kante arbeitet ausnahmsweise nicht, und ich fliege mit 70 m über Goal los. Gerd und Primoz sind mittlerweile schon im Ziel, Roland ebenfalls im Endanflug. Eine super Teamwertung ist in Reichweite. Nachdem ich auch über Gemona ein 0,2 m Bart ausliess, bleibt mir und dem Brasilianer Nene Rotor nicht anderes übrig, als entschlossen loszulegen und auf eine gute Spur zu hoffen. Letztendlich fehlen mir 30 m in den Zielkreis- bedeutet 60 Punkte Abzug. Die hätten uns für die Teamwertung sehr geholfen. Trotzallem haben wir den Abstand zu den Brasilianern auf 100 Punkte verringert. Bei gutem Teamwork ist Platz zwei nicht unmöglich, auch wenn sich im Wettbewerb alles sehr schnell ändern kann.
Über Funk bekomm ich mit, das Kajo mit einer guten Zeit gelandet ist.  Jörg kommt wegen der Südroute kurz danach ins Ziel, wir sind komplett im Goal. Tolle Leistung…
Unabhängig vom Wettbewerb haben wir ein super harmonisches, motiviertes Team, das sich gegenseitig unterstützt und gemeinsamen Spass hat.  Von „Bruder Jörg“ über „Papst Semo“ und Achtung, wenn du die überfährst, gibt das einen grossen Fettfleck, haben wir super viel gelacht. Gelassenheit und Humor gehört absolut zum Erfolgsrezept. Auch von aussen haben wir schon oft gehört: "Ihr habt ein tolles Team“
Die Flüge in der außergewöhnlichen Landschaft, von Aviano bis Slowenien sind einfach toll und beeindruckend.
Ein grosses Lob an den Veranstalter.  Die machen einen super professionellen Job, haben einen super Wettermann und stellen wetterabhängig genau die richtigen Aufgaben. Die Kritik der Vor WM  ist überhaupt nicht gerechtfertigt, wenn hier der eine oder andere Fehler gemacht wurde, haben die Veranstalter auf jeden Fall daraus gelernt. Ein grosses Kompliment vom gesamten Team D. 
Für die kommenden Tage hoffen wir weiter auf aufsteigende Form und darauf, dass wir uns in der Teamwertung verbessern können und letztendlich auf dem Stockerl stehen.
 
Semo (Georg Schweier)
 
Zieleinlauf heute: John Simon, Arne Tanzer, Gerd, 9ter Primoz, .....etwas später Roland und Semo hat es am Ende nicht ganz gerreicht...30 m vorm Ziel.
Auf Brasilien haben wir aufgeholt und die Österreicher etwas abgehängt.....
Mehr später! Semo schreibt den heutigen Bericht.
Regina

Freitag, 19. Juli 2019 - Gemona - 143 km nach Slowenien
Bericht von Jörg:
Task 4 - Expedition ins Tierreich

Nach einem wirklich erholsamen wetterbedingten Restday sollte die Blechlawine nun auch mal an einem Serpentinen-Rennen teilnehmen. Startplatz Gemona wurde zur Abwechslung auserkoren. Logistische Blockabfertigung an gleich 2 Punkten ließen den Blechwurm nur langsam den Berg hinaufkriechen.
Pünktlich zum Briefing war auch der Aufbau abgeschlossen. Einen luftigen Grenzübertritt nach Slowenien ins malerische Tolminfluggebiet durften wir eintippen. Dieser wurde bereits zu den PreWorlds ausgeschrieben, musste jedoch wegen Gewitter seinerzeit gecancelt werden. Beim Team D-Briefing kleben alle Primoz aufmerksam an den Lippen. Um schneller voran zu kommen, gibt er uns den ein oder anderen heißen Tipp. 
120 Piloten positionierten sich just in time mit ausreichend Höhe am Startgate und die Reise nach Slowenien begann. An der langen Hangkante war schnelles Fliegen angesagt. Der Südwestwind machte es möglich. Dann sprang Team D in die nördlich gelegene Kobarid-Kette, die stärkere Thermik parat hatte und uns den Weiterflug zur Wende erleichterte. Mit 2500m wurde ein direkter Rückflug möglich. Ein ausgedehnter Schatten nördlich unserer Kurslinie bremste den Rückweg ein. Erneut entfacht wurde unsere Motivation durch die kreisenden gefiederten Begleiter... zwei Gänsegeier hatten sichtlich Spaß, mit den bunten seltsamen Fliegerkollegen empor zu steigen. Der Schatten nagte weiter an der Thermikgüte und sorgte für eine Piloten-Ansammlung am Startberg. Nach der Wende  in Landeplatznähe gestaltete sich der Einstieg recht zäh. Mit wenig Höhe versuchten wird die noch sonnenbeschienen Hänge Richtung Osten anzusteuern. Wie so oft bleiben dabei ein oder zwei Piloten am Hang kleben, während die anderen über ihnen wegdrehen. Ich war einer davon. Im Servival-Modus ging es dahin und Roland half mir - bereits mit genommener vorletzten Wende - bei der Thermiksuche. Irgendwie schaffte ich im schwachen Steigen mir etwas Gleitreserve zu erfliegen und schaffte die Wende.
Semo und Kajo leisteten mir wieder Gesellschaft, hatte ich sie doch den ganzen Flug irgendwie nie getroffen.
Ein letztes Aufdrehen mit Sicherheitspuffer und die Info von Regi, dass der Südwind im Goal sehr schwach sei, ging es auf die finale Reise. Das große ausgebaute Goal-Feld war bereits gut gefüllt. Nach der Landung sah ich nur in begeisterte Gesichter, die immer noch vom Panorama in Slowenien schwärmten. Leider war Roland heut unser Pechvogel, kam beim Endanflug etwas zu kurz. Für die Teamwertung durfte ich damit ersatzweise meinen ersten Beitrag leisten. Viele Flugtage liegen ja noch vor uns! Das bekommen wir hin!!
Liebe Grüße, Jörg

Den vierten Durchgang gewinnt Alex Ploner vor Christian Ciech (beide ITA) und Primoz Gricar (GER). In der Gesamtwertung führt Alex Ploner vor Christian Ciech (beide ITA) und Manfred Ruhmer (AUT). Die Teamwertung führen die Italiener vor Brasilien und Deutschland an.

Neuer Startplatz, große Aufgabe!

Ein riesiger Autokonvoi startete heute morgen Richtung Gemona zum Monte Cuarnan. Die Organisatoren hatten einiges zu tun, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Aber ein wunderschöner Platz auf dem Berg, mit vielen Blumen und Kräutern, am liebsten wären wir Betreuer oben in die Almhütte eingekehrt und dort den ganzen Nachmittag geblieben. Schöner angenehmer kühler Wind, im Gegensatz der 36 Grad im Tal. Dort sitzen wir jetzt in einem Cafe um uns dem Livetracking zu widmen. Uli wird gleich noch den Eurospar besuchen, um für heute abend einzukaufen.
Wir drücken unseren Jungs die Daumen, dass sie alle ins Ziel kommen. Denn wenn nicht, dann kann es lange Rückholtouren geben.
Bis später
Regina

Donnerstag, 18. Juli 2019 - Restday
Die Wetterbericht ist gegen einen Flugtag, deswegen wurde der Tag bereits am Mittwoch abend abgesagt! Wir nutzten den Tag für Fotos für unsere Sponsoren und auch mal um auszuruhen. Den besten Spot dafür, fanden wir am Lago di Cavazzo. Es war ein super Tag, um die Teamgemeinschaft zu stärken, über die letzten Tage zu sprechen und zu reflektieren.
Morgen gehts um 8 Uhr zum Teamleaderbriefing und dann zum Startplatz in Gemona! Endlich mal ein anderer Startplatz und keine Fahrt nach Meduno. Wir sind gespannt.
Viele Grüße
Regina




Mittwoch, 17. Juli 2019 - 3. Durchgang - 76 km mit Ziel Bordano

Kajo berichtet:
Fliegen ist die beste Medizin

Heute morgen weckte mich kein Hahn, sondern meine Rückenschmerzen. Verdammt, und ich hatte gehofft, dass die über Nacht weggehen würden. Als jüngstes Teammitglied fühle ich mich jetzt ganz schön alt. Aber dank der liebevollen Fürsorge von Anna und Regina und mit der Unterstützung diverser Tabletten, ist es zumindest etwas besser geworden. Heute wollten uns die Organisatoren noch früher auf dem Berg sehen. Nach einer erstaunlich ereignislosen, ja schon langweiligen Fahrt, kamen wir auch mehr als pünktlich am Start an. Nach dem gemütlichem Aufbauen dümpelten ein paar Schirme tief über den Start. Na das sah aber nicht so überragend aus. Und dafür sind wir extra früher losgefahren? Mit der Zeit besserten sich die Bedingungen und es wurde ein kleiner 78 km Task ausgeschrieben. Den konnte man entweder auf direkter Route durchs Flachland fliegen oder man nahm den Umweg über die vermeintlich schnelleren Berge. Wie fast alle anderen auch, entschied ich mich für die direkte Route.
Der Tag wurde mit der Zeit immer besser und wir konnten zügig ins Ziel düsen. Nach Primoz und Roland kam ich als dritter deutscher Pilot ins Ziel und konnte somit auch meinen Beitrag für die Teamwertung leisten. Zur Freude unseres Fahrers, kamen kurze Zeit später auch die drei anderen angeflogen. Im Minutentakt flogen fast 100 Piloten ins Ziel und sorgten für jede Menge spannende Landeanflüge. Zum Glück ist die Landewiese so groß, dass man immer eine Lücke zwischen den anderen Drachen findet. Zu meiner großen Erleichterung ging es meinem Rücken nach dem Flug schon viel besser. Wahrscheinlich hat die Mischung aus Adrenalin und Glückshormonen wahre Wunder vollbracht. Beim Abendessen (der Uli hat ein leckeres Curry gezaubert) erfahren wir, dass morgen nicht geflogen wird. Es ist schlechtes Wetter im Anmarsch und die Organisatoren haben den morgigen Tag gleich gecancelt. Also lassen wir den Tag bei einem Gläschen Wein ganz gemütlich ausklingen und schmieden Pläne für unseren ersten Restday.
Viele Grüße aus Tolmezzo
Kajo


Alle Piloten sind in der Luft. Die Zeit läuft seit 14:15 Uhr. Wir sind kurz auf einen Cappuccino um ins Livetracking zu schauen, dann gehts mit Vollgas ins Ziel nach Bordano. Ja, die Distanzen zum Startplatz und wieder ins Ziel sind nicht ohne!

Spannender Zieleinlauf: Alex Ploner vor Manfred Ruhmer und Marco Laurenzi. Von uns sind Primoz, Roland, Kajo, Jörg, Semo und Gerd (in dieser Reihenfolge) im Ziel. Heute waren wir nicht unter den ganz Schnellen, aber wir werden sehen, was am Ende auf der Ergebnisliste steht.
Regina

Dienstag, 16. Juli 2019 -
Primoz holt den Tagessieg

Primoz berichtet:
Nach dem ersten Task war ich nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. Es war klar, mehr Entschlossenheit war gefragt. Der Task 2 hat besseres Flugwetter gebracht, Basis bis 2200m und gute Steigwerte. Die Route ging an den vorgelegten Hügeln hin und her, mit einem Sprung nach Norden und mit dem Goal in Bordano bei Gemona. Mein Start war diesmal mit der ersten Gruppe, obwohl nicht der allerhöchste - Hausaufgabe!!
Mit spritzigen Entscheidungen, schnellerem Gleiten und ein wenig Glück, konnte ich mich nach und nach von dem Hauptpulk absetzen, entgültig aber nach der Gemona Talquerung. Ab da hatten wir mit Christian die Führung.  Die Wende hinter Tolmezzo hat sich als recht kompliziert erwiesen.  Christian schien aber zu wissen was er macht, und tatsächlich haben wir uns aus dem Gemüse ausgraben können. Dazu kam auch noch der Peter und hat eine super Rückspur gezeigt. Direkt ins Lee von einem felsigen Berg. Das erwartete Rodeo Ist eingetroffen, den ich am besten überstanden hatte und konnte mit Peter aufdrehen. Christian ist bei der Thermiksuche ein wenig tiefer geblieben. Bei der vorletzten Wende, 15 km vorm Ziel  haben wir den Manfred getroffen, er ist eine eigene Route geflogen und hat alle überholt. Als er uns gesehen hat, ist er tief weiter Richtung letzte Wende, Peter und ich haben an der Stelle aufgedreht bis auf 1900 m, bis der Endanflug Rechner 8:1 gezeigt hat. Ab dort war Gas zu geben die beste Taktik.
Schöne grüße nach hause und haltet weiterhin die Daumen!
Primoz

Platz 3 in der Teamwertung, das ist das Ergebnis des heutigen Tages - yeahh! Und dies dank Primoz, der den heutigen Tagessieg vor Peter Neuenschwander und Manfred Ruhmer holte. Gerd flog als 9ter ins Ziel und Roland auf Rang 27. Kajo und Semo vielen am Schluß dem Talwind zum Opfer.
Jetzt gehen die Jungs zum Pizzaessen, die haben sie sich verdient. Roland braucht sein tägliches italienisches Eis und Kajo und ich halten hier zu Hause die Stellung. Kajo muss seinen Hexenschuss behandeln, aber das kriegt er wieder hin bis morgen. Ich habe noch einiges vorzubereiten bis morgen. Die Akkus sämtlicher Geräte müssen geladen werden, Fotos ins Internet gestellt werden.....usw.
CIAO Regina

Montag, 15. Juli 2019 - 86 km von Meduno nach Bordano

Gerd berichtet:
Luftige Reisen Tag 1
Heute krähte der Hahn schon früh. Der Wettbewerb beginnt! Im Morgengrauen aufgestanden und das Mahl zu uns genommen, damit wir auch keine Hetze gleich am Anfang kriegen würden- soweit war zumindest der Plan. Dann sollten wir allerdings eine kleine Fehlentscheidung bezüglich der Route treffen,-wir entschieden uns für den Weg über die Autobahn. Schon die Auffahrt kostete uns die ersten Minuten wegen technischer Probleme. Das sollte allerdings gegen den Zeitpunkt zu dem wir die Autobahn wieder verlassen wollten, noch das kleinere Übel gewesen sein. Nach 25 min Wartezeit und Spurwechsel wurden im Fond unserer Kutsche die Piloten langsam nervös und zeigten, jeder auf seine individuelle Art, Anzeichen von leichter Unruhe. Unsere geschätzte Ankunftszeit verschob sich nämlich zusehends in Richtung geplantem Rennstart. Beim Mautsheriff angekommen, war dieser dann seinem Fernsprechapparat zugetan und nicht gewillt uns baldigen Durchlass zu gewähren. Das erzürnte den Lenker unserer Kutsche aber sehr und er warf ihm unwirsche Worte ans Ohr. Da jener aber nicht derselben Sprache mächtig war, ergaben sich daraus zum Glücke keine weiteren Verzögerungen und wir konnten unsere Reise dann doch noch unbehelligt fortsetzen. Der Zeitplan sollte sich aber doch nicht als so strikt wie angekündigt erweisen- trotz Globalisierung ist ein Rest Italien glücklicherweise doch erhalten geblieben.
Wir konnten also unseren beabsichtigten Hängegleiterflug wie erhofft mit allen anderen beginnen. Die Wetterlage war nicht optimal, aber trotz Abschattungen waren  Aufwinde vorhanden und man konnte sich mit etwas anfänglicher Mühe eine schöne Höhe erarbeiten, von der aus wir unsere luftige Reise über 87km begannen. Die thermischen Verhältnisse besserten sich und unser Tross war mit einer beachtlichen Geschwindigkeit auf der Reise.
Dass das auch besser sein sollte wurde im weiteren Tagesgang klar, da sich mehr und mehr Schauer in der Umgebung ergossen. Viele Drachen konnten den Weg ins Ziel meistern. Darunter waren auch Kajo, Semo (Georg), Roland, Primoz und ich von unserer deutschen Truppe. Bruder Jörg allerdings spielte der Regen übel mit. Die Schauer breiteten sich um ihn aus und verhinderten seine weitere Reise ins Ziel. Nicht nur das, beim Zusammenfalten seines Gleiters sollte der Regen die Dusche, die eigentlich in unserer Unterkunft geplant war, vorwegnehmen. Nachdem wir jetzt unser Nachtmahl gekocht und zu uns genommen haben, werden wir uns jetzt zur Ruhe legen und erwarten, was der morgige neue Tag uns wohl bringen möge.
Gute Nachtruhe allerseits,
Gerd

Wieder gings heute früh los. Erst um 8:30 Uhr Teamleaderbriefing, dann noch kurz bei unserer Vermieterin vorbeigeschaut, um ein Modem abzuholen und dann schnell ab Richtung Meduno. Unsere Jungs sind schon vor mir abgefahren, also musste ich Gas geben. Schließlich wollten wir heute noch die Aufkleberaktion für die Anströmkanten abschließen. Die Organisatoren wollen uns heute früh rausschicken, weil es bald überentwickeln sollte. Anna, Rolands Lebensgefährtin fuhr mit mir mit. Direkter Weg ist angesagt, der ist 5 min schneller als die Autobahn, sagt das Navi. Hoffentlich hab ich keinen Blitzer übersehen und manchmal sah ich kurz zur Seite, ob Anna noch Farbe im Gesicht hatte. Aber sie hielt sich tapfer. Ich gab Gas. Nach 1:15 min am Startplatz angekommen, waren bereits alle da, aber unsere Jungs nicht. Oje, welchen Weg haben die wohl genommen?
Eine Stunde später - endlich, der Bus biegt um die Ecke. Es war wohl ein Odysee. Die Mautstellen an der Autobahn funktionierten überhaupt nicht. Bereits beim Ticketziehen ging nichts, dann beim Bezahlen an der Mautstelle......unser so ruhiger Fahrer Uli ist wohl doch ein wenig gereizt worden und bezichtigte den ruhig telefonierenden Mautstellenkassier als Grattler.....Gott sei Dank verstand er keine bayrische Sprache, sonst hätte er die Jungs noch länger warten lassen. Aber zum Glück konnten die bereits gestartenden Gleitschirme nur ins Tal sinken und die Wettbewerbsorganisatoren warteten noch mit dem Briefing. Also alles noch im Zeitrahmen. Irgendwann rief der Meetdirektor endlich zum Briefing: 86 km Richtung Aviano dann ins Ziel nach Bordano. Alles ging ratzfatz, unsere Jungs waren schnell in der Luft. Diesmal konnte ich gar nicht schnell genug fahren um rechtzeitig ins Ziel fahren, dann waren schon ca. 30 Piloten da. Mit dabei Gerd, Roland, Semo und Primoz. Kajo schlug sich wacker und kam bald danach und das mit ausgefallenen Vario ab halber Strecke. Gott sei Dank gibts die Tracker, die die Strecke trotzdem aufzeichnen. Jörgi musste vor dem Ziel landen. Er nahm noch eine unfreiwillige Dusche im strömenden Regen.
Den Tag heute haben drei Italiener gewonnen: Christian Ciech vor Alex Ploner und Suan Selenati.
Grüße aus Tolmezzo
Regina

Sonntag, 14. Juli 2019 - Trainingstag

Bericht von Jörg:
Vom Safetybriefing, ausgefallenem Trainingstag und besch...eidener Start-Aufbaunummer
Bin Samstag Abend nach der pompösen Eröffnungsfeier ad hoc ins Bett gefallen. Nach DER Anreise ging einfach mal nichts mehr.
Nach unermüdlichem Gekrähe unserer gefiederten Nachbarschaft luden die Organisatore zum ersten Briefing ins Touristikcenter in Tolmezzo. „This area is not like Forbes or Brasilia! Be pessimistic, when you fly in the alps!!“ versuchte man uns auf die nächsten WM-Tage einzuschwören, um alle sicher an den Boden zu bekommen. Mit großer Freude wurde uns der deutlich vergrößerte Hauptlandeplatz präsentiert!! Ausweichlandemanöver in das weißgraue Kiesbett des Flusses könnten damit Historie sein.
Überhaupt ist im Gegensatz zu den PreWorld extrem an den Sicherheitsstandards gefeilt worden, hat man offensichtlich aus den vielen „Bedenken“ der Piloten gelernt.
Testtag heute mit Start in Meduno. Dass diese Tour so elendig lange dauerte, hatte ich offenbar gut verdrängt. Eine Vespa-Rallye von bestimmt 150 rasenden, Kurve schneidenden Italienern ließ Ulli mehrfach einbremsen.
Der Blick durch die getönten Scheiben unseres Teambusses zeigte uns auftürmende Wolkenmassen... „Ah, be pessimistic!“
Als einer der letzten ankommenden Teams erhielten wir gleich die Info „canceled testtask“. Dennoch nutzen fast alle Teilnehmer die Chance, ihr Material fliegend zu checken. Die Brasilianer hatten ihre liebe Mühe, das Aufhängesystem an ihren geliehenen Vögeln anzupassen. Wippe ist eben nicht gleich Wippe. Für mich ein weiterer Grund, meine Ablehnung zu einer Direktaufhängung zu bestärken.
Mein Aufbau verzögerte sich leider, da ich ums Verrecken meine Schildchen mit der Aufbaunummer nicht fand. Dann der Lacher... eine Kuh hatte meine Nummer einfach zugekleckert!
Team D in der Luft. Knapp 1900m waren schnell erreicht, leider der Weiterflug zum Hauptlandeplatz durch einen ausgedehnten Regenschauer versperrt. Regina bat daher um gemeinsame Landung am Meduno Landeplatz, der stets zum SpringMeeting genutzt wird.
Die Schwachstellen waren schnell ausgelotet : Funk! Also war neben einem gemeinsamen Abendessen, wunderbar kredenzt von den Köchen Anna, Semo und Ulli eine abendliche Bastelstunde angesagt... mit Erfolg!
Liebe Grüße und drückt uns bitte für einen guten WM-Start die Daumen!
Jörg


Heute ging es früh los. Erst um 8 Uhr Teamleaderbriefing, dann um 9 Uhr Mandatory-Safetybriefing und anschließend über eine Stunde Autofahrt nach Meduno. Jörg, Semo, Roland, Kajo und Gerd wollten auf alle Fälle fliegen. Aber erst Aufkleber anbringen, evtl nochmal die Pitchwerte überprüfen und einen letzten Funkcheck machen. Bereits auf dem Weg zum Startplatz sah es dunkelschwarz aus. Viele Drachen lagen noch verpackt im Gras.....aber wie es so ist in Meduno, auf einmal sah es gut aus. Es gab zwar keinen Trainingstask, dafür freies Fliegen. Aber wieder sah es schwarz aus in Richtung Gemona und alle unsere Piloten entschieden sich, wie auch andere Nationen, sicher am Landeplatz Meduno zu landen. Uli unsere gute Seele machte den Vorschlag, fürs Abendessen einzukaufen und selbst zu kochen. Das forcierte die Jungs beim Abbauen und ruck zuck gings nach Hause. Es wurde fein gekocht, gegessen und gespült und jetzt sitzen wir gemütlich zusammen, um die letzten Dinge zu besprechen und das interne Livetracking einzurichten.
Jörgi möchte noch ein bißchen was über seinen Tag berichten. Sobald sein Bericht fertig ist, wird er eingestellt.
Lieben Gruß
Regina

Samstag, 13. Juli 2019 - Einschreibung, Erkundung, Eröffnungsfeier
Es ist soweit! Das komplette deutsche Team ist in Tolmezzo eingetroffen. Der arme Jörg musste sich als letzter durch stundenlange Staus quälen. Gerade noch vor Schließung des Wettbewerbsbüros flutschte er durch das große Tor. Gleich darauf begann die Eröffnungsfeier und hinter der großen Bühne am Marktplatz streifte er seine Teamkleidung über. Der Rest vom Team stand bereits am Treffpunkt zur Nationenaufstellung.

Der Tag fing relativ gemütlich an. Gestern abend bezogen wir unser Haus oberhalb von Tolmezzo. Ganz italienischer und gemütlicher Stil. Ein Steinhaus mit großen Garten, Terasse und Gemüsebeet. Den Salat dürfen wir sgogar frisch aus dem Garten ernten.
Aber erst mal den Kühlschrank auffüllen. Anna (Rolands Lebensgefährtin), Semo und Uli fuhren früh morgens in den Ort zum Einkaufen. Der Rest des Teams deckte den Tisch und richtete sich die Zimmer ein. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zur Einschreibung in den Ort, dann ging es auf Erkundungsfahrt. Erstmal ein paar Landeplätze besichtigen und die Geierschutzzone nochmal genau inspezieren, nachdem diese schon einigen Piloten im letzten Jahr und auch im Spring Meeting einen Nuller bescherte. Dann gings zurück zum deutschen Haus, um sich für die Eröffnungsfeier schick zu machen. Die Gastgeber haben sich bestimmt Überaschungen einfallen lassen, daher dürfen wir diese nicht warten lassen.....!
Viele Grüße aus Tolmezzo
Regina

Folgende Piloten sind für das deutsche Team nominiert:
Roland Wöhrle (Gutach/BaWü)
Gerd Dönhuber (Siegsdorf/Bayern) 
Primoz Gricar (Trier/Saarland) 
Jörg Bajewski (Warstein/NRW) 
Kajo Clauß (Sauerlach/Bayern) 
Georg Schweier (Altusried/Bayern)

Teamchefin: Regina Glas (Waakirchen/Bayern)
Teamassistent: Uli Schmid (Lenggries/Bayern)
PRESSEMITTEILUNG 

Das deutsche Team