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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV
Die überrangenden Tschechen auf dem Flexi-Podium
Die Sieger der Starrenwertung (ohne Platz 3 - Tim Grabowski)
Gleich ist Siegerehrung
Im Sekundentakt flogen Kajo, Jörg, Oliver und Joachim ins Ziel
Was sind das für Schirme?
Oliver im Ziel
Kajo hoch überm Drautal
Jörg Bajewski am Start
Weltmeister Tim Grabowski geht zum Start
Die Starren starten als erste
gefüllter Aufbauplatz
Der Task
Briefing
malerisch aber nicht fliegbar

Internationale Hessenmeisterschaft 2018

Ergebnisse und offizielle Webseite

Task 4 - Bericht von Kajo Clauß
Der Wetterbericht klang so ähnlich wie an den letzten Tagen. Feucht labile Luft, niedrige Basis und hohe Gewitterneigung. Aufgrund der drohenden Unwetter, entschieden sich die Flexis für eine kurze 60 km Aufgabe. Einmal Ritsch Ratsch durch das Drautal. Die Strarren waren da wesentlich optimistischer und planten 130 km (keiner hatte die Aufgabe geschafft). Das Aufdrehen war wieder Problemlos. Allerdings wurde es schnell eng unter der tiefen Basis. Der erste Wegpunkt führte uns nach Osten. Den Start hatte ich optimal erwischt und konnte als erster die Wende nehmen. Die Tschechen mal wieder dicht im Nacken. Die Steigwerte waren sehr gut und an den Flanken konnte man auch im Geradeausflug höhe machen. Es sollte also ein sehr schneller Durchgang werden. Auf dem Weg zur zweiten Wende bekam ich Gesellschaft von Jörg und Oliver. Gemeinsam versuchten wir die führenden Tschechen weiter unter Druck zu setzen. Nach der Wende mussten wir nur noch einmal drehen und konnten schon den Endanflug ansetzen. Am Ende kam ich als fünfter ins Ziel. Die anderen zwei folgten nur Sekunden später. In der Gesamtwertung landete ich somit auf Platz sechs. Immerhin bester Deutscher hinter dem tschechischem Nationalteam. Das nächste Mal holen wir sie uns :)

Task 3 - Bericht von Jörg Bajewski
Erwarte nichts, aber freu Dich drauf! Der Wetterprognosenmix der großen Wetterportale schwankte von Saunagang in der Therme am Millstädtersee bis Hammertag mit 3-fach Umrundung der Kreuzeckgruppe. Na prima! Moritz und ich taten uns daher im Flexi-Taskkomitee außerordentlich schwer, aus diesem Info-Wirrwarr eine erfliegbare Aufgabe zu basteln. „Im Drautal bleiben“, um die allseits bekannten mikroklimatischen Bedingungen zu nutzen, während sich an den Talflanken die Wolkentürme drapieren. Also spielen wir „Zick-Zack-Komitee“ und werfen die geliebten Wendepunkte wie Zwickenberg, Kleblach, Irschen und Gerlamos zu einem stattlichen 83km-Task in den Ring.

Keine Rückfragen bei den Teilnehmern, alle happy und los ging es. Gute Bedingungen am Startradius Knoten, der vom Westen sowie vom Osten her angeflogen werden konnte. Ein Traumstart bis dahin. Nach der Wende Kirche Zwickenberg ließ eine Abschattung den Speedmodus beim halben Feld in den Dümpelmodus  wechseln. Ein zähes Aufsoaren an den Almen weit unterhalb Startplatzniveaus. Nur wenige erwischten eine gute Spur über den Scharnik, so auch das gesamte Tschechische Nationalteam, die uns Verfolgern mal wieder die lange Nase zeigten. Unser Dreiertrüppchen Olli, Kajo und ich versuchten durch frühes Abfliegen und Vorschleichen den Anschluss zu halten, wurden jedoch zu Beginn noch häufig vom rasch veränderten Wolkenbild durch Unbehagen eingebremst. Brücke Kleblach war schnell genommen, kurz per Funk der Wettercheck thematisiert und die beste Spur zur Irschen Kirche gesucht. Kajo erwischte den Anschluss nach der Wende deutlich besser und gab uns seine komfortable Ankunftshöhe durch. Olli und ich folgten, zogen über den Knoten und dem Startplatzgipfel eine „Homerun-Spur“ heraus, während Kajo - niedriger fliegend - die Fahrt herausnehmen musste. Als Trio erreichten wir so fast zeitgleich die Speedsection und landeten überglücklich im Goal, gleich nach fünf Tschechen. Petr, der amtierende Weltmeister, nahm uns mal eben 25 Minuten ab und gewinnt souverän den Tag. Das von Moritz und mir leicht pessimistisch eingeschätzte Wetterfenster bescherte uns glückliche Goalis! Was für ein wunderbarer Hessentag mit Sonnenschein und Regenbogen und einem Gläschen Rotwein zum Feierabend, Prost! 

Bis bald, Jörg 

Task 2 - Abgesagt wegen der schlechten Wettervorhersage

Task 1 - Bericht von Oliver Salewski:
Manchmal zählt es sich aus, den Verkehrsfunk zu hören. So konnte ich die stundenlange Vollsperrung des Katschbergtunnels umfahren und war „schon“ um 0:30 in Greifenburg zur 43. Hessischen Meisterschaft. Nicht ganz ausgeschlafen ging es dann in der Früh zur Einschreibung und schon bald mit dem Bus hoch zum Startplatz. Nach dem Aufbau des Drachens noch ein kleines Nickerchen auf dem Gurtzeug, und ich fühlte mich bereit für den ersten Task. Beim Briefing dann der erste Schreck, von den bereits am oberen Startplatz gestarteten Gleitschirmflieger waren zwei kollidiert. Die Bergung und Abtransport der beiden inkl. Einsatz zweier Helikopter schob unsere Startzeit für den 71km Ritsch-Ratsch Task deutlich nach hinten. Die Sonne machte sich mittlerweile sehr rar, es reichte bei mir für die erste Wende Zwickenberg Kirche, dann aber leider nur noch bis zum Not-Landeplatz in Berg. Die ganze Strecke hat an dem Tag niemand geschafft, aber es blieben ja noch ein paar Wettbewerbstage, auf die wir uns hochmotiviert freuten.





Vom 10. - 13. Mai 2018 fanden die internationalen Hessenmeisterschaften im Drachenfliegen in Greifenburg statt. Starke internationale Beteiligung machte das Rennen bei den flexiblen Drachen und bei den Starrflüglern sehr spannend. Drei Durchgänge wurden geflogen, die Wertung bei den Flexiblen gewann der aktuelle Weltmeister Petr Benes vor Dan Vynalik und Lukas Vojacek (alle CZE). Die Starrflügelwertung gewann der Österreicher Walter Geppert vor Thomas Paulik und Tim Grabowski. Hessenmeister wurden Jörg Bajewski und Dirk Häffner.