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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV

Liga 2021

Drachenreihe
Tina baut auf
Frank mit altem Combat
LIgachef und Karl Reichegger
Briefing
Notlandeplatzeinweisung
Compeofütterung
Friedensglocke
Petrus hängt etwas hinterher
Warten auf Starkwind
Briefing
Taskboard gerahmt von Carrara-Marmor
Der Einstieg hat geklappt
Vor der Wende
Nach der Wende
Auffahrt schon um 8 Uhr
Peter und Michael am Startplatz
Thomas gibt sich 8 Punkte für die Landung gestern und nur 3 für die Landung
Christian ist Tagessieger vom Dienst
Rekordaufgabe für die Starren
Unterwegs ums Kreuzeck
nur noch 8 km ins Ziel
Christian wieder Erster
Auch Dietmar im Ziel
unsere drei Starrflügel-Asse
Wetterprophet Wolfgang
Wohin soll den die Reise gehen?
übermütige Aufgabe
Briefing
Meditation mit Vario
Christian startet
Kampfkurve vorm Baum
Oütimist nach dem Absaufer
heute wieder ganz vorne dabei
Carsten "Muthig"
machs heute noch besser als gestern
auch Kai ein Looser
Schirme unten lassen
allen Grund zur Freude
Wenn alle abgesoffen sind
Dietmar und Christian auf dem Trepperl
Aktive und Offizielle
Arian beim Aufbau
Briefing
Führungspulk beim Frühstück
Wolfgang
Der Wind passt
MIcha wieder im Ziel
Mit dem Nasenbohrer ins Ziel
JÖrg nach seiner ersten vollendeten Aufgabe
Landeanflug
Im Ziel ist gut lachen!
Bier tröstet
Die Aufgabe
Chef Konrad
gute Stimmung
Ständchen fürs Geburtstagskind Janina
rupfige Cumuli
da oben....
so eng war der Bart
nach getaner Arbeit ist gut ruhn..
Lenti oder Abenthermik?
alle sind Gewinner
Wanderung zur Kohlroeselalm
Landebier schmeckt auch ohne Landung
Reisskofel und Gitschtal
Thomas Kägi startet immer rechtzeitig
Dietmar im Ziel
Zwei Freunde
Einmal wieder Flexi geflogen
Christian hat alle abgehängt
Wer flog welche Route
Wer hat die beste Strategie

Liga 2021

Gesamtwertung nach Task 7 (Starr und Flex)

Endlich wieder in die Dolos! Ligawochenende vom 9. - 11. Juli 2021 am Kronplatz

Ergebnis Task 7 Flex, Task 7 Starr

Langes Warten lohnte sich
"In 99% der Fälle starten wir nach Norden", so Lokalmatador und Ligafreund Karl. Heute war Südwind angesagt und damit Warten auf gute Startphasen. Karl verabschiedete sich auf Große Strecke beim ersten leisen Hauch von vorne. Auf den zweiten mussten wir geduldig warten. Die schon großzügig ausgeschriebenen Startgates wurden eine ganze Stunde nach hinten verschoben. Doch dann ging es doch noch, und es wurde immer besser. Dafür wurden die Starts teilweise schlechter. Immerhin ging es danach flott nach oben. Solides Steigen über dem Kronplatz, gleich bis an die Basis, machten mich wohl übermütig. Wegen Videoaufnahmen flog ich näher an die hohen Berge heran. Die waren aber abgeschattet, ebenso die kleinen Buckel davor. Ehe ich mich es versah, sah ich mich auf einer schönen Almwiese landen. Andere machten es besser. Per Flymaster könnte ich verfolgen, wie einer nach dem anderen die Wende Thurnthaler nahm und zurück nach Pfalzen flog. Nur noch der Schlenker nach Terenten. Andreas Kimmich und Carsten Muth waren über die 90km die Schnellsten. Statt nun gemütlich in 2 Stunden seinen Drachen abzubauen, fuhr Andreas sofort los, um die Außengelandeten heimzuholen. Fliegerfrauen Monika und Doris halfen auch dabei, so dass pünktlich um 19:30 Uhr die reservierten Tische im Restaurant am Sportplatz eingenommen werden konnten.

Deutschland Regen, Pustertal Sonne!

Ergebnis Task 6 Flex, Task 6 Starr

In Deutschland gestern Dauerregen, hier im Pustertal schien die Sonne heute fast den ganzen Tag. Das ist natürlich übertrieben, wir mussten lange warten auf dem Kronplatz, bis die Sonne die Reste der nächtlichen Gewitterregen verarbeitet hatte zu leckeren Cumuli. Zeit genug, dem regen Bauschaffen auf dem Gipfel des Berges Aufmerksamkeit zu zollen. Lokalpilot Karl Reichegger war wieder sehr hilfreich, erklärte den Notlandeplatz und führte als Vorflieger vor, wie man sich nach einem Fastabsaufer nicht nur wieder hocharbeitet, sondern die ganze Strecke auch noch locker abfliegt. Die hatte nur einen Wendepunkt, 30km östlich bei Innichen, Landung bei Pfalzen. Nicht nur Karl hatte es schwer, einen geeigneten Aufwind zu finden. Wem es gelang, boten die Dolomiten wieder ein gigantisches Panorama. Den Pragser Wildsee mal aus der Höhe bestaunen, die Drei Zinnen boten sich aus der Ferne an. Heute waren wir nur je 5 Drachen und Starrflügelpiloten. 4 erreichten das Ziel, die anderen hatten schöne Flüge und Gelegenheit, diese Gegend aus der Luft kennenzulernen. Morgen gibt es die Fortsetzung.

Gesamtwertung nach 5 Durchgängen

Rekordverdächtig

erschien dem Ligachef die Wetterprognose zum 4. Ligadurchgang am Samstag. Am Vortag hatten wir bei der Aufgabenstellung noch Rücksicht genommen auf die Teilnehmer des Streckenfluglagers, doch nun sollte endlich mal wieder die Mölltalrunde ums Kreuzeck auf dem Taskboard stehen. Die knapp 100km der Standardstrecke mit den Wendepunkten Anna-Schutzhaus, Mallnitz Bahnhof, Latschur erschien den Starrflüglern als zu kurz. Also noch ein Stückchen weiter zum Zettersfeld und nach Norden die Hannoverhütte am Alpenhauptkamm. Der Ligachef stellte mit der Gerlamoskirche als gleichem Start- und Zielpunkt sowie allen Radien von 400m eine Aufgabe mit dem Ziel, einen neuen Geschwindigkeitsrekords über 100km FAI-Dreieck aufzustellen. Zeitig starteten dann die Starrflügelpiloten, um am Stagor vor Einflug in den Startzylinder gut Höhe zu tanken. Leider führten die schwachen thermischen Bedingungen am Startpaltz wieder etliche Flexipiloten zur vorzeitigen Einkehr auf dem Landeplatz.  Sonst ging es aber flott voran. Am Ziethenkopf war es nicht so bockig wie üblich, mit guter Höhe gelang die Querung des Mölltals. Dort kreiste ich mit Moritz, winkte ihm zu. Irgendwie schien mir, dass er es nicht sonderlich eilig hatte. Wirklich war Christian schon weit enteilt, Moritz genoss die schöne Bergwelt. Ein paar Kilometer vor der zweiten Wende piepte mein Compeo und wollte frische Akkus haben. Leider hatte ich die gerade nicht zur Hand. Folglich hatte ich dann nur noch einen greyscreen ohne Piepser.  Die Verladestation fand ich noch, aber dann Thermikkreisen wie ein Vogel, ohne Vario? Das hatte ich noch nie probiert, es ging aber. Sinne schärfen, jeden Heber und Senker analysieren, Hintergrund betrachten. Nach ein paar Zwischenstationen hatte ich über dem Reißeck die Basis erreicht, Dietmar zeigte mir einen schönen Bart. Dann die lange Talquerung zum Latschur. Kurz vorher gab ich meinem Compeo noch eine Chance. Es funzte, wohl wegen der höheren Temperatur in niedriger Höhe und der genossenen Ruhepause. Also hatte ich die benötigte Hilfe und konnte bald darauf ins Ziel gleiten.
Christian war schon lange dort und strahlender Sieger der Starren. Abends machte ich mich an die Auswertung – neuer Rekord mit 43,2 km/h! Nun warten wir nur noch auf die offizielle Anerkennung.

Der Start zum 5. Ligadurchgang
verzögerte sich, weil dichte Cirrusbewölkung die Sonne behinderte. Das Satelitenvideo wurde befragt, Hoffnung verbreitete sich. Dann bekam der Himmel das Blaue doch noch und wir die erwünschte Thermik. Für den geplanten Ritt ins Gailtal war es inzwischen zu spät geworden. Für das flache Standarddreieck Anna-Schutzhaus – Goldeck reichte es aber. Die Starren bekamen mit Irschen noch eine weitere Wende aufgedrückt. Schade, dass mit 50% die Quote der Absaufer bei den Flexi wieder sehr hoch war. Für die anderen war es ein schöner Flug. Wieder war Christian der Schnellste bei den Starren, Carsten bei den Flexi. Beide Piloten sind auch in den Gesamtwertungen nach 5 Durchgängen die Spitzenreiter. In zwei Wochen sehen wir uns schon wieder.
Konrad Lüders

Ergebnis Task 1
Ergebnis Task 2
Task 1+2 Gesamt

Nur dünne Scheiben
Drachenliga startet bei der Hessischen LM in die Saison
Zur Hessischen Landesmeisterschaft sollte es endlich den Ligastart geben. Elektronische Einreiseanmeldung, dazu eines der „Drei G“ waren kein Hindernis – Petrus war uns nicht hold! „Salamitaktik“ meinte Carsten, als der erste geplante Durchgang gestrichen wurde. Schade letztendlich, denn Petrus hatte die Wetterfrösche gefoppt. Die knappe Hälfte der angemeldeten Drachenpiloten erschien dann wirklich in Greifenburg. Großes Wiedersehen nach der langen Pause, Hauptthema: “Bist Du schon geimpft?“  Optimistischer waren die Aktiven der Gleitschimliga mit deutlich weniger Ausfällen.
Um 8 Uhr in der Frühe (!) fuhren zwei Busse mit Anhänger vor und wurden vollgestopft. Maske vorm Mund war selbstverständlich. Oben ging es dann lockerer zu beim Aufbau. Platz dazu war reichlich vorhanden. Zeit auch, im Überfluss, wie sich wegen der Cirren am Himmel allmählich herausstellte. Dafür schmolz das Zeitfenster für den Flug. Gegen 14 Uhr endlich klappte das Fenster auf. 72 km Ritsch-Ratsch zwischen Radlberger - Weneberger – Latschur – Landeplatz. Ich schaffte das Ziel in 14 Minuten, verfehlte allerdings alle Wenden. Die Mehrzahl der Teilnehmer, darunter auch Prominenz kam zu ähnlichen Ergebnissen. Für meinen flotten Absaufer bekomme ich aber eine Aufgabenzeit von 00:35:35 Std. angerechnet. Carsten Muth hatte noch in München zu schaffen. Deshalb steht bei ihm eine längere Aufgabenzeit, nämlich 00:43:58 Std. Andreas, Dietmar und Christian nahmen sauber die Wenden in gut zwei Stunden und belegten hinter Jochen Zeyher die Plätze 2-4! Der neuartige Wertungsmodus wirft Fragen auf. Jochen Zeyher hat eine Aufgabenzeit von 01:59:54 Std. Weshalb bei Klaus Diller 03:33:10 Std. vermerkt sind, kann ich mir nicht erklären, denn Klaus ist gar nicht am Start gewesen. Einen Sprint-Bonus hat er sich dadurch immerhin nicht verdient.
Der Samstag versprach mehr Flugspaß. Die Cirren vom Vortag hatten Platz gemacht für Cumuli. Entsprechend euphorisch gingen die Tasksetter zu Werke, allen voran Jochen Zeyher. Zum Glück siegte dann doch die Vernunft, und die Aufgabe wurde aufs Machbare gestutzt. Ein ähnlicher Ritsch-Ratsch im Drautal wie am Vortag, hinzu kam der Gailbergsattel als letzte Wende und Knackpunkt.  Primoz Gricar und Corinna Schwiegershausen bewiesen wieder einmal ihre Klasse, bei den Starren ließ wieder Jochen Zeyher alle Konkurrenten hinter sich.
Am abschließenden Sonntag blies Petrus die Backen tüchtig auf. Viel zuviel Wind in allen Höhenlagen. Nach Beratung durfte es nur den einen Schluss geben, den mit der anschließenden Siegerehrung.
Ungeachtet der kryptischen Bewertung, aus der nicht hervorgeht, wie lange ein Pilot gebraucht hat für die Strecke, bzw. wie weit er gekommen ist, haben die besten Piloten die ersten Plätze belegt. Bei den Starren Jochen vor Christian und Dietmar. Bei den Flexis Primoz vor Corinna und Jörg. 5 Piloten hatten die gleichen „Totalen Zeiten“ von 5:25:02 Std. Wir waren alle zweimal abgesoffen. Auswerter Willi ist immer nett, besonders zu mir, glaube ich. Erklären konnte er mir das aber nicht. Ich habe für die Ligawertung eine nach GAP2020 gemacht. Da gibt es Punkte für dies und das, die muss man addieren, und darin bin ich gut.
Bis bald wieder in Greifenburg zum nächsten Ligatreffen
Konrad Lüders


Streckenflugtage statt HG-Challenge vom 21. - 25. Juni 2021

Ergebnis Task 1

Ergebnis Task 2

Ergebnis Task 3

Ergebnis  Task 4

Overall


Bericht vom Finale am 25. Juni 2021: 5. Tag und 4. Task
Die Wetterprognose war grottenschlecht. Die Ligapiloten waren trotzdem angereist, wir charterten eine Sonderfahrt mit dem gelben Bus.  Um 7:45 Uhr Drachen beladen, das im Urlaub! Schon bei der Auffahrt quollen die Wolken auf vor schierem Tatendrang. Immerhin war jetzt nicht mehr der Wind das Problem. Und dann formierte sich die Luftfeuchtigkeit zu für den Flugsport brauchbaren Cumuli. Also gab es eine moderate Aufgabe mit 63km bzw. 75 km (für die Starren). Anstelle von der Radlberger Alm durften die Starrflügler den Zielanflug vom Latschur beginnen. Schon um 11:15 Uhr starteten die ersten Drachen. Leider ging es von unten sehr zähe, die Thermik war zerrissen und unstet. Einige Piloten durften früher als geplant von ihren Badekarten Gebrauch machen. Den anderen gelang der Anschluss an die Basis, der weitere Flug bis ins Ziel war dann ein Vergnügen. Die Starrflügelpiloten der Liga lieferten sich spannende Duelle, wie abends beim Debriefing mit Videopräsentation deutlich wurde. Die Streckenflugeleven schauten interessiert zu.
Thomas Kägi, unser Teilnehmer aus der Schweiz wurde durch konstante Bestleistungen unangefochten Punktsieger des Streckenfluglagers. Einen Pokal gab es nicht. Den Gewinn hatten aber alle Teilnehmer. 4 Streckenflüge von 60km bis 80km Länge, bei denen der Großteil der Piloten das Ziel erreichte sorgten für eine geballte Ladung an Flugerfahrung. Einhellig deshalb die Schlussfolgerung: Im nächsten Jahr treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Streckenfliegen, sei es nun im Rahmen der Challenge, eines Streckenfluglagers oder als Teilnehmer der Liga 2022.
Konrad Lüders

4. Donnerstag, 24. Juni - Restday wegen Starkwind
Die Prognose für den Tag: viel zuviel Wind.  Der Busfahrer schien etwas geknickt, als ich ihm die wenigen Gleitschirmpiloten abspenstig gemacht hatte. Was tun?  Stagor bewandern wäre schön, leider wegen Waldarbeiten keine Zufahrt. Dann auf zur Kohlröselalm! Mit dem Lift einige hundert Höhenmeter ohne Schweißverguss zu bewältigen macht gute Laune. Weiter ist die Wanderung ein Spaziergang über Almwiesen und kühle Waldwege. Zwischendurch Ausblicke auf die umgebenden Berge und Täler. „Wie quert man vom Gaugen ins Gitschtal?“  und ähnliche Fragen mussten beantwortet werden. Zwischendurch bestätigten heftige Böen, dass der SW heute wirklich zu stark war, um Drachen zu fliegen. Der Wirt der Kohlröselalmhütte gab sich streng und kontrollierte jeden Wanderer auf 3G. Der Kaiserschmarren war aber durchaus lecker. Beim Rückweg über Almwiesen konnten wir uns davon überzeugen, wie Biofleisch aus Weidehaltung entsteht. Im Restaurant an der Brücke genehmigten wir uns noch einen Eisbecher (sehr zu empfehlen!). Dann zurück zum Campingplatz, eine kurze Abkühlung im Badesee. Vor dem Abendessen gab es noch einen Vortrag über Apps zur Wetterprognose. Zum Abschluss des Tages schauten wir uns das Video  an von meinem Flug zum Großglockner und ums Kreuzeck , die „Große Kreuzeckrunde“ .
(Das Video kann herunter geladen werden: www.imn.htwk-leipzig.de/~lueders/Brahms.mp4 )
Konrad Lüders

Bericht 2. Task, Dienstag, 22. Juni 2021

Ähnliches Wetter wie am gestrigen Tag, also sparten wir uns lange Diskussionen und fuhren optimistisch mit dem gelben Bus um 10 Uhr hoch zum Startplatz. Einen kleinen Unterschied gab es denn doch – die Cumuli waren schon ansehnlich puschelig, als wir mit dem Aufbau begannen. Gleitschirmflieger waren schon unterwegs und schraubten sich nach oben. Angesichts der guten Bedingungen sputeten wir uns mit den Vorbereitungen und holten gegen gestern eine Viertelstunde heraus. „Gestern waren 40% der gestarteten Piloten im Ziel, das entspricht meinen Vorstellungen. Ihr habt dazu gelernt, also müssen wir heute eine Schippe drauflegen“, so der Lehrgangsleiter. Der SW-Wind nagelte uns wieder an die Nordseite des Drautales, also wird wieder geritschratscht zwischen Stagor und Scharnik. Bei Alptherm hat man eigenartige Vorstellungen von „mäßiger“ Thermik. Es zupfte mancherorts noch stärker als am Vortag. Die Piloten zeigten ansteigenden sportlichen Level, es stieg z.B. niemand vorzeitig mangels Kondition aus. Kämpferherz bewies Marcel, der als Letzter gestartet, auf seinem Einfachsegler Funky den Spaß bis Punkt 18:00 Uhr ausdehnte und gerade noch rechtzeitig vor Deadline das Ziel am Campingplatz erreichte. Die Landungen bei straffem Südwind forderten die Piloten noch einmal heraus bei gesteigertem Unterhaltungspotential für die Gelandeten.Nach 70km landeten von 19 Startern 15 Piloten im Ziel! An solch einen Erfolg bei einer HG-Challenge kann ich mich nicht erinnern. Die „Meute“ hat Biss bekommen und ist heiß auf den Erfolg. Morgen wird es wieder gutes Wetter geben, wieder Südwind, mir gehen bald die Wendepunkte aus…Konrad Lüders


Prolog am Sonntag, 20. Juni 2021
Einige Teilnehmer reisten schon am Wochenende an und wollten sich warm fliegen. Wir trafen uns am Thermiktreff auf der Emberger Alm. Eigentlich wollten sie ja nur mal kurz Hallo sagen, ich wickelte sie dann aber gleich mit Wetterbriefing ein. Das war heute nämlich Hauptthema. Feuchte, schwülwarme Luft, der Himmel 8/8 mit Cirren ausgestattet. Wie wird es gehen heute? Mein Trumpf waren die schönen Wendepunktkarten, jeder bekam eine (gesponsert von der Liga). Nur am Platz rumdümpeln wollte eigentlich niemand. Also schlug ich eine Pendelaufgabe mit wachsender Amplitude vor: Knoten – Gaugen Lift – Glatschalm – Rottenstein – Sender Egg – Landeplatz.  Keine Thermik, keine Startbedingungen. Hoffnung machte mir ein wolkenverdünnter Streifen auf dem Satellitenfilm, die ich auf die Teilnehmer projizierte. Wirklich warteten wir die paar Stunden bis die Sonne plötzlich einen Halo bekam und die Cirrendecke löcherig wurde. Thermik konnte entstehen, ruck-zuck konnte man starten und sich für den rechten oder den linken Hausbart entscheiden. Marcel flog aber geradeaus, fand einen Superbart und drehte auf bis zur Wolke. Den anderen Teilnehmern versuchten, es ihm nachzumachen. An der Thermik schnupperten alle, immerhin hatte sich das Warten gelohnt. Nach gut einer Stunde  waren alle wieder am Landeplatz bis auf Marcel. Mit seinem Funky wurde er Daywinner, solide Leistung!

Windig und wolkig

Würde der Wind stark genug sein, uns vom Fliegen abzuhalten? Er war es nicht. Zwar gab es besorgte Stimmen, der Teamchef hatte sogar schon vorsorglich den Vortragsraum reservieren lassen für ein Notprogramm. Doch dann luden wir die Drachen auf den Busanhänger und fuhren hoch. Wolfgang Sattlegger hatteuns mit seiner Zuversicht bestärkt.  
Eindringlich wurde beim Briefing auf mögliche Gefahrenmomente hingewiesen: Beim lebhaften SW-Wind sich nicht in Seitentäler verblasen lassen, Abstand halten vor Leegebieten! Eine ähnliche Aufgabe wie gestern, Pendeln zwischen Glatschalm und Rottenstein. Sender Egg wurde aber abgeschaltet. Der Wind stand meist gut an, rasch leerte sich der Aufbauplatz. In der Luft wurde es nicht sonderlich eng, die gute Thermik machte es leicht, entführte die Konkurrenz nach oben. Bockig war es durchaus, aber die meisten hielten durch. Bei Talquerungen war immer ein Teilstück im Lee, dann brummte die Varios und nutzten den vollen minus-Messbereich aus. Nach einer guten Stunde zischten die ersten Zielflieger über den Landeplatz, allen voran Tilo Düpmann auf seinem Atos. Einflug in den Zielzylinder 01:02:53 Stunden nach Starteröffnung. Das entspräche einem Schnitt von 47,5km/h. Allerdings war Tilo zu ungeduldig und drehte ca.40m vor dem Startzylinder um zur ersten Wende. Tilo wird also in der Wertung nach hinten durchgereicht. Auch unser langer Tilo darf die Wertungsstrecke nicht eigenmächtig verkürzen! Auswerter Konrad passt nämlich genau auf. Die volle Strecke schaffte unser Schweizer Mitstreiter Thomas Kägi in 01:24:17 Std.  3 Minuten später war es mit Wolfgang Tiefenbacher ein österreichischer Pilot. Eine gute halbe Stunde länger war Kurt Bauer unterwegs. Prächtige Stimmung auf dem Landeplatz. Fast alle der 18 gestarteten Piloten bauten dort ihre Drachen ab. Funkyflieger Marcel schlug sich wieder achtbar, hatte bei dem starken Wind natürlich die schlechtesten Karten mit seinem Einfachsegler.
Morgen gibt es wieder Wind, aus Südwesten und hoffentlich auch von unten
Konrad Lüders

Ergebnis Task 1