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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
12.01.2020

Wissenschaftliche Retter-Studie: 50 Probanden gesucht

Dr. Matthew Wilkes von der University of Portsmouth (UK) hat eine weltweit vielbeachtete wissenschaftliche Studie zum Verhalten von Piloten bei Rettungsgeräte-Auslösungen veröffentlicht.

Youtube-Video zur Studie (english)

Die Studie wurde durchgeführt an einer Zip-Line in einer Turnhalle. Dr. Wilkes will nun, in Zusammenarbeit mit dem DHV, in einer zweiten Untersuchung den Einfluss von G-Force (Zentrifugalkraft) auf die Piloten und deren Verhalten bei der Retterauslösung erforschen. Diese Untersuchung wird am Samstag, 29.2. und am Sonntag, 1.3.2020, jeweils von 9- 18 Uhr im G-Force-Trainer der Flugschule Hochries durchgeführt.
Für aussagekräftige Ergebnisse sind mindestens 50 Probanden erforderlich. Und die werden gesucht!

Aufgabe:
Eine oder mehrere Auslösungen des eigenen Rettungsgerätes im G-Force-Trainer unter einer G-Last von 3-4 G. Die Versuche werden mit mehreren Kameras gefilmt. Beim Rettungsgerät wird vor dem Versuch der Innencontainer so verschlossen, dass keine Öffnung erfolgt. Anschließend wird das Rettungsgerät vom Fachpersonal der Flugschule Hochries wieder ordnungsgemäß in das Gurtzeug eingebaut. Das Fachpersonal steht auch für den Fall zur Verfügung, dass technische Probleme an Gurtzeug oder Retter auftreten sollten.

Anforderungen:
- Lizensierte/r Gleitschirmpilotin oder Gleitschirmpilot
- Eigenes Gurtzeug mit integriertem Retter, egal in welcher Container-Bauart, auch Frontcontainer
- eigener Helm und Handschuhe
- Bei körperlich gesunder Verfassung, sodass bei G-Lasten von 3-4 G keine Probleme zu erwarten sind
- Einverstanden mit der Veröffentlichung von Bildern und Videos (nach Rücksprache)
- Möglichst noch keine Erfahrung mit dem G-Force-Trainer
- Maximal 120 kg Körpergewicht

Für interessierte Gleitschirmpilotinnen und Gleitschirmpiloten ergibt sich hier die Möglichkeit, die Auslösung des eigenen Retters unter G-Last zu erleben und das eigene Verhalten kennenzulernen. Nebenbei trägt man dazu bei, wichtige wissenschaftliche Sicherheits-Erkenntnisse zu erlangen. Man muss sich nicht den ganzen Tag dafür Zeit nehmen, der Zeitaufwand beträgt ca. 3 Stunden.
Gerne können auch ganze Gruppen kommen, z.B. von Gleitschirmclubs. Für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt.
Das Ganze ist kostenlos.

Anmeldung bei Jessica von der Flugschule Hochries info@flugschule-hochries.de unter Angabe des gewünschten Tages (Samstag oder Sonntag) und der ungefähren Uhrzeit.
Die Flugschule Hochries befindet sich in 83098 Brannenburg, in der Nähe von Rosenheim, direkt an der Inntal-Autobahn. https://www.flugschule-hochries.de/

Karl Slezak
DHV-Referat Sicherheit und Technik
sicherheit@dhvmail.de

 

 

 

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