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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
25.11.2010

GS-Weltrekorde von Nina Brümmer anerkannt

Die Rekorde von Nina wurden jetzt als Weltrekorde und Europarekorde anerkannt.

Herzlichen Glückwunsch!

Renate Brümmer ("Nina") flog am 31.7.2010 mit ihrem Skywalk Cayenne 3 vom Speikboden in Südtirol/Italien Damen-Rekorde in den Klassen: „größtes, angemeldetes FAI-Dreieck“ mit 107,7 km, Geschwindigkeit um ein 100 km großes Dreieck mit 15,7 km/h und da sie die vor dem Start angegebene Aufgabe noch während des Fluges vergrößerte, auch noch „Freie Strecke um ein Dreieck“ mit 119,2 km. Jede dieser Klassen wurde als Deutscher-, Europa- und Weltrekord eingereicht! Den Flug findet Ihr hier ...

Nina zu ihrem Flug: "Es ist schon seit langer Zeit ein Traum von mir mit dem Gleitschirm einen Weltrekord zu fliegen, doch dass es mit einem Flug gleich 3 Welt-, 3 Europa- und 3 Deutsche Rekorde werden hätte ich nie zu träumen gewagt. Einen Rekord zu fliegen ist nicht ganz einfach. Die Arbeit fängt schon zuhause am Computer mit der Ausarbeitung der Aufgabe mit SeeYou an. In welchem Fluggebiet ist welche Aufgabe möglich? In den Alpen bieten sich FAI-Dreiecke an, diese dürfen jedoch nur für deutsche Rekorde auf dem Schenkel gestartet werden. Für einen Weltrekord muss auf einem Eckpunkt gestartet werden, was bei einem Dreieck über 100 km nicht so ganz einfach ist. Steht man dann am richtigen Tag am richtigen Berg, benötigt man einen Sportzeugen, der einem die Aufgabe vor dem Start bestätigt. Leider sind nicht viele Piloten Sportzeuge, obwohl dies mit wenig Aufwand jeder sein könnte (daher, liebe Flieger, schaut auf die DHV-Homepage unter Sport und Downloads und werdet Sportzeuge!). Und dann muss natürlich die Aufgabe mit GPS-Dokumentation geflogen werden. Die Aufgabe muss ganz geschlossen sein, d.h. man hat um jeden Wendepunkt einen Zylinder mit 400 m-Radius, in den man einfliegen muss.

Der Flug selbst war auch ein Traum. Wenig Wind, zuverlässige gute Thermik, keine Hammerthermik, dadurch nicht bockig – was will man mehr? Die Luft war kalt und dafür außergewöhnlich klar. Dadurch war die Aussicht nach Norden auf den Alpenhauptkamm und nach Süden in die Dolomiten einfach großartig. Deshalb habe ich auch meinen Flug am Kreuzkofel vergrößert. An diesem gigantischen Felsmassiv angekommen, konnte ich nicht einfach umdrehen und gleich wieder Richtung  Speikboden fliegen. Ich musste einfach die Aussicht auf die beeindruckenden Bergmassive um mich herum noch länger genießen und bin deshalb noch gut 5 km an der Felskante entlang nach Süden geflogen. Dadurch habe ich zwar den Durchschnitt bei meinem angekündigten Speeddreieck verschlechtert, aber so konnte ich auch noch den Rekord „Freie Strecke um ein Dreieck“  einreichen. Jetzt müssen die Rekorde nur noch von der FAI in Lausanne anerkannt werden - dann wird gefeiert."