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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV

EM 2018 vom 16.-28. Juli in Portugal/Montalegre

Torsten Siegel DEU, Theo Warden GBR, Biagio Alberto Vitale ITA,
2.Meryl Delferriere FRA,1. Seiko Fukuoka Naville FRA,3. Yael Margelisch CHE,
v. L.Rang 4 Ferdinand Vogel, Dusan Oroz SLO,Rang 6 Daniel Tyrkas, Jurij Vidic SLO, Joachim Oberhauser ITA, Xevi Bonet Dalmau ESP, Gleb Sukhotskiy RUS,
Teamewertung,
Silber für Italien,Gold für Spanien, Bronze für Frankreich

Ergebnisse nach 8 Durchgängen

Torsten Siegel wird Vize-Europameister 2018

Rangliste Herren:

1  Theo Warden        GBR
2  Torsten Siegel   GER
3  Biagio Alberto Vitale ITA
4  Ferdinand Vogel  GER 

5  Dusan Oroz SLO,
6  Daniel Tyrkas,
7  Jurij Vidic SLO,
8  Joachim Oberhauser ITA,
9  Xevi Bonet Dalmau ESP,
10 Gleb Sukhotskiy RUS,

37 Ulrich Prinz        GER
45 Andreas Malecki  GER
48 Ernesto Hinestroza GER
50 Philipp Haag        GER

Rangliste Damen:

1  Seiko Fukuoka Naville, FRA
2  Meryl Delferriere,     FRA
3  Yael Margelisch,       CHE
10 Yvonne Dathe, Halblech DEU
13 Ewa Korneluk-Guzy München DEU

Nationenwertung:
Silbermedaille Italien, Goldmedaille Spanien, Bronzemedaille Frankreich, Team Deutschland auf Rang vier. 

Pressemitteilung

sehr lesenswert geschrieben von Torsten Siegel

Ferdi im Goal im 4. Task, Rang 4 Overall!
Chiba unterstützt uns mit Handschuhen
Stephan Morgenthaler
Sziols unterstützt uns mit Brillen
Volkswagen unterstützt uns mit Bussen
Theo Warden, GBR
Seiko Fukuoka Naville, derzeit Rang 1 der Damenwertung
Philipp Task 4, zweiter Platz!
Torsten Rang 6 Overall nach dem 4.Task
Philipp in seinem Racegurt - beim 3. Task Dritter!!!
Ernesto Hinestroza
Pepe im Ziel
Ewa Korneluk im Ziel
Yael Margelisch, CH, derzeit zweite Dame
Happy beim Interview
Ferdinand Task 3 auf Rang 5!
Philipp Haag
Ewa Korneluk und Yves
Meryl Delferriere
Michael Maurer
Jurij Vidic
Philipp Haag
Meryl Delferriere
Ferdinand am Start
Ernesto Hinestroza landet
Andreas Malecki im Ziel
Heimatverein Heuberg-Baar untstützt Philipp Haag
Daniel Tyrkas
Video Producer Yves Jonczyk

News of the Day

Samstag, den 28.07.2018

Eine 95 Kilometer wurde um 13 Uhr gestartet. Es würfelt die Ergebisse am letzen Tag der EM nochmals durch und Team Deutschland bleibt auf Rang vier. Ferdinand fällt vom ersten Platz am  Freitag auf den vierten Platz in der Overallwertung.

Torsten Siegel wird Vize Europameister, hinter dem 19 jährigen Engländer Theo Warden.

Daniel Tyrkas kommt auf den sechten Rang und somit sind 3 Deutsche Piloten unter den Top 6 Piloten der Gleitschirm Europmeisterschaft 2018.

Freitag, den 27.07.2018

Surprise, Surprise... ( Tag 10 / Task 7)

Nachdem die Bedingungen die letzten Tage hier wirklich super waren und XC-Skies auch für Heute brauchbare Streckenbedingungen ankündigte, gingen wir voller Erwartungen an den Start.
Diesmal fiel die Wahl zum ersten Mal auf den Weststartplatz und der Task war wieder mal schnell gesetzt: Ein weiteres Mal mit dem Wind in Richtung SüdOst.
Doch die Winddummies, die immer mal wieder zum Starten genötigt werden saufen ein ums andere Mal ab, werden wieder unten abgeholt und erneut rausgeschickt... Manche können sich durch soaren und enges kreisen ein wenig halten, aber mit 150 Piloten an der engen Ridge wäre das problematisch. Also warten die Organisatoren auf bessere Bedingungen mit mehr Thermik. Ich höre beim vorbeigehen schon das "Böse Wort mit C..." bei den Tasksettern, als schliesslich die ersten Dummmies überhöhen konnten. So wurde die Aufgabe nochmal auf 52km verkürzt und der Start auf 16 Uhr festgelegt: Sehr spät!

Sofort nach der Startboje musste man eine Entscheidung treffen: Dem Pfeil nach in eine grosse Region gänzich ohne Wolken, aber dafür eben auf Kurs und dadurch gut für das sammeln der Leadingpoints. Oder 90Grad gegen die Flugrichtung zurueck zum Start und von dort weiter zu einer Wolkenstrasse.
Da sich mehr als 2/3 aller Piloten für die direkte Linie entschieden, zog ich mit guter Höhe mit, im Wissen, nun ca 100 Piloten unter mir zu haben, die alle Thermik suchen würden. Irgendjemand würde da schon etwas finden im Blauen?

Es stellte sich heraus, dass - wenig überraschend - an einem Tag, wo sich anderswo nicht weit weg Wolken formen, "Blauer Himmel" schlicht bedeutet: Keine Thermik!
Ferdinand und einige Andere hatten mit ihrer Wahl des Umwegs die *deutlich* bessere Linie und zogen hoch von Wolke zu Wolke.
Pepe drehte draussen im Kessel als höchster über einem grossen Pulk einen Nullschieber, der einfach nicht durchziehen wollte.
Ich wählte einen Mittelweg und mogelte mich einer kleineren Gruppe dazwischen zu der Wolkenstrasse im Osten auf der Ferdinand schon bald über uns dahinzog.

Schliesslich durften auch wir dort einsteigen und hinterherfliegen. Pepe und sein Riesenpulk folgen uns, und die meisten schafften es auch noch hoch.
Ab hier sah es aus, als sei das Ziel schon in Reichweite: Die Wolkenstrasse führte direkt nach Chavez und über das grosse Tal dort. Nun noch einen einzigen Bart auf der gegenüberliegenden Talseite um auf dem Plateau etwas Höhe zu machen: Endanflug und "Aus die Maus!"
Denkste: Als wir auf dem Plateau ankommen, sehen wir Ferdinand und die anderen Führenden im starken Wind niedrig über das Plateau kriechen: Thermik ist allenfalls als zerrissene Blase zu finden, die der Wind wegtreibt :-(
Mit Philipp Haag und ein paar wenigen Kollegen drehen wir solche Blasen und lassen uns langsam zum Ziel versetzten. Immer wieder schöpfen wir Hoffnung, aber verlieren dann doch wieder ein paar Mitstreiter.
Zm Schluss fehlen mir gerade mal 300m an Höhe zum Zeitradius, 600m zum Ziel, aber ich bin alleine: Alle anderen sind gelandet und alleine findet man so knapp über dem Boden nichts mehr...

Ich lande auf einer kleinen Wiese im OFF - nach wenigen Minuten beim Packen bin ich erstaunt, schon ein Auto zu hören: 2 Portugiesen haben mich niedrig über ihren Ort ziehen sehen und verfolgten mich neugierig mit ihrem Wagen ;-) Sie können kein Englisch und ich kein Portugiesisch, aber Lachen können wir alle drei und so bringen sie mich als "stolze Beute der Schirmjäger" zurück zu ihrer Stammkneipe wo sie mich ihren Ortsbewohnern präsentieren.
2 Piloten sind noch weiter gekommen als ich: Die Überraschung ist Jaroslav Janduch (Gestern Overall noch auf Platz 140), der es in den Zeitradius schaffte der nur wenige Meter vor dem Ziel landete.

Letztlich ändert der Tag am Ranking für manche wenig, für andere Viel, je nachdem ob man noch Streicher übrig hatte.
Der glücklichste Pilot des Tages war am Schluss wohl Ferdinand, der nun auf Platz 1 steht: Gesamtführung! Gratulation!
Team Deutschland macht dabei auch noch einen Platz in der Nationenwertung gut: Nun sind wir auf dem 4.

Morgen kommt der letzte Task bei sicher wieder besseren Bedingungen: Hoffen wir, dass Ferdinand seinen Platz halten kann und wir vielleicht auch noch als Team aufs Treppchen kommen können.

Grüße

Ulli Prinz

Donnerstag, den 26.07.2018

Erst Hochnebel, dann freundlichstes Thermikwetter mit Wolkenstraßen die optimal auf der 70 km langen Aufgabe genutzt wurden.
Sieger wurde Stephan Morgenthaler, welcher der Wolkenstraße als erster vertraute und massig Leadingpoints sammelte. Bester deutscher bin ich Ferdinand Vogel mit 6 sec Rückstand auf den Schnellsten und Platz 3.

Bei der Auffahrt wurde schnell klar, heute wird es nichts werden mit dem nach Süden rausmogeln. Der Nord Wind war kräftiger al Vortags. Nach Spanien runter zum Nordstart wollte aber auch keiner. Dort befand sich eine geschlossene Wolkendecke auf Startplatzniveau.

Erst um 15 Uhr starteten wir die Aufgabe wieder Richtung Süd-Osten. Der Startpulk erlebte die typische Auflösung der Wolke 5 min vor dem Race und kämpfte um jeden Nullschieber bis es endlich ins Lee losgehen konnte. Die ersten zwei Thermiken waren schwach, kreuz und quer wurden ein paar Meter gemacht – andere suchten direkt die erste Wende auf.

Ein Freiflieger zeigte dann den Einstieg zur Wolkenstraße an. Ein riesiges Gebiet auf dem ersten Hochplateau war abgeschattet und keiner wusste so recht ob die Wolkenstraße ziehen würde oder nicht.

Die kommenden 30 km wurde zwischen Vollgas und 2/3tel Gas gewechselt. Erst beim Queren des riesigen Tals über Chaves teilten sich die Piloten wieder auf.
Team Deutschland hatte die gleiche Idee und ging in Führung. Auf dem kommenden Hochplateau musste zunächst ein Radius im Osten, dann gegen den Wind im Westen und anschließend bereits ins Ziel geflogen werden. Gelände und Windrichtung ließen uns von der optimierten Route abkommen und wir hielten deutlich vor um schließlich mit viel Rückenwind in den Endanflug gehen zu können.

Noch zwei Tasks und weiterhin alles offen, da die Punkte super knapp bei einander liegen! Für Daniel und mich läuft es im Gesamt Ranking super gut. Drückt uns weiterhin die Daumen!


Liebe Grüße

Ferdi

 

Mittwoch, den 25.07.2018

Schon wieder so weit weg und schon wieder Team Deutschland gut vorne! Ein 95,5 Kilomter Race!

Heute war wieder der Startplatz in Wolken als wir uns auf den Weg machten. Doch sah es viel besser aus als die letzten Tage. Die Basis stieg schnell und es bildeten sich wundervolle Kumulus Wolken.

Eigentlich alles sehr ähnlich wie gestern. Die Thermiken etwas stärker, definierter und höher als Vortags. Nach der ersten Wende kamen fast alle tief. Die Piloten verstreuten sich in alle Richtungen und nur wenige Bärte zogen richtig durch. Großflächig verteilt über dem ganzen Plateau bildeten sich Stück für Stück wieder einzelne Pulks. Auch bei der großen Talquerung trauten sich heute kleinere Gruppen zur tiefen Führung.
Der Hauptpulk führte aber souverän den ganzen Lauf. Immer wieder stießen kurzzeitig Vorgestochene wieder dazu.

Der Endanflug wurde abermals spannend. Das Ziel lag vor einem See zu welchem großflächig das Gelände abfiel. Über den Rücken davor gingen wir in den Endanflug. Die letzten Thermiken wurden immer früher verlassen und dazwischen das Tempo deutlich erhöht. Mit Gleitzahl 11 dann keine Kreise mehr. Als sogar 1:8 angezeigt wurde entschied ich mich für die direkte Linie. Wenige Sekunden später war ich 200 m tiefer und es wurde sogar kurz knapp.

Bester Deutscher Pilot heute war Daniel Tyrkas mit Rang Sechs, ich Zehntschnellster heute, knapp dahinter Torsten, Pepe, Philipp, Ulli und Ernesto. Ergebnisse gibt es noch keine. Die Leadingpoints werden noch spannend!

Viele Grüße
Ferdi

Von Daniel Tyrkas

Leadingpoints war ich gestern bester Deutscher was gar nicht so einfach ist bei unseren Piloten. So darf ich auch noch ein paar Zeilen schreiben. Respekt an das Team für die Leistung bisher! Ich empfinde die Leistungsdichte hier insgesamt als sehr hoch. Die Piloten bretterten auch gestern im Sekundentakt im Vollgas bei Bollerthermik ins Ziel.
Ein Kreis zu viel im der letzten Thermik kann 20 Plätze ausmachen.

Auch während des Fluges ist es wichtig immer vorn dabei zu sein, da die Leadingpoints hier durchaus signifikant sind.

Heute ist wieder ähnliches Wetter wie gestern vorhergesagt und die "Becken der Inversion" und die "Hochplateaus der Winde" werden uns hoffentlich nicht ausbremsen....

Daumendrücken für den Endspurt!

Liebe Grüße nach Deutschland. Insbesondere an meine Frau Monja, die es mir ermöglicht hier zu sein. DANKE.

Dienstag, den 24.07.2018

Gleich wie gestern, aber noch einen Platz besser.
Bei tiefer Basis konnten wir die ca. 80 km Oneway-Aufgabe früher als die letzten Tage starten. Nach ca. 15 km habe ich mich entschieden, die Führungsgruppe zu verlassen und unter ein paar kleinen Wolken mit ein paar anderen Piloten Richtung Wende zu fliegen. Das ging zum Glück sehr gut auf, sodass Michael Sigel und ich ein paar Kilometer Vorsprung hatten. Dadurch, dass wir alleine waren, war es sehr schwer, eine gute Linie zu fliegen. Deshalb hatte ich noch eine Bastelstelle, wobei mich die Führenden wieder einholen konnten. Innerhalb weniger Minuten haben sehr viele das Ziel erreicht. Schnellster Deutscher war Pepe, der aber durch die Leadingpoints wieder zurückfiel. Ich kam ca. 1,5 min später nach dem Ersten ins Ziel, was aber nicht schlimm war, da ich viele Leadingpoints sammeln konnte. Heute waren alle Deutschen im Goal!! Momentan befindet sich Team Deutschland auf Platz 6. Und kämpft sich weiter vor.

Viele Grüße,
Philipp

Task 4 aus Pepe's Blog
Nachdem viele Piloten und Teamleader dem Meetdirektor tags zuvor eine klare Ansage gaben, klappte es heute auch mit einem guten Timing für die 77 Kilometer Aufgabe. Die Bedingungen waren gut, aber mit tiefer Basis, was es nicht unbedingt einfacher machte. Es ging mit dem Wind Richtung Südost über eine Wende die genau auf Kurs lag. Zu Anfang machte ich etwas mehr Höhe und war so etwas zurück, was ich aber auf den nächsten 15 Kilometern gut aufholen konnte. Michi Siegel und Philipp Haag hatten bei einer größeren Talquerung auf der linken Spur einen super Einstieg, während alle anderen kaum nutzbare Thermik vorfanden. So konnten die beiden einen guten Vorsprung herausfliegen und fleißig Leading-Punkte sammeln, was hinterher beiden zugutekam. Wir konnten zwar beide ca. 15 Kilometer vor dem Goal einholen, aber durch die gesammelten Leading-Punkte waren Michi und Philipp in der Liste später Platz 1 und 2.
Mir gelang es, einige Sekunden nach dem ersten Jost Napret, als 8 ter und erster Deutscher die Ziellinie zu überfliegen. Doch mit den Leading-Points kam ich schlussendlich auf den 14. Platz zusammen mit Ulli. Ferdi und Torsten waren knapp dahinter. Alle Deutschen erreichten heute das Ziel und Harry freute sich über die geschlossen gute Teamleistung.
Ganz schlimm traf es heute Jost Napret durch die Wild-West-Formel. Er überflog ja als erster die Ziellinie, wurde aber durch weniger Leading-Points nur 56ter…. !?
Das soll dann zu Hause einer verstehen… :-)

Gruß Pepe

Montag, den 23.07.2018

Der zunehmende Wind lässt keine sicheren Starts zu, die Organisation bricht den Tag ab. Der Tag zählt nicht als Wettbewebstag. Somit haben wir die Chance ohne Rest-Day die nächsten Tage zu fliegen, wenn das Wetter es zulässt.

Sonntag, den 22.07.2018

Na geht doch! Das gute Wetter ist nun auch bei uns angekommen.


Anfangs mussten wir noch etwas am Startplatz warten, bis der Wind nachlies. Kaum an der Basis angekommen, war von dem Wind nichts mehr zu spüren. Durch den großen Startzylinder wurde das Teilnehmerfeld etwas aufgesplittet und es war nicht so stressig die Thermik auszudrehen. Dann ging es mit dem eigentlichen Task los. Erst im Zickzackkurs vor dem Startplatz und dann Richtung Norden nach Spanien. Wichtig war hier die richtige Linie zu fliegen, da die Thermiken sehr zyklisch waren und nicht klar definiert. Spannend wurde es dann nochmal am Schluss als sich die Führenden aufgeteilt haben. Unser Glück war es, dass der andere Teil des Führungspulks mehr gegen den Wind fliegen musste und wir mit einer Gleitzahl von 9:1 in Goal gleiten konnten. Das deutsche Team kämpft sich langsam nach vorne!

Viele Grüße
Philipp

Ewa Guzy beim Start
Torsten Siegel, 3 Rang Task 2
Daniel Tyrkas beim Start, derz. Overallwertung Rang 7 nach 2 Duchgängen
Yvonne Dathe
Wetter vom 20.07
Yvonne happy im Ziel
Ferdinand im Fernsehen
EM-Team Deutschland
Torsten Siegel mit Schleppkamera
Ulrich Prinz
Ernesto Hinestroza
Ferdinand Vogel
Yvonne Dathe auf UP Meru
Ewa Guzy
Andreas Malecki, Alias Pepe
Peter Nägele
Philipp Haag
Yvonne Dathe
Peter Nägele
Daniel Tyrkas
Einschreibung
Ferdi und Philipp
Torsten Siegel
Pepe und Ferdi
Sightseeing in Porto
Bahnhof Porto
Philipp und Ferdi
Andreas Malecki
Volkswagen sponsoring
Volkswagen Support
Gurteinstellung am abgesagten Tag
Falkner Show am Starplatz

Samstag, den 21.07.2018

Geschlossene Wolkendecke, schwaches Steigen, niedrige Basis und 140 Piloten auf einem Haufen!

Die heutige wieder Rund 50 km lange Aufgabe wurde von keinem Piloten gemeistert. Den Weitesten fehlten noch rund 6 km ins Ziel. Torsten Siegel wurde 3ter und half damit heute der Aufholjagd fürs Deutsche Team (Platz 4).

So richtig glaubte keiner an einen Task. Die Basis Richtung Spanien war wieder so niedrig, dass man den Boden darunter nur erahnen konnte. Dicke Schichtbewölkung ließ das Parawaiting am Startplatz zu einer kalten Angelegenheit werden.
Als die ersten Winddummies überhöhen konnten und kurz mal etwas Sonne runter winkte wurde die Aufgabe gestartet. Je länger das Fenster offen war, desto voller wurde es. Bei maximalem Steigen von 0,5 m/sec und einer Startüberhöhung von 250 m wurde das mit 140 fluggeilen Piloten kein Spaß.

Heute ging es wieder die Ridge der Windradschlange entlang. Auf und ab, und auf und ab. Bei den Sonnen beschienenen Flecken kam sogar kurz Race Stimmung auf. Dann wäre es mit dem Wind ins noch schattigere Montalegre bis hin zum See gegangen. Nur wollte da keiner so richtig reinfliegen. Die riesigen Radien ließen es zu die Wende zunächst noch nördlich luvseitig nehmen zu können. Doch dann half alles nichts. Maximale Höhe und mal schaun was vielleicht doch noch geht. Über den Pass gehüpft und Landeplatz suchen. Im Bereich von 4 km landeten fast alle kurz vor Taskdeadline.

Vielleicht fliegen wir hier doch mal noch einen Task bei dem das Glück weniger Rolle spielt. Für mich lief es heute super! Als einer der ersten hatte ich jede Wende. Zwischendurch sogar mal knapp einen Kilometer Vorsprung. Doch dann flogen später kommende Piloten eben doch noch über uns hinweg.

Wir haben noch eine Woche vor uns!

Liebe Grüße
Ferdi

 

Freitag, den 20.07.2018

Den ganzen Morgen schon hängen die Wolken tief, gerade um 13.30 Uhr wurde der Tag abgesagt.

Morgen soll es deutlich sonniger werden und der Wind am Nachmittag schwächer, also gute Vorraussetzungen um  eine Aufgabe zu fliegen.

 

Donnerstag, den 19.07.

Der erste Lauf war spannend und leider nicht für alle zielführend.

Heute ging es erst spät an den Startplatz. Wieder war die Basis niedrig und so startete die 55 km lange Aufgabe erst um kurz vor 15 Uhr. Entsprechend war die Definition an / in / neben der Wolke im Startbart schwierig einzuhalten. Auf jeden Fall mit 140 Piloten eine Nerven kostende Geschichte.

Die erste Wende war entlang eines Rückens zu nehmen. Ein Windrad nach dem anderen verdeutlichte den strammen Wind senkrecht auf die abfallende Rippe. Also entweder über der Rippe soaren oder deutlich davor thermisch unterstützt fliegen. Ein Wechsel aus beidem führte zur Führung.
Vorbei am Startplatz ging es ins Lee des Startberges. Die meisten mieden dieses und flogen einen Umweg Richtung Westen. War die Lee Thermik aber endlich gefunden, ging es in Führung nach Montalegre zur zweiten Wende.
Anschließend mussten wir nur noch zum 30 km entfernten Ziel im Osten. Der Rückenwind schob uns Richtung Goal und eine riesige Wolkenstraße sah zu gut um wahr zu sein aus. Gleitzahl ins Ziel 1:16 – machbar?
Leider befand sich noch ein riesiges abgeschattetes Hochplateau dazwischen. Luvseitig in die Sonne? Mitten durch? Oder doch unter die schattigen, aber kräftigeren Wolken?
Hier trennte sich die Gruppe auf. Alle drei Optionen wurden probiert. Für alle war es knapp. Nur die mittlere Option mit einem kleinen Sonnenfleck endete für die meisten des Teams GER am Boden.

Gemeinsam mit Daniel kämpfte ich mich gegen den Wind in die Sonne. Auch Yvonne und Ewa schafften den Sprung ein wenig später in die Sonne.
Die Siegergruppe aber war die frech ins tiefste Schattige Geflogenen. So reichte es mir auf Platz 20 durch die Leadingpunkte. Yvonne punktete etwas später auch noch fürs Team (Platz 14). Viel Potential zum Verbessern!

Die Bedingungen sind nicht leicht hier. Schnell ändert sich die Führungsposition. Von hinten aufholen, oft ein Leichtes. Vorne ein Fehler und weg ist man. Die feucht-labile Luft macht das Flachlandfliegen spannend, aber die schnellen Zyklen auch zum Glücksspiel. Wir haben noch viele Tage vor uns. Wir sind optimistisch!

Liebe Grüße Ferdi

 

Mittwoch, den 18.07.

13:40 Wegen Überentwicklungen wurde der heutige Tag gecancelt.

Der erste mögliche Wettbewerbstag ist abgesagt. Der Tag fing sehr sonnig an, dann entwickelten sich schnell Wolken.  Als wir auf dem Weg zum Startplatz waren, hatte es auch schon sehr viel Feuchtigkeit in der Luft und der Startplatz war mit Wolkenfetzen durchzogen. Am Horizont konnte man eine tiefe geschlossene Wolkendecke erkennen. Leider hat sich der Tag als sehr labil herausgestellt und zwischen sonnigen Abschnitten und hereinfließender Feuchtigkeit haben erste Regenschauer am Startplatz die Veranstalter veranlasst den Tag abzusagen.

Die Vorhersagen für morgen sind eher pessimistisch und mit mehr Feuchtigkeit und Wind nicht gerade prickelnd.

Grüße aus Portugal

Dienstag, den 17.07.2018

Heute hatten wir bei schönstem Wetter den Trainingstask. Viele von uns konnten die 50km schnell abfliegen. Andere waren etwas langsamer und wieder andere (ich) wollten etwas ausprobieren und standen schon kurz nach der 2. Wende am Boden. Gott sei Dank nur der Trainingstask. Morgen geht es endlich los!!
Viele Grüße aus Montalegre,
Philipp

"Von Pepe´s Blog"

Nachdem die erste Nacht von Samstag auf Sonntag erst einmal Erholung und ausschlafen vom feinsten war, ging es am Sonntag entspannt so weiter. Es war nicht flieg bar und so wurde erst einmal die Teamkleidung verteilt und die Ausrüstung gecheckt. Gestern am Montag zeigte sich das Wetter deutlich freundlicher und wir konnten zusammen mit Yves sehr schöne Luftaufnahmen bei tollen Flugbedingungen machen… :-)

Heute beim offiziellen Probelauf galt es, eine knapp 50 Kilometer Aufgabe zu bewältigen. Es waren super Flugbedingungen und das Luftraumlimit bei 2650 m schon fast ein Problem. Mir lief es nicht ganz so gut rein :-) da ich ein paar Meter vor, der End Off Speed stand. Aber wie heißt es so schön, nicht beim Trainingslauf zu gut abschneiden…
Morgen ist der erste Task angesetzt und jeder von uns fiebert diesem entgegen.

Gruß Pepe

Montag, den 16.07.2018

Langsam trudeln alle Nationen im portugiesischen Montalegre ein. Wer die etwas andere Einschreibung hinter sich hatte, konnte auf zum Startplatz.

Kaum war das Headquarter offen, zog es die ersten hinein. Die Franzosen waren mit die ersten, dicht gefolgt von unserem Team. Mit 10 Piloten ist das deutsche Team so groß vertreten wie nie zuvor. Nach dem jeder die Anmeldung ausgefüllt hatte und all seine geflogenen Tasks der letzten 5 Jahre zusammen gerechnet hatte konnten wir endlich aufbrechen und fuhren rüber nach Spanien.
Montalegre liegt so nah an der spanischen Grenze, dass der nächste Startplatz bei einer Nordlage ein paar Kilometer weiter in Spanien liegt.
Wir planten einen Tasks für unser Team. 50 km FAI bei strammen 15 km/h N Wind. Zuvor musste aber von jedem die Drohne so dicht wie möglich umflogen werden. Auch Fotos und Videos aus der Luft standen auf dem Pflichtenprogramm. So werdet ihr die eine oder andere Sychrospirale und viele Flügel an Flügel Aufnahmen in den nächsten Tages-Videos zu sehen bekommen.
Als endlich genug Filmmaterial gesammelt war, flogen wir nicht ganz den Task, aber im Team zurück nach Montalegre.

Nun geht es zum Safetybriefing ins Headquater und danach erwartet uns die Eröffnungsfeier mit den jeweiligen nationalen Fahnen und dem üblichen Drumherum.

Wir freuen uns auf den morgigen ersten Task! Zwar nur der Trainingstask, aber Racen ist Racen!

Grüße Ferdi

 

Sonntag, den 15.07.2018

Wir gratulieren Frankreich zum Sieg der Fußball Weltmeisterschaft.

Die Deutsche Nationalmannschaft ist komplett angereist, um in Montalegre/Portugal um die Titel der Gleitschirm Europameisterschaft mitzufliegen.

Die Anfahrt am Samstag zog sich wirklich. Nachdem der Wecker um 01.45 Uhr klingelte, hatten wir, Bine, Hendrik und ich, eine frühe Anreise zum Düsseldorfer Flughafen. Da mit dem Ferienbeginn einiges los war, waren wir echt froh, dass wir sehr früh eingecheckt hatten. Leider ist dann in München unser gesamtes Gepäck hängen geblieben, so dass wir einen ganzen Tag in Porto verbrachten. Zum Glück hatten wir aber am Abend unsere ganze Ausrüstung in den Händen und einen netten Aufenthalt in einer tollen Stadt. Am Abend ging es noch mit dem gesamten Team zu einem gemütlichen Essen, bevor wir später echt müde ins Hotel kamen.
Ausgeschlafen ging es nun ins Deutsche HQ und warten auf schöneres Wetter…. Evtl. sogar Flugwetter.
Das Team ist extrem groß und besteht aus Ewa Guzy, Yvonne Dathe, Torsten Siegel, Ulli Prinz, Ernesto Hinestroza, Ferdinand Vogel, Philipp Haag, Peter Nägele, Daniel Tyrkas und meiner Person.
- Teamchef Harry Buntz,
- Helfer Birgit Selbher und Hendrik Schenk.
- Kameramann Yves Jonczyk
Die Europameisterschaft fängt dann offiziell am Montag mit der Einschreibung an. Am Dienstag ist Trainingstag und der erste Lauf ist am Mittwoch angesetzt. Nun hoffen wir erst einmal auf Sonne, denn derzeit ist es recht kühl hier.

Gruß Pepe

 

Deutsches Nationalteam 2018

Torsten Siegel
Ferdinand Vogel
Daniel Tyrkas
Yvonne Dathe
Ulrich Prinz
Philipp Haag
Andreas Malecki
Peter Nägele
Harry Buntz/Teamleader
Ernesto Hinestroza
Ewa Korneluk-Guzy/Pilot/Photographer
Yves Jonczyk/Kameramann
Flymovies
Birgit Selbherrr
Team Assistenz
Chiba Handschuhe
unser Ausrüster
Sziols Brillen
unser Ausrüster

 

 

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