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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
Morgennebel im Pustertal
Wir bauen auf
Der Einfachsegler ist schnell aufgebaut
Auf dem Kronplatz
Ohne Banane gehts nicht
Tasksetting mit Handicaps
Briefing
Konrad landete in Antholz
Manfred im Ziel
ich war auf 3300 m
Über dem Startplatz Platten
Über dem Landeplatz Pfalzen
Klaus Renz aus Stuttgart
Liganeuling Alexander

Aktuelle Ligaberichte 2024

Drachenliga fliegt im Pustertal

Ergebnis

Da er die beiden ersten Ligatermine verregnet hatte, zeigte Petrus Reue und schob die Regenwolken just zu den drei Flugtagen des (Reserve-) Pfingsttreffens zur Seite. Dafür schüttete es bis zum Vorabend heftig, folglich gab es dichten Bodennebel am Samstagmorgen. Leider war der Kronplatz nun durch tiefen Neuschnee für uns als Startplatz ausgefallen und wir mussten auf Pfalzen umplanen. Spitzenpilot Karl Reichegger vom örtlichen Verein erklärte uns die Modalitäten am Landeplatz, dann fuhren wir auf den neuen Startplatz über der Ortschaft Platten. Eine schöne große Wiese, optimal geneigt für unsere Zwecke. Wir bauten auf, die Wolken auch. Letztere erarbeiteten sich aber dabei einen Vorsprung, durch Ausbreitungen allerdings ziemlich unfair. Damit gruben sie sich aber selber das Wasser (sprich Thermik) ab. Wir hofften auf die dann zu erwartenden blauen Lücken und setzten als Task ein flaches Dreieck zwischen Terenten und Antholz. Als die Wolkenlücken auf sich warten ließen, empfahl uns Karl (von Beruf Holzschnitzer), vom Task etwas abzuschnitzen. Petrus ließ sich davon leider nicht beeindrucken. Immerhin war der anstehende Südwind sehr verlässlich und alle Ligapiloten neben den einheimischen Drachenfliegern konnten gut starten und den Landeplatz testen.

Die Prognosen der Thermik-Apps zeigten am Samstag noch bessere Werte an als für den Vortag, so dass wir uns Hoffnung auf einen Wertungstask machten. Es wurde die gleiche Strecke ausgeschrieben. Die Sonne schien durch größere Wolkenlücken, schöne Ablösungen. Wir starteten, und standen alsbald wieder unten. Frustriert ob des Anblicks leckerer Thermikwolken bauten wir fix die Drachen ab und fuhren wieder hoch. Die meisten Teilnehmer hatten im zweiten Anlauf Glück und fanden Thermikanschluss, beamten sich bis auf 2800m und nahmen die erste Wende in 10km in Angriff. Leider war das Gebiet dort großflächig abgeschattet. Ich konnte die Wende gerade noch nehmen und hatte dann Glück, knapp über dem Talboden konnte ich eine Thermikblase erwischen. Zur nächsten Wende bei Antholz ging es dann komfortabel voran. Kurz vorher noch auf 2700m, ging es dann aber im Nieselregen zügig abwärts. Unten stand bereits Manfred Kühn und legte seinen Atos zusammen.

Manfred war noch einen Kilometer weiter gekommen als ich. Liganeuling Alexander Wilke freute sich über seinen dritten Platz in der Tageswertung und noch mehr über sein Flugerlebnis mit toller Sicht auf den Alpenhauptkamm.

Am Pfingstmontag war wieder gutes Flugwetter, Ausbreitungen hielten sich zurück, wir starteten hoffnungsvoll in die schönen Ablösungen. „Vom Startplatz Platten kann man leicht absaufen“, hatte Lokalmatador Karl zur Einleitung am Freitag orakelt. Nur geringen Trost spendet es, wenn dann die einheimischen Piloten auch schon unten stehen, wenn man kurz nach dem Start die Landevolte dreht. Manfred Kühn und Andi Beeker retteten die Wertung. Andi zog dabei das große Los, stieg bei Antholz auf 3300m und genoss den Blick auf die verschneiten Alpenberge. Dann begann es zu nieseln und er landete, ohne die letzte Wende nehmen zu können, auf dem LP Pfalzen.  

Wir alle hatten schöne Flüge machen können, auch wenn dabei nicht so viele Kilometer und Höhenmeter herausgesprungen waren wie erhofft. Da legen wir bei unseren nächsten Treffen deutlich zu.

Konrad Lüders

An der Talstation
auf nach oben...
Dietmar baut auf
Midori und Toru
Taskboard
Varios werden programmiert
Kai macht sich fertig
Dietmar am Start
Frank startet gleich
Toethelmoosalm
drei Landezeugen
Gleich kommt das Landebier

Die Ligasaison 2024 beginnt in Ruhpolding

Ergebnis

Zum Männertagswochenende schaltete Petrus um auf Hochdruck. Der Schalter klemmte zwar noch etwas, davon ließen wir uns aber nicht beeindrucken. Der Sessellift der Unternbergbahn transportierte uns auch durch Restfeuchteschwaden auf den Berg. Da leider die ersten beiden Liga-Termine abgesagt werden mussten, waren wir hungrig aufs Streckenfliegen. Fast alle Ligapiloten waren angereist, auch einige Neulinge wollten mal Ligafliegen probieren. Darunter sind Toru und Midori unsere ersten Ligateilnehmer aus Japan. Sie wollen in der Liga neue Fluggebiete kennenlernen, da passt ihnen der Unternberg gerade ins Konzept.

„Wenn bis 15 Uhr keine Themik eingesetzt hat, Freies Fliegen!“  Die Drohung des Ligachefs machte Eindruck auf Petrus. Der Wind stand sowieso an, die Abschirmung löste sich auf, wir zimmerten eine kleine Aufgabe und konnten prima starten. Schon die erste Wende, die Hörndlwand, erwies sich als schwer zu nehmen. Einige Piloten riskierten viel und kamen knapp oder nicht mehr ganz zum Landeplatz Bärngschwendt. WM-Teilnehmer Alfred Mayer und Tilo Düpmann flogen auf ihren Starrflüglern aber bis zur zweiten Wende und sorgten damit für einen gültigen Task.

Am Freitagmorgen Sonne und Wolken am Himmel. Wir können mutiger planen mit Ping-pong zwischen Hoerndlwand und dem Reichenhaller Haus. Drei Piloten im Ziel. Zu den Siegern von gestern gesellte sich Flexi-Pilot Ralf Ulbig. Da nur 8 Starrflügelpiloten zur Liga gemeldet hatten, werden alle Geräte in einer gemeinsamen Klasse gewertet. Leistungsunterschiede werden nicht mit Faktoren berücksichtigt, sondern durch unterschiedliche WP-Radien. Nach den Wendepunkten fliegen alle Teilnehmer die gleiche Streckenführung, die leistungsstärkeren haben dabei das Handycap der unterschiedlichen Radien. Die Geschwindigkeitswertung erfolgt dann mit der kürzesten Strecke der Einfachsegler. Der Auswerter hat vorher aber zu kontrollieren, ob die Starrflügler und Turmlosen auch ihre spezifischen Wenden sauber genommen haben. Anderenfalls erhalten sie nur die Streckenwertung.

Wir hatten noch zwei weitere schöne Flugtage. Leider war die Basis zu niedrig, um tiefer in die Alpen hinein zu fliegen. Aber auch so kam jeder auf seine Kosten. Für meine außerplanmäßige Landung in der Röthelmoosalm galt das sogar wörtlich wegen zweier verbrauchter Steuerbügel. Als Ratschlag für den Notfall: Hinter den drei Gebäuden landen s. Abbildung. Dort ist das Gelände leicht ansteigend, trocken und windgeschützt. Rückmeldung per SMS klappte nach einigen Versuchen.
Es gibt zwei weitere offizielle Landeplätze, die wir nutzen konnten.

Die Angestellten des Sessellifts waren sehr freundlich, die Kooperation mit der Flugschule und anderen Piloten klappte reibungslos. Wir kommen gerne wieder zum Unternberg.
Konrad Lüders