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Deutscher Gleitschirm- und Drachenflugverband e.V.

DHV
Die Drachen warten
Dirk ist schon unterwegs
Reinhold 8 Stunden vor seinem Tagessieg
unsere Aufgaben
Briefing
Da gehts lang
vorbildliche Startreihe der Starrflügler
Vor dem Start
Luftige Begegnung
Auf zum Wilden Kaiser
So arschknapp wars
Der Unterberg ließ nicht los
Heute alle im Ziel

Ligawochenende in Ruhpolding

Gesamtergebnis Flex und Starr
Durchgang 1 - 8


Vom Unternberg ins Pinzgau

Die Drachenliga in Ruhpolding  11.06. – 12.06.

„Du bist der Letzte!“ Dirk ist platt. Eben noch in Hochstimmung, weil er seinen langgehegten Traum vom Flug ins Pinzgau endlich wahr machen konnte, wird er so von seiner Frau Sandra abgebügelt. Sie fuhr trotzdem nach Mittersill, um ihn einzusammeln. Und Letzter war er auch nicht geworden. Das 150km Dreieck vom Unternberg über Königsleiten und Schmittenhöhe, bei niedriger Basis und mäßigen Steigwerten, war schon sehr anspruchsvoll, Reinhold Bernhard schaffte es als Einziger, in knapp 5 Stunden. Die Flexi-Piloten stellten sich den gleichen Bedingungen, naturgemäß mit einer kürzeren Aufgabe. Das Dreieck Reichenhaller Haus – Wilder Kaiser – Unternberg erwies sich aber als nicht weniger schwierig. Die spätere Startzeit führte dazu, dass man zu tun hatte, aus den Startlöchern zu kommen. Das erste war, den Unternberg zu überhöhen. Einigen Teilnehmern gelang dies, andere durften früher als vorgesehen den Landeplatz beim Bärnstübl testen. Ich flog nach langem Gebastle gerade in Kammhöhe rüber zum Rauschberg und verbrachte eine weitere Stunde, um mich von ganz unten bis zur Basis in 2200m hochzuarbeiten. Immerhin leisteten sich etliche Ligapiloten dabei Beistand. Dann ging es ruck-zuck zum Reichenhaller Haus, ebenso retour über Hörndlwand, Fellhorn Richtung Wilder Kaiser. Am Niederen Kaiser fehlten mir 50 Höhenmeter um auf die Sonnenseite zu queren. Eine weitere Stunde später hatte ich mich nach unten durchgearbeitet. Auch Andi verfehlte die Wende Gaudeamushütte nur knapp. Ralf schaffte die Wende zwar, kam dann gegen den Bayerischen Wind nur noch bis nach Kössen. Fazit: Nur wer am Unternberg rechtzeitig in der Luft ist, wird mit guter Thermik belohnt. 

Das versuchte ich am folgenden Sonntag meinen Fliegerfreunden zu verdeutlichen. Die Starrflügelpiloten bauten daraufhin auch eine schöne Startreihe auf und starteten zügig Richtung Unterberghorn bei Kössen. Gemeinsam mit den Flexis wurde dann der Hochkönig aufs Korn genommen. Sich am Steinernen Meer entlang gegen den Nordwind wieder vorzukämpfen war der Plan. Der erwies sich als machbar. Alle Starrflügler schafften die Rückkehr nach Bärngschwendt. Ungetrübte Freude also wieder auf der Seite der Klasse 5 - Piloten.  Bei den Flexis war wieder die Pechmarie am Werken. Es wurde wieder gebummelt beim Starten. Die letzten 5 Piloten sahen sich nach einer knappen Viertelstunde wieder unten am Landeplatz. Zweiter Versuch! In Windeseile die Drachen zusammenpacken, hochfahren, aufbauen und starten, nur noch zwei Stunden ist das Fenster offen! Ralf Ulbig gelang das Kunststück aufzudrehen, konnte sogar noch ein Stück Strecke fliegen. Ich umgarnte den Unternberg nach besten Kräften, leider ließ der mich nur zappeln. Als die ersten Starren ins Ziel flogen, riss ich mich los und suchte die Landewiese auf. „Es waren eigentlich alles nur Leebärte, Nordwind meist über 20km/h“ meinte Alfred Mayer, der als Schnellster die 128km in 3 Stunden durchmessen hatte. Bei den Flexis kämpften sich Andi Beeker und Liganeuling Alfred Aigner bis etwa 10km an das Ziel heran. 

Fazit: Es war das Wochenende der Starrflügler gewesen. Spaß am Fliegen haben aber alle gehabt, und wieder dazu gelernt. In zwei Wochen sind wir zur Hessischen in Greifenburg, da werden die Karten neu gemischt.

 

Konrad Lüders 

Aufgeladen
Starrflügeltreff
Gleich wirds offiziell
Frank und Frank
Zu kalt zum Aufbauen
Drachen sind aufgebaut
Es ist noch Zeit
Briefing
Roland erklärt uns die Welt
Viele Zuschauer
Schau mal den Halo
Am Halo - Foto Melanie Sojka
Unter der Sonne - Foto Melanie Sojka
LIegeprobe und 4 Helfer
Das war knapp
Luftige Begegnung
Hanglandung
Unübersehbar für den Rückholer
Am Landeplatz gelandet
Unsere Sieger
Schöne Madln und Konrad
LIga macht Spass

Liga 2022 - German Open am Kandel

Hohe Messlatte – Weltspitze
Die Drachenliga bei der German Open am Kandel 23.05. – 29.05.2022

Ergebnisse

„Jetzt startet gleich der letzte Wettbewerbsteilnehmer, dann dürfen die Freiflieger starten“, so tönt es aus dem Megaphon von Wettbewerbsleiter Klaus Kienzle. Der Letzte bin ich, stehe vor der Rampe. „Da ist etwas an der Aufhängung verdreht, ein Drachenfluglehrer muss da mal nachschauen, ich bin Gleitschirmfliegerin!“ Kuhli hüpft die Rampe runter und bringt es in Ordnung. Dann zieht er mich an der Unterverspannung die Rampe hoch, kurz darauf bin ich schon in der Luft und fliege Richtung Hausbart.

Natürlich finde ich den an der richtigen Stelle, klappt wie am Schnürchen, wie die ganze Organisation der German Open. Ein Starterfeld von 79 Teilnehmern, darunter mehrere Weltmeister und viele weitere Weltklassepiloten, bestes Zeichen für die Erwartungen der Piloten an einen Wettstreit auf hohem Niveau. Zu hoch für die Drachenliga? Immerhin stellten sich 22 Ligapiloten der Herausforderung.
 
Zunächst wurde unsere Geduld herausgefordert, viel zu böiger Wind am ersten Wettkampftag, der im Wesentlichen verwartet wurde und letztlich gecancelt. Prompt entschuldigte sich Petrus dafür am Mittwoch mit guter Wolkenthermik. Entsprechend mutig entschieden sich die Tasksetter für dreistellige Aufgaben. Zunächst nach Oppenau Richtung Norden, dann kehrt Marsch zum Rosskopf und ins Ziel LP Bleibach. Die Starren bekamen die gleichen WP mit kleineren Radien und noch einen kleinen Extra-Zacken. Also war unterwegs viel Betrieb mit Gegenverkehr. Für die Ligapiloten war der Abschnitt nördlich vom Brandenkopf Neuland. Zurück wurde es ein Kampf gegen den Wind. Nur zwei Starrflügler im Ziel, bei den Flexis sah es diesbezüglich deutlich freundlicher aus. Ich hatte mit dem 24.Platz mein bestes Ergebnis des ganzen Wettbewerbs. Tilo Düpmann flog zwar ins Ziel, hatte aber den Zacken nicht auf dem Schirm gehabt, trotzdem 5. Platz der TW!

Dann begann Petrus zu schwächeln, folglich nur ein Ritsch-Ratsch im Elztal. Nach der ersten Wende, dem Gschasi, forderte der starke Gegenwind gnadenlos seinen Tribut. Von den Liga-Flexis erreichte keiner die zweite Wende. Bei den Starren kam gar nur Dirk Ripkens ins Ziel, ansonsten gab es nur kleinere Wertungen. Petrus hatte für den Folgetag noch eine Steigerung in petto: kleinste Wertungen!  Kaum war der Letzte in der Luft und kämpfte in schwachen Thermikbläschen ums Überleben, breitete er die Cumulus zu einer geschlossenen Wolkendecke aus. Das Race mutierte zum Gegenwindgleitwinkelfliegen Richtung Kaiserstuhl bis zum Aufschlag nach wenigen Kilometern. Tagesqualität bei den Starren 1,4%.

Für den Abschlusstask griff Petrus tief in seine Trickkiste. Er überzog den Himmel mit einem Schleier feiner Zirren. Darunter zarte, cumulusfreie Thermik, in welcher sich die Drachen sortierten. Nach einer Stunde Warten wurde zum Halali zwischen Gschasi und Titisee geblasen. Wer nicht schon vorher auf der Strecke geblieben war, griff die ca. 100km an und wurde mit immer besserer Thermik unter Cumuli belohnt.

Die Siegerehrung verlief zünftig, mit Schwarzwaldmadls, Böllerschützen, Bürgermeister und vielfachem Dank an die Organisatoren. Gut, dass es so etwas noch gibt, ein Verein, in dem sich 80 Helfer dafür finden, dass Andere tolle Flugerlebnisse haben können. Bedenklich stimmt die geringe Beteiligung deutscher Piloten an der Meisterschaft in der FAI-Klasse 1 von nur 37%.

Aus Ligaperspektive bleibt die Schlussfolgerung, dass wir noch fleißig trainieren müssen, um diese Lücke zu füllen und mehr zu setzen, als nur hin und wieder ein Achtungszeichen. Mit Tilo und Christian kamen immerhin zwei Piloten in die erste Hälfte der Wertung für die Deutsche Meisterschaft der Starrflügler. Bei den Flexis schaffte das knapp nur der Ligachef. Demnächst ist Ligatermin, vielleicht fliegen wir ja wieder vom Kandel.

Konrad Lüders


Am Aufbauplatz auf dem Kandel
Die Aufgabe am Taskboard
Fragen an den "lokal" Frank
Instrumente laden
Andy und Maya
Maya und Andy
schweres Geschoss
die ersten Höhenmeter
Gleich startet Frank
Starrflügelschleppe
Thermiksuche vorm Windrad
über Haslach
herzlicher Empfang
Landebier
Ligachef und Schwarzwaldmädels
Taskwinner

Liga 2022 - Einstieg am Kandel

Schwarzwaldmädel mit Landebier

Drachenliga am Kandel 14. – 15. Mai 2022

Ergebnis Flex
Ergebnis Starr


War das eine angenehme Überraschung, nach der Landung im Kinzigtal bei Haslach – 5 Drachenflieger wurden von 5 Schwarzwäldern mit Landebier und Stimmungsmusik empfangen. 4 Maderln und ein Bub unterbrachen ihren Samstagsnachmittagsausflug und wollten alles wissen über das Drachenfliegen. Leider hatten sie dann noch ein Wanderziel zu schaffen, und wir mussten ja noch die Drachen zusammenpacken.

Also der Reihe nach:
Am Freitag war nirgends, also in keinem der für Ligatreffen vorbereiteten Fluggeländen, Streckenflugwetter. Für den Samstag sah die Prognose ähnlich aus, mit einer Ausnahme – im Südschwarzwald sollte es gehen. Das Ostertreffen musste schon gecancelt werden, also sollten wenigstens diese beiden Wochenendtage für den Einstieg in die Ligasaison genutzt werden. Wie schon gewohnt, bekamen wir auch diesmal Unterstützung vom DFC Südschwarzwald, der uns das Fluggelände öffnete und auch mit dem Vereinsbus auf den Kandel brachte. Einige Liganeulinge waren zum ersten Mal hier und beargwöhnten die eindrucksvolle Rampe. Die Wetterprognose stimmte uns optimistisch – 100km für die Flexis, noch 40 weitere Kilometer für die Starren. Erst nach Norden zum Brandenkopf, dann kehrt Marsch zum Schluchsee. Lokalmatador Roland Wöhrle nutzte die erste Startphase und drehte schon eine Weile, bis wir auch aus der Hüfte kamen. Das Starten funktionierte aber reibungslos, immer war ein DFC-Vereinsmitglied bereit, uns auf der Rampe zur Seite zu stehen. Leider stand die Thermik dann nicht jedem ebenso bereitwillig zur Verfügung. Von unten ging es zähe los, es gab einige sehr kurze Flüge. Für die Glücklicheren wurde es dann bis zum Gschasi deutlich besser, doch dann war der Himmel blau, bis zum Brandenkopf und zurück schafften es nur wenige. Dazwischen lockte eine langgestreckte Wiese im Kinzigtal verführerisch zur Landung. Das mit den netten Schwarzwaldmädchen war dann ein versöhnlicher Trost für den unerwartet kurzen Flug. Einige Starrflügler schafften es bis zur zweiten Wende, und Moritz Scharitz wäre noch weiter gekommen, wenn er nicht auf das scharfe Eindrehen eines Gleitschirms hereingefallen wäre. Der wollte aber nur abspiralen.
Der Kandelgipfel hat etwas von einer Glatze. Der Wind bläst ungehindert darüber hinweg. Auch am Sonntag hielt er es so, leider aber kam der aus Ost, und das nicht zu knapp. Das heißt also Rückenwind, kein Startwind. Würde die Sonne das noch rechtzeitig ausheizen können? Immerhin war Roland Wöhrle optimistisch und baute seinen Drachen vor der Rampe auf. Schöne Cumuli bauten sich auch auf, also tüftelten wir Tasks aus, deutlich bescheidener als am Vortag. Roland war schon lange auf Strecke, als wir mit dem Starten begannen. Das ging dann aber doch recht flott, der Wind kam verlässlich aus der gewünschten Richtung. Dass man am Kandel auch absaufen kann, hatten wir schon am Vortag zur Genüge bewiesen, aber einige Teilnehmer mussten erneut in den sauren Apfel beißen. Unterwegs ging es dann aber deutlich besser voran als am Vortag. Über die 74km brauchten die 4 Zielflieger bei den Starren nur knappe 2 Stunden. Der Task hätte heute der von gestern, also doppelt so lang sein können. Bravo für die Leistung von Andreas Mader, der als Einziger bei den Flexis ins Ziel flog.
Es war nur ein kurzes Ligawochenende, trotzdem herrschte beim Abschied ringsum beste Laune, besonders unter den zahlreichen Liganeulingen.
Nächste Woche sehen wir uns wieder am Kandel, zur Internationalen German Open.
Konrad Lüders