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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

World Cup Superfinal Mexico/Valle de Bravo 12.-23.01.2016


News of the Day

Podium Men
Podium Women
Task 8
Task 7 - Karte
Teambesprechung vor dem Rennen
Task 6
Task 5
Aktuelles Team Germany beim Weltcupfinale 2016
Teotenango Pyramiden
Teotenango-Museum
Anflug auf den Landeplatz am See in Valle de Bravo
Pepe´s neuer Flügel
Aufdrehen am El Penon
Ice Peak 8
Ice Peak 8
Nette Hazienda
Valle de Bravo See
Niviuk Ice Peak 8
Pepe, Andreas Malecki
Landeplatz am El Penon

Ergebnisse:
Overallwerung:
1. Stefan Wyss  CHE
2. Julien Wirtz FRA
3. Luca Donini  ITA

Frauenwertng:
1. Seiko Fukuoka Naville FRA
2. Laurie Genovese      FRA
3. Emanuelle Zufferey   CHE

Nationen:

1. Schweiz
2. Frankreich
3. Italien
4. Deutschland

Samstag, den 23.01.2016
Task 8
Hola,
zum Abschluss habe ich noch die Ehre einen Bericht zu schreiben. Zwei ungewöhnliche Wochen in Valle sind heute mit einem 90km Task zu Ende gegangen, der noch einmal richtigen Race Charakter hatte. Aber nur für die Piloten, welche die richtige Route und Linien wählten. Im Gegensatz zum ersten Task war diesmal der Weg über das Flachland (direkte Route) die falsche Entscheidung und ich schloss mich im letzten Moment noch der Truppe an, die über die längere südlich Ridge flog. Ulli und Ferdinand waren mit von der Partie und Achim klopfte immer wieder von hinten an und trieb den Pulk vor sich her. Die Positionen wurden immer wieder mal durchgemischt, der Rückweg erfolgte auf die gleiche Weise und an den 3 Kings wurde das Rennen „entschieden“. Entschieden ist etwas weit hergeholt, wenn der ganze Trupp in einer Minute in den Zeitzylinder rast. Das bedeute für alle mehr oder weniger die gleichen Punkte.

Für Marc und Pepe lief es heute weniger gut. Mit Peps erster Hälfte und meiner zweiten hätten wir wahrscheinlich ein Top-Ergebnis, aber auch dann wäre der Sieger Stefan Wyss unerreichbar gewesen. Stefan hat bei den ungewöhnlichen Bedingungen eine einzigartige Leistung gezeigt und mit drei Laufsiegen souverän den World Cup Super Final Titel gewonnen. Hut ab vor der Leistung!

Nach zwei anstrengenden Wochen sind wir alle froh wieder nach Hause zu reisen. Unsere Gedanken wir hier in Mexiko auch bei unseren Freunden Stefan Schmoker und Raphael Luckos, die bei früheren Wettkämpfen in Valle nicht mehr nach Hause kamen. Wo immer sie jetzt sind; mit Lemmy haben sie jetzt zumindest einen Verbündeten, mit dem es nicht langweilig werden dürfte.

In diesem Sinn: Born To Lose, Live To Win!
Gruß
Torsten


2.Bericht des Tages:

Heute zum letzten Lauf hatten wir einen 95 Kilometer Task. Direkt zu Anfang ging es Hoch bis knapp auf 4200 m. Von dort ging es Richtung Westen ins flache und von dort in den Süden, in die Berge. Es war heute den ganzen Flug unruhige Luft und so traute ich mich nicht ganz so ins Gas zu treten. Andere waren da offensiver und der Tag verlangte es auch.
Es war ein schnelles Race und ab der Hälfte des Rennens hatte ich dann noch zwei fette Baustellen und verlor insgesamt fast eine Stunde auf die ersten. Bin dennoch zufrieden da ich nicht gedacht hatte überhaupt den Wettkampf zu Ende fliegen zu können. Die letzten drei Tage schmerzte mein Knöchel doch ziemlich.
Insgesamt gab es 8 schöne Task und einen würdigen Gewinner. Auch haute flog Stefan Wyss ganz vorne hinein und zeigte souverän seine tolle Leistung auch am letzten Tag.
Morgen geht es dann zurück und ich hoffe, dass dann auch mein Fuß etwas genesen kann.

Bis bald Gruß Pepe

Freitag, der 21.01.2016
Task 7 - 128km - immer weiter!

Der Wettermann traute sich Heute wieder unverhüllt aufzutreten, denn er hatte Gutes zu verkünden: Sonne satt und Blauthermik bis über 4.000m
Die Tasksetter nahmen ihm beim Wort und schrieben eine 128Km Aufgabe aus: Die Wende weit im Südosten schien ihnen Gestern gut gefallen zu haben, dort sollte es Heute wieder hingehen. Und eine neue Wende weit im Norden bildete den anderen Eckpunkt. 

Fast alle Piloten warteten draussen an der Bergkette auf den Start, dann ging es schon Schlag auf Schlag: Marc, Torsten und Ich waren ganz vorne dabei und flogen schnell und tief voraus in Erwartung starker Thermiken en route. Leider wurde uns erst als wir sautief waren klar, dass die Thermiken vom Boden weg sehr schwach waren, und nur Oben raus anzogen :-( Torsten und ich konnten uns mit etwas Geduld wieder in den Führungspulk hoch arbeiten - Marc klebte derweil tief unten an der Kette.

Auf dem Weg nach Norden flogen wir viel in der Konvergenz, ganz ohne Wolken im Geradeausflug bis auf 4.400m steigend : Es wurde ziemlich kalt und irgendwann merkte ich an meinem angestrengten Schnaufen, dass die Luft schon ziemlich dünn wird da oben.

Pepe sorgte im Forum für Begeisterung als er alleine eine kreative Aufholjagd startete von Platz 70 ganz nach vorn. Leider sah das in 2D besser aus als in 3D, denn er kam dabei sehr tief und musste schliesslich dort landen. 

20km vor dem Ziel drehten wir noch einmal auf, und ich fühlte mich in sehr guter Position auf dem Weg zum letzten Turnpoint - Torsten und Achim an meiner Seite ... bis ich zufällig hoch blickte und dabei einen kleinen Punkt WEIT über uns allen sah, der einsam seine Bahn zog: Es war kein Satellit, sondern Stefan Wyss, der irgendwo als einziger eine Monsterthermik erschnuppert hatte und sie bis in den Orbit ausdrehte. Während wir also noch 2 Mal "nachtanken" mussten, konnte er fast direkt zum Zeit-Zylinder gleiten: Unglaublich! Stefan hat seine GesamtFührung damit nochmal ausgebaut und ist ziemlich uneinholbar!

Morgen also dann der letzte Tag, bei weiterhin gutem Wetter!

Grüsse, Ulli

Donnerstag, der 21.01.2016

Task 6, 121km - ein hartes Stück Arbeit!

Wie schön wenn schon beim Aufstehen die Sonne lacht!
Der Tag sah sehr vielversprechend aus, und so setzten die Tasksetter die bisher grösste Aufgabe mit 121Km. Es sollte weiter nach Südwesten gehen als wir bisher bei irgendeinem Wettbewerb hier in Valle waren: Neuland! Dann zurueck zum Vulkan und wieder nach Westen, ganz ählich wie vor 2 Tagen.

Die spannendste Frage war: Wo wartet man auf den Start mit dem groossen Zylinder? Direkt auf dem Plateau beim Penon, wo es verlässlich und besonders hohe Thermik hat? Oder besser an den 3 Kings oder an der Divisadero Antenne oder gar ganz draussen an der Ridge im Süden?
Viele Grüppchen bildeten sich an all diesen Orten, und ich gesellte mich zur grössten Gruppe. Kurz vor dem Start arbeiteten sich alle um mich herum beharrlich nach unten: Jede Thermik die wir anflogen löste sich gerade auf.  Als wir schliesslich frustriert aufgaben und niedrig losflogen war die erste Gruppe schon 8 Minuten voraus...  Doch bei so einem Langen Rennen ist noch nichts verloren, und tatsächlich holten wir schnell wieder auf.

Der Weg zum Vulkan war wie schon beim letzten Mal unschön: Niedrige, zerrissene Thermik und 50 Piloten in den Bärten die eigentlich für 5 Platz gehabt hätten.  Ich spare nun viele Details: jeder hatte hier seine eigene Story von "Soo tief!" und Einige gingen hier auch landen, leider auch Pepe, Marc, Ferdinand. 

Der Rest blieb wieder ein Würfelspiel, nur dass ich Heute mal Glück im Spiel hatte und meine Gruppe die Führenden wieder einholen konnte, die niedrig ums obenbleiben kämpften (Insgesamt kamen Heute nur 50% der Piloten ins Ziel).
Am Schluss erwischte ich noch mal eine besonders nette Thermik und konnte den Zeitzylinder als 3. erreichen.

Nun sind noch 2 Tage zu fliegen - das Wetter sieht wohl an beiden Tagen ähnlich aus wie Heute!

Gruss, Ulli

Mittwoch, der 20.01.2016

Task 5, 63km

Nun darf ich auch mal einen Tagesbericht schreiben! Ich dachte schon ich komme hier gar nicht mehr dazu.

Es ist nun mein 5.Mal in Valle und wie schon mehrfach hier geschrieben wurde, ist dieses Jahr alles anders: Mein Moody's Rating von "Aaa" für Valle als das beste Wettbewerbsgebiet der Welt hat dieses Mal einen kleinen Knacks erhalten: Bis Heute gab es nicht einen einzigen Tag an dem die Bärte wie sonst hier üblich von unten bis oben durchziehen. Stattdessen meist ein jämmerliches Rumgesuppe und Rumgeschaukele wie Gestern.

Dazu kamen auch noch die lausigen Wettervorhersagen unseres Wetterfroschs, der z.B. Gestern MEILENweit daneben lag. Heute gab es viel Gelächter am Briefing, als er mit einer Papiertüte über dem Kopf vor die Piloten trat, weil er sich so für seine FehlAnsagen schämte. (siehe Bild links)

Heute sollte jedoch alles Anders werden: Der Tag fing grau und kalt an, schlimmer noch als Gestern: Die Winddummies glitten einfach nur zum Landeplatz ohne den geringsten Heber.
Ein erster "Provisional Task" wurde angeschrieben, später in einen "Alternative Task" geändert und zu guter Letzt noch eimal in einen 3. Task umgewandelt. (siehe Taskboard Bild mit vielen Edits)

Schliesslich ging es los zu einer 63Km Aufgabe, und die Bedingungen wurden immer Besser: Im Laufe des Tages erkannte ich meine geliebten Valle-Bedingungen wieder und es viel mir leichter vorne mit zu ziehen. Nach der Divisadero-Ridge spaltete sich das Feld an den 3.Kings auf und nach einem Abstecher gen Süden und die Rückkehr zum Startplatz war das kurze Rennen auch schon fast wieder rum.  Mit Ferdinand und Marc ging es in den Endanflug, wobei die Beiden etwas Pech hatten und mehr sanken - glücklicherweise konnten sie sich gerade noch ins Ziel Retten ohne viel Zeit zu verlieren.

Die nächten Tage soll es mehr Sonne geben: Hoffentlich versucht Valle nun noch einmal die Misere wieder gut zu machen...
Gruss, Ulli

Dienstag, den 19.01.2016

Task 4, 108 km
Heute der beste Tag der Woche, hieß es im Wetterbericht.
So wurde auch mit 108 Km eine sehr lange Aufgabe für den heutigen Tag festgelegt. Leider war der Wetterbericht ziemlich verkehrt und schon bei Fensteröffnung zog eine fette Cirrus Schicht in unser Fluggebiet hinein. Wir dachten immer, es ist nur eine kurze Störung, aber nach 1 bis 2 Stunden kam die Sonne gar nicht mehr durch.
Wir flogen zu Anfang bis kurz vor den Vulkan und von dort weiter Richtung Nordost. Dort machte dann die Thermik ganz Feierabend und wir glitten so weit wie möglich Richtung nächster Wende ab. Mir gelang es kurz zuvor noch einmal gut Höhe zu machen und so schaffte ich im heutigen Durchgang mit 73,4 Kilometer nur 60 m weniger als der Gewinner Luc Armant. Guy Anderson hatte dann noch 2 Leading Punkte mehr als ich und so wurde ich heute dritter. Ich konnte in der Overall Liste ein paar Punkte gut machen und bin mit nur 8 Punkten Rückstand zum ersten gar nicht so weit entfernt :-)
Aber mit weiteren 4 Läufen haben wir nun ja auch erst Halbzeit…. es kann noch alles passieren.

Gruß Pepe

… irgendwie habe ich Mexiko anders in Erinnerung. Trotz der kompletten Abschattung lief es optimal und dann das beschissene Abgleiten, wo du nicht weißt welche Linie besser ist und an welchem verf..... Hügel doch noch was geht. Und dann hat auch noch ein Hund an mein Gurtzeug gepinkelt! Wie du sagst: dann halt morgen ;-)

Montag, den 18.01.2016

Task 3, 85.5 Km

Heute hatten wir deutlich bessere Bedingungen als gestern. Gute Steigwerte und eine Basis am Nachmittag von über 4000 m.
Die Aufgabe führte erst Richtung Westen zur Startboje und dann nach Süden auf dem in der Thermik Karte für den heutigen Tag, bessere Aufwinde herrschen sollten. Doch leider folgte uns ein riesiges Cirren gebiet und sorgte just zu der Zeit, als wir das viel bewaldete, anwachsende Tal überfliegen wollten, für sehr schwache Thermik. Es gelang mir dort, zur ersten Gruppe aufzuschließen und diese Position bis ins Ziel zu halten. Gerade zum Schluss wurde es noch einmal tricky, denn wer die passende Höhe nicht erkurbelte für die letzte Wende, wurde gnadenlos bestraft mit riesigem saufen und Gegenwind.
So standen leider auch Achim, Maurice und Torsten Sattler kurz vor dem Ziel am Boden.
Ich kam als 5 ter ins Ziel, aber verliere bestimmt noch etwas wegen der fehlenden Leading Punkte, da ich zu Anfang nicht ganz so gut positioniert war. Auch waren die beiden Führenden, Alexandre Jofresa und Stefan Wyss vor mir im Ziel, so dass ich eher nach oben etwas verlieren werde.
Aber bin total happy, dass ich so nett mitfliegen konnte :-)

Morgen soll es den besten Tag der Woche geben…. mal schauen wie der so ausschaut :-)

Gruß Pepe

Sonntag, den 17.01.2015

Task 2 - 85.9 Km

Heute wieder Flugwetter :-) Und mit einem guten Painkiller kam ich sogar ganz gut in die Luft.
Mein Fuß war zwar ziemlich angeschwollen, doch eine Manschette zur Stabilisierung verhalf mir das gerissene Band während des Fluges zu vergessen :-)
Eigentlich wollte ich erst einmal gut Starten und heil in die Luft kommen und dass gelang mir auch ganz gut :-)
Dann war mein zweites Ziel, nicht irgendwo in der Pampa abstehen, um nicht mit diesem Fuß irgendwo heraus laufen zu müssen. Auch das gelang mir ganz gut :-)
Die Aufgabe war nicht zu schwer gesetzt, doch die Bedingungen waren alles andere als easy going. Eine ausgeprägte Inversion bei ca. 2900 m machte die Luft sehr turbulent und unangenehm fliegbar. Normalerweise habe ich sehr selten Klapper unter meinem Schirm, doch heute gleich drei fette davon hi hi.
Es waren echt zähe Kilometer zu Anfang. Keiner kam so richtig flott hoch und jeder bemühte sich beim Vorankommen nicht zu tief abzurutschen. Erst ab der Hälfte des Rennens waren die Steigwerte einigermaßen brauchbar und erst da konnte ich fast auf die erste Gruppe aufschließen in der sich Marc ganz gut platziert hatte. Aber auch da war es noch ein weiter Weg zum Ziel. In den letzten 30 Kilometern verlor dann Marc etwas die erste Gruppe und ich kam immer näher an die Führenden heran, die aus einer Fraktion von 5 Piloten bestand. Zum Schluss gelang es mir zusammen mit Stefan Wyss (Schweiz), etwas mehr Höhe zu erkurbeln und von den ersten als erster in den Endanflug zu gehen :-) Ich kam mit großer Höhe als erster ins Ziel, knapp gefolgt von Stefan und ca. 1 min vor Guy Anderson und Luca Donini. Die Große 30 Köpfige Verfolgergruppe kam ca. 7 bis 8 min nach uns ins Ziel. Ich denke aber, dass Stefan Wyss erster werden wird, anhand seiner erflogenen Leading Punkte. Er war deutlich mehr vorne gewesen als ich :-)
Aber nach meinem Missgeschick beim ersten Start im ersten Lauf, ist es für mich ein besonderes Geschenk, hier noch einigermaßen mitspielen zu dürfen :-) Aber evtl. ist das ja auch das kleine quentchen input was man braucht….. ich wollte auf keinen Fall irgendwo abstehen und so flog ich an schwierigen Passagen sehr konzentriert und versuchte immer etwas mehr Höhe zu er kurbeln.
Ziemlich Happy mit hoch gelegtem Fuß klingt der Abend nun aus. Wir waren vorhin noch nett Essen mit Percy und seiner Familie und nun geht’s an den wohlverdienten Schlaf.

Buenos Noches

Pepe

Samstag, den 16.01.2016
No Task Today

Heute gab es einmal mehr hohe dichte Bewölkung, die zum Nachmittag stärker werden soll. So wurde mangels Aufwinden der Tag schon vor der Auffahrt abgesagt. Die meisten freuten sich darüber, denn wenn wir heute geflogen wären hätte es evtl. einen Restday gegeben. So gibt es aber keinen mehr, (da bei 6 hintereinander geflogenen Läufen ein Tag Pause folgt). Außer, am letzten Tag, da gibt es keinen Restday!
So wurde zumindest heute bei weniger gutem Wetter pausiert und man muss nicht evtl. bei gutem Wetter eine Pause einhalten. Alle waren glücklich darüber, vor allem ich :-) so kann ich meinem Fuß eine kleine Pause und Erholung gönnen.
Wir alle entspannten etwas, nur Ferdi ging mit einem Shuttle hoch zu den Monarch Faltern auf eine Exkursion :-)
Ab morgen sieht es so aus, dass es wieder gut flieg bar sein wird.

Mein Fuß ist heute erst einmal dick geworden und bekommt nun auch die richtige satte Blutunterlaufene Farbe … :-)

Bis morgen Pepe

Freitag, 15.01.2016

Endlich wird es wärmer! Als wir heute zum Startplatz fuhren grüßte noch der schneebedeckte Gipfel des Vulkans von Toluca am Horizont. Ich machte mich also auf einen ziemlichen frostigen Lauf gefasst und zog alles an was herging – zum Beispiel den Pullover meines Teamkollegen Achim Torn. Ich habe nämlich in Erwartung eines Mexikanischen Sommermärchens meine Jacken daheim gelassen…

 Nun, es wurde nicht ganz so dramatisch da dank der starken Regenfälle der letzten Tage die Basis deutlich niedriger war. Bei ca 3150m war Schluss und die Steigwerte auch eher mau. Das Taskkomitee schickte uns auf eine 79 km Route im südlichen Flachland. Die Wende im Osten erwies sich als unerwartet schwierig und hier teilte sich das Feld in mehrere Gruppen und kämpfte erst einmal ums oben bleiben. Diese Stelle wurde leider auch Maurice, Ferdinand und Torsten Sattler zum Verhängnis. Zusammen mit Torsten Siegel entschied ich mich für die direkte und letztlich auch schnellere Route zum Startmassiv zurück, allerdings mussten wir uns dazu erstmal aus der Höhe der Baumkronen im Tal nach oben mogeln – nichts für schwache Nerven. Unter uns gingen hier die ersten Piloten zum Landen.

 Im Anschluss nahmen wir die Verfolgung von drei Ausreißern auf und kamen mit einer kleinen Gruppe zügig voran. Am Ende fehlten Torsten und mir 4 Minuten auf den Sieger Michael Küfer – Platz 4 und 6 im Ziel. Knapp hinter uns kam Pepe, der sich mit einer schmerzhaften Knöchelverletzung tapfer durch den Tag quälte und dem es hoffentlich die nächsten Tage wieder besser geht. Ebenfalls im Ziel waren Ulli, Achim und Simon.

Jetzt hoffe ich auf weiter steigende Temperaturen und trinke darauf noch ein Bierchen, denn  Valle de Bravo bietet am Wochenende immer gute Stimmung.

 Euer Marc

Donnerstag, den 14.01.2016

No Task Today: Der Regen bestimmte auch Heute unseren Tag.
Als Alternativ-Angebot wurde ein Ausflug nach Teotenango Angeboten.
Leider regnete es auch dort,  und so wurden wir alle ziemlich nass, und die Wanderung zwischen den Pyramiden eher kurz gehalten. Zum Glück war es im benachbarten Museum etwas trockener...
(Siehe 2 Bilder)

Die nächsten 4 Tage sieht der Wetterbericht nun aber besser aus, so dass wir hoffentlich Morgen schon interessantere Neuigkeiten für Euch haben.
Gruss, Ulli

Mittwoch, den 13.01.2016

No Task Today
In der Nacht fing es schon an zu regnen und dieses Regengebiet war wohl ziemlich ergiebig.
Es ist 20 Uhr und es regnet noch immer. 30 km entfernt auf dem Hochplateau Toluca hat es sogar kräftig geschneit.
Falls es morgen fliegt – es soll sehr windig werden – wird es bestimmt bitter kalt :-)
Über Tag heute hatte ich vier Schichten an, Pulli, Fleece, Woll und Daunenjacke. Und selbst damit war es nicht wirklich warm…. so folgten noch die lange Radler und ein paar Handschuhe :-)
Damit hatte wirklich keiner gerechnet, denn eigentlich sagen die Lokals, es fliegt hier 365 Tage im Jahr. Na zumindest können es diese Jahr maximal noch 364 Tage werden :-)
Morgen dann etwas mehr und hoffentlich vom fliegen.
Pepe

10:00 von Marc: HIER REGNET ES.., das gab es im Januar eher sehr selten!

Dienstag, den 12.01.2016

Trainingstag
Heute gab es den letzten offiziellen Trainingstag, bevor dann morgen das Superfinale startet.
An den Start gehen 140 Piloten und die zahlenmäßig größte Nation wird wieder Frankreich sein. Von den Deutschen haben sich 9 Piloten qualifiziert. Ulli Prinz, Torsten Siegel, Marc Wennsauer, Ferdinand Vogel, Torsten Sattler, Achim Torn, Maurice Knurr, Simon Kirsch und meine Person.
Wobei Torsten Sattler, Maurice und ich uns schon auf der Monarca Open gut einfliegen konnten.
Topfavoriten sind hier klar einige der Franzosen mit Honorin Hamard dem Weltmeister von 2015 und der letztjährige Superfinal Champion Maxime Pinot, der ja schon die Monarca Open letzte Woche gewann.
Aber außerdem sind einige Weltmeister der vergangenen Jahre mit am Start, wie Luca Donini und Charles Cazaux. Das ganze Teilnehmerfeld ist aber extrem gut und hier können bestimmt 30 – 40 Piloten den Titel holen.
Das starke Deutsche Team wird natürlich als amtierender Weltmeister bei der Vergabe der oberen Positionen eine bedeutende Rolle mitspielen :-)
Das Wetter sieht leider in den nächsten 2 – 3 Tagen nicht ganz so toll aus, aber die Wetterberichte irren ja auch hier manchmal ganz gewaltig.
Schauen wir mal was da so kommt. Gleich geht es zur Opening Ceremony und danach gibt es noch ein Welcome Dinner.
Bis morgen Pepe

Bilder

Valle de Bravo
Tres Torres
Wettbewerbsgruppe
v. Links: Ulrich Prinz,Maurice Knur, Andreas Malecki, Torsten Sattler, Ferdinand Vogel, Marc Wensauer, Joachim Torn, Simon Kirsch