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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

Newcomer Challenge 2016 - Werfenweng

Sonntag, 20. März 2016 - 32,2 km

Zum Abschluss wurde es noch einmal richtig schwierig. Die heutige Aufgabe war sehr selektiv, denn die Bedingungen waren stabiler als an den beiden Tagen zuvor. Die schwächeren Steigwerte und der etwas geringere Wind verleiteten viele Piloten tief auf die Gleitpassagen ins Tal zu gehen und diese erreichten so nicht mehr den rettenden Anschluss am Hang. Trotzdem kämpften sich auch heute wieder einige Piloten der Challenge ins Ziel und am Ende hatte Michael Kessler (AUT) die Nase vorne. Der Gesamtführende Gernot Ladinig hatte nur einen geringen Rückstand, so dass es für ihn locker zum Sieg der diesjährigen Newcomer Challenge in Werfenweng reichte.  Stolz konnte er den Hauptpreis - ein Gurtzeug von Woody Valley - in Empfang nehmen.

Dieser erste Challenge Termin 2016 war ein voller Erfolg. Bei Traumbedingungen im Frühjahr flogen wir an drei von drei Tagen und die Piloten hatten viel Spaß beim lehrreichen Saisonstart. Jeder konnte so etwas im Flug oder bei den täglichen Debriefings lernen. Durch die Kombination des Wettbewerbs mit dem österreichschen Newcomer Trainingslager kam richtige Wettbewerbsatmosphäre auf und der Kampf an der Spitze war bis zum Schluß spannend. 

Marc Wensauer und Ferdinand Vogel unterstützten die Teilnehmer mit ihrem gesamten fliegerischen Knowhow und freuen sich auf die weiteren Events der Newcomer Challenge Serie in Greifenburg und Tolmin.

Auf dieser Challenge haben sich für die Deutsche Gleitschirmliga 2017 folgende Piloten qualifiziert:

Markus Kunz

Franz Wegscheider

Daniel Holzmann

Marcel Duerr

Andreas Reisinger

 

Bericht des Tagessiegers Michael Kessler:

Der dritte Tag des Newcomer-Trainingslagers bescherte uns wie an den beiden Tagen zuvor abermals wolkenloses Wetter, allerdings mit weniger Wind und Windrichtung West.
Wir konnten schon in der ersten beiden Tagen sehr viel über die Wettbewerbsfliegerei lernen und uns mit Tasks, der Bedienung der Instrumente sowie den nötigen taktischen Überlegungen beschäftigen.
Der finale Task des Trainingslagers führte uns nach dem Start von der Bischlinghöhe auf eine relativ lange Gleitwinkelstrecke fast bis zur Autobahn, anschließend zum Frommer Kogel und weiter in Richtung Burg Hohenwerfen. Bevor es von dort ins Ziel ging, erfolgte eine weitere lange Gleitpassage in Richtung Südosten und wieder zurück in Richtung Burg.
Da die Basis niedriger als erwartet war, schafften viele Piloten den Thermikanschluss nach dem ersten Wendepunkt nicht mehr und mussten landen. Der erste Wendepunkt war somit eindeutig als Schlüsselstelle zu bezeichnen. Für jene, die weiter kamen, machten sich die Tasks und vor allem auch die Debriefings der beiden letzten Tage bezahlt, und die gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich optimaler Routenwahl konnten ideal umgesetzt werden. Das Ranking der ersten Plätze wurde vorwiegend durch taktische Entscheidung festgelegt, denn der zweitletzte Wendepunkt groundete nochmals einige Piloten.
Mit Gernot Ladinig vom Gleitschirmclub Montafon, der die ersten beiden Tasks für sich entscheiden konnte, und mit dem Tagessieger des dritten Tasks, Michael Kessler vom Gleitschirmfliegerverein Schnifis, gingen sämtliche Tagessiege nach Vorarlberg.
Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen aller teilnehmenden Piloten für das perfekt organisierte Trainingslager bei den Veranstaltern bedanken. Viele von uns haben "Blut geleckt" und werden in Zukunft weitere Bewerbe fliegen.

Samstag, 19. März 2016 - 32,1 km

Bericht des Tagessiegers Gernot Ladinig (zusammen mit Georg Grieshofer):
Wiederum wolkenloses Wetter erwartete uns heute am Bischling. Allerdings war mehr Nordwestwind prognostiziert als gestern.
Das Wettbewerbskommitee erstellte heute einen anspruchsvolleren Task. Mit 2 Gegenwindpassagen und 2 Ausflügen ins freie Tal in dem mit Talwind zu rechnen war wollten sie uns auf die Probe stellen.
Der Start war an diesem schon relativ selektiv, besonders für die welche später unter Zeitdruck starten mussten.
Immerhin hatten wir heute unsere Ausrüstung schon besser in Griff als gestern, und bei den meisten funktionierte nun auch das GPS richtig. Dadurch konnten wir uns schon ganz gut auf das Fliegen konzentrieren und schafften es den Cracks an den Fersen zu bleiben, wenn sie aber auch meistens höher unterwegs waren. Auch gegen den Wind sahen wir den  höher klassifizierten Schirmen oft neidvoll hinterher. Nach dem ersten Drittel mussten die ersten Piloten landen während so mancher tapfere Pilot intensiv an seinem Low-Saves bastelte.
Jedenfalls haben wir es nach der ein oder anderen Baustelle ins Goal geschafft, und damit unseren zweiten Wettbewerbslauf erfolgreich beendet. Wir konnten wieder viel dazulernen und sind sicher, dass es morgen nochmals besser laufen wird.

Freitag, 18. März 2016 - 37,2 km

Der erste Tag der Newcomer Serie war als Trainingstag gedacht. Wir hatten traumhaft schönes Wetter mit erstaunlich guter Thermik für diese Jahreszeit.

Es hat sich herausgestellt das dieser Trainingstag sehr sinnvoll war und einen sehr positiven Effekt hatte um viel über die Wettbewerbsfliegerei zu lernen.

Viele hatten gleich am ersten Tag noch Schwierigkeiten mit der Technik, mit dem engen Pulk fliegen, an der richtigen Stelle am richtigen Ort zu sein und wenn dann auch noch die Bedingungen nicht ganz so easy waren, dann gab es einige die total die Orientierung verloren hatten und nicht mehr wussten wo sie als nächstes hin fliegen sollen.

Die Trainingsaufgabe der Tasksetter war sehr überschaubar mit 35 km festgelegt, im Grunde musste man nur im Kessel von Werfenweng zickzack fliegen.

Allerdings gab es auch bei so einer kurzen Aufgabe mindestens eine schwierige Stelle mit Lee. Zum Glück war die Thermik aber schon so zuverlässig und hoch, dass man entscheiden konnte, das Lee zu umfliegen, es einfach zu überspringen oder doch mitten durch zu bohren.

Der erste Tag hat perfekt angefangen, mit der super Unterstützung von Marc, Ferdi und Stefan als Wettkampfleitung und Tippgeber hat dieser Auftakt richtig Spass gemacht.

Wir freuen uns auf die nächsten beiden Tage :-)

Viele Grüße,

Daniel + Simon

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