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Deutscher Hängegleiterverband e.V.

DHV

WM 2014 - Lac de Annecy/Frankreich

Der neue deutsche Weltmeister Tim Grabowski (27)
Das erfolgreiche deutsche Team
Die besten Piloten der Klasse FAI 5 - Starrflügler: Norbert Kirchner (GER), Tim Grabowski (GER), Christopher Friedl (AUT)
Die besten Starrflüglerteams: Deutschland, Österreich, Frankreich
Die besten Frauen: Francoise Dieuzeide-Banet (FRA), Yoko Isomoto (JPN), Corinna Schwiegershausen (GER)
Teamwertung Frauen: Frankreich, Japan, Russland
Sieger Klasse FAI 2-Swift: Andre Hediger (CHE) Manfred Ruhmer (AUT), Steve Cox (CHE)
Sieger Klasse FAI 1 Sport: Pierro Zin, Mario Alonzi (beide FRA), Balasz Ujhelyi (HUN)
Die fleissigen und immer freundlichen Helfer und Organisatoren
Das beeindruckende Team aus Japan
Abfahrt zur Siegerehrung
Die Ergebnisse werden ausgehängt - Spannend!!!!
Unsere beiden Leader beim Relaxen
Timmi an den drei Zacken
Peter packts
Jochen macht sich startfertig
Seppi und Corinna - Redbullteam
wie wirds sich dieser Tag wohl entwickeln???
der heutige Task
interessierte Kollegen und Kolleginnen
Die VW-Busse sind unsere besten Freunde
Der Montblanc im Hintergrund
einfach kuhhhhl
Die Bodencrew gut ausgerüstet mit Cooline-Produkten, damits nicht zu heiß wird.
Jochen im Ziel
Roland war schnell
erfrischende Farben
Regina an der Rampe mit Peter Friedemann
Timmi fliegt los
Fitness in Annecy-Jochen bei der Arbeit
Tobi und Timmi
Roland
Luise mit Schirm und Handtasche
Wenn Piloten klettern, dann wirds schön
liebliches Annecy
nette Gassen
unsere "Kleinen" ganz groß auf Rang 1 und 2 im Moment (Norbert und Timmi)
Drachenbergung an den "Drei Zacken"
Team GER und AUT mit Markus in der Mitte
Die "drei Zinnen" von Annecy und der Startpulk
Dieter am Start
Markus geht zum Start
Timmi voll konzentriert
schöne Drachen von Aeros
Ein schönes Hallo
Timmi zweiter im Ziel
starke Jungs
Unser Hanfi fliegt wie ein Junger!
Corinna war schnell - hier mit ihrem stolzem Vater
Francoise Diezeude-Banet aus Frankreich
Ein starkes Mädl aus Japan - Yoko Isomoto
schnell und happy: Chisato Nojri aus Japan
Radlausflug nach Annecy - im Hintergrund der Landeplatz mitten in Annecy
Fachgespräche und Gerätevergleich
konzentiertes Eintippen jeder Menge Wendepunkte
unsere österreichischen Freunde
Briefing am Col de la Forclaz
Olli unser Showman für die Fernsehkameras
gemeinsame Drachenbergung
zwei Toppiloten mit Teamchefin (Timmi, Regina, Norbert)
Tagessieger Timmi
Corinna startet zum ersten Task
Chisato aus Japan startet
superscharfe Drachen von Seedwings
unsere Fans
offizielle Teamvorstellung
Team Deutschland
Corinna will ihren WM-Titel verteidigen
Timmi unser jüngstes Pferd aus Füssen
Jochen unser Weltrekordler aus Gundelfingen
Dieter aus Ruhpolding
Norbert unser Rennpferd aus Niederlauer/Franken
Peter aus Bretten
Markus aus Bad Tölz
Roland unser Sportklassepilot aus Gutach
Einschreibung in der Turnhalle am Landeplatz
Timmi überm Startplatz Col de la Forclaz
Die Teamchefin schaut sich die Gegend von oben an
Regina rennt über die Rampe
Timmi on air
und auf Strecke mit Norbi
die drei Zinnen in Annecy
hier muss man einfach mal fliegen
die Sicht von unserem Quartier
ein Muster-Startplatz
einer unserer zwei Team-Busse von VW

NEWS OF THE DAY

Sonntag, 6. Juli 2014 - Resumee

Diese Weltmeisterschaften in Annecy waren etwas Besonderes. Das Fluggebiet am Lac de Annecy bietet Startplätze, wie man sie nur in Frankreich kennt. Der Startplatz am Col de la Forclaz ist riesig und zum Großteil mit Teppich ausgelegt. Am Semnoz sind drei Rampen. Platz ist überall unendlich. Die Aussicht gigantisch, der Montblanc zum Greifen nahe.

Die Organisatoren gaben alles, die Helfer waren immer freundlich und hilfsbereit. Die Eröffnungsfeier am Landeplatz in Doussard war noch etwas spartanisch, dafür die Siegerehrung in Annecy um so feierlicher. Zeitungen und TV-Sender berichteten täglich in den lokalen Medien. Leider ging die Veranstaltung nicht unfallfrei ab. Im letzten Durchgang verunglückte gar ein japanischer Pilot tödlich, weil er während des Fluges in die Felsen stürzte. Ob es ein Flugfehler war oder ob er im Flug bewusstlos wurde, wird noch geklärt. 

Insgesamt konnten 6 Durchgänge in den Klassen FAI 1 Frauen, FAI 1 Sport und FAI 5 Starrflügler mit Strecken bis zu 250 km geflogen werden. Die Klasse 2 (Swift, Archeopterix, etc) flogen sogar 7 Durchgänge. Somit gab es verdiente Sieger in allen vier Kategorien.

Das deutsche Team war erfolgreich wie noch nie. Tim Grabowski (27) aus Füssen gewinnt den Weltmeistertitel bei den Starrflüglern vor seinem Teamkollegen Norbert Kirchner aus Niederlauer. Das Team gewinnt die Silbermedaille in der Nationenwertung. Corinna Schwiegershausen (Bremen) gewinnt Bronze bei den Frauen.

Der Zusammenhalt im Team war außergewöhnlich. Dies hat auch zu diesem Erfolg geführt. Leider musste Markus Hanfstängl nach dem dritten Durchgang verletzt abreisen. Vielleicht wär gar noch mehr drin gewesen.....!

Ich möchte mich im Namen unseres Teams herzlichst bei unseren Sponsoren bedanken, ohne die wir nicht so professionell aufgetreten wären:

VW für die tollen Teamautos
ADIDAS für die schöne Teamkleidung
BRÄUNIGER für die Ersatzvarios
UK INTECH für die Funkausrüstung
E-COOLINE für die kühlende Kleidung bei Hitze
THERMOPAD für die Wärmepads in großen Höhen
CIBA VISION für die Kontaktlinsen und den klaren Durchblick

Bedanken möchte ich mich auch bei allen Fans, die uns immer mit ermunternden Worten, SMSse, emails, etc unterstützt haben.

Besonderer Dank geht auch an mein Team und an unsere Helfer. Es hat riesig Spaß mit Euch gemacht. Ihr seid großartig!

Bis zum nächsten Mal
Regina



Samstag, 5. Juli 2014 - Siegerehrung

Nachdem wir unser Camp früh morgens räumten, haben wir uns schnell auf den Weg nach Annecy zur Siegerehrung gemacht. Die Organisatoren haben einen tollen Rahmen geschaffen. Wir brauchten nur den vielen Fahnen zu folgen und fanden die Stadthalle auf Anhieb. Nach der feierlichen Siegerehrung ging es ins Rathaus für einen Empfang!

Team Deutschland freut sich riesig über die Medaillien in allen Farben:
Gold und Silber im Einzel für Tim und Norbert
Silber für das Starrflügelteam
Bronze für Corinna in der Frauenwertung

Jetzt sind alle wir auf der Heimreise und werden erst spät nachts in der Heimat ankommen. Vielen herzlichen Dank an alle unsere Fans, die uns viele SMS und E-Mails geschickt haben. Wir werden nun bald Zeit haben, alle zu beantworten.

Ein ausführlicher Abschlussbericht folgt demnächst!

Freitag, 4. Juli 2014  - Masakazu Kobayashi

14 Uhr: Die Ergebnisse werden gerade ausgehängt:

Wir haben einen neuen deutschen Weltmeister und einen Vizeweltmeister. Tim Grabowski gewinnt soverän die Starrflügelwertung vor seinem Freund Norbert Kirchner. In der Teamwertung gewinnt Team Germany Silber.
Corinna gewinnt Bronze!

Frauen FAI 1:
1. Yoko Isomoto (JPN)
2. Francoise Dieuzeide-Banet (FRA)
3. Corinna Schwiegershausen (GER)

Teamwertung:
1. Japan
2. Frankreich
3. Russland

Starrflügler FAI 5
1. Tim Grabowski (GER)
2. Norbert Kirchner (GER)
3. Christopher Friedl (AUT)


Teamwertung
1. Österreich
2. Deutschland
3. Frankreich

Sportklasse FAI 1
1. Mario Alonzi (FRA)
2. Pierro Zin (FRA)
3. Balasz Ujhelyi (HUN)
11. Roland Wöhrle (GER)

Teamwertung
1. Frankreich
2. Österreich
3. Ungarn

Swift Class 2
1. Manfred Ruhmer (AUT)
2. Andre Hediger (CHE)
3. Steve Cox (CHE)

10 Uhr: Gestern hat es einen schweren Unfall eines japanischen Starrflügelpiloten gegeben. Er hat beim Thermikkreisen die Felsen touchiert und ist abgestürzt. Leider hat er diesen Unfall nicht überlebt. Das deutsche Team trauert mit dem Japapischen Team und den Angehörigen von Masakazu Kobayashi.

Dies ist auch der Grund, warum es gestern keine Berichterstattung mehr gegeben hat. Wir haben die offizielle Bestätigung der Organisation abgewartet.

Das deutsche Team ist gestern gut geflogen. Wir warten nun die offiziellen Ergebnisse und Endergebnisse ab, die um 13 Uhr veröffentlicht werden.
Heute wäre der letzte Wettbewerbstag aber es wird nicht mehr geflogen.

Regina


Donnerstag, 3. Juli 2014 - Ein anstrengender Tag

.........mehr später. Die Auswertung läuft noch, es sind noch viele Piloten unterwegs. Niemand hat heute das Ziel geschafft!


9 Uhr: So wie es aussieht, wird heute der letzte fliegbare Tag und somit der entscheidende Durchgang. Das Ende der Speedsection wird heute an einer hohen Boje zwischen Annecy und Doussard - also zwischen Nord und Südende des Sees - sein. So können die Piloten entscheiden, ob sie mitten in der Stadt Annecy landen oder am offiziellen Landeplatz in Doussard. Die Landung in Annecy am See wäre natürlich super für das Publikum. Es ist ein großer Park aber außenrum gibt es keine Landemöglichkeiten. Somit muss hoch und sauber angeflogen werden.
Drückt uns die Daumen!
Viele Grüße vom Lac de Annecy
Regina

Mittwoch, 2. Juli 2014 - Regen am Morgen - Durchgang abgesagt

Bericht von Corinna:

Heute wurden wir bis 12 Uhr von Briefing zu Briefing geschoben, bis sich mittags dann weiterhin Nieselregen einstellte und es definitiv abgesagt wurde. Ein Ruhetag nach gestern kam mit sehr gelegen. Unsere Frauen-Klasse ist nämlich erst um 15.00 Uhr in die Luft gegangen und um 15.30 Uhr in die Aufgabe gestartet. Zögerliche Thermik durch Zirrus-Abschirmungen und höchstens 1800m msl haben unseren Flug von 85km anspruchsvoll gestaltet.

Mit den beiden Francoises und Julia Kucherenko bin ich an der Ridge zur ersten Wende entlanggesoart und dachte an die schöne Rennwand im Gailtal, während ich als erste aus unserer Gruppe die Wende umrundete. Danach kam ich allerdings tiefer als die anderen zurück, zusammen mit Julia hab ich aber einige stärkere Bärte zum Aufholen herausgezaubert. Wie sich herausstellte, war es besser, etwas später zurück am Semnoz-Start zu sein, da er eine ganze Weile abgeschattet war und doch einige landen gegangen sind in Gruffy.

Wir brauchten wieder viel Geduld, bis es über Startplatzhöhe ging und man an ein Weiterfliegen denken konnte. Hier trennte sich unsere Gruppe- Francoise Dieuzeide flog direkt weiter über den See Richtung Wende, während wir anderen auf den Roc du Boeuf querten. Julia und Francoise sind weiter im Westen eingestiegen und haben gut Höhe gemacht, während ich vorne Richtung Seequerung ein paar Meter gesucht habe. Glücklicherweise habe ich eine vergleichsweise starke Thermikblase gefunden und konnte vor der Seequerung auf 1700m rauf, während ich die anderen beiden Mädels hoch über dem Ziel Richtung Startplatz queren sah. Dieser Weg endete für die beiden allerdings im Doussard Landeplatz, während ich weiter nördlich tief überm Gleitschirmlandeplatz in Talloire an der Ridge ein wenig aufsoarte. Hoch vor mir sah ich die Starrflügel, denn wir hatten eine gemeinsame Wende.

Geduld kann ich gut, denn das Fliegen macht mir Spass, auch wenn es „nur“ Hangsoaren ist. Vorsichtig bin ich um den Dent geschlichen, während es später wurde und immer mehr Zirren hereinkamen. Der nächste Soaring-Hang hat leider nicht mehr genug Höhe hergegeben, um die Wende noch zu machen, also flog ich so nah wie es landetechnisch vertretbar war und bog ab Richtung Wiese, wo ich schon einen Drachen gesehen hatte. Es war Francoise, die mir auf dieser Wiese den Wind und die Hangneigung bzw beste Landerichtung anzeigte, so dass ich dank ihrer Hilfe eine perfekte Hanglandung vollbrachte.

Sie gratulierte mir zur schönen Landung und zum Tagessieg, denn sie meinte, sie hätte weder Russinnen noch Japanerinnen in dieser Gegend heute gesehen. Ausserdem könnte sie mich mit heimnehmen, da ihr Rückholer in 15 Minuten da sei – das sparte meinem Team eine Tour von mehr als einer Stunde! Es ist schön, wenn man trotz „Konkurrenz“ so viel Spass zusammen haben und sich gegenseitig helfen kann – Francoise ist immer schon sehr fair und sportlich gewesen. Bloss wie wir an Yoko „Isomotor“ vorbeikommen können, haben wir noch nicht so recht herausgefunden. Scherzhaft sagte ich, dass sie und ich einfach in einem Team zusammenfliegen sollten am letzten Tag, um es richtig spannend zu machen.

Zurück im Ziel dann die Nachricht, dass wirklich keine Frau ins Ziel war und ich die Tagesweiteste mit knapp 60km, verteilt auf 3,5 Stunden Flugzeit... Und noch schöner die Nachricht, dass Norby den Tag gewonnen hat und Tim Zweiter geworden ist, womit die Jungs ihre Führung behalten haben!

Heute habe ich mir noch mal das Paquier-Feld in Annecy angeschaut und war überrascht, dass der Rasen frisch grossräumig frisch gedüngt war... saubere Landung ist für morgen dann angesagt! Es soll ein guter Flugtag werden morgen, spannend wird es allemal! Wir werden morgen alles geben, denn für Freitag sind die Wetteraussichten wieder sparsam. Drückt uns feste die Daumen!
Corinna

12 Uhr: Durchgang abgesagt!

9 Uhr: Nach dem gestrigen Festmahl von Uli in unserem Camp - ein geniales Thaicurry - wurde noch lange über die einzelnen Bärte und Flüge geredet. Heute morgen hat der Regen ans Fenster geklopft. Es sieht noch nicht fliegbar aus. Der offizielle Wettermann Joel meint, es könnte "Flyable" werden. Ob es für einen Durchgang reicht, ist unsicher. Das Teamleader-Briefing ist auf 11 Uhr verschoben.
Die Ergebnislisten haben die Leistungen unserer Pilot/innen bestätigt. Norbi und Timmi waren ganz vorne, Peter hat ebenso fürs Team gepunktet. Corinna hat den Tag vor Franzoise und Sasha gewonnen. Es bleibt weiter spannend!

Dienstag, 1. Juli 2014 - Startplatz Semnoz -Norbert, Timmi und Corinna gewinnen den Tag

Bericht von Norbi und Timmi:

Heute sind wir zum Startplatz nach Semnoz gedackelt, Südwestwind war vorhergesagt und wir sollten uns zwecks Sponsoring der Gemeinde dort mal sehen lassen. Das Deutsche Team wie immer hoch motiviert, Stimmung ist super @Markus Hanfstängl einen lieben Gruß von dem gesamten Team. Unsere heutige Aufgabe führte uns über 7 Wenden mit 118 km zurück nach Doussard. Zu Beginn waren die Steigwerte mäßig die Basis nicht sehr komfortabel und es sollte auch nicht besser werden. So gab es die unterschiedlichsten Routen, aber keine war zielführend, so dass Punkt 19 Uhr zum vorgegebenen Taskende Timmi und ich in Doussard am Landeplatz gelandet sind. Nachdem ich heute mal keinen Küchendienst verrichten muß, dafür die Ehre habe den Tagesbericht zu schreiben, habe ich mal die weiteste Strecke mit 112,5km vor Timmi mit 110 km hingelegt. Auf einer WM einen Tagessieg zu fliegen in einem hochkarätigen Feld schon schön. An der Gesamtwertung dürfte sich nicht viel verändert haben, ausser dass wir eichhörnchenmäßig ein paar Pünktchen zu unseren österreichischen Lieblingsfeinden;-) gesammelt haben. In der Mannschaftswertung liegen wir weiter auf dem 2 Platz. 3 Tage liegen jetzt noch vor uns, weiter so!!!

Viele Grüße in die Heimat

Wuff Wuff Wuff

Euer Norby

Heute wieder ein toller Tag in Annecy, tolles Taskssetting und ein echt spannendes Rennen. Großes, nein ganz großes Lob an Norby! Heute war echt ein anstrengender aber auch cooler Tag. Dass man bei so einer tiefen Basis und Abschattung so weit fliegen kann, haben ich heute öfter mal nicht geglaubt ;-) Immer wieder gings im Tiefflug die Hänge und Täler entlang.
Leider konnten wir die letzte Wende direkt überm See nicht mehr nehmen, waren aber doch richtig glücklich im Ziel (Landeplatz) zu stehen.

Wir freuen uns auf die nächsten Tage!
Liebe Grüße
Tim

19 Uhr: Gerade war Task-Deadline, d.h. bis 19 Uhr wurde gewertet. Perfekt in dieser Minute sind Timmi und Norbert im Ziel, aber ohne letzte Wende gelandet. Da bis jetzt niemand im Ziel mit allen Wenden angekommen ist, können wir annehmen, dass Norbert den Tag gewonnen hat, Timmi gleich dahinter. Ein super Tag für uns. Der Task war 140 km lang und sehr schwer, da es von Anfang an nur zäh ging. Cirren haben es der Thermik schwer gemacht. Auch Corinna hat den Frauen-Task vor Francoise Dieuzeide-Banet gewonnen.
Alle unsere Piloten sind bereits sicher am Boden und wir warten gespannt auf die Auswertung. Die Franzosen sind super nett, alles funktioniert gut, nur die Auswertung bzw. die Ergebnislisten erscheinen immer sehr spät. Aber es kann ja nicht alles perfekt sein :)
Den heutigen Bericht schreibt Norbert, denn heute ist er vom Kochen befreit. Uli hat den Job übernommen. Es gibt Thaicurry und Salat!

9 Uhr: Strahlender Sonnenschein und sehr kalte Luft weckt uns in unserem Camp. Gestern nach dem Fliegen kauften Uli und Tobi nach Anweisung von Norbert für das Abendessen ein. Chefkoch Norbi dirigierte unsere Nebenköche Uli und Olli und seine Salatraupen und Küchenschaben umher. In sage und schreibe 45 Minuten war der Tisch reichlich gedeckt. Kartoffeln mit selbstgemachten Kräuterbutter, Forellen, Grillfleisch, Gemüsetaschen, Salat, Tomaten/Mozzarella, Eiscreme.....etc.  Unglaublich, uns geht es besser als daheim. Danach wurde Fussball geschaut: Deutschland:Algerien.
Die Jungs sind gestern super geflogen. Timmi hat - so wie es aussieht - den Tag gewonnen. Suan hat anscheinend einen Fehler gemacht und ist die Liste zurückgerutscht. Norbi 4ter, Dieter 8ter.....Roland wurde in der Sportklasse 4ter und Corinna bei den Damen 4ter.
Heute geht es weiter.....wir fahren wahrscheinlich nach Semnoz, einen höheren Startplatz nach Südwesten ausgerichtet. Mehr später!
Regina

Montag, 30. Juni 2014 - kalt aber schön - alle deutschen Piloten im Ziel!

17 Uhr: Suan Selenati gewinnt einen weiteren Task. Zweiter wird Timmi, dann Christopher Friedl (AUT). 5ter wird Norbi. Dieter ist der drittschnellste deutsche Pilot. Alle deutschen im Ziel.

16:30: Julia Kucherenko (RUS) gewinnt bei den Damen vor Francoise Walbec und Francoise Dieuzeide-Banet (beide FRA). Corinna wird 4te, die Japanerin Yoko Isomoto 5te) ....ohne Gewähr.

16 Uhr: Mario Alonzi (FRA) gewinnt den Task in der Sportklasse. Roland wird 4ter.

13 Uhr: Ein Durchgang für die Starren über 163 km, die Damen über 75 km und die Sportklasse über 63 km ist am Board.

8:00 Uhr: Gestern am späten Nachmittag kam die Sonne raus. Für zwei bis drei Stunden, dann kam der Regen zurück. Die ganze Nacht hat es wieder aus Kübeln geschüttet.
Der Großteil des Teams fuhr nach Annecy zum Bummeln. Auf dem Bummelpfad fanden wir auch einen Fitnesstrail, siehe Fotos :) Abends, pünktlich zum Fußballspiel Mexiko-Holland wurde sogar die Heizung im Mobilhome aktiviert, weil es so kalt geworden war.

Heute sieht es gut aus für einen weiteren Flugtag. Allerdings müssen wir wohl warme Kleidung aus dem Schrank holen. Die 0 Grad Grenze liegt auf 3.000 m. Es geht wieder zum Col de Forclaz. Briefing ist ca. 13 Uhr.
Bis später
Regina



Sonntag,  29. Juni 2014 - Kein Durchgang!

12 Uhr: Der Durchgang für heute ist abgesagt!

Die ganze Nacht hat es geregnet und es regnet immer noch. Kaum vorstellbar, dass das noch ein Flugtag wird. Aber der Wettermann macht uns Hoffnung, die Sonne soll am Nachmittag rauskommen. Das Teamleader-Briefing ist nun auf 12 Uhr verschoben und ich warte hier im Headquarter auf neue Nachrichten.

Markus wird heute vom ADAC abgeholt und ins Unfallkrankenhaus Murnau gebracht. Dort wird er am Montag operiert. Noch sitzt er bei den Jungs im Camp beim frühstücken. Er ist mit seiner Schulter etwas eingeschränkt, aber er hat schon gute Techniken entwickelt um ein Brot zu streichen und ein Ei abzuschälen ;)

Tobi, Uli, Timmi, Dieter und zwei Franzosen haben gestern den Drachen von Markus geborgen. Da es keine Chance gab - selbst mit einem Allradjeep - auf dem Berg zu fahren, mussten sie Seile, Kletterausrüstung erst mal 800 Höhenmeter auf den Berg tragen und dann den Drachen den selben Weg wieder runter schleppen. Eine Monstertour. Vielen Dank allen Helfern und Unterstützern!

Ein großes Lob auch an die Organisatoren der WM. Wir hatten für alles super Unterstützung. Allen Berichten im OZ-Report entgegen......die Unfälle die hier passiert sind, haben nichts mit Organisationsfehlern zu tun. Die Berichterstattung von Davis Straub ist schlicht und einfach eine Frechheit!

Viele Grüße
Regina

Samstag, 28. Juni 2014 - Kein Flugtag

Heute wird nicht geflogen, da wir zu starken Südwind haben. Für das deutsche Team passt das gut, da wir dann gemeinsam den Drachen von Markus vom Berg holen können. Die Organisatoren stellen ein Allradauto und zwei gebietskundige Leute zur Verfügung. Allerdings haben Tobi und Uli gestern schon eine lange Wanderung zu den Zacken unternommen. Sie haben den Schlüssel für eine Schranke von dem Almbauern organisiert und den Weg zum Drachen gefunden. Es wird harte Arbeit. Am Drachen ist nicht viel kaputt, ein Glück!

Morgen soll es am späten Nachmittag wieder schöner werden und es ist möglich, einen Durchgang zu fliegen. Wir hoffen, es klappt. Die Jungs sind gut drauf und möchten den ersten Platz in der Teamwertung zurückerobern. "Dann ziehen wir halt mal den Bügel ein bisschen mehr durch" war der Kommentar von Dieter. "Schließlich müssen wir Markus ersetzen :)." Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen können.

Die Stimmung ist weiter gut, ich bin stolz auf unser Team!

Viele Grüße
Regina

Freitag, 27. Juni 2014 - Ein etwas anderer Tag

22:15 Uhr: Markus sitzt bereits wieder bei uns im Camp und erzählt seine Geschichte. Zum Pech kommt unglaublich viel Glück. Er kommt morgen nach Murnau, dank Ecki und wird dort an der Schulter und Ellbogen operiert.
Die Jungs sind nun noch mehr motiviert, in der Teamwertung wieder aufzuholen. In der Gesamtwertung liegt Timmi vor Norbi und Herwig Mayer (AUT).

19 Uhr: So schön wie der gestrige Tag war, so anders war der heutige Tag für unser Team. Nach einem guten Start unseres Teams, hörte ich am Funk irgendwas von einer Kollision. Da auf einmal alle möglichen Leute am Funk waren, Franzosen, Engländer.......ich weiß nicht wer alles, konnte ich nicht richtig verstehen, was passiert war. Dann hörte ich Timmi Koordinaten durchgeben und den Satz "Drück die Spottaste". Dann fiel der Name Markus....! Oje, ich habs mir gleich zusammengereimt und der Safety-Director kam auch schon zu mir. Alles ging sehr schnell.....Funk, Telefon, Hubschrauber.......! Unser Markus hatte eine Kollision mit einem Gleitschirmpiloten. Beide warfen den Rettungsschirm und kamen unterhalb bzw. noch in den Felsen auf. Markus hat sich den Arm und Schlüsselbein gebrochen. Er hat bereits auf dem Weg ins Krankenhaus bei mir angerufen. So wie ich ihn kenne, wird er bestimmt noch heute abend bei uns im Camp auftauchen. Der Gleitschirmflieger hat angeblich seinen Schirm zusammenpacken können und ist nur leicht verletzt. Soweit meine Infos im Moment......ist noch ohne Gewähr. Ecki ist im Moment bei Markus im Krankenhaus Annecy!
Norbi und Timmi konnten sich wieder gut sammeln und waren schnell im Ziel - unter den ersten fünf. Dann kam Dieter und später Peter und Jochen.
Auch Roland war heute schnell im Ziel. Corinna kam mit etwas Verspätung an. Soweit ich mitbekommen habe, hat bei den Frauen Yoko Isomoto gewonnen. In der Sportklasse war Jean-Pierre Zin und Mario Alonzi am schnellsten. Bei den Starren hat Suan Selenati gewonnen. Mehr erfahre ich hoffentlich bald.
Morgen soll es viel Wind geben und es wird wahrscheinlich keinen Durchgang geben. Unser Freizeitprogramm wird die Bergung von Markus Drachen sein. Unsere Freunde aus Österreich haben schon ihre Hilfe zugesagt.
Allen Nationen, Organisatoren und meinem Team herzlichen Dank für die großartige Hilfe bzw. den Zusammenhalt. Einfach unglaublich!
Viele Grüße nach Hause
Regina

9 Uhr Briefing: Das Wetter sieht heute wieder gut aus. Wir werden fliegen. Allerdings geht es heute auf einen anderen Startplatz, zum Semnoz.
Bis später!

Donnerstag, 26. Juni 2014 - alle deutschen Piloten im Ziel

Bericht von Markus:
Heute hats geklappt! Nachdem ich beim 1. Durchgang 5 km vor dem Ziel Opfer des starken Talwindes wurde und mit 10 anderen Piloten frühzeitig landen musste, hab ich mir für heute vorgenommen, schnell zu sein, um für die Teamwertung zu punkten. Da wir uns im Team hervorragend verstehen und jeder selbstlos gute Tipps weitergibt, konnten wir nach ca. 40 % der Aufgabe von 207 km mit mehreren Wendepunkten den Führungspulk bilden. Einzig Christopher Friedl von den Österreichern fand noch einen besseren Weg und segelte als Erster ins Ziel. Tim 2ter, ich 3ter, Norbi als 5ter. Aber das schönste am Abend war, dass alle Deutschen im Ziel gelandet sind. Uli hatte bereits ein super Abendessen kreiert - Thai-Gemüse-Curry mit Reis und Tomaten-Mozzarella als Vorspeise. Ein toller Tag.
Markus

Gerade eben sind die Ergebnisse online gegangen - Christopher Friedl hat anscheinend einen Fehler begangen und ist nicht auf dem ersten Platz. Damit geht der Tagessieg an Timmi. Zweiter wird Markus, Vierter Norbi.......) Mal sehen, ob das morgen auch noch so im Netz steht.
In der Teamwertung ist Deutschland momentan auf Rang 1
Bei den Damen liegt die Japanerin Yoko Isomoto in Front, vor Franzoise Dieuzeide-Banet und Corinna Schwiegershausen.

18:00 Uhr: Christopher Friedl (Österreich) landet nach 206 km mit großem Vorsprung im Ziel. Tim Grabowski kommt als zweiter Pilot ins Ziel, dicht gefolgt von Markus Hanfstängl. Norbert wird 5ter. Ein super Tag für die deutschen Starrflügelpiloten. Auch Peter und Jochen sind kurz darauf im Ziel. Dieter bastelt noch etwas und kommt dann auch ins Ziel.

17 Uhr: Francoise Dieuzeide-Banet (Frankreich) fliegt bei den Damen als erstes ins Goal. Kurz darauf kommt Corinna gefolgt von Yoko Isomoto und Chisato Noijy (Japan). Erste über der Linie war aber wahrscheinlich Yoko Isomoto.

16:45 Uhr: Die ersten Sportklassepiloten fliegen ins Ziel. Die Franzosen liegen vorne.
Roland landet auch am Landeplatz, allerdings nicht mit allen Wenden.

12:30 Uhr: Briefing. Eine lange Flugaufgabe über 206 km bei den Starren und 100 km für die Frauen und die Sportklassepiloten wird gestellt.

8 Uhr: Die Sonne scheint, blauer Himmel und frische Luft. Heut soll geflogen werden. Die Wetterprognosen sind gut. Allerdings ist noch immer Nordwind angesagt. Wir sind gespannt, wie sich der Tag entwickelt. Um 9 Uhr ist Teamleaderbriefing, dann wissen wir mehr.

Mittwoch, 25. Juni 2014 - Durchgang abgesagt wegen starkem Wind

Bericht von Ecki:
Am Morgen war ja noch der gesamte Himmel bedeckt. Und im Teamleaderbriefing wurde bereits von viel Wind in den unteren Schichten berichtet. Dann riss der Himmel aber zunehmend auf. Bei der kurvigen Auffahrt fingen wir dann schon an über Aufgaben zu philosophieren. Und nachdem der Startplatz bei der Ankunft noch mitten in den Wolken war, stieg die Basis während des Aufbauens zunehmend an. Die Tasks wurden festgelegt. Aber mit näher rücken des Startfensters erschienen die weißen Schaumkronen auf dem See. Und dann fing es am Start an zunehmend zu ballern. Unter diesen Bedingungen war ein einen koordinierten Start der Klassen nicht mehr zu denken. Auch durch ein Verschieben des Startfensters war der Wind nicht zu  besänftigen. Somit wurde der Durchgang einvernehmlich abgesagt. Diese sicher wiese Entscheidung ersparte mir als Teamarzt wohl mehrere „Herzkasperl“. Die Nachrichten über die Verletzungen bei Aussenlandungen in der Düse des Talwindes vom Vortage waren weniger Erfreulich. Zwei schwer verletzten Piloten mussten ins Krankenhaus verbracht werden.
Im Alternativprogramm wurde jeder nach seiner Facon glücklich. Markus, Tobi, Regina, Uli, Jochen und Dieter sind nach Annecy geradelt. Roland nahmen sie mit den Inlinern ins Schlepptau. Die Frage nach einem „Gletscher“ führte erst auf dem zweiten Weg in die Eisdiele. Tim und Ecki nutzten die Schaumkronen und gaben den Kites die Sporen. Peter ging noch mal auf Funkgerätesuche in Schilf. Und unser Chefkoch Norbert mit Küchenschabe Oli zauberte ein wunderbares Abendessen. (...wenn das so weitergeht dann brauche ich bald einen noch größeren Schirm, aber den Jungs tuts beim Gleiten gut...)
Zum Abschluss unterhielt Charly (DHV-Vorsitzender) uns nach dem Abendessen mit seiner Drohne und vollführte die tollsten Flugkünste. So und jetzt ab ins Bett! Für morgen ist ein sehr gutes Wetter vorhergesagt, da müssen die Jungs fit sein.

Gruß auch nach Hause,

Euer Ecki


Heute mussten wir lange am Startplatz warten. Leider wurde der Wind immer stärker und aus Sicherheitsgründen wurde abgesagt.

Dienstag, 24. Juni 2014 - Erster Wettkampftag - Timmi wird Tagessieger

Bericht von Timmi:

Es war einmal an einem schönen Sommertag.... bei der Auffahrt zum Col de la Forclaz um 10 Uhr morgens dachten wir noch nicht so richtig an einen Durchgang. Die Nacht über hatte es geregnet und die Wolken hingen weit unterm Start, dafür bauten sie schon mächtig auf.
Am Briefing stellten sie uns dann eine 75 km Aufgabe. Zuerst glaubte ich wegen der schwarzen Wolken über dem Start immer noch nicht so richtig an einen schönen und sicheren Task. Kaum in der Luft sah alles schon ein bisschen besser aus. Denn Start habe ich heute leider nicht perfekt erwischt, aber schon auf dem Weg zur zweiten Wende konnte ich mich mit Norbi, Peter und Jochen im Führungspulk gut positionieren. Die Bedingungen wurden immer besser und so gingen Norbi und ich nach kurzer Absprache und mit der Info von Regina aus dem Ziel in einen super spannenden Endanflug. Knapp aber sicher ging ich dann kurz vor Walter Geppert und Norbert über die Linie. Super geiler Start in die WM und eine tolle Zusammenarbeit mit Norby! Das macht einfach nur Spaß! Als dritter Deutscher kam dann Jochen vor Dieter.
Dem doch sehr starken Tal Wind mit 25km/h fielen leider Markus, der direkt neben einem Lidl „Aldi gabs leider nicht“ landete und Peter der das Ziel nur um einen km verpasste, zum Opfer. Super schade, aber insgesamt können wir mit der Teamleistung richtig zufrieden sein.
Nach einer Weile kam Regina zurück zum Landeplatz um uns zu holen, weil Peter seinen Atos  verloren habe. Hmmm wie geht das, fragten wir uns? Peter war in einem 3 Meter hohen Schilffeld gelandet und konnte, nachdem er zur Straße gelaufen war, um sich umzusehen wo genau er war, sein Gerät nicht mehr finden. Doch mit etwas Verstärkung und vor allem dank Uli’s Unterstützung konnten wir Peter und seinen Drachen befreien. Kaum war Peter frei, riefen die völlig aufgelösten Österreicher an, Walter sein Atos wäre noch am Landeplatz geklaut worden. Nach genauerer Betrachtung unseres Busses, fiel uns dann aber doch ein fremder Atos auf. Die Jungs hatten meinen Atos mit Walter seinem verwechselt und ihn einfach aufgeladen... „Lieber Walter bitte entschuldige dieses Maleur!“
Dann ging es schnell nach Hause zum Essen. Danke an Norby, Regina und Uncle-Olli! Mmmmhhh.....Roland und Corinna sind leider nicht ganz ins Ziel gekommen. Bei Corinna fehlte aber nicht viel und da bei den Damen niemand und der Sportklasse nur wenige im Ziel waren ist auch da alles im grünen Bereich! Ein schöner Tag für uns!!! So kann es weitergehen!

Liebe Grüße Tim

16 Uhr: Tim fliegt als erster über die Ziellinie nach einem 75 km Task. Zweiter wird Walter Geppert aus Österreich gefolgt von unserem Teamkoch Norbert Kirchner. Auch Jochen und Dieter sind im Ziel. Markus und Peter flogen zu tief von der letzen Wende Richtung Ziel. Der starke Talwind zwang sie leider ein paar Kilometer vor der Ziellinie zu Boden. Nach ersten Einschätzungen liegt Österreich in der Teamwertung in Führung, gefolgt von Deutschland und evtl. Frankreich. Mehr später......
Die Frauen und die Sportklasse haben knapp 50 km zu fliegen. Im Moment ist noch niemand im Ziel.

7 Uhr - ich hör den Regen draussen. In der Nacht hat es durchgehend gewittert.
8 Uhr - die Sonne scheint, die Wolken hängen aber noch sehr tief.
So wie ich es in der letzten Woche hier erlebt habe, kann es in einer Stunde super schön sein, oder aber auch total bewölkt. Ich bin mal gespannt.  Um 9 Uhr ist Teamleaderbriefing. Da weiß ich dann mehr.
Gestern abend hat uns unser Teammitglied Norbert riesig aufgekocht. Salat, Gemüse und eine Lachssoße und jede Menge Nudeln. Erstaunlich was für Talente unsere Jungs alle haben. Ecki ist unser Funkexperte, er hat bis spät in die Nacht die Funkgeräte in unseren Autos installiert.
Es kann losgehen, wir sind präpariert!
Viele Grüße
Regina

Montag, 23. Juni 2014 - Trainingstag abgesagt

Heute um 9 Uhr war das erste Teamleaderbriefing. Viele organisatorische Dinge wurden besprochen und wichtige Dinge diskutiert. Die Stimmung ist gut. Bereits mitten im Briefing fängt es an zu regnen. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt, dass der Trainingstag heute wohl ins Wasser fällt. Unsere Jungs sind die letzten Tage hier geflogen und haben die Gegend erkundet. Daher ist das nun nicht so schlimm. Einzig Roland ist hier noch nicht geflogen. Er ist ein routinierter Pilot und nimmt das locker.
Ecki und Timmi packen die Kites am See aus und nutzen den Wind. Der Rest ist im Baumarkt und macht noch Besorgungen. Ich sitz hier und sortiere unser Equipment, damit wir morgen für den ersten Tag gerüstet sind!

Sonntag, 22. Juni 2014 - Eröffnungsfeier

Bericht von Dieter Kamml:

Heute steht das Eröffnungsbriefing und die Opening Ceremony an. Aber Jochen und ich könnten ja davor noch mal fliegen gehen oder? Der Chef (Regina) hats uns erlaubt, aber wir müssen um 14 Uhr gelandet sein. Also aufbauen, checken, einhängen und wo sollen wir aufdrehen? Der Hausbart geht nicht. Auf der anderen Talseite sehen wir in der Leeseite ein paar Gleitis drehen. Da fliegen wir hin.
Ist ganz schön weit. Jochen sticht los und kommt tatsächlich drüben ausreichend hoch an. Ich flieg sofort nach und erwisch den Bart nicht so optimal und Jochen dreht weg. Jetzt gehts auch bei mir. Die Ritch nach hinten und das Steigen wird besser.
2.300 m und wir fliegen zwei Berge weiter Richtung Süden. Das mit dem Funken klappt gut, obwohl ich das letzte mal vor 6 Jahren den Funk benutzte.
Jochen ist sehr diszipliniert am Funk, wir verstehen uns einfach auch ohne Worte.
Also nächste Wolke und es geht mit 2m/s rauf. Soft, groß, überall und großes Grinsen. Jetzt kommt der Nachteil des Funks, die Chefin ist am Apparat.
Wo seid ihr? Im schönsten Element natürlich. Wir werden an unsere Landezeit erinnert. Ich sag das ich noch aufdrehen müsste und freu mich, dass bei Regina der Blutdruck steigt. Leider kennt sie uns und durchschaut die Ausrede.
Also zurück zum Landeplatz. 100 km/h..... Ich bin noch so hoch, dass ich nochmal am Start vorbeischauen kann. Steige 200 m unter den Gleitis ein und kurble alle aus. Yipihh! Funkspruch: "Dieter du musst landen" Ich will aber noch nicht. Aber das Scherheitsbriefing ist halt ein MUSS. Am Landeplatz noch kurz rauf auf den Baum  zum Kirschen essen. Duschen, umziehen, und ab zum Briefing. Just in time.
Danach Eröffnungsveranstaltung. Mir gefallen die vielen Fahnen der Nationen. Einfach genial. Das Eröffnunsessen war gewöhnungsbedürftig, aber die Engländer am Tisch waren super drauf. Sie haben Bayrisch glernt:"Kone des hom?"="Könnten Sie mir das bitte herüber reichen?" Und dann flog der erste Korken Richtung Russland. Eine wahre Weinkorkenschlacht entstand. Gewinner waren wir alle, einfach eine riesen Gaudi. Ich freu mich schon auf den ersten Durchgang.
Dieter Kamml

Heute sind Ecki, unser Teamarzt und Roland eingetroffen. Unser Team ist nun komplett. Ein paar von uns sind noch fliegen, die anderen noch bei der Einschreibung oder Pitchmessung. Der Rest genießt gerade die Aussicht von der Terasse unseres Camps und schlemmert Eis. Das Safetybriefing beginnt um 15 Uhr und die Eröffnungsfeier um 17 Uhr. Wir sind gespannt!
Lieben Gruß
Regina


Samstag, 21. Juni 2014 - Trainingstag und Einschreibung

Heute war Einschreibung ab 8 Uhr, aber das deutsche Team ging lieber erst mal fliegen. Wer weiß, wie die nächsten Tage werden. Am Sonntag ist volles Programm mit Safety-Briefing und Eröffnungsfeier und das mitten am Nachmittag und am Montag soll es labil werden.

Der Tag entwickelt sich nicht so, wie vorhergesagt. Es ist sehr stabil und Timmi und Teamchefin Regina versuchen es früh. Zäh und langsam gehts nach oben. Jede Menge Gleitschirme tummeln sich in schwachen Aufwinden. Also alles nicht so einfach. Für die, die Geduld hatten und noch ein wenig am Startplatz warteten, gab es etwas mehr Thermik, allerdings ohne Wolken und auch etwas turbulent. Trotzdem ein schöner Tag mit etwas Airtime für alle. Anschließend begaben sich alle in die Turnhalle zur Anmeldung. Auch Corinna ist nun eingetroffen. Morgen kommt noch Roland und Ecki, dann ist unser Team komplett.


Freitag, 20. Juni 2014

Fünf Piloten des Starrflügler-Teams sind bereits in Annecy, nur noch ein Pilot fehlt. Der erste Trainingsflug über 2 1/2 Stunden ging zickzack durchs Tal. Die Jungs sind von der Gegend begeistert und freuen sich auf weitere Flüge!


Donnerstag, 19. Juni 2014

Das Basislager für das deutsche Team ist am Camp La Nubliere in Doussard am schönen Lac de Annecy eingerichtet. Zwei großzügige Mobilhomes und zwei 9-Sitzer-Busse von VW stehen dem Team zur Verfügung.

Langsam trudeln auch alle Teammitglieder im Camp ein. Die letzten Piloten werden am Samstag anreisen. Die ersten Flüge und Erkundungsfahrten wurden bereits gemacht und wir freuen uns auf die nächsten Tage. Die Wetteraussichten sind bestens!

Lieben Gruß nach Deutschland


Regina

Vom 21. Juni - 5. Juli 2014 finden in Annecy/Frankreich die Weltmeisterschaften im Drachenfliegen in den Klassen FAI 1 Frauen, Sportklasse und FAI 5/FAI 2 Starrflügler statt. Für das deutsche Team sind folgende Piloten nominiert: Corinna Schwiegershausen (FAI 1 Frauen), Tim Grabowski, Jochen Zeyher, Peter Friedemann, Norbert Kirchner, Markus Hanfstängl, Dieter Kamml (alle FAI 5). In der Sportklasse vertritt Roland Wöhrle die deutsche Flagge.