Int. King Ludwig Open 2008
Roland Wöhrle und Primoz Gricar gewinnen internationale Süddeutsche Meisterschaft im Drachenfliegen
Roland Wöhrle aus Gutach gewinnt die internationale Süddeutsche Meisterschaft im Drachenflie-gen 2008 am Tegelberg/Allgäu (Klasse 1 Flexible). Platz 2 erflog sich Bob Baier aus Pfronten vor Hans Kiefinger aus Frontenhausen. Roland Wöhrle zu seinem Titel: „Ich freu mich riesig. Im Juni finden in Kärnten die Europameisterschaften statt. Dieser Titel bestätigt meine Form.“
Zudem siegten in der Klasse 5 der Starrflügler der 32-jährige Werkspilot Primoz Gricar aus Waa-kirchen vor dem jüngsten Piloten im Feld Andreas Becker (Füssen) und dem Franzosen Jack Bott. Primoz Gricar zu seinem Meistertitel: „Ich kann es kaum glauben. Erst vor zwei Wochen hab ich die internationale Schweizer Meisterschaft gewonnen, jetzt kommt schon der nächste Titel. Aber wenns läuft dann läufts.“
Vom 22.05. bis 25.05.08 trafen sich die Piloten der deutschen Drachennationalmannschaft und der deutschen Drachenliga mit internationalen Toppiloten aus 6 Nationen und insgesamt 70 Teil-nehmern am Tegelberg/Füssen zur internationalen Süddeutschen Meisterschaft – King Ludwig Open 2008 im Drachenfliegen. Es wurden die Titel des internationalen Süddeutschen Meisters, des Bayerischen und Baden-Württembergischen Meisters ausgeflogen.
Bayerischer Meister wurde bei den Flexiblen Drachen Bob Baier (Pfronten) vor Hans Kiefinger (Frontenhausen) und Georg Schweier (Waltenhofen). Bei den Starrflüglern errang den Bayerischen Meistertitel Primoz Gricar (Waakirchen) vor Andreas Becker (Füssen) und Norbert Kirchner (Niederlauer).
Den Titel des Baden-Württembergischen Meisters errang bei den flexiblen Drachen Roland Wöhr-le (Gutach) vor Markus Ebenfeld und Bernd Weist (Trossingen). In der Starrflügler-Klasse siegte Tim Grabowski (Friolzheim) vor Christoph Lohrmann (Leonberg) und Jörg Heinzelmann (Sulz)
Drachenwettbewerbe laufen folgendermaßen ab: Jeden Tag werden von der Wettbewerbsleitung neue Flugaufgaben unter Berücksichtigung der Wetterlage gestellt. Im Ziel entscheidet die schnel-lere Zeit, die Flugstrecke wird mit einem GPS-Navigationsgerät dokumentiert. Aufgaben bis über 80 km waren am Tegelberg an der Tagesordnung. Im Vergleich zu den herkömmlichen, gewichts-kraftgesteuerten Drachen zeichnen sich die aerodynamisch gesteuerten Starrflügler durch eine enorme Gleitleistung, gepaart mit einem einfachen Landeverhalten, aus.
Ein Drachen hat unter dem Segeltuch ein festes Gerippe aus Aluminiumrohren und Segellatten. Der Pilot ist während des Fluges liegend unter dem Drachen aufgehängt und hält den Steuerbügel in den Händen. Er steuert den Drachen durch Gewichtsverlagerung, indem er den Steuerbügel nach links oder rechts verschiebt. Auch die Geschwindigkeit kann er mit dem Steuerbügel regulie-ren. Ein moderner Drachen kann bis auf über 100 Stundenkilometer beschleunigt werden. Die normale Fluggeschwindigkeit liegt bei rund 50 Stundenkilometern. Bei einem Höhenverlust von 1.000 Metern kann ein Drachen etwa 15 Kilometer weit gleiten.
Internationale Süddeutsche Meisterschaft - King Ludwig Open 2008
Vom 22. Mai bis 25. Mai 2008 findet in Schwangau am Tegelberg die Internationale Süddeutsche Meisterschaft 2008 (King Ludwig Open 2008) im Drachenfliegen statt.
Ausgerichtet von der Tegelbergbahn und unter sportlicher Leitung von Rudl Bürger werden 80 Top-Piloten aus dem In- und Ausland erwartet. Internationale Spitzenpiloten und Mitglieder der Deutschen Nationalmannschaft und der Drachen-Liga garantieren ein hohes Maß an sportlichem Niveau. Neben dem Gesamtgewinn der internationalen Meisterschaft geht es für die besten Bayerischen und Baden-Württembergischen Piloten auch noch um den Titel "Bayerischer Meister und BaWü-Meister“.
Vier Tage lang werden täglich mit atemberaubenden Flügen von den Piloten wichtige Punkte erkämpft. Jeden Tag geht es für die Athleten darum, als Schnellster über vorher festgelegte Wendepunkte eine durch Wind und Wetter bestimmte Strecke abzufliegen. Dabei besteht immer die Gefahr einer taktischen Fehlentscheidung, was entweder Zeit kostet oder mit einer vorzeitigen Landung bestraft wird. Unter optimalen Wetterbedingungen kann eine solche Aufgabe über 200 km lang sein und das bedeutet viele Stunden Wettkampf, Konzentration und Höchstleistung für die Teilnehmer. Die besten Piloten kommen trotzdem oft in nur kurzen Abständen ins Ziel, dass direkt an der Talstation des Tegelbergs liegt. Nur wer sich während der vier Wettkampftage beständig immer unter den vordersten Piloten platziert, hat auch eine Chance auf den Gesamtsieg und den Titelgewinn.
Der tägliche Start erfolgt um die Mittagszeit am Startplatz der Bergstation Tegelberg. Kurz vor dem Start findet ab etwa 11:30 Uhr das so genannte Briefing am Startplatz statt. Hier wird den Piloten die Tagesaufgabe bekannt gegeben. Kurze Zeit später versuchen 80 Piloten möglichst sicher und schnell in die Luft zu kommen. Wer also knisternde Wettkampfatmosphäre erleben will, kann hier schon als Zuschauer live mit dabei sein.
Nachmittags gibt es dann auf dem Landeplatz die Möglichkeit die Landungen der Toppiloten hautnah mitzuerleben. Unmittelbar nach der Landung werden die Flugdaten der Piloten auf den Computer geladen und ausgewertet.
Regina Glas
Deutscher Hängegleiterverband e.V.
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83703 Gmund
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