X
DHV Sport Home
Deutsche Gleitschirm Nationalmannschaft
Deutsche Gleitschirm Liga
###MRK_MAINMENU###
 
###MRK_LEFT_MENU###

###MRK_LEFT_CAPTION###
###MRK_NAVBAR###
###MRK_BANNER_TOP###
###MRK_BODY_BORDER###
###MRK_BODY_LEFT### ###MRK_BODYCOLSPACER###

Piedrahita XC-Open 2007

Offizielle Website:  www.xcopen.org

Die XC-Open Piedrahita 2007 sind vorbei. In einem extrem spannenden letzten Tag, gab es eigentlich 2 Sieger. Nach insgesamt über 500 km Flugstrecke in diesem Wettbewerb konnte Damien Tuvo den zweiten Godfrey Wennes noch um ca. 120 m übertrumpfen und mit zwei Punkten Vorsprung den Gesamtsieg erreichen.

Ein unfallfreier Wettkampf bei bestem Flugwetter mit 8 Tasks an 8 Tagen ergab überall nur strahlende Gesichter. Das Wettkampfformat hat sich hier bewährt und es wurden auch Strecken in Gebiete erflogen, die laut Meet Director Steve Ham eigentlich nie beflogen werden. Vielleicht findet ja auch einmal ein deutscher Wettkampf hier statt; wir wollen doch nicht immer im regen Parawaiting machen.

Das wars aus Piedrahita, Euer Dieter Münchmeyer

Ergebnis:
1. Damien Tuvo, CHE, 3745 Punkte
2. Godfrey Wennes, AUS, 3743 Punkte
3. Paul Tomassi, CHE, 3553 Punkte
...
7. Werner Schütz, DEU, 3058 Punkte
8. Klaus-Günter Eberle, DEU, 3013 Punkte

 

Ergebnisse nach 8 Tasks (4 Streichergebnisse):

Open Class
* Ladies
* Serial Class
* Masters
 

Samstag ,  08-September-2007 

15:00  Die Piloten sind draußen und ich sitze hier an meinem Computer und bereite eine reibungslose Auswertung vor. Tagesaufgabe ist eine freie Strecke in Richtung 59 Grad, gewertet wird die senkrechte Projektion der geflogenen Strecke auf diese Richtung. Ich war nach Fensteröffnung als Winddummy in der Luft, super Flugbedingungen. Nur leider passt die Windrichtung nicht ganz zur Tagesaufgabe, aber am letzten Wettkampftag muss man einen Task "rückholeroptimieren". Und da bei XC-Open immer eine streckenmäßig unbegrenzte Aufgabe geflogen wird, ist das gar nicht so einfach.

Dieter Münchmeyer


Freitag ,  07-September-2007  
    
Bericht des Day-Winners:

Steve sagte, es wird ein besserer Tag als gestern, aber es wurde doch schwierig, mehr als 2100 m Höhe zu erreichen. Avila,das wir uns als erstes Tagesziel gesetzt hatten, erschien weit entfernt. Die Piloten kämpften entlang des Bergrückens zum Villatoro-Pass ums "überleben". Paul Tomassi, war als erster am Pass, mußte aber weit von der Straße entfernt außenlanden. Ich dachte, es ist eine gute Idee, den Pass über den kleinen vorgelagerten Hügel anzufliegen. Das Konzept ging auf, erstklassige Thermik erlaubte mir den Sprung auf die Nordseite.

Den Plan, nach Avila zu fliegen, musste ich allerdings wegen des immer stärker werdenden Nordwinds aufgeben. Ich wollte den Bergen nach Nordosten folgen, aber eine Fehlentscheidung zwang mich, ins Flachland hinter der Parameras Hügelkette auszuweichen und mich dort in einer turbulenten, vom Wind zerrissenen Thermik zu halten.

Mein GPS zeigte 70 km/h, so daß ich sehr schnell die Berge bei Navaluega erreichte. Trotzdem erlaubte mir der Nordwind keinen Weiterflug nach Osten oder Westen. Mit meiner besten Thermik des Tages erreichte ich 3000 m, Steve hatte also nicht ganz unrecht. Ich beschloss, den Nordwind zu nutzen, mich über das südlich gelegene Flachland blasen zu lassen bis an die Sierra de San Vincente (Toledo).

Als ich jedoch einen kleinen Hügel erreicht hatte, war es wegen des Westwinds schwierig den Gipfel zu erreichen. Überrascht von dieser Windänderung, konnte ich einen Vorteil aus der Taskaufgabe mit 3 frei wählbaren Wendepunkten ziehen und wieder nach Osten fliegen.

Glücklicherweise fand ich in 200 m über grund nochmals einen Bart bis 1500 m und glitt im wieder aus Nord von Avila kommenden Wind aus.

Ich landete bei Schafen in Aldenacabo. Nette Leute nahmen mich mit nach Escalona. Einige Biere mit Einheimischen verkürzten die Wartezeit, bis mein Rückholer kam. Einer erzählte mir von dem kleinen Schloss im Ort, das im Besitz der zweitreichsten Familie Spaniens ist. Interessant, was ich über die kleine Stadt alles erfahren habe, die ich durch Zufall besucht habe.

Damien Tuvo, Übersetzung Dieter Münchmeyer

11.00: Martin Müller auf GIN Boomeragng 5 X-Alps CH, der Tagessieger von gestern  erklärt uns, wie man es richtig macht. Mit den Geiern fliegen und immer noch etwas weiter, auch wenn man schon einen guten Landeplatz im Blick hat. Das Wetter heute sieht wie gestern aus, vielleicht sogar etwas besser bei schwächerem Wind. Nächstes Briefing 12.30 am Start.

Desiree Pansi spendete zwei Gutscheine für die Piloten der XC-Open Piedrahita 2007. Die Gewinner erhalten eine Woche freien Aufenthalt in ihrem schönen Gästehaus "Potties" in De Aar, Südafrika, und einen freien Schlepp täglich. In der Verlosung mit Frigga als Glücksfee waren Luis Morais aus Portugal und Peter Bretschneider aus Canada die glücklichen Gewinner.

 

Donnerstag, 06-September-2007
 
Wir fliegen wieder. Die Wettervorhersage für heute schaut besser aus als der gestrige Tag. Die Inversion könnte durchbrochen werden und wir haben schwachen Wind.
Das nächste Briefing ist am Startplatz um 12:30. Die Aufgabe wird wahrscheinlich Open Distance mit 3 frei wählbaren Wendepunkten.

Hier das Gesamtergebnis nach 5 Durchgängen (Die besten 4 Tasks jedes Piloten wurden genommen)

1 Paul Tomassi GIN Boomerang 5 CH 3540
2 Godfrey Wenness ADVANCE Omega 7 Proto AU 3406
3 Mumenthaler Reynald GIN Boomerang 5 CH 2813
4 Müller Martin GIN Boomerang 5 X-Alps CH 2901
5 Eberle Klaus-Günter SWING Stratus 7 DE 2634
8 Schütz Werner GIN Boomerang Sport DE 2311
11 Hochhaus Roland OZONE Mantra DE 1966
13 Strasser Uli ICARO Ice XC DE 1898
14 Bausenwein Hans ADVANCE Omega 7 DE 1821
 
Obwohl Godfrey 3 Tage gewonnen hat, liegt Paul Tomassi immer noch in Führung. Bei diesem Wettbewerb ist es sehr wichtig, möglichst immer bis „last task time 19:30“ in der Luft zu bleiben. Beiden führenden Piloten gelang dies in allen 5 Tasks bisher. Ein sehr spannender Kampf um die Führungsposition.
 
Teams:
Alps Free Ride CH  11469 
Lederhosn Eagles DE 7805
Niviuk CH 6322

 

Mittwoch, 05-September-2007

Heute hatten wir eine Aufgabe mit einem frei wählbaren Wendepunkt. Die Wettervorhersage gab schwachen Nordost-Wind an. Das Fliegen war schwierig in dieser ziemlich stabilen Luftmasse. Das Fenster wurde um 13:00 geöffnet. Die Vorhersage der Windrichtung war falsch und es gab praktisch überhaupt keinen Wind. Die ersten Piloten sind zurückgekommen zum Download ihrer GPS. Bis eben (18:30) führte Paul Tomassi mit 71 km, doch gerade kommt Godfrey Wenness und bringt 73 km mit.

Dies war Task no.: 5 und die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht so aus, dass wir einen 8-Tage Wettbewerb mit 8 Durchgängen fliegen werden…
Die Piloten sind happy und das neue Wettbewerbskonzept der XC-Open kommt sehr gut an…

Mehr später… 


Dienstag, 04-September-2007


Blauthermik, Inversion in ca. 2000 m Höhe zur Startzeit und auffrischender Nordostwind lassen einen nicht ganz einfachen Flugtag erwarten. Wenn man den Rückenwind ausnutzen will, führt der Weg in die höheren Berge. Absaufen dort wird mit stundenlangem Fussmarsch bestraft. Mal sehen...

 

Montag, 03-September-2007


Während des Briefings am Startplatz hatten wir schwachen Nordwind. Steve Ham, der Meeting Director, der hier einen wirklich guten Job macht, erwartete einen "großen Tag".

Nach dem Start gab es erst einmal den üblichen Kampf gegen das schnelle Absaufen. Aber diesmal schaffte ich es. Also folgte ich einem Gleitschirm in der Mitte des Tales Richtung Avila bis hoch zum Villatoro Pass. Aber selbst mit einer Ausgangshöhe von 2800 m schaffte ich es nicht über den Pass. Der Wind war mittlerweilen stark aus Nord und ich hätte wieder einen Absaufer riskiert, so wie es dem Piloten direkt vor mir erging.

Also drehte ich um. In einer Höhe von 1400 m dachte ich bereits an Landen, als ich doch noch eine Thermik fand, die mich wieder an die Wolken brachte. Während ich mit Rückenwind am Bergrücken nach Piedrahita zurückflog, sah ich überall Gleitschirme absaufen. So beschloss ich, mit dem Wind südlich zur 2200 m hohe Sierra de Gredos zu fliegen. In einem nach nordwesten ausgerichteten Kessel brachte mich ein Bart mit konstant 6 m/s in einem Schritt von 1700 auf 3700 m.
Der Weiterflug entland des Bergrückens wurde schwieriger, weil der Wind nun aus westlichen Richtungen kam. Ich kam an den Punkt, an dem ich entscheiden mußte, nördlich in ein Tal voll mit Felsen und Bäumen zu sinken oder über den Grat nach Süden ins Lee Richtung Rosalito-See.

Das war der Höhepunkt des Flüges. Keine starke Leewirkung, sondern eine Stunde sanftes Gleiten mit minimalem Sinken und einem schwachenn Rückenwind. Der See leuchtete in der späten Nachmittagssonne. Ich landete wenige Kilometer südlich von Candeleda.

Das schlimmste war aber die Rückholung. Mein unglücklicher Fahrer musst mehr als eine Stunde auf engen Serpentienen durch die Berge.

Zusammenfassend war es ein riesiger Flug und mit einer Menge Glück bin ich nicht vorzeitig abgesoffen.


Rupert Rothmüller

 

Sonntag, 02-September-2007
 
Das Fenster wurde um 12:00 geöffnet für den 2. Task.
Heute gab es eine Open Distance Aufgabe im OLC Stil mit 3 frei wählbaren Wendepunkten. Die Wolken sahen fantastisch aus und es gab Thermik mit anfangs sehr moderaten Steigwerten. Die Piloten komen gerade (20:30) ins Headquarter zurück, der bisher weiteste Flug ist 128 km von Paul Tomassi CH – Boomerang 5.

 

Der zweite Tag war nochmals deutlich besser als der erste. Die ersten Bärte standen im Flachen, nicht am Hang. 
2 Piloten (darunter Frigga Bausenwein als “Thermal Snooper”) starteten schon sehr früh und fanden Thermik über Piedrahita. Danach startete der zur Zeit wohl beste Fotograf der Gleitschirmszene, Jerome Maupoint und drehte auch im Flachen auf. 
Niviuk Designer Olivier Nef und ich selbst entschieden uns zu starten… der Lift war noch sehr schwach, wurde aber schnell besser als wir Richtung Pass bei Villatoro und Avila los flogen. Die Basis war bei 3.500m mit fantastischen Wolkenstrassen in Richtung Avila. Nach 40 km waren die Bedingungen schwierig und das Steigen schwach durch grosse Wolkenschatten und Olivier musste landen gehen, während Reynald und ich über ihm eine sehr schwache Thermik fanden. Nach etwa 45min trafen sich Reynald und ich an der Basis. In Avila waren die Bedingungen wieder sehr schwierig für uns beide, aber wir schafften es am Ende doch und flogen Richtung Piedrahita zurück. Die Bedingungen wurden dann spät am Tag immer besser je weiter wir flogen. Der Überflug des Passes machte keinerlei Probleme und weil es schon gegen 7 Uhr Abends war gaben wir Gas um bis zur Last Task Time um 7.30 noch ein paar Kilometer mehr zu machen. Ich landete auf dem offiziellen Landeplatz in Piedrahita ungefähr 10 min vor Reynald. Beide hatten wir ein riesiges Grinsen im Gesicht… 3 Boomerang 5 auf dem Podium heute mit Martin Müller, meinem Freund, der im August beim Red Bull X-Alps mit der schnellsten Zeit in Monaco ankam, auf Platz 3.
Reynald und ich mussten beide ein paar Kilometer abgeben beim Scoring, weil wir nach der „Last Task Time 7.30 pm“ landeten. Insgesamt: Ein fantastischer Tag mit wenig Wind und Steigwerten von bis zu 7m/sec!
Cheers
Paul Tomassi

 

Samstag, 01-September-2007
 
Blauer Himmel und sanfte Bedingen. Heute gibt es den ersten Task.
Wir machten eine Open Distance Aufgabe mit einem frei wählbaren Wendepunkt. 

Der Sieger flog 102,7km

Ergebnisse:

1 Klaus Günter Eberle DE - Swing Stratus 7
2 Damien Tuvo CH - Gin Boomerang 5
3 Werner Schuetz DE - Gin Boomerang Sport

Beste Lady heute
12 Adelaida Sigida RU - Gradient Aspen 2

Hier der Bericht des Day Winner Klaus Günter Eberle (KGE):

Nach dem Start kämpften die Piloten ziemlich und waren unentschlossen in welche Richtung sie fliegen sollten. Einige entschieden sich entgegen der Empfehlung von Wettbewerbsleiter Steve Ham gegen den Wind zuerst nach Osten zu fliegen. Die Meute versuchte über lange Zeit erst mal am Startplatz maximale Höhe zu erreichen und einige andere flogen dann nach Westen. Ich war dreimal auf 2500m und flog dann schliesslich ab. Ich machte mich auf den Weg nach Westen und fand entlang der gesamten Ridge keinen Bart mehr. Erst am Ende der Bergkette kurz vor Barco de Avila fand ich im Flachen und schon fast am Boden eine Thermik. Zusammen mit den beiden anderen Piloten, die mir folgten, drehten wir dann zur Basis auf. Von hier an flogen wir drei, Damien Tuvo, Werner Schütz und ich als ein gut zusammenarbeitendes Team weiter zu den hohen Bergen südlich des Passes, auf den ein Tal voll mit Kirschbäumen folgte.
Später dann war Damien etwas hinter Werner und mir und wir sahen ihn nicht mehr.
Wir flogen auf der gleichen Talseite weiter und kamen niedrig. Ich entschied mich die Talseite zu wechseln und spät am Tag auf den Südhängen weiter zu fliegen weil ich dort bessere Bedingungen erwartete. Ich fand dann endlich wieder einen Bart und bemerkte, dass die Windrichtung gedreht hatte und der Wind jetzt aus Süd/Südwest kam. Ich entschied mich meinen „free choosen waypoint“ zu setzen und zurück zu fliegen Richtung Piedrahita. Dies ging Anfangs recht gut und Werner musste die Talseite nochmals wechseln und ich zog alleine weiter.
Mein Hauptziel war nicht in den Kirschbäumen landen zu müssen und wieder zurück über den Pass zu kommen. Kurz hinter dem Pass landete ich dann auf einer komfortablen Wiese neben der Strasse. 
Steve Ham meint das Wetter schaut gut aus für die nächsten Tage. Wir sind guter Dinge und hoffen dass wir noch viele Tasks fliegen können bis zum Ende der Woche.

See you in the sky
Klaus-Günter 
  
 

 

 

 

###MRK_BANNER_RIGHT###
###MRK_RIGHT1###



Piedrahita XC-Open 2007

Offizielle Website:  www.xcopen.org

Die XC-Open Piedrahita 2007 sind vorbei. In einem extrem spannenden letzten Tag, gab es eigentlich 2 Sieger. Nach insgesamt über 500 km Flugstrecke in diesem Wettbewerb konnte Damien Tuvo den zweiten Godfrey Wennes noch um ca. 120 m übertrumpfen und mit zwei Punkten Vorsprung den Gesamtsieg erreichen.

Ein unfallfreier Wettkampf bei bestem Flugwetter mit 8 Tasks an 8 Tagen ergab überall nur strahlende Gesichter. Das Wettkampfformat hat sich hier bewährt und es wurden auch Strecken in Gebiete erflogen, die laut Meet Director Steve Ham eigentlich nie beflogen werden. Vielleicht findet ja auch einmal ein deutscher Wettkampf hier statt; wir wollen doch nicht immer im regen Parawaiting machen.

Das wars aus Piedrahita, Euer Dieter Münchmeyer

Ergebnis:
1. Damien Tuvo, CHE, 3745 Punkte
2. Godfrey Wennes, AUS, 3743 Punkte
3. Paul Tomassi, CHE, 3553 Punkte
...
7. Werner Schütz, DEU, 3058 Punkte
8. Klaus-Günter Eberle, DEU, 3013 Punkte

 

Ergebnisse nach 8 Tasks (4 Streichergebnisse):

Open Class
* Ladies
* Serial Class
* Masters
 

Samstag ,  08-September-2007 

15:00  Die Piloten sind draußen und ich sitze hier an meinem Computer und bereite eine reibungslose Auswertung vor. Tagesaufgabe ist eine freie Strecke in Richtung 59 Grad, gewertet wird die senkrechte Projektion der geflogenen Strecke auf diese Richtung. Ich war nach Fensteröffnung als Winddummy in der Luft, super Flugbedingungen. Nur leider passt die Windrichtung nicht ganz zur Tagesaufgabe, aber am letzten Wettkampftag muss man einen Task "rückholeroptimieren". Und da bei XC-Open immer eine streckenmäßig unbegrenzte Aufgabe geflogen wird, ist das gar nicht so einfach.

Dieter Münchmeyer


Freitag ,  07-September-2007  
    
Bericht des Day-Winners:

Steve sagte, es wird ein besserer Tag als gestern, aber es wurde doch schwierig, mehr als 2100 m Höhe zu erreichen. Avila,das wir uns als erstes Tagesziel gesetzt hatten, erschien weit entfernt. Die Piloten kämpften entlang des Bergrückens zum Villatoro-Pass ums "überleben". Paul Tomassi, war als erster am Pass, mußte aber weit von der Straße entfernt außenlanden. Ich dachte, es ist eine gute Idee, den Pass über den kleinen vorgelagerten Hügel anzufliegen. Das Konzept ging auf, erstklassige Thermik erlaubte mir den Sprung auf die Nordseite.

Den Plan, nach Avila zu fliegen, musste ich allerdings wegen des immer stärker werdenden Nordwinds aufgeben. Ich wollte den Bergen nach Nordosten folgen, aber eine Fehlentscheidung zwang mich, ins Flachland hinter der Parameras Hügelkette auszuweichen und mich dort in einer turbulenten, vom Wind zerrissenen Thermik zu halten.

Mein GPS zeigte 70 km/h, so daß ich sehr schnell die Berge bei Navaluega erreichte. Trotzdem erlaubte mir der Nordwind keinen Weiterflug nach Osten oder Westen. Mit meiner besten Thermik des Tages erreichte ich 3000 m, Steve hatte also nicht ganz unrecht. Ich beschloss, den Nordwind zu nutzen, mich über das südlich gelegene Flachland blasen zu lassen bis an die Sierra de San Vincente (Toledo).

Als ich jedoch einen kleinen Hügel erreicht hatte, war es wegen des Westwinds schwierig den Gipfel zu erreichen. Überrascht von dieser Windänderung, konnte ich einen Vorteil aus der Taskaufgabe mit 3 frei wählbaren Wendepunkten ziehen und wieder nach Osten fliegen.

Glücklicherweise fand ich in 200 m über grund nochmals einen Bart bis 1500 m und glitt im wieder aus Nord von Avila kommenden Wind aus.

Ich landete bei Schafen in Aldenacabo. Nette Leute nahmen mich mit nach Escalona. Einige Biere mit Einheimischen verkürzten die Wartezeit, bis mein Rückholer kam. Einer erzählte mir von dem kleinen Schloss im Ort, das im Besitz der zweitreichsten Familie Spaniens ist. Interessant, was ich über die kleine Stadt alles erfahren habe, die ich durch Zufall besucht habe.

Damien Tuvo, Übersetzung Dieter Münchmeyer

11.00: Martin Müller auf GIN Boomeragng 5 X-Alps CH, der Tagessieger von gestern  erklärt uns, wie man es richtig macht. Mit den Geiern fliegen und immer noch etwas weiter, auch wenn man schon einen guten Landeplatz im Blick hat. Das Wetter heute sieht wie gestern aus, vielleicht sogar etwas besser bei schwächerem Wind. Nächstes Briefing 12.30 am Start.

Desiree Pansi spendete zwei Gutscheine für die Piloten der XC-Open Piedrahita 2007. Die Gewinner erhalten eine Woche freien Aufenthalt in ihrem schönen Gästehaus "Potties" in De Aar, Südafrika, und einen freien Schlepp täglich. In der Verlosung mit Frigga als Glücksfee waren Luis Morais aus Portugal und Peter Bretschneider aus Canada die glücklichen Gewinner.

 

Donnerstag, 06-September-2007
 
Wir fliegen wieder. Die Wettervorhersage für heute schaut besser aus als der gestrige Tag. Die Inversion könnte durchbrochen werden und wir haben schwachen Wind.
Das nächste Briefing ist am Startplatz um 12:30. Die Aufgabe wird wahrscheinlich Open Distance mit 3 frei wählbaren Wendepunkten.

Hier das Gesamtergebnis nach 5 Durchgängen (Die besten 4 Tasks jedes Piloten wurden genommen)

1 Paul Tomassi GIN Boomerang 5 CH 3540
2 Godfrey Wenness ADVANCE Omega 7 Proto AU 3406
3 Mumenthaler Reynald GIN Boomerang 5 CH 2813
4 Müller Martin GIN Boomerang 5 X-Alps CH 2901
5 Eberle Klaus-Günter SWING Stratus 7 DE 2634
8 Schütz Werner GIN Boomerang Sport DE 2311
11 Hochhaus Roland OZONE Mantra DE 1966
13 Strasser Uli ICARO Ice XC DE 1898
14 Bausenwein Hans ADVANCE Omega 7 DE 1821
 
Obwohl Godfrey 3 Tage gewonnen hat, liegt Paul Tomassi immer noch in Führung. Bei diesem Wettbewerb ist es sehr wichtig, möglichst immer bis „last task time 19:30“ in der Luft zu bleiben. Beiden führenden Piloten gelang dies in allen 5 Tasks bisher. Ein sehr spannender Kampf um die Führungsposition.
 
Teams:
Alps Free Ride CH  11469 
Lederhosn Eagles DE 7805
Niviuk CH 6322

 

Mittwoch, 05-September-2007

Heute hatten wir eine Aufgabe mit einem frei wählbaren Wendepunkt. Die Wettervorhersage gab schwachen Nordost-Wind an. Das Fliegen war schwierig in dieser ziemlich stabilen Luftmasse. Das Fenster wurde um 13:00 geöffnet. Die Vorhersage der Windrichtung war falsch und es gab praktisch überhaupt keinen Wind. Die ersten Piloten sind zurückgekommen zum Download ihrer GPS. Bis eben (18:30) führte Paul Tomassi mit 71 km, doch gerade kommt Godfrey Wenness und bringt 73 km mit.

Dies war Task no.: 5 und die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht so aus, dass wir einen 8-Tage Wettbewerb mit 8 Durchgängen fliegen werden…
Die Piloten sind happy und das neue Wettbewerbskonzept der XC-Open kommt sehr gut an…

Mehr später… 


Dienstag, 04-September-2007


Blauthermik, Inversion in ca. 2000 m Höhe zur Startzeit und auffrischender Nordostwind lassen einen nicht ganz einfachen Flugtag erwarten. Wenn man den Rückenwind ausnutzen will, führt der Weg in die höheren Berge. Absaufen dort wird mit stundenlangem Fussmarsch bestraft. Mal sehen...

 

Montag, 03-September-2007


Während des Briefings am Startplatz hatten wir schwachen Nordwind. Steve Ham, der Meeting Director, der hier einen wirklich guten Job macht, erwartete einen "großen Tag".

Nach dem Start gab es erst einmal den üblichen Kampf gegen das schnelle Absaufen. Aber diesmal schaffte ich es. Also folgte ich einem Gleitschirm in der Mitte des Tales Richtung Avila bis hoch zum Villatoro Pass. Aber selbst mit einer Ausgangshöhe von 2800 m schaffte ich es nicht über den Pass. Der Wind war mittlerweilen stark aus Nord und ich hätte wieder einen Absaufer riskiert, so wie es dem Piloten direkt vor mir erging.

Also drehte ich um. In einer Höhe von 1400 m dachte ich bereits an Landen, als ich doch noch eine Thermik fand, die mich wieder an die Wolken brachte. Während ich mit Rückenwind am Bergrücken nach Piedrahita zurückflog, sah ich überall Gleitschirme absaufen. So beschloss ich, mit dem Wind südlich zur 2200 m hohe Sierra de Gredos zu fliegen. In einem nach nordwesten ausgerichteten Kessel brachte mich ein Bart mit konstant 6 m/s in einem Schritt von 1700 auf 3700 m.
Der Weiterflug entland des Bergrückens wurde schwieriger, weil der Wind nun aus westlichen Richtungen kam. Ich kam an den Punkt, an dem ich entscheiden mußte, nördlich in ein Tal voll mit Felsen und Bäumen zu sinken oder über den Grat nach Süden ins Lee Richtung Rosalito-See.

Das war der Höhepunkt des Flüges. Keine starke Leewirkung, sondern eine Stunde sanftes Gleiten mit minimalem Sinken und einem schwachenn Rückenwind. Der See leuchtete in der späten Nachmittagssonne. Ich landete wenige Kilometer südlich von Candeleda.

Das schlimmste war aber die Rückholung. Mein unglücklicher Fahrer musst mehr als eine Stunde auf engen Serpentienen durch die Berge.

Zusammenfassend war es ein riesiger Flug und mit einer Menge Glück bin ich nicht vorzeitig abgesoffen.


Rupert Rothmüller

 

Sonntag, 02-September-2007
 
Das Fenster wurde um 12:00 geöffnet für den 2. Task.
Heute gab es eine Open Distance Aufgabe im OLC Stil mit 3 frei wählbaren Wendepunkten. Die Wolken sahen fantastisch aus und es gab Thermik mit anfangs sehr moderaten Steigwerten. Die Piloten komen gerade (20:30) ins Headquarter zurück, der bisher weiteste Flug ist 128 km von Paul Tomassi CH – Boomerang 5.

 

Der zweite Tag war nochmals deutlich besser als der erste. Die ersten Bärte standen im Flachen, nicht am Hang. 
2 Piloten (darunter Frigga Bausenwein als “Thermal Snooper”) starteten schon sehr früh und fanden Thermik über Piedrahita. Danach startete der zur Zeit wohl beste Fotograf der Gleitschirmszene, Jerome Maupoint und drehte auch im Flachen auf. 
Niviuk Designer Olivier Nef und ich selbst entschieden uns zu starten… der Lift war noch sehr schwach, wurde aber schnell besser als wir Richtung Pass bei Villatoro und Avila los flogen. Die Basis war bei 3.500m mit fantastischen Wolkenstrassen in Richtung Avila. Nach 40 km waren die Bedingungen schwierig und das Steigen schwach durch grosse Wolkenschatten und Olivier musste landen gehen, während Reynald und ich über ihm eine sehr schwache Thermik fanden. Nach etwa 45min trafen sich Reynald und ich an der Basis. In Avila waren die Bedingungen wieder sehr schwierig für uns beide, aber wir schafften es am Ende doch und flogen Richtung Piedrahita zurück. Die Bedingungen wurden dann spät am Tag immer besser je weiter wir flogen. Der Überflug des Passes machte keinerlei Probleme und weil es schon gegen 7 Uhr Abends war gaben wir Gas um bis zur Last Task Time um 7.30 noch ein paar Kilometer mehr zu machen. Ich landete auf dem offiziellen Landeplatz in Piedrahita ungefähr 10 min vor Reynald. Beide hatten wir ein riesiges Grinsen im Gesicht… 3 Boomerang 5 auf dem Podium heute mit Martin Müller, meinem Freund, der im August beim Red Bull X-Alps mit der schnellsten Zeit in Monaco ankam, auf Platz 3.
Reynald und ich mussten beide ein paar Kilometer abgeben beim Scoring, weil wir nach der „Last Task Time 7.30 pm“ landeten. Insgesamt: Ein fantastischer Tag mit wenig Wind und Steigwerten von bis zu 7m/sec!
Cheers
Paul Tomassi

 

Samstag, 01-September-2007
 
Blauer Himmel und sanfte Bedingen. Heute gibt es den ersten Task.
Wir machten eine Open Distance Aufgabe mit einem frei wählbaren Wendepunkt. 

Der Sieger flog 102,7km

Ergebnisse:

1 Klaus Günter Eberle DE - Swing Stratus 7
2 Damien Tuvo CH - Gin Boomerang 5
3 Werner Schuetz DE - Gin Boomerang Sport

Beste Lady heute
12 Adelaida Sigida RU - Gradient Aspen 2

Hier der Bericht des Day Winner Klaus Günter Eberle (KGE):

Nach dem Start kämpften die Piloten ziemlich und waren unentschlossen in welche Richtung sie fliegen sollten. Einige entschieden sich entgegen der Empfehlung von Wettbewerbsleiter Steve Ham gegen den Wind zuerst nach Osten zu fliegen. Die Meute versuchte über lange Zeit erst mal am Startplatz maximale Höhe zu erreichen und einige andere flogen dann nach Westen. Ich war dreimal auf 2500m und flog dann schliesslich ab. Ich machte mich auf den Weg nach Westen und fand entlang der gesamten Ridge keinen Bart mehr. Erst am Ende der Bergkette kurz vor Barco de Avila fand ich im Flachen und schon fast am Boden eine Thermik. Zusammen mit den beiden anderen Piloten, die mir folgten, drehten wir dann zur Basis auf. Von hier an flogen wir drei, Damien Tuvo, Werner Schütz und ich als ein gut zusammenarbeitendes Team weiter zu den hohen Bergen südlich des Passes, auf den ein Tal voll mit Kirschbäumen folgte.
Später dann war Damien etwas hinter Werner und mir und wir sahen ihn nicht mehr.
Wir flogen auf der gleichen Talseite weiter und kamen niedrig. Ich entschied mich die Talseite zu wechseln und spät am Tag auf den Südhängen weiter zu fliegen weil ich dort bessere Bedingungen erwartete. Ich fand dann endlich wieder einen Bart und bemerkte, dass die Windrichtung gedreht hatte und der Wind jetzt aus Süd/Südwest kam. Ich entschied mich meinen „free choosen waypoint“ zu setzen und zurück zu fliegen Richtung Piedrahita. Dies ging Anfangs recht gut und Werner musste die Talseite nochmals wechseln und ich zog alleine weiter.
Mein Hauptziel war nicht in den Kirschbäumen landen zu müssen und wieder zurück über den Pass zu kommen. Kurz hinter dem Pass landete ich dann auf einer komfortablen Wiese neben der Strasse. 
Steve Ham meint das Wetter schaut gut aus für die nächsten Tage. Wir sind guter Dinge und hoffen dass wir noch viele Tasks fliegen können bis zum Ende der Woche.

See you in the sky
Klaus-Günter 
  
 

 

 

 

Bilder aus Piedrahita

Bilder: www.flygirl.co.za, Frigga Bausenwein, Dieter Münchmeyer,...

Die Sieger in der offenen Klasse
Auch der Auswerter fliegt ein wenig mit
Schwimmen nach dem Flug
Das Lederhosn Team
Die Sieger der Verlosung: Luis und Peter
Meeting director Steve Ham
Über dem Hochland hinter dem Startplatz
Entlang der Straße nach Avila
Ausgleiten nach einem langen Flug
Hans Bausenwein
Tag 2 entwickelt sich gut
Hans and the bulls "Etwas Angst hatte ich schon..."
Tag 4 Inversionswetterlage
Warum kommen Mädels so einfach zurück und dürfen ;-) dann auch noch mit den lokalen Rückholern in die Bar?