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last chance today
Briefing
final day
at Goal
the Champions: Bruce Goldsmith & Petra Slivova
Winner men: 3.Thomas Mccune USA, 1.Bruce Goldsmith GB 2. Jean-Marc Caron FRA
Winner Ladies: 3.Harmony Gaw NZL, 1.Petra Slivova CZE, 2.Viv Williams AUS
Godfrey and the Champions

09.03. - News of today

Final Day, the sun is back:

Nach den heftigen Niederschlägen von gestern rechnen wir mit einem kurzen Durchgang bei sehr schwachen Bedingungen. Das Ranking am letzten Tag der Weltmeisterschaft kann sich also noch mal ändern. Das nächste Briefing ist um 12:00 Uhr am Startplatz.

Der Letzte Task in Manilla wird zum Supergau für das deutsche Team. In der Mannschaftswertung liegt das Podium vor dem letzten Task in „Schlagdistanz“ und so ist klar, dass wir auf Angriff fliegen um diese Chance zu nutzen, es trocknet zunehmend ab und so entscheiden wir uns für die beiden letzten Startzeiten, die Rechnung geht leider nicht auf.

Ca. 60 Piloten erreichen das Ziel des „clock start elapsed Time Race to Goal“ (Einzelzeitnahme mit 4 vorgegebenen Startzeiten) mit dem 53 km nördlich von Mount Borah gelegenem Ziel, mit dabei Bruce Goldsmith GB und Jean-Marc Caron FRA. Von den Deutschen kommt niemand ins Ziel. Für die Schweiz sollte die Rechnung zumindest in der Mannschaftswertung aufgehen, mit 4 Piloten im Ziel müssten sie in der Teamwertung den Sprung auf das Stockerl geschafft haben.

Chrigel Maurer und Tomas Bauner CZE stehen heute kurz und der amtierende Weltmeister Steve Cox kommt auch in diesem letzten Task der 10 Weltmeisterschaft nicht ins Ziel. Ob Jeam-Marc Caron Bruce im letzten Task überholt hat ist noch nicht sicher, wie viele andere Piloten musste Bruce heute von sehr tief (30 m über Grund) mühsam wieder Höhe machen.

Der inoffizielle Endstand ist da:

1. Bruce Goldsmith GB
2. Jean-Marc Caron FRA
3. Thomas Mccune USA

Nationen:

1. CZE
2. FRA
3. CH

Damen:

1. Petra Slivova CZE
2. Viv Williams AUS
3. Harmony Gaw NZL  

Mehr später
Stefan

Hallo,

obwohl ich heute 7 km vor dem Ziel stand, darf ich als bester deutscher Pilot über den Task berichten. Und das kann naturgemäß nichts Gutes bedeuten! Stefan hat ja bereits geschildert, wie fatal das „Würfelspiel Manilla“ für uns und viele andere Piloten geendet hat. Natürlich möchte ich und das gesamte Deutsche Team erst einmal dem Sieger Bruce Goldsmith, der Siegerin Petra Slivova und dem Tschechischen Team gratulieren. Eine bemerkenswerte Leistung der Piloten! Gerade in Anbetracht der extrem schwierigen Flugbedingungen. Die Jungs und Mädels werden ihre Leistung nachher sicher gebührend feiern.

Zum heutigen Task: Nach den Niederschlägen von gestern ist klar, dass es extrem schwierig wird, die Aufgabe zu fliegen. Die erste Startzeit um 13:00 Uhr kann kein Pilot nehmen, da die Startplatzüberhöhung gerade ein paar Meter beträgt. Aber irgendwann muss man los und so beginnt einen Jojospiel zwischen den Wolkenfetzen und Stefans Funkantenne. Öfter als ihm lieb ist sieht er uns wieder am Startplatz vorbeifliegen. Da wir auf bessere Bedingungen hoffen, entscheiden wir uns alle für die letzte und vorletzte Startzeit (13:40 und 14:00 Uhr).

Robert steht bereits nach 8 km und zu seinem Frust gesellen sich noch 2 angriffslustige Jungbullen. Auge in Auge erkennen die beiden, dass man mit Robert jetzt nicht spaßen sollte und so zieht unser Neuzugang einsam seinen Weg durch die australische Einöde (die gerade ans Allgäu im Frühjahr erinnert).

Ollys Funkspruch erreicht mich als ich nach 20 km über ihn hinwegfliege. Er bittet mich, die Koordinaten von ihm und Pepe durchzugeben. Die beiden haben mit Chrigel und der Führungsgruppe, welche die letzte Startzeit um 14:00 Uhr genommen hat, die bittere Erfahrung machen müssen, was es heißt, in Australien die Bärte zu suchen.

Zumindest hat ihre Außenlandung für Ewa, Dorly und mich wieder Thermik ausgelöst. Und Dorly löst wiederum die Thermik für Ewa und mich aus und damit nicht zu viele deutsche Piloten weiterkommen, ist dann Ewa dran und löst die Thermik für mich aus. Der beste Bart des Tages zieht mich aus 30-50 Metern über Grund nach oben. Mein Funkspruch um 14:30 Uhr „Ich bin 23 km vor dem Ziel an der Basis“ erreicht auch Rüdiger. Die heutige Aufgabe ist 53 km lang, auf seinem GPS stehen aber 54 km und zwischen ihm und dem Himmel liegen die grünen Kunstgrasmatten des Startplatzes. Mit dem bisher viertplatzierten Tomas Brauner versteht er die Welt nicht mehr. Aber Rüdiger ist eisern, quasi der Iceman im Feld. Nur Tomas wird nervös und beginnt einen frechen Endanflug, der ca. 40 km abrupt vor der Ziellinie endet.

Um der Teamleistung der deutschen Piloten ein einheitliches Bild zu geben, zeige ich meinem Ex-Kollegen Jean-Marc 7 km vor dem Ziel, wo er auf keinen Fall hinfliegen soll. Er nimmt es sich zu Herzen, muss die Resthöhe im Goal lange abspiralen, während ich über eine Nachnominierung bei den X-Alps nachdenke. Stefans Anfrage, wie er mich abholen kann, muss ich mit einem „Wenn ich das nur selber wüsste“ beantworten. Daher schnüre ich meine Schuhe noch mal fest, laufe in einer netten Hügellandschaft herum, beobachtet von 2 m großen Kängurus und gefolgt von einer gewaltigen Fliegenschar. Und dann finde ich wie zum Hohn auch noch ein Hufeisen. Mit einem leichten Schmunzeln ziehe ich weiter und sehe den silbernen Toyota von Stefan weit entfernt an der Straße stehen....

Torsten

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last chance today
Briefing
final day
at Goal
the Champions: Bruce Goldsmith & Petra Slivova
Winner men: 3.Thomas Mccune USA, 1.Bruce Goldsmith GB 2. Jean-Marc Caron FRA
Winner Ladies: 3.Harmony Gaw NZL, 1.Petra Slivova CZE, 2.Viv Williams AUS
Godfrey and the Champions

09.03. - News of today

Final Day, the sun is back:

Nach den heftigen Niederschlägen von gestern rechnen wir mit einem kurzen Durchgang bei sehr schwachen Bedingungen. Das Ranking am letzten Tag der Weltmeisterschaft kann sich also noch mal ändern. Das nächste Briefing ist um 12:00 Uhr am Startplatz.

Der Letzte Task in Manilla wird zum Supergau für das deutsche Team. In der Mannschaftswertung liegt das Podium vor dem letzten Task in „Schlagdistanz“ und so ist klar, dass wir auf Angriff fliegen um diese Chance zu nutzen, es trocknet zunehmend ab und so entscheiden wir uns für die beiden letzten Startzeiten, die Rechnung geht leider nicht auf.

Ca. 60 Piloten erreichen das Ziel des „clock start elapsed Time Race to Goal“ (Einzelzeitnahme mit 4 vorgegebenen Startzeiten) mit dem 53 km nördlich von Mount Borah gelegenem Ziel, mit dabei Bruce Goldsmith GB und Jean-Marc Caron FRA. Von den Deutschen kommt niemand ins Ziel. Für die Schweiz sollte die Rechnung zumindest in der Mannschaftswertung aufgehen, mit 4 Piloten im Ziel müssten sie in der Teamwertung den Sprung auf das Stockerl geschafft haben.

Chrigel Maurer und Tomas Bauner CZE stehen heute kurz und der amtierende Weltmeister Steve Cox kommt auch in diesem letzten Task der 10 Weltmeisterschaft nicht ins Ziel. Ob Jeam-Marc Caron Bruce im letzten Task überholt hat ist noch nicht sicher, wie viele andere Piloten musste Bruce heute von sehr tief (30 m über Grund) mühsam wieder Höhe machen.

Der inoffizielle Endstand ist da:

1. Bruce Goldsmith GB
2. Jean-Marc Caron FRA
3. Thomas Mccune USA

Nationen:

1. CZE
2. FRA
3. CH

Damen:

1. Petra Slivova CZE
2. Viv Williams AUS
3. Harmony Gaw NZL  

Mehr später
Stefan

Hallo,

obwohl ich heute 7 km vor dem Ziel stand, darf ich als bester deutscher Pilot über den Task berichten. Und das kann naturgemäß nichts Gutes bedeuten! Stefan hat ja bereits geschildert, wie fatal das „Würfelspiel Manilla“ für uns und viele andere Piloten geendet hat. Natürlich möchte ich und das gesamte Deutsche Team erst einmal dem Sieger Bruce Goldsmith, der Siegerin Petra Slivova und dem Tschechischen Team gratulieren. Eine bemerkenswerte Leistung der Piloten! Gerade in Anbetracht der extrem schwierigen Flugbedingungen. Die Jungs und Mädels werden ihre Leistung nachher sicher gebührend feiern.

Zum heutigen Task: Nach den Niederschlägen von gestern ist klar, dass es extrem schwierig wird, die Aufgabe zu fliegen. Die erste Startzeit um 13:00 Uhr kann kein Pilot nehmen, da die Startplatzüberhöhung gerade ein paar Meter beträgt. Aber irgendwann muss man los und so beginnt einen Jojospiel zwischen den Wolkenfetzen und Stefans Funkantenne. Öfter als ihm lieb ist sieht er uns wieder am Startplatz vorbeifliegen. Da wir auf bessere Bedingungen hoffen, entscheiden wir uns alle für die letzte und vorletzte Startzeit (13:40 und 14:00 Uhr).

Robert steht bereits nach 8 km und zu seinem Frust gesellen sich noch 2 angriffslustige Jungbullen. Auge in Auge erkennen die beiden, dass man mit Robert jetzt nicht spaßen sollte und so zieht unser Neuzugang einsam seinen Weg durch die australische Einöde (die gerade ans Allgäu im Frühjahr erinnert).

Ollys Funkspruch erreicht mich als ich nach 20 km über ihn hinwegfliege. Er bittet mich, die Koordinaten von ihm und Pepe durchzugeben. Die beiden haben mit Chrigel und der Führungsgruppe, welche die letzte Startzeit um 14:00 Uhr genommen hat, die bittere Erfahrung machen müssen, was es heißt, in Australien die Bärte zu suchen.

Zumindest hat ihre Außenlandung für Ewa, Dorly und mich wieder Thermik ausgelöst. Und Dorly löst wiederum die Thermik für Ewa und mich aus und damit nicht zu viele deutsche Piloten weiterkommen, ist dann Ewa dran und löst die Thermik für mich aus. Der beste Bart des Tages zieht mich aus 30-50 Metern über Grund nach oben. Mein Funkspruch um 14:30 Uhr „Ich bin 23 km vor dem Ziel an der Basis“ erreicht auch Rüdiger. Die heutige Aufgabe ist 53 km lang, auf seinem GPS stehen aber 54 km und zwischen ihm und dem Himmel liegen die grünen Kunstgrasmatten des Startplatzes. Mit dem bisher viertplatzierten Tomas Brauner versteht er die Welt nicht mehr. Aber Rüdiger ist eisern, quasi der Iceman im Feld. Nur Tomas wird nervös und beginnt einen frechen Endanflug, der ca. 40 km abrupt vor der Ziellinie endet.

Um der Teamleistung der deutschen Piloten ein einheitliches Bild zu geben, zeige ich meinem Ex-Kollegen Jean-Marc 7 km vor dem Ziel, wo er auf keinen Fall hinfliegen soll. Er nimmt es sich zu Herzen, muss die Resthöhe im Goal lange abspiralen, während ich über eine Nachnominierung bei den X-Alps nachdenke. Stefans Anfrage, wie er mich abholen kann, muss ich mit einem „Wenn ich das nur selber wüsste“ beantworten. Daher schnüre ich meine Schuhe noch mal fest, laufe in einer netten Hügellandschaft herum, beobachtet von 2 m großen Kängurus und gefolgt von einer gewaltigen Fliegenschar. Und dann finde ich wie zum Hohn auch noch ein Hufeisen. Mit einem leichten Schmunzeln ziehe ich weiter und sehe den silbernen Toyota von Stefan weit entfernt an der Straße stehen....

Torsten