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Deutsche Drachen Nationalmannschaft
WM Tegelberg 2010
 


Starre Sieger: Walter (2), Primoz (1), Tim (3)

Flexi Sieger: Tom (2), Gerolf (1), Friesi (3)

Landeplatz Gnadenwald von oben

Die Piloten warten auf die Auswertung...

Drachentransport auf die Seegrube mal anders

Startplatz Seegrube

Der Weg führt zum Achensee

Die Dohlen fliegen auch mit

viele deutsche Teilnehmer..

Gratulation zum Zieleinflug

Aufbauplatz auf der Seegrube

Jörg fliegt nicht ohne seinen Sponsor

jede Menge los am Landeplatz

Raumi und Waxi

Ab in die Luft von der Hinterhornalm

Primoz startet zum Race

Wie seit ihr geflogen????

Rodenstock-Sponsor, aber wo ist meine Brille?

Wo ist mein Drachen?

Innsbruck von oben

Briefing

Tim im Goal

Andi mit Spezial-Sonnenschutz

Der erste fliegt ins Ziel

Tasksetting mit Brotzeit

Jörg über der Innsbrucker-Nordkette

Jörgi voll motiviert

hoch droben

übern Achensee Südufer

Alpen Open 6. - 10. Juni 2007

Offizielle Website

Ergebnisse

News of the Day


Task 1 - Starrflügler 7. Juni 2007

Hallo Zusammen,

diesmal sind wir auf der Alpen Open in Gnadenwald bei Innsbruck. Das Wetter ist für die nächsten Tage eigentlich gut angesagt, jedoch muss mit einzelnen Gewittern gerechnet werden. Heute fliegen wir eine 135 km Aufgabevon der Hinterhornalm aus, im Inntal hoch und runter über 6 Wendepunkte. Gleich nach dem Start zeigt sich uns das Inntal von seiner bockigen Seite. Doch unter den Wolkenstraßen, die sich gebildet hatten, wurde es zu einer wilden Raßerei. Und so flogen wir nach ca. 2 Stunden mit einem 60er Schnitt ins Ziel. Erster wurde Primoz Gricar gefolgt von Walter Geppert und Tim Grabowski, Andi wird sechster.

Tim und Andi

Task 1 - Flexis 7. Juni 2007

Es schaut mal nach einem ordentlichen Wettbewerb aus: Zum einen scheint das gestern noch zweifelhaft prognostizierte Wetter es sich doch eines Besseren zu besinnen, zum anderen verspricht die Organisation volle Konzentration aufs Fliegen (um Drachen und Personentransport muss man sich nicht scheren) und zu guter Letzt ist bei den 48 Flexipiloten Erlesenes dabei.

Heut am ersten Tag verzögert sich der Start jedoch ein wenig. Erst die Einschreibung, Verladung aller Drachen auf ein Stahlregal (das sich unser LKW selbst auf den Buckel hebt), Piloten in zwei Reisebusse verladen (streng getrennt natürlich in Drachen und Gleitschirmflieger), ein halbe Stunde auf nach Innsbruck gefahren, die Seilbahn hoch zur Seegrube genommen und ... noch eine gute Stunde auf den LKW mit der wertvollen Ladung gewartet.

Die Wartezeit wird sinnvoll mit besinnlichen Umschauen nach Landeplätzen oder der Choreographie eines Drachenbalettes auf dem Laufsteg gefüllt. Der sonst übliche Aufbauplatz ist nämlich nun mit Flatterband eingefasst und gleicht auch ansonsten eher einer Baustelle, die jedoch unumgänglich auf einem Bohlenpfad gut 50 m auf dem Weg zur Rampe absolviert werden musste.

Schon lange sind die bunten Kleckse des parallel veranstalteten  Gleitschirmwettbewerbs am Felsgrat zu sehen als man schließlich unseren Drachentransporter sich Serpentine für Serpentine (bei denen er übrigens jeweils die Fahrtrichtung wechselt da die Kurven zu eng sind) sich im Schneckentempo sich nähern sieht, Innsbruck und seinen Flughafen (dessen Kontrollzone ein stetiges Ärgernis ist) tief unten im Hintergrund.

So wird unsere Air-Started-Race Startzeit nahe der Seegrube erst für 14:45 angesetzt nach der wir 85 km Zickzack am Karwendelgebirge entlang gleiten sollen. Doch zu allem Überfluss gelingt nun auch noch der Start vom Boden recht zäh.
Während ich endlich mit einem guten Dutzend mir eine halbe Stunde die Zeit an der Wolkenbasis auf 3100 m vertreiben darf, macht denen noch Bodenständigen eben diese halbe Stunde langsam Druck, auch Jörg ist noch zu Fuß. Die wenigen Starter kommen nur mäßig gut hoch und nach einem glimpflich verlaufenen Fehlstart der wahrscheinlich auf Kosten der Sponsoren gehen dürfte (ein Werbebanner war doch ein wenig nah an der Rampe aufgestellt) wird zudem sich noch zögerlicher auf die Rampe begeben. Schließlich stehen zum Startzeitpunkt noch 20% der Teilnehmer am Boden.

Vom Start zur rechten Zeit am rechten Ort an der Basis sind so denn schließlich eben nur das gute Dutzend unterwegs zur 12 km entfernten Nördlinger Hütte und zurück. Und diese Strecke sollte sich als die selektivste des heutigen Tages zeigen. 6 km um diese Wende herum ist es nämlich rückstandslos thermikfrei. So haben viele sich in wuseligen Leebärten aus einem großen bewaldeten Kessel hochzukämpfen bzw. sich zu verzetteln. Oder in Einzelfällen wird auch, in der Hoffnung auf den Aufschwung nach der Wende, weitergeflogen, jedoch wie leider unser Liga Newcomer Robert Mayer nur bis zum sauberen Landung im straffen Talwind.
Jörg kommt nun endlich zu mir und wir fliegen und funken uns ein gutes Stück den 2.Schenkel 35 km gen Osten, Richtung Achenssee entlang. Das Fliegen wird nun deutlich angenehmer, wenn es auch weiterhin sportlich bleibt. Wir haben aber reichlich Platz um uns herum, denn die Meute hat uns abgehangen. Brav zeigen wir uns gegenseitig die Bärte und kommen so recht zügig voran. Die Wende 6 km weit vom Berggrat entfernt nehmen wir ohne recht vorher aufzudrehen, was bei Jörg prima klappt: kaum am Grat zurück nimmt er sich 4 m Steigen und delphiniert über dem Bergrücken die 25 km wieder zurück zur Seegrube. Hingegen ich, ich fange 2 mal das basteln an, was 15 min in Anspruch nimmt, wo es doch so einfach sein könnte. Endlich oben, sind die Seegrube und das Ziel schließlich zügig getan. Im Goal stehend muss ich allerdings eingestehen, das man die 85 km anstatt in 2.15 auch in 1:35 h (wie z.B. Herr Heinrichs) zurücklegen hätte können.

Stefan

Task 2 - Flexi 8. Juni 2007

Hallo zusammen,

nach einem feuchtfröhlichen Abend mit Fliegerfreunden aus der
Schweiz, Österreich und Australien, begleitet von lustigen Filmausschnitten aus den Anfängen des Drachenflugsports, mußten wir heute schon früh aus den Federn. Feuchtlabile Luftmassen, mit später erwarteten Gewittern würden den Flugtag doch arg einschränken. Deshalb fuhren wir schon kurz nach dem
Briefing um 9.30 Uhr nach Innsbruck, wo es wieder mit der Gondel zur Seegrube hoch ging. Kurz und schnell sollte es gehen. Mit 59 km der Ridge entlang, zuerst zurück nach Gnadenwald, dann wieder Richtung Start und von dort ab Richtung Goal, stellte man eine von der Kilometerzahl absolut ausreichende Aufgabe, nachdem sich dann am späten Nachmittag doch einige mächtige Cb's am Himmel breitmachten. Um 13.30 Uhr "bretterten" wir dann dicht an der Basis klebend los. Bis kurz vor der 1.Wende hinter Gnadenwald, flogen die ca. 10 Piloten des vordersten Pulks ziemlich dicht beieinander. Nun mußte man zur Wende ein bisschen ins Tal fliegen und nicht jeder erwischte  beim Zurückfliegen zur Ridge die Thermik, um wieder Höhe für den Weiterflug zu machen. Ich glitt mit Alex Ploner und Tom Weissenberger ca. 25 Kilometer zur letzten Wende, wo uns schon die beiden Führenden Gerolf und Günther entgegenkamen. Da ich mich heute
nicht schon wieder versenken wollte, drehte ich kurz vorm Endanflug nochmal
auf, was nicht hätte sein müssen, weil die Ridge, wie sich später
herausstellte, super trug. Dabei zogen noch vier Piloten an mir
vorbei. Schnellster Deutscher war heute ich auf Platz acht, dahinter in kurzen
Abständen Jörgi und Stefan, beide auf Platz 11, gefolgt von Gerald auf Platz 13.
Fliegergrüße von
Christian

Task 2 - Starrflügler 8. Juni 2007

Am Vormittag sah es im Inntal und Umgebung eher schlecht aus, aber gegen Mittag entschieden sich die Tasksetter erst kurz vor dem Start für eine 77 km Aufgabe. Die Sonne schien mit richtig viel Kraft und schon schossen die ersten Wolken in die Höhe. Die Luft war sehr feutcht, deshalb war die Basis an diesem Tag eher auf Gradniveau. Die labile Luft und der vorher angesagte schwache Talwind ließen heute fantastische Steigwerte erwarten. So verlie0en wir den Startzylinder um 13:30 Uhr Richtung erste Wende, die Seegrube. Die Steigwerte waren zwischen drin so gut, dass einige ohne einen Kreis bis zur Seegrube geflogen sind. Auch die nächsten 25 km Richtung zweite Wende im Osten waren nicht schwer, weil es am Grad entlang nur Steigen hatte. von dort aus ging es dann wieder zurück zur Seegrube und dann ins Ziel. Das Wetter war bis jetzt noch in Ordnung, nur vereinzelt standen einige hohe Wolken in den Seitentälern. Im Inntal knallte immer noch so die Sonne rein, dass fast jeder sonnenbeschienene Fleck Thermik auslöste. Und somit reichte es noch, um zur letzten Wende und ins Ziel zu fliegen, ohne vorher zu Kreisen. Nach ca. 1 Stunde stand schon der erste Starre im Ziel. Wie am Vortag war es Primoz Gricar, gefolgt von Walter Geppert und Toni Raumauf.
Viele Grüße

Andi

Task 3

Beim morgendlichen Briefing um 9 Uhr strahlt bereits die Sonne bei stahlblauen Himmel. Wetterprophet Peter Kapelari verspricht optimale Flugbedingungen und super Steigwerte, allerdings Gewittermöglichkeit am Spätnachmittag. Die flexiblen Drachen fahren wie die Tage zuvor auf die Seegrube und die Starrflügler auf die Hinterhornbahn. Die Tasksetter sind gefordert, die Piloten schreien nach großen Aufgaben. Die Drachen werden auf eine 122 km Reise geschickt, die Wendepunkte führen über den Achensee und über die Nördlinger Hütte. Die Starrflügler müssen über den Tschirgant und wieder Richtung Achensee fliegen, insgesamt 156 km. Anfänglich entwickelten sich die Wolken schnell zu großen Türmen und man befürchtete die Gewitter doch früher. Zum Glück lösten sie sich wieder zunehmend auf. So segelte der erste Starrflüglerpilot Primoz Gricar aus Slowenien bereits nach 1 Std. 57 min ins Ziel. Walter Geppert und Toni Raumauf (beide AUT) folgten im Minutentakt. Bei den Flexiblen Drachen flog Tom Weissenberger in 2 Std. 17 min vor Walter Mayer (beide AUT) vor dem Australier David Seib ins Ziel

Nach den spannenden Zieleinflügen zeigte der mehrfache Drachenflugweltmeister Manfred Ruhmer seine Loopingkünste mit seinem Swift, der bekannte Segelflugakrobat Wolfi Pig legte noch ein perfektes Showprogramm mit allen möglichen Acrofiguren vor und landete igenau auf der Ziellinie am Drachenfluglandeplatz in Gnadenwald.

Viele Grüße
Regina

 

Task 3 - Flexi 9. Juni 2007

Tach zusammen,

niemand, aber auch wirklich niemand hätte im Traum daran gedacht, dass es einmal wettertechnisch flugtaugliche Alpen Open geben würde. So ohne Wetterkapriolen, übelste Ostwinde und unfaire Start- und Flugbedingungen.
Das lässt natürlich schon morgens die Stimmung im 34köpfigen Deutschen Lager steigen – Sonne pur und ein grandioser Flugwetterbericht – Fliegerherz, was willste mehr …

Als ein Mitglied in Safety-Komitee konnte ich bei der heutigen Aufgabe über 122 km meinen erhobenen Zeigefinger in einen „Daumen hoch!“ umwandeln – endlich, endlich ein langer Task bei einer mindestens 3000er Basis, zudem noch ein grandioser Sightseeingflug ins Rofan-Gebirge, quer über den Achensee. Mein Fotoherz schlug höher … wurd´ aber jäh durch ein Machtwort der Teamchefin, „Fotografier-VERBOT für den gesamten Comp!“ zerstört.
„Lass die Knipse im Gurtzeug und gib endlich mal Gas!“, so Regina´s unmissverständliche Order…

Nun gut, dann ging es also in illusterer Runde mit den Top Ösis, den Italienern und dem Australier Dave Seib auf die recht flotte Reise gen Achensee. Ca. 8 Piloten, die sich effektiv in der Führungsarbeit ablösten.
Kurz zuckte meine Hand Richtung Fotoknipse, hatte aber dann irgendwie doch keinen Bock auf Mecker von Teamchefin ;o)

Nach der Wende nördlich des Achensees ging es dann quer durch´s Karwendel-Gemüse, am Sonnjoch vorbei und wir schwappten anschließend mit ein paar Meterchen Sicherheitsabstand  über die Bergflanke der Rotwandlspitze – eine recht nette Abkürzung :o) Per Funk hörte ich Stefan, die mit dem Sprung zurück doch erheblich mehr Schwierigkeiten hatten. Unser Vorsprung zum 2. Pulk war unterdessen auf 15 km herangewachsen.

Einmal zurück im Innbrucker Tal wurd´ auch gleich das Richrace eröffnet. Um ein Haar hätte der ein oder andere Pilot noch eine neckisch eingebaute Zwischenwende bei Thaur „links liegen gelassen“. Sie sollte verhindern, dass der Anflug auf die Nördlinger Hütte nicht komplett über das unlandbare Karwendel-Gebirge versucht werden würde.

Einmal auf 3000 aufgedreht, wurden die Endanflüge ab 30 km vorm Goal angesetzt. Die nachfolgenden Piloten hatten schon mit der großflächigen Zirrusbewölkung zu kämpfen und kamen teilweise zu kurz. Am Ende noch zwei kleine show- und medienfreundliche Wenden in unmittelbarer Nähe der Zuschauer und fertig war der Task. 14 fröhliche Piloten am Ende nach einem 2 bis 4 stündigen „Arbeitstag“.

Kurz vor der Landung hab ich dann doch noch meine Knipse gezückt … aber PSSSST !

Viele Grüße

Jörg

 

Task 3 - Starrflügler 9. Juni 2007

Hallo Zuhause,
das Wetterbriefing beginnt heute mit dem Satz, "Heute bestes Flugwetter". Doch schnell wird klar, dass das heute doch nicht ganz zutrifft, denn die Wolken schießen schon früh hoch hinauf. Doch am Anfang lassen sich die Tasksetter davon noch nicht beeinflussen und überlegen sich eine 220 km Aufgabe. Doch nach einigen Hin und Her kommen sie dann doch zu dem Entschluss ein 126 km lange Aufgabe zu stellen. Es geht von der Hinterhornalm über 2 Wendepunkte zum Tschirgant und mit einem kleinen Umweg zurück ins Ziel. Um 13:45 Uhr geht das Rennen in der Luft los. Andi und ich können uns ganz gut plazieren und sind pünktlich zum Abflug ganz oben dabei. Auf dem Weg zum Tschirgant kann sich Toni Raumauf an der Spitze ein bißchen absetzen, doch dort am Grat angekommen, sind Primoz, Walter, Toni und ich wieder gleich auf. Auf dem Rückweg fliegen wir zu viert in einen Hammerbart, der uns mit bis zu 15,5 m nach oben katapultiert...! Doch danach wurde es eher schattig und wir versuchten nahe am Hang eine gute Linie zu finden., Primoz gelingt  das am Besten, so dass er als erstes die letzte Wende nehmen und als erstes in den knapp 30 km Endanflug geht. ich verfehle die Wende um 100 m und muss so zu Walter und Toni zurückfliegen. So fliegen Primoz, Walter, Toni und ich kurz nacheinander  mit einer Flugzeit von knapp 2 Stunden über die Ziellinie. Andi kommt als 5. ins Ziel! Hoffentlich passt das Wetter morgen nochmal....!

Tim

 

Task 4 - Starrflügler 10. Juni 2007

Eine 100 km Aufgabe steht auf dem Programm. Heute sollte der schlechteste Tag lt. Wetterbericht sein, aber irgendwie sieht es besser aus als die vergangenen Tage und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Mit diesen Hammerbedingungen kam Walter Geppert am besten zurecht und er überflog die Ziellinie als erster vor Herwig Mayer und Primoz Gricar. Die einzige Frau im Feld, Andrea Hetzel, kam gleich als vierte ins Goal noch vor Tim Grabowski und Andreas Becker.
Gesamtsieger nach 4 Durchgängen wird Primoz Gricar vor Walter Geppert und unserem Youngster Tim Grabowski.  Andreas Becker landet auf dem sehr guten 5. Rang,  Ulf Neumann (8), Andrea Hetzel (9) und Dieter Kamml (10).

Task 4 - Flexi 10. Juni 2007

Kein Task ohne Regenschauer. Diesmal war es eher feiner Sprühregen, in den sich eine Wolke auflöste. Die Sonne schien hindurch und schuf direkt unter mir einen riesigen, in seinem Rund makellosen geschlossenen Regenbogen. Kurz zuvor hatte ich den Startzylinder durchbohrt und die Startboje auf der Kaisersäule abgehakt. Heute war Nordwind, deshalb besser nördlich von den Graten nach Thermik suchen. Ich fand dort auch gleich eine ganz heiße Thermikquelle und stieg etwa 500 m höher als die Basis über der Startboje. Damit konnte ich direkt Kurs auf den einzigen Wendepunkt nehmen Richtung Westen - zum Lehnberghaus oberhalb des Holzleitensattels, ließ die Nordkette links liegen und musste erst vor der Nördlinger Hütte wieder auftanken. Etliche Drachen, die tiefer abgeflogen waren, hatten Probleme, sich mit Leebärten aus den Südflanken wieder herauf zu kämpfen.  Der weite Sprung zur Hohen Munde war heute ein Kinderspiel. Eine dicke Wolke über Seefeld spendierte mir soviel Höhe, dass ich weit über dem Gipfel ankam. Über dem Grat des Mieminger Gebirges  ging es so gut voran, dass ich versehentlich sogar ein Stück zu weit flog und damit  etwas Zeit verschenkte, bevor ich nach Süden zum Holzleitensattel abbog. Da die dickeren Wolken südlich vom Grat standen,  flog ich  nicht gleich zum Grat zurück, sondern auf geradem Kurs zur Hohen Munde. Dort ging es ganz fix hinauf zur größten Höhe des Tages. Als ich sah, wie sich in Richtung Seefeld eine junge Wolke bildete, flog ich ab, verlor jedoch unterwegs fast keine Höhe und kam über der Wolke an. Das Vario piepste sogar leise, als ich über sie hinweg flog. Unter mir waberte der weiße Nebel, die Sonne zeichnete den Schatten meines Drachen auf blendendes Weiß mit einer bunten Aureole – Combat mit Heiligenschein. Gleich darauf liegt die Nördlinger Hütte tief unter mir. Nur nicht wieder ein paar Kilometer vor dem Ziel aufschlagen wie gestern! Über der Erlspitze besorge ich mir ein überreichliches Polster an Sicherheitshöhe, fliege noch lange über den von der Sonne beschienenen Hängen nördlich der Nordkette, um dann in das Leegerappel auf der Südseite einzutauchen. Auf dem Landeplatz stehen natürlich schon etliche Drachen. Für die 95 Kilometer braucht der Schnellste – Michael Friesenbichler nur eine Stunde und 41 Minuten. Bei den Starrflüglern, die fast die gleiche Strecke flogen, hatte Walter Geppart  die schnellste Spur erwischt.
Ausgelassene Stimmung auf dem Landeplatz – fast alle Piloten stehen heute nach einem großartigen Flugerlebnis im Ziel. Ganz herzlicher Dank den Organisatoren und Helfern für einen hervorragenden Wettbewerb.

Jetzt werde ich mein Abendbrot verzehren: eine Riesenportion Erdbeeren mit Schlagsahne.
Beste Grüße
Konrad

Ergebnis:

Flex:
1. Gerolf Heinrichs (AUT) Moyes Litespeed
2. Tom Weissenberger (AUT) Moyes Litespeed
3. Michael Friesenbichler (AUT) Moyes Litespeed
4. Günther Tschurnig (AUT Moyes Litespeed'
5. Walter Mayer (AUT) Moyes Litespeed
9. Jörg Bajewski (DEUT) Moyes Litespeed
11. Gerald Woll (DEU) Aeros Combat
12. Klaus-Peter Wilming (DEU) Aeros Combat
14. Markus Ebenfeld (DEU) Moyes Litespeed
17. Zehetmair Christian (DEU) Moyes Litespeed

Starr:
1. Primoz Gricar (SLO) Aeros Phantom
2. Walter Geppert (AUT) Atos
3. Tim Grabowski (DEU) Atos
4. Toni Raumauf (AUT) Atos
5. Andreas Becker (DEU) Atos
8. Ulf Neumann (DEU) Atos
9. Andrea Hetzel (DEU) Atos
10. Dieter Kamml (DEU) Atos

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