

| PWC-Slovenien |
News of the day
12. Juni
Letzter Wettbewerbstag: Es ist superlabil - für den Nachmittag sind Gewitter
angesagt. Eine kurzes Race könnte gehen, 48km und 3 Wenden. Ab 11:00 Uhr bilden sich im
Westen und Norden die ersten Schwammerl, noch lösen sie sich rasch wieder auf aber wie
lange noch?
Ab 12:30 Uhr ist das Fenster offen... doch gegen 14:00 Uhr wird es dann auch dem
Wettbewerbsleiter zu heiß und das Race wird abgebrochen. Es bleibt also dabei - Brumfti
alias Martin Brunn gewinnt nach 2 gewerteten Läufen den PWC-Kobarid. Aber auch die
Plazierungen der deutschen Piloten lassen sich sehen, 2 Piloten unter den ersten 10. Achim
Joos wird 9ter, Olly Rööösel 10ter - recht effektiv wenn man bedenkt, daß nur 5
deutsche Piloten teilgenommen haben. In der PWC-Overall Wertung belegt Big Bird zur Zeit
Rang 7.
Also schaut wieder rein bei der WM im Pinzgau - bis dahin wünscht Euch das deutsche Team
viele schöne Flüge.
Stefan
11. Juni
Seit 24 Std. regnet es praktisch ununterbrochen, was das hiesige Freizeitangebot doch sehr
stark einschränkt. Kajak fahren oder sonst irgendwie im Wasser wühlen und ein Besuch im
Kriegsmuseum von Kobarid, dort erfahren wir den geschichtlichen Hintergrund der
zahlreichen Schützengräben die auf den Bergen um Kobarid noch heute an die Kämpfe im 1.
Weltkrieg erinnern. Angeln wär noch ne geile Idee aber was machen wir dann mit den
Fischen, grillen geht nicht glaube da schwimmt uns nur die Holzkohle weg. Was für ein
Glück zumindest für die Fische, egal wir gehn heute zur Abwechslung mal Pizza
essen und Morgen greifen wir wieder voll an. Offizielle Listen gibts noch keine,
viel ändern wird sich eh nicht so long
Stefan
10. Juni
Hi everybody,
Achim wäre auch heute wieder dran mit tippen, ihm hat der Planet aber zu lange auf die
Birne gebrannt jetzt hat er mächtige Kopfschmerzen und Toni erklärt sich bereit
den heutigen Bericht zu schreiben.
Kurz ein paar Stichpunkte auf der Serviette beim Abendessen, dann muß er weiter zum
Nova-Meeting na gut dann schreib halt ich was über den heutigen Tag. Noch kurz auf
den Topf dann gehts los oha ein platschendes Geräusch und meine Socken
saugen sich bis zu den Knöcheln voll Toni hat wohl mal wieder etwas länger
geduscht!
Um 7:00 Uhr ziehen von Westen bereits die ersten Zirren auf, eine Stunde später ist jedem klar das mit der 100km Task klappt heute nicht. Der Wetterfrosch spricht nur noch von einigen Aufheiterungen im Laufe des Nachmittags entsprechend schleppend begeben sich die Piloten in die Transportfahrzeuge.
Dann macht es aber doch überraschend schnell auf und die Tasksetter Ales Schuster und Jimmy Pacher haben auch schnell eine anspruchsvolle Aufgabe ausgetüftelt 58km und 3 Wenden. Jetzt geht alles sehr schnell, der Wettbewerbsleiter warnt die Piloten nochmals vor einem Kabel, daß auf dem Weg zur ersten Wende nördlich der Ortschaft Smast (die heißt echt so) nur wenige Meter über den Bäumen verläuft. Ach ja nicht zu vergessen die kurze aber ernst gemeinte Warnung vor den Schlangen am Startplatz, was solls wir sind ja erst drei Tage hier. Um 13:15 Uhr ist das Fenster offen und es bläst auch gleich wieder von der Seite (Ostwind), eigentlich sollten wir Südwestwind haben!? Egal es geht los und der erste Pulk stürzt sich in Richtung Startboje, der Kirche in Kobarid, Toni startet etwas später und kann im Gegensatz zum Spitzenpulk problemlos bis in Grathöhe aufdrehen. Ab 14:00 Uhr läuft die Zeitwertung und Toni kann rechtzeitig zur Spitze aufschließen, an der Startboje sind alle sehr tief und so fliegt der erste Pulk Richtung Norden, obwohl die Brücke bei Tolmin (1.Wp.) südöstlich von Kobarid liegt. Nach mühsamen Aufdrehen kämpfen sich die Jungs gegen den Wind bis zur Brücke bei Tolmin. Von dort gehts mit Rückenwind zurück zur zweiten Wende, die Talstation der Bergbahn in Bovec nördlich von Kobarid. In Höhe Kobarid sieht man einen Pulk in Grathöhe die Ridge nördlich des Startberges entlang soaren, es sind Hausi, Jimmy, Peter v. Känel, Stephan Stiegler, Toni sowie die Vortagessieger Kari Eisenhut und Steve Cox. Weit unter der in komfortabler Höhen fliegenden Gruppe, schießt Richard Gallon an allen vorbei und ist an der 2. Wende "faßt" Erster. Nach der Wende fliegen die Schweizer und Toni wieder an der Ridge nördlich vom Startplatz zur letzten Wende der Kirche in Dreznika nordwestlich von Kobarid. Dort erwartet sie ein superstarker Talwind und schwache Thermik, was das Vorwärtskommen erschwert. Die Verfolgerpulks erkennen ihre Chance, drehen kurzerhand um und fliegen über die Ridge südöstlich von Bovec zur letzten Wende. Diese Route ist kürzer und vor allem viel schneller, was den Führungspulk mindestens 30 min. kostet. Heute sind es die Franzosen die punkten 1. David Dagault (FRG) 2. Thomas Puthod (FRG) 3. Martin Muller (CH) bei den Ladies siegt wie schon im 1. Task Carolyn Lansdell (CH) bester GER-Pilot wird wieder Big Bird (22) kurz danach ist auch Olly im Ziel. Toni und die Schweizer Gang kommen mit einer halben Stunde Verspätung ins Ziel.
Ergebnisse nach zwei Durchgängen: 1. Martin Brunn (AUT) 2. Kaspy Henny (CH) 3. Patrick
Perod (FRG) 7. Tibor Berki (SWE) 9. Big Bird (GER) 10. Oliver Rööösel (GER)
Thats all for today see you tomorrow
Stefan
PS. Die Fotos stell ich dann morgen rein, der Wetterbericht ist eh mies!
SMS für Berni - bestell bitte schon mal Lomo, aber nicht zu knapp!
9. Juni
Das Wetter hat gepaßt, wenn auch erst sehr spät - vorab als kurz Info 1. Task
60 km - 1. Kari Eisenhut (CH), 2. Jimmy Pacher (I), 3. Steve Cox (CH) bester deutscher
Pilot wird Big Bird (22) dann kommt Olly Rööösel (24), der nach dem Essen auch den
Bericht schreiben wird...
Bis gleich Stefan
PS. Die Fotos stellen wir auch erst nach der Fütterung rein
Servus Burschen und Mädels
Wie Stefan schon sagt, haben die Schweizer heute wieder abgesahnt. Nach ewigem rumhocken
am Startplatz super starker Ostwind - starten wir erst um 15:15 Uhr zu einem 60km
airstarted Race mit vier Wenden. Nach dem Start und während des Fluges macht sich der
ziemlich starke O-NO Wind, der uns auch so lange am Startplatz festhielt bemerkbar.
Bemerkbar heißt, daß es teilweise unangenehm rumbockt und die Piloten davonziehen, die
sich trauen in nächster Bodennähe bei turbulenten Bedingungen sehr viel Gas zu geben.
Ich bin beabsichtigt es etwas langsamer anzugehen und fliege im zweiten Pulk bei den
"Weicheiern" mit. Nach der Startboje, der Kirche von Kobarid fliegen wir zur
ersten Wende, einer Antenne nördlich des Startplatzes. Danach geht es auf die andere
Talseite (Nord) wo wir eine Ruine fotografieren müssen, die auf Grathöhe liegt. Dort
angekommen soaren wir im starken Talwind teils mit null Fahrt über Grund auf. Als die
Höhe reicht um das Wendefoto zu machen, habe ich gemeinsam mit Monsterpulk das Foto
geschossen. Ein ungutes Gefühl sag ich Euch, durch den Fotoapparat zu schauen, wenn 40
oder mehr Piloten in näherer Umgebung sind. Unbeirrt dieser Tatsachen fliegen wir die
Bergkette gegen den Wind zur letzten Boje, die ca. 10km östlich von Kobarid mitten im Tal
auf einem Hügel liegt. Am Anfang ist es noch recht bockig, aber je weiter wir zur der
letzten Boje nähern, um so ruhiger wirds. Jetzt gebe auch ich wieder Gas und kann
nach der Wende noch fast an den Führungspulk anschließen. Wie beim World - Cup üblich,
kommen die ersten 30 Piloten in sehr kurzen abständen ins Ziel. Der Endanflug übrigens
ist absolut schön - ruhig gehts mit bis zu 70 Sachen über Grund und einer
bemerkenswerten Gleitzahl aufs Goal zu. Von den 110 gestarteten Piloten kommen 96 ins
Ziel. So auch ich mit einem 22. Rang überfliege ich als erster - GER Pilot - die
Ziellinie, zwei Ränge danach kommt Olly ins Ziel gefolgt von Toni und last but not least
Richard Gallon, der die komplette Aufgabe mit einer blockierten Bremse geflogen ist und
nur über den D-Tragegurt steuern konnte. Morgen fliegen wir hoffentlich einen 100km Task
obs geklappt hat könnt Ihr dann hier auf der schnellsten Info Seite
erfahren. Insider Tip am Rande - wer mal nach Slovenien kommt, muß unbedingt gegrillte
Tintenfische probieren.
Big Bird
8. Juni
Welcome to Kobarid wer sich schon mal über den Pedril Paß südwestlich von
Villach oder den Wurzen Paß in das Fluggebiet rund um das Triglav Gebirge verirrt hat,
kennt die eindrucksvolle Landschaft und wird mir sicher zustimmen eine echt
"bärige" Gegend hier. Hier gibt es neben Wölfen auch noch einige Braunbären
(bis 120kg schwer), die im Falle einer Außenlandung Begegnungen der besonderen Art
ermöglichen.
Pünktlich zu Beginn des World Cups bereitet das Wetter den Veranstalter mal wieder
Magendrücken, schon am Montag abend ist klar der Dienstag fällt als
Wettbewerbstag ins Wasser. Da die meisten Piloten kurz vor der WM noch neue Schirme
bekommen haben, wird der Tag zum "basteln" genutzt. Ein gegen 5:00 Uhr
aufziehendes Gewitter vereitelt die nun anstehenden Vergleichsflüge und so wird der
Einsatz so mancher neuen Wunderwaffen kurzerhand auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Die Wettervorhersagen für den Mittwoch sind besser, bleibt abzuwarten ob die heftigen
Niederschläge von heute einen guten Tag zulassen schaut einfach morgen wieder
rein, dann kann ich´s Euch sicher sagen.
Stefan