Deutscher Hängegleiterverband e.V.
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DHV

Lufttüchtigkeitsanweisung

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Datum13.11.1997
BezugNachprüfung von Rettungsgeräten an Gurtzeugen in Deutschland und Österreich
 

Die verschiedenen Konstruktions-, Anbringungs- und Kombinationsvarianten von Rettungsgeräten und Gurtzeugen für Hängegleiter und Gleitsegel/Paragleiter haben dazu geführt, daß die Funktionstüchtigkeit vieler Rettungsgeräte zusammen mit dem Gurtzeug nicht gewährleistet ist.

Von mehreren Seiten wurde gefordert, die für Rettungsgeräte und Gurtzeuge bestehende Ausnahme von der Pflicht zur 2-Jahresnachprüfung aufzuheben. Für diese einschneidende Maßnahme sehen DHV und OeAeC derzeit noch keine Notwendigkeit. Zumindest aber sollen Fehler bei der An- und Unterbringung künftig durch eine einmalige Nachprüfung vermieden werden. Deshalb wird nach LuftGerPO/ZLLV angeordnet:

Die Anbringung eines Rettungsgerätecontainers am Gurtzeug und die Unterbringung eines Rettungsgerätes in einem zum Gurtzeug gehörenden Container sind durch den Hersteller des Rettungsgerätes oder des Gurtzeugs nachzuprüfen. Bei der Nachprüfung ist festzustellen, ob die Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt sind und die Funktionstüchtigkeit von Rettungsgerät und Gurtzeug in Kombination miteinander gewährleistet ist.

Diese Anordnung tritt am 1.1.98 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt muß jede Neukombination von Gurtzeug und Rettungsgerät vor der ersten Benutzung nachgeprüft sein.

Die Anordnung der Nachprüfung gilt nicht, wenn die Anbringung am Gurtzeug oder die erstmalige Unterbringung in Container des Gurtzeugs vor dem 1.1.1998 erfolgt ist; für diese Fälle wird die Nachprüfung dringend empfohlen.

Die Anordnung gilt ebenfalls nicht, wenn die jeweilige Kombination musterzugelassen ist.

13.11.1997

Martin Jursa - Referatsleiter Technik DHV -OeAeC

 
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